Red und Leia planen „holografisches“ Smartphone

Die Cineasten unter euch kennen bestimmt den Kamerahersteller Red, dessen Modelle für viele große Hollywood-Produktionen zum Einsatz kommen. Der Hersteller macht nun mit dem Unternehmen Leia gemeinsame Sache, um in der ersten Jahreshälfte 2018 ein innovatives Smartphone auf den Markt zu bringen. Das Hydrogen One soll nämlich die Techniken der beiden Firmen kombinieren.

Man spricht vom weltweit ersten Smartphone mit „holografischer“ Technik. Damit ist nun aber keine Projektion gemeint, sondern ein spezieller, dreidimensionaler Bildschirm, grob mit autostereoskopischen Displays vergleichbar. Allerdings geht der Effekt darüber hinaus: Ihr könnt 3D-Objekte auf dem Bildschirm aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten, je nachdem, wie ihr auf das Display schaut.

Kosten soll der Spaß fast 1.200 US-Dollar. Red verspricht zudem neben exklusiven, holografischen Inhalten auch hochwertigen 3D-Sound und Mixed-Reality-Erfahrungen. Laut Red hoffe man mit dem kommenden Smartphone Hydrogen One den Smartphone-Markt genau so aufzumischen, wie seit 2007 den Markt für professionelle Filmkameras. Ob das allerdings bei diesem Preismodell gelingen kann, ist schwer zu sagen.

Zur weiteren Technik des Red Hydrogen One ist noch nicht viel bekannt. Das Display soll wohl eine Diagonale von 5,7 Zoll bieten und auch modulare Erweiterungsmöglichkeiten für das Smartphone stehen auf dem Plan. Angedeutet hatte Red das Hydrogen One bereits im Vorfeld, nun steht aber erst fest, dass man das Gerät mit Leia als Partner realisiert.

Offenbar sind auch professionelle Anwender eine wichtige Zielgruppe: Das Smartphone soll sich auch mit den Kameras von Red vernetzen und so die Bedienung erleichtern. Auf mehr Informationen bin ich ja mal gespannt.

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Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

4 Kommentare

  1. Seit den jüngsten SAMSUNG- und APPLE-Releases sind 1200$ ja fast schon „normal“. Allerdings würde ich soviel Geld eher für solche innovativen Sachen ausgeben als für ein HighEnd-„Fingerabdruck ist jetzt hinten bzw. abgeschafft“-Normalphone.

  2. Das Renderdesign von dem Smartphone gefällt mir Bombe. Schön technisch, nicht so’n rundeglutschtes Einheits-Glas-Hinten-Bonbon. Wenn das so kommt und dann auch noch ein Holodisplay hat, kauf ich das. Preis egal.

  3. Der Preis klingt für mich bei der gebotenen Leistung tatsächlich ganz vernünftig in Relation zu iPhone und Samsung Topmodell.
    Die entscheidenen Fragen werden sein: Wird das tatsächlich eine praktikables, alltagstaugliches Smartphone mit den gewohnten Features + Vorteile oder eher nur ein mobiles Holodisplay für bestimmte professionelle Highend-Anwendungen? Welches Betriebssystem wird darauf laufen und wie nutzt es die neuen technischen Möglichkeiten? Android bietet da nichts. Man müsste sich doch mit jemandem zusammentun der Mobile-OS KnowHow hat oder woher soll das kommen? Vermutlich bleiben diese Aspekte auf er Strecke und die Usability/Alltagstauglichkeit wird ein Graus.
    Zweite Frage ist natürlich wie lange der Akku hält. Und da vermute ich den Haken. Nur geschätzt, aber klingt für mich irgendwie nach 50% mehr Verbrauch und damit einer effektiven Laufzeit von 4-8 Stunden bei normaler Nutzung. Dann also ein Nischenprodukt für professionelle Anwender, die das halt im Studio/Labor am Kabel betreiben.
    Ansonsten würden die bekannten Hersteller ja diese Technologie aufkaufen/kopieren und großflächig als Standard einführen. Scheint aufgrund des Kosten/Nutzen-Faktors abgelehnt worden zu sein.

  4. Wird sich ohne Marktführer im Rücken ( Samsung / Apple) weder bei Apps noch bei Kunden durchsetzen…

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