Caschys Blog

Recording Academy (Grammys) setzt auf NFTs

Die nordamerikanische Recording Academy, ein Branchenverband der Musikindustrie, steckt auch hinter der jährlichen Grammy-Preisverleihung. Dieses Jahr will man offenbar mehr Zuschauer damit anlocken, indem man sich auch dem NFT-Hype hingibt. So kann heute in den USA ein kostenloser NFT (Non-fungible Token) mitgenommen werden.

Dabei kann wohl einer derjenigen, der zuschlägt, zusätzlich Glück haben und ein goldenes Ticket erhalten. Dieses verheißt dem Gewinner einen All-Inclusive-Trip zu den 64. Grammy Awards, die am 3. April 2022 in Las Vegas stattfinden. Für die technische Seite ist da die Firma OneOf verantwortlich. Weitere NFTs, dann gegen einen Obolus, soll es anschließend in den kommenden Wochen geben. Erstellt werden die NFTs von ThankYouX, Emonee LaRussa und Andre Oshea.

Jeder der drei Künstler wird eine Reihe von NFTs erstellen, die von den Grammy Awards inspiriert sind. Das sollen sowohl Bilder als auch animierte Videos sein. Ein nicht näher konkretisierter Teil der Einnahmen soll in Stipendien der Recording Academy fließen. Jeder der NFT-Künstler erhält eine eigene Woche, bei der seine NFT Collection im Zentrum steht. Dabei soll es dann auch Auktionen geben, in denen die NFTs versteigert werden.

OneOf X Grammy Awards NFT-Zeitplan

Die Partnerschaft soll auch die 65. und 66. Grammy Awards einschließen. Meine Meinung? Ich halte von NFTs grundsätzlich wenig, da der Umgang damit zumeist nicht ganz ehrlich ist: Käufer erhalten ein völlig austauschbares und alles andere als einzigartiges, digitales Objekt, das unendlich 1:1 kopiert werden kann und wird. Einzigartig ist lediglich das technische Backend dahinter. So wird ein künstlicher Wert generiert und eine Art Verknappung herbeigeführt, die real für das jeweilige Kunstwerk gar nicht besteht.

Zu diesem Thema gibt es aber die unterschiedlichsten Meinungen, die ich auch akzeptieren kann. Wie bewertet ihr den Schritt der Grammy-Veranstalter?

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