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Recht auf Vergessenwerden: Frankreich mit den meisten Löschanträgen

Das vom Europäischen Gerichtshof gefällte Urteil zum Recht auf Vergessenwerden sorgte bereits für zehntausende Löschanträge von Personen, die gerne Dinge über sich aus dem Suchindex von Google verbannt haben möchten. Das Urteil wurde seinerzeit nach einer Klage eines Spaniers gesprochen, allerdings sind es nicht die Spanier, die die meisten Löschanträge stellen. Die Aufschlüsselung nach Ländern hat Google jetzt in einem Brief an die EU veröffentlicht.

Spitzenreiter bei den Löschanfragen ist demnach Frankreich, 17.500 Anträge wurden dort gestellt, die wiederum 58.000 Urls enthalten. Auf Platz 2 rangiert Deutschland mit 16.500 Anfragen, die 57.000 Urls beinhalten. Den letzten Podiumsplatz belegt das Vereinigte Königreich. Hier wurden 12.000 Anfargen gestellt, die 44.000 Urls betreffen. In Spanien gab es lediglich 8.000 Anträge, in Italien 7.500 und 5.500 Anträge wurden aus den Niederlanden gestellt.

In 53% der Fälle kam Google den Anfragen in vollem Umfang nach, also so wie sie gestellt wurden. 32% der Fälle wurden allerdings komplett abgelehnt. Für Google bedeutet das Urteil nach wie vor einen großen Aufwand, da jeder Antrag geprüft werden muss. Dafür wurde extra ein Expertenteam zusammengestellt, das beratend zur Seite steht. Ich bin gespannt, wie das Ganze weiter geht, der Weisheit letzter Schluss scheint diese Lösung nicht zu sein, dazu ist sie irgendwie zu undurchdacht. Entweder Content ist falsch und muss gelöscht werden oder er ist korrekt und darf bleiben. Die Verweise einer Suchmaschine zu entfernen kann einfach nicht die Lösung sein.

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