re:boot your brain – wenn der Stress dich packt

Peter ist 42, hat drei Kinder und muss auf der Arbeit kostenlos Überstunden schieben. Freiwillige Mehrarbeit um den Job zu sichern. Das Geld reicht weder vorne noch hinten. Kommt Peter nach Hause, warten schon die Kinder die bespaßt werden wollen. Peters Frau ist überfordert, es kriselt. Peter kann nicht mehr abschalten.

beschreib

Despair by Alaskan Dude on flickr under Creative Commons

Sven ist 14 und geht auf die Realschule. Seine Eltern überwachen streng seine Noten, treiben ihn zu Höchstleistungen an. Mit den Schulkollegen kommt er weniger klar, sein Vater ist zu allem Unglück noch der Fußballtrainer seines Clubs und nimmt Sven im Training besonders hart ran. Abends sitzt Sven stundenlang vor der Konsole und kann nicht abschalten. Trotz der Spiele drehen sich seine Gedanken um seinen Tag.

Sabine ist 35 und Frisörin. Um richtig über die Runden zu kommen, arbeitet sie abends auf der Tankstelle. Sie hört den ganzen Tag die Sorgen, Nöte und Geschichten ihrer Kunden doch niemand hört ihr zu. Freizeit und Geld sind karg, warum ist bloß das Monatsende noch so lange hin? Dauerhaft denkt sie über das Morgen nach…

By emerald isle druid on flickr

Dann gibt es da noch den Blogger. Der fällt weniger in die Reihe der oben genannten Beispiele, und doch ist es ein wenig ähnlich. Man arbeitet und arbeitet, bloggt und bloggt. Ich telefoniere viel. Ich schreibe viel. Ich werde oft via Twitter, Facebook und Co angeschrieben. Ich denke selbst offline darüber nach, was ich bloggen könnte. „Haha, witzige Szene! – Das muss ich twittern“. Beiträge müssen geschrieben werden, hier klingelt das Telefon, da muss noch etwas getestet werden. Kein Geldstress oder ähnliches. Gestresst von Kommunikation ohne Chance auf Abschalten. Selbst offline in der Wildnis.

Anatomy of the brain by brain_blogger on flickr

Viele Menschen. Viele Geschichten. Viele Situationen. Viel Stress. Und auch einer von euch ist dabei.

Und darum geht es hier. Stress im Alltag. Den Stress, den man sich vielleicht selber macht. Das Problem des Nicht-Abschalten-Könnens.

Was sind eure Tipps zum Stressabbau? Gibt es tatsächlich die Möglichkeit, in der Mittagspause aufzustehen und das Hirn zu resetten? Mal wirklich auf Durchzug schalten, alles vergessen? Kurzfristige Entspannung finden, abschalten?

Lasst uns mal drüber sprechen, vielleicht findet der eine oder andere ja mal eine einfache Möglichkeit, mal kurz die Hirse zu defragmentieren. Oder leidet ihr selber unter einer Stressform?

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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144 Kommentare

  1. Was ist Mittagspause?

    Nee aber ernsthaft, ich bin 36 und rechne mit einem akuten Burn-Oout-Syndrom vor der 40…

    Maßnahmen dagegen wären also willkommen (aber bitte kein „Esokram“ *g*).

  2. Ich hab mittlerweile das Joggen für mich (wieder) gefunden. Perfekter Ausgleich um abzunehmen und den Kopf frei zu bekommen….

  3. Ich hab in erster Linie positiven Streß. Arbeite gerne und viel. Abschalten? Kann ich auch wenn ich tot bin.

  4. Den Stress merk ich daran, morgens aufzustehen und mich nach dem Anziehen eigentlich direkt wieder hinlegen zu können…wie kann man nur so müde sein :-/
    Stressabbau? Zeit für sich selbst nehmen, relativ egal, was man dann tut, Hauptsache, die Zeit dafür ist da…

  5. So unaufregend das klingt: Das beste Mittel gegen Stress ist eine Tasse Tee. Dazu ein wenig Musik (mehr Portugal. The Man als Slayer, versteht sich).

  6. Schwer schwer möglich. Gerade wenn noch unerledigte Arbeit auf mich wartet, merke ich selbst immer wieder, wie die Pause Stück für Stück nach hinten geschoben wird. Und sogar in diesem Moment, wo ich mir mal 5 Minuten „Auszeit“ für Twitter genommen hatte, bin ich noch mitten in der Arbeit und das seit nun auch knapp 12 Stunden.

    Aber ich glaube, dass mein großer Vorteil (noch) ist, dass mein Hobby auch mein Beruf ist. Gerade als Programmierer entwickelt man stetig neue Konzepte und frickelt hier und da etwas rum; da ist es mit dem Abschalten nicht leicht 😉

  7. Ideen gegen Streß wären:

    -Spazierengehen, einfach mal in den Wald z.B. am Wochenende (falls man da frei hat)
    -Die Mittagspause außerhalb des Büros verbringen und aktiv an etwas angenehmes denken
    -Ansonsten stell ich mir beim Auto bzw. Roller fahren einfach mal tagträumerisch Dinge vor, dann regt man sich nicht über den Verkehr auf und kann dabei gut abschalten.

  8. Alexander Walch says:

    Hallo caschy!
    Ich kann gut verstehn, wovon du sprichst – befinde mich im Abistress…
    Alles kommt zu kurz, immer die Gedanken, was twittern, wo twittern, wie besonders witzig twitter… viel lernen, viel den Freunden helfen, zu Omi 😀 usw.

    Was tun, gegen den Alltagsstress?
    Ich habe meinen persönlichen Weg gefunden. Radsport. Ich kann es wirklich nur empfehlen, du musst ja nicht gleich in nen Verein oder so 😉 Einfach ne Stunde aufs Fahrrad setzten und ne schöne Runde fahren (bei dir is ja nich so steil, waa?). Wenn ich so mit dem Rad (ziemlich schnell) unterwegs bin, dann muss ich mich auf die Straße konzentrieren, KEINE MÖGLICHKEIT, an den ganzen Alltagsstress zu denken. 🙂
    Danach fühlst du dich ausgeglichen & entspannt.


    Also probiers mal, oder geh in die Kletterhalle, das mach ich auch & auch hier kann man sich wunderbar vom Alltag lösen.

    Gruß Alex

  9. Als IT-Profi (Supporter und Technischer Leiter in einer Person) kenn ich die Situation gut. Mir hilft es, wenn ich einfach mal raus gehe, alle Technik hinter mir lasse und ein, zwei oder auch mal fünf Stunden mit meiner Spiegelreflexkamera alleine durch die Natur streife, die Wolken, das Meer, die Felder oder den Wald bewundere, mich ganz auf die Ablichtung einer Landschaft oder einer Pflanze konzentriere und mich ganz der Bewunderung für meine Umwelt hingebe. Bei schlechtem Wetter hilft mir ein gutes Buch oder einfach herumsitzen und mal ganz in Ruhe ein gutes Album hören. Ich habe auch schon mal Chi Gong ausprobiert und werde nächstes Jahr noch einen Kurs machen. Die Bewegungen sidn so intensiv, dass man sich so konzentriert, dass alles andere in den Hintergrund tritt. Abschalten muss man aktiv, galube ich, durch Konzentration auf etwas beruhigendes fällt mir das leichter. Sinnliche Anregungen wie Duftkerzen oder Musik helfen auch oft weiter. Wichtig ist mir, dass ich dann allein und wirklich ungestört bin. Dann kann ich mein Gehirn mal durchpusten. In dieser Jahreszeit gehe ich auch unheimlich gern in den Herbststürmen an der Nordsee spazieren. Da rückt die Alltagswelt automatisch in den Hintergrund und man fühlt sich mal wieder ganz klein und unbedeutend gegenüber der Umwelt. Das rückt die eigenen Verhältnisse ins rechte Licht 😉

  10. Ich versuche, so oft wie möglich, Mittags einen „Schlüsselbund-Schläfchen“ (Fernbedienungs-, Löffel- o.ä.) einzufügen. Was das ist?
    Setz dich bequem in einen Sessel oder aufs Sofa und nimm den entsprechenden Gegenstand in die Hand, so, dass er aus der Hand fallen kann – aber nicht auf den lauten Fliesenboden, wir wollen doch keinen Herzinfarkt bekommen 😉
    ach die Augen zu! Denk an was schönes Schalte Ab! Relaxe! Schlafe!
    Die paar Minuten, die du einnickst, bis der fallende Schlüsselbund/Fernbedienung/whatever dich weckt, reichen in der Regel aus, dich ein wenig zu entspannen.
    Geht schnell und -bei mir zumindest- funktioniert…

  11. Täglich Sport oder spatzieren gehen, sich mal auf ein Buch konzentrieren, Offline-Freunde treffen und mit ihnen reden, sich selbst mal herausfordern, mit jemandem ein gutes, möglichst offenes, interessantes Gespräch zu führen (manchmal muss man Leute für sowas auch erst suchen), unterschiedliche Thematiken im Kopf behandeln, wenn man merkt, es wird schlimmer, zügig Hilfe in Anspruch nehmen und sich nicht zurückwerfen lassen. Was unterm Strich auf eines hinausläuft: In Eigenregie ein selbstgewähltes Projekt hinzubekommen. Unbezahlbar.

  12. Ich glaube, wenn man dem Stress entkommen will, muss man einfach was anderes sehen oder tun. Seinen persönlichen Ausgleich finden, sich bewußt Zeit(en) dafür nehmen und sich darauf einlassen.

    Mir hilft zweimal die Woche Sport, anderen hilft ein Spaziergang, wieder anderen ein regelmäßiges Essen oder rumalbern mit Freunden oder was ganz anderes…und manchmal muss man sich genau dazu auch einfach mal zwingen!

  13. * Während der Arbeit – falls möglich – Klassik hören
    * 30 Minuten spazieren gehen
    * Immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen
    und das wichtigste:
    Ausschlafen (auch wenn das manchmal einfach nicht in den Zeitplan passt)

    klappt leider nicht immer …

  14. Schön ist es falls man seinen Job zumindest halbwegs liebt. Sich Pausen nimmt in denen man etwas völlig anderes macht was seine Aufmerksamkeit, seine Konzentration braucht. Sport wie Fahrrad fahren gehört dazu. Und auch Kommunikation an der man nicht nur mit halbem Ohr teilnimmt sondern sie aktiv betreibt.

    Finde es auch wichtig auf die Signale seines Körpers zu hören und entsprechend zu handeln. Beispielsweise auch einmal früher ins Bett gehen. Okay, aus MEINEM Mund klingt das jetzt komisch 😉

  15. Das Problem kennen wohl mehr Menschen als man glauben mag. Ich mache jetzt seit 4 Wochen endlich regelmäßig Sport ( 2x die Woche ) und habe das subjektive Gefühl das es hilft.

    Ich schlafe mittlerweile wieder besser und die Konzentration hat deutlich zugenommen. Das Problem ist sich bewusst Zeit für das eigene wohlbefinden zu blocken.

    Einen schönen Abend
    Patrick

  16. Vielen Dank für deinen Beitrag und eure Kommentare. Ein wirklich interessantes und wichtiges Thema

  17. Welch ein ungewöhnliches Thema hier bei dir 🙂
    Ich finde es wichtig das man sich in unserer heutigen gesellschaft skills zulegt um dem stress entgegen zu wirken.
    Mir ist dies nicht gelungen, zumindest bisher.
    Ich stehe nun gerade am ende meines Studiums, habe bis hier alles gut hinbekommen und habe noch 3 Wochen um meine Thesis zu schreiben, geschrieben ist noch nix denn mir fehlt die Motivation und der Antrieb.
    Dazu gesellen sich noch andere Probleme die man ähnlich auch in deinem Text wiederfindet.
    Für mich ist Musik und die Natur das was mich mal für eine weile runterbringt und den Stress beiseite schiebt.

    Ich denke das schwierige ist sich selbst beswust zu machen das man gestresst ist und einen ausgleich braucht, welcher das ist beleibt wohl recht individuell.
    Man bekommt das gefühl das einige leute vor stress und verpflichtungen sich selbst vergssen.

  18. Florian Junk says:

    Ich denke grundlegend muss man zwischen zwei Stressarten unterscheiden. Zum einen gibt es so etwas wie einen positiven Stress. In dieser Phase ist man meist viel produktiver, die to-do-Liste wird kleiner und am Ende des Tages fühlt man sich noch gut dabei.
    Zuviel positiver Stress wird jedoch auch ab einem gewissen Zeitpunkt zu einem negativen Stress und ab diesem Punkt zu einem richtigen Problem. Egal ob Schüler, Student, Auszubildender, Erwachsener oder Familienmensch, wie in deinen Beispielen auch gut wiedergegeben, jeder hat Deadlines zu erfüllen. Sei es bei der Abgabe von Scheinen, bei der Erfüllung von Arbeitsaufgaben oder aber schlichtweg dem Bezahlen von Rechnungen, jeder hat immer den sprichwörtlichen „Dolch im Nacken“. Dies kann man auf Dauer auch nicht durch gute Laune überspielen, irgendwann ist das Faß einfach fast am überlaufen. Viele Menschen retten sich dann in andere Exzesse, quasi als Ausgleich, wobei dies auf Dauer, was sicherlich jeder einsieht, auch nichts hilft.
    Ich persönlich nehme mir jeden Tag mindestens eine fünfminütige Auszeit, mit einer Tasse Kaffee, entweder inklusive Musik oder aber ganz ruhig. Wichtig hierbei für mich ist auch, dass ich diese Zeit bewusst genieße.
    Der Blogger kopfbunt hat in seinen Tips für das Freelancer-Leben gesagt, man müsse sich stets einen Tagesplan machen und so strikt wie möglich nach selbigem vorgehen. Dies klingt für uns alle sicherlich logisch, da man weniger Zeit verschwendet und somit auch mehr vom Tag hat. Aber so sicher wie wir das schon alle wissen, so sicher sind wir uns auch der Tatsache, dass wir trotzdem trödeln.

  19. Hach, hier kann jemand in die Köpfe seiner Leser sehen. Akutes Thema bei mir. Ein auf und ab. Bin 38 kollabiere hier und da auch schon mal leicht. An manchen Stellen habe ich schon versucht einiges zu ändern. Mittagspause ziehe ich mittlerweile durch und schließe auch schon mal für so 20 Minuten die Augen. Hilft wirklich. Wozu mir leider absolut die Zeit fehlt ist einfach mal raus zu gehen und in der Natur abzuschalten oder mich mal einfach in ein Café zu setzen und nichts tun. Es gibt Wochen da habe ich alles im Griff und bin auch einigermaßen entspannt, aber diese sind leider immer seltener. Mein größtes Problem ist die Arbeit auf der Arbeit zu lassen, aber im Kopf ist sie immer und überall.

  20. Mein Zauberwort lautet Fitnessstudio, 2 Stunden – 3 mal die Woche, wo man einfach den Kopf freibekommt und einfach nicht an die ganzen IT-Probleme daheim und auf Arbeit denkt. 🙂

  21. Ich kann jetzt nur auf den Stress eingehen den das Bloggen mitunter mit sich bringt. Mir hat es geholfen dass ich mich mal mit „Perfektionismus“ auseinandergesetzt habe. Das kann einen nämlich wirklich stressen. Du musst das noch schreiben, du musst für diesen Artikel noch was recherchieren, du musst da noch anrufen, oh was ist denn das in meiner Timeline und und und. Wenn man sich damit abfindet dass nicht alles perfekt sein muss was man bloggt und dass man auch nicht auf jeder Hochzeit tanzen kann, dann hilft das schon ungemein.

    Mir hats auch geholfen feste Zeiten aufzustellen in denen ich einfach mal alles was mit Internet zu tun hat abschalte und auf die Couch gehe um ein Buch zu lesen oder sowas. Je häufiger man das wiederholt desto besser klappts mit dem Abschalten, zumindest bei mir. Aber Anfangs ist es schon hart, man hat oft den Gedanken man verpasst was und kann nicht entspannen.

    Kurzfristige Entspannung auf Knopfdruck, beispielsweise durch 15min Mittagspause oder so gelingt mir aber auch noch nicht. Da fehlt mir noch das Patentrezept.

    LG Piet

  22. Klingt vielleicht für einige hier komisch, aber…Karate! Körperlich fordernd, geistig fordernd. Nach 90 Minuten Training bin ich mit mir wieder im Reinen, egal was die Uni vorher mit mir angestellt hat.

  23. Da sind schon eine ganze Menge sinnvoller Sachen gesagt worden; egal was man nun als Ritual zum Abschalten gebrauchen kann, Sport, Spaziergänge, Tee trinken, letztlich läuft es darauf hinaus, sich tatsächlich aus dem Alltag mal auszuklinken.

    In deinem Falle würde es warscheinlich schon helfen, Notebook, Smartphone & Co. einfach mal zuhause liegen zu lassen und für eine Weile einfach nicht erreichbar zu sein. Und dann irgendwas machen, wobei man eben nicht die ganze Zeit über den nächsten Blogartikel grübeln kann. Oder gewöhn dir an, einen Tag in der Woche, beispielsweise am Wochenende, konsequent offline zu sein.

  24. ich leide auch unter Stress gut, dass es hier angeschnitten wird…

    Hm, was hilft…? Sport (Leichtathletik) und in argen Fällen vielleicht sogar autogenes Training…

  25. *Bewusst* Pausen machen, also weg vom jeweiligen Gerät. Wenn möglich, ein paar Minuten raus an die Luft. Oder was lesen/hören, dabei Blick weg vom Bildschirm und Telefon auf leise gestellt. Sich selbst Zeiträume setzen, zu denen man garantiert nicht an die Tastatur geht (und sich dann auch zwingen, das durchzuziehen).

  26. Derzeit arbeite ich freiwillig in zwei Firmen (intern 15%/extern 85%) und kann _nico nur zustimmen. 2-3 Mal die Woche Fitnessstudio, in der Mittagspause ruhig mal 30 Minuten spazieren gehen (und wenn es nur in den nächsten Supermarkt ist um sich ab zu lenken). Komme gerade von einer (fast täglichen) Partie Billard mit Freunden, da funktioniert das auch ganz gut.

  27. Ich gestehe, ich hab´s relativ gut. Ich gehe zwar auch fast jeden Abend zu spät ins Bett und muss 5:30 wieder raus – zum Feuer machen – aber an 3 von 5 Tagen/Woche arbeite ich in einer einsamen, kleinen Optikerfiliale in einer aussterbenden Stadt. Habe zwar fast immer gen ug zu tun, da ich die knifflige Werkstattarbeit mehrerer Filialen erledige, aber die Mittagspause nutze ich meistens, um mich in den bequemen (selbst mitgebrachten) Ikea-Sessel zu pflanzen und 20 Min. die Augen zu schließen. meistens bin ich dann nach 5-10 Min. weg. Aber dank Wecker mit zweimaliger Snooze-Funktion bin ich immer wieder rechtzeitig fit. Das hilft mir wirklich sehr. Auch wenn ich dann abends nach Hause zu meiner gestressten Frau und den zwei streitlustigen Kindern komme 😉

    Gruß,

    Matti12

  28. Ich mache nächstes Jahr mein Abi, bin in der 12. Klasse und hab Stress ohne Ende. Den meisten mach ich mir ganz bestimmt selbst, aber trotzdem bin ich jeden Tag kurz davor mein Abi zu schmeißen…
    Ich habe vor knapp einem Jahr aufgehört zu fernsehen, weil es einfach sinnlose Zeitverschwendung ist und seitdem fehlt eine Entspannungsquelle, aber nur dafür fange ich bestimmt nicht mehr an mit dem fernsehen. Ich hoffe einfach mal, dass ich das Abi überstehe und danach versuche ich ein bisschen abzuschalten.

  29. Bin momentan auch ziemlich gestresst.

    Danke für die vielen Tipps und Anregungen!

  30. immer versuchen um 11.45 Uhr in die Kantine dann schön was essen. klappt ganz gut seit 2 Jahren.

  31. Ein interessantes Off Topic-Thema.

    Ich kann am besten abschalten, wenn ich mit meinen Kids die Freizeit verbringe.

    Allerdings erwische ich mich auch dabei, wenn ich beim Spielen darüber nachdenke, ob davon nicht etwas bloggenswert wäre…

    Ansonsten kann ich super auf der Fahrt ins Büro und auf der Fahrt nach Hause in der Bahn mit Musik abschalten.

  32. Hi Caschy,

    schwierige Frage, die ich für mich auch noch nicht abschliessend beantwortet habe. Als Vater zweier Jungs mit stressigem Job und dicker Hypothek am A… fühle ich mich auch oft wie im Laufrad – ohne jemals anzukommen.

    Ich habe aber einmal in einem Buch über Erziehung etwas gelesen, dass auch gut auf den allgemeinen Stress passt: Oft hat man den Eindruck, Kinder seien an einem Tag besonders heftig drauf – als hätten sie es auf unsere Nerven geradezu abgesehen. Die Kinder sind aber gar nicht mal so unterschiedlich drauf, wenn man es sich in Ruhe überlegt. Vielmehr ist unsere Fähigkeit, mit Ihnen umzugehen, an jedem Tag anders ausgeprägt.

    Und ebenso ist es m.E. mit stressigen Situation: Wenn ich gut drauf bin und mich wohlfühle nehme ich die gleiche Herausforderung locker und schmunzle. An einem anderen Tag könnte ich ausflippen.

    Wie man nun auftanken kann ist sicherlich bei jedem anders. Vielen hilft Sport, besonders Laufen, weil dabei auch Adrenalin abgebaut wird. Nicht so mein Ding. Ich bin gerne „langsamer“ in der Natur. Gehe mit dem Hund spazieren. Auch mal gerne durch den Regen, ohne Schirm oder Mütze. Einfach spüren, den Moment erleben. Oder ich gehe Geocachen.

    Heute war es zum Beispiel den ganzen Tag sehr neblig am Niederrhein – und ich habe es genossen. Der Nebel verschluckt viel Hektik und Lärm. Und lässt einen die Natur um uns herum ein wenig bewusster wahrnehmen.

    Ich denke also jeder muss indiduell finden, was ihn zur Ruhe kommen lässt. Und das dann ganz bewusst in seine Tagesplanung aufnehmen.

  33. Hey, der Peter aus dem ersten Beispiel bin ich. Paßt genau 🙂
    Wie viele schon gesagt haben, Sport hilft (bei mir auch Radfahren). Aber mach etwas, was dir Spaß macht und nichts, wozu dich zwingen mußt. Ansonsten kann ich Autogenes Training empfehlen. Man muß kein Könner mit jahrelangem Training sein, allein das „mal 15 Minuten zur Ruhe kommen“ hilft beim Entspannen. Man sollte aber einen Kurs machen.

    Wenn es dann trotzdem mal zu einem „Burn-out“ kommt, sollte man nicht zögern, sich Hilfe zu holen.

    Ich bin IT-Mitarbeiter bei einer Großbank und spreche aus Erfahrung …

  34. Und bezogen auf Deine Situation: Was hältst Du von einem freien Tag? Nur weil das Blog immer läuft musst Du ja nicht täglich was produzieren. Ehrlich gesagt wäre es mir sogar als Leser fast recht, an einem Tag hier nichts verpassen zu können … 😉

    Aber im Ernst: Warum nimmst Du Dir nicht einen Tag, an dem Du nichts produzierst. Und vielleicht produzierst Du für diesen Tag auch gar nichts vor, um die anderen Tage nicht vollzuhauen. Ich glaube nicht, dass es der Attraktivität Deines Blogs schaden würde.

    Tja, und zu guter Letzt könnten wir uns natürlich einfach mal öfter treffen und den Stress gemeinsam wegbrennen. 😉

  35. Bin auch gerade beim Abitur und bin deshalb auch sehr gestresst. Wenn ich nach Hause komme schlafe ich erstmal (nicht sehr produktiv). Dann zöger ich das was ich tun muss meistens so lange heraus, dass ich erst um 1h im Bett bin (weshalb ich dann nach der Schule schlafen muss).
    Der einzige Grund, warum ich das aushalte, ist glaube ich das Klavierspielen. Dabei kann man sich einfach nur auf die Musik konzentrieren und sie noch viel intensiver fühlen als beim simplen Hören. Zusätzlich habe ich vor einem Monat mit dem Gitarrespielen angefangen.
    Aber die ideale Motivationstechnik suche ich immer noch…

  36. Ach Leute, schreibt doch nicht immer so riesige Absätze.

    BTT: Sportliche Betätigung (ich jogge z.B.) ruft Glücksmomente hervor und man schläft besser. Beides baut Stress wirkungsvoll ab.

    PS: Gerade als Blogger interessant, da man nicht online sein kann.

  37. Kommunikationsstress beuge ich ganz konsequent vor:
    Man kann mich über viele Wege kontaktieren, aber nur Mail und Facebook erwähne ich. Für Freunde & Co. gibt es dann zusätzlich Handy und Instant Messaging. In meine IM-Listen kommen nur Leute rein, die mich nicht für jeden Spaß anschreiben, da Anschreiben mich bei meiner Arbeit stört und wenn es zu oft verkommt schafft man produktiv kaum was in dieser Zeit.

    Bei Mail und FB ist der Vorteil, dass man da eine Nachricht schickt. Wann darauf geantwortet wird, weiß man nicht und daher muss man,was man gerade tut auch nicht sofort unterbrechen.

  38. Carsten, schönen Dank für das Thema !
    (Themen, die auch durch IT immer mehr „explodieren“.)
    Ich hatte es schon an anderer Stelle erwähnt:
    http://methode-heigl.blogwerft.de/

  39. Bei mir hat vor drei Wochen erst ein Kollege und dann das Krankenhaus die Notbremse gezogen. Mit 27 nicht die ideale Laufbahn. Es sieht aktuell wirklich so aus, als wenn man sich in erster Linie selber helfen muss, im Umfeld kann niemand etwas damit anfangen Unverständnis ist seither in meinen Augen der überwiegende Anteil und ein Termin in der psychosomatischen Abteilung ist knapper als Bananen in der DDR… Im Wald spazieren gehen, viel soziale Kontakte pflegen und Radfahren etc. wurde mir von der Chefärztin nahegelegt. Wenn man sich über die Jahre hinweg von allem Sozialen nach und nach immer mehr abkapselt hat, ist dass ein riesen Problem. Spazieren gehen kann ich bis sich die Sohlen auflösen, abschalten kann ich dabei nicht…

  40. Ich hab mit Muay Thai (Thaiboxen) angefangen. Stressabbau pur,
    wenn man den Sandsack oder die Pratzen malträtiert. Aber ich weiss auch, daß vielen dafür die Zeit fehlt.

  41. Ich gehe mittags eine halbe Stunde / Stunde in den Wald, den Hund freuts und mir tuts gut… wenn es regnet verzichten wir beide aber auch gerne auf die Runde… ansonsten versuche ich viel Fahrrad zu fahren (also Mountainbike) das macht den Kopf auch frei…

  42. Vielen Dank für all diese interessanten Vorschläge und Gedankenanstösse!

    Ich selber nehme mir auch nicht selten zu viel vor und nicht immer läuft dann alles so wie ich es gerne hätte.

    Was ich in den nächsten Tagen daher sicher mache: Bis auf Mail, Twitter und Facebook alle Accounts bei sozialen Netzwerken und IM-Diensten löschen. Grosser Schritt mit bestimmt viel Wirkung!

  43. Gut charakterisiert, den Blogger. 😉
    Wirklich abschalten kann ich tagsüber nicht, da Mittagspause berufsbedingt meistens entfällt. Oder der Berry bimmelt. Oder ich in der Pause dann doch die Mails am Berry lese.

    Abends daheim fallen mir noch tausend Sachen ein, die ich -VPN sei Dank- ja noch „schnell“ erledigen könnte. Alles „Business“, da ist noch kein Blogbeitrag geschrieben oder private Kommunikation beantwortet, keine Spülmaschine ausgeräumt usw.

    Um wirklich abzuschalten hilft mir der Sport. Also richtiger Sport, nicht das Rumgehopse vor der Wii. Crosstrainer oder Laufen im Grünen. Volleyball. Fahrradfahren. Musik hören, laut und hart.

    Was tu ich stattdessen? Ich kommentiere hier deinen Beitrag. 😉

  44. @ Jeffrey: Würde nicht ein Kahlschlag der Kontaktlisten das gleiche bewirken?

    Ansonsten eine gute Idee, aber da man damit oft auch die Zugriffsmöglichkeit auf viele Sachen verliert, wäre ein großes „Der Account ist verwaist. Kontakt nur noch per Mail möglich“ hinschreiben eine Alternative. Bei FB sollte bekannt sein, dass das Löschen eines Accounts sehr unvollständig abläuft.

    IM-Dienste zu löschen ist eine gute Idee, nur leider „fast“ aussichtslos, weil Facebook und Google Mail (Adresse = GTalk-Account) auch IM-Dienste anbieten.

  45. Kann hier auch nochmal verstärkt für „Autogenes Training“ werben!
    Ich mache es im Moment leider nicht, weiß aber noch, wie gut es mir tat. Man sollte einfach mal einen VHS-Kurs machen (viele Krankenkassen zahlen den sogar!) und dann kann man nach ein, zwei Wochen täglichen „Trainings“ (ca. 5-10 Minuten) wirklich unglaubliche Fortschritte beim Abschalten machen …
    Hmm, ich sollte es wirklich wieder anfangen!
    BTW: Am Anfang war ich SEHR kritisch, es hörte sich einfach zu sehr nach Esoterik-Gedöns an -ist es aber absolut nicht!

  46. ich erwische mich mitlerweile regelmässig dabei, dass alles, was mich sonst entspannt hat, langsam hinterrücks vom denken an die arbeit torpediert wird. das muss noch erledigt werden, wie löse ich jenes problem usw usf. sogar beim daddeln oder tv glotzen drängt sich das in den vordergrund. dann hab ich zwei stunden die couch plattgesessen, keine ahnung um was es bei dem film geht, aber jede menge probleme gewälzt, ohne ein stück weiter zu sein, wenn ich wieder im büro bin.

  47. Erstmal nicht so hart von den Arbeitgebern ausbeuten lassen, zum Abschalten hilft mir dann aber Sport, am besten in der freien Natur.

  48. Hab mir nicht alles durchgelesen und meine Streßabbaumethode war bestimmt schon dabei….

    Ich gehe wenn ich Stress habe gerne einfach joggen…so mittendrin am Tag (Mein Beruf lässt das zu) und schiebe nach Möglichkeit ein „Entspannungsschläfchen“ ein (max. 20 min). Auf keinen Fall in die Tiefschlafphase fallen. Entspannen tue ich ganz einfach : Hinlegen, Hand auf den Bauch, bewusst atmen…….wegdösen (20 min.)

    Abends halte ich bestimmte Rituale mit meiner Frau zusammen ein um vom Alltag abzulassen (Tee trinken, Abendbrot gemeinsam einnehmen, etc)…

    Bei mir klappt das alles recht gut !

  49. Der Punkt ist doch: Umso öfter man über Stress nachdenkt, desto mehr ist man im Gedankenkarrussell gefangen. Wir machen uns heutzutage viel zu viele Sorgen, um die vermeintlichen Anforderungen Aussenstehender zu erfüllen – und dazu noch unsere eigenen. Warum nicht einfach mal da ausbrechen? Für fünf Minuten. Wer macht schon alles perfekt? Die, die nach außen alles perfekt machen, haben genau die gleichen Probleme wie wir: Everything looks good from far away. Also: Nicht blenden lassen! Wir kochen alle nur mit Wasser. $vergleichbare_floskeln

    Während meines letzten Urlaubs habe ich einmal ins eMail-Postfach geguckt und es war nichts Wichtiges drin, das nicht auch nach dem Urlaub erledigt werden könnte. Durch diese andauernde Erreichbarkeit verschwimmen die Grenzen zwischen Freizeit und Beruf. Es liegt an euch, diese wieder herzustellen.

    Für jede Tätigkeit, die man als Zeitverschwendung verteufelt und abschafft, rückt eine neue nach. Warum nicht einfach mal die Zeitverschwendung okay finden und es dabei belassen, dass man Zeit „verschwendet“ hat? Das muss auch mal sein. Nicht alles muss produktiv oder mit Ergebnissen belegbar sein.

  50. Also ich habe mir irgendwann wegen diesem Problem selbst eine quasi-Meditation ausgedacht. Ich weiß nicht einmal ob dies wirklich als Meditation angesehen wird….. Die hilft mir unglaublich, vor allem abends vorm schlafengehen .. Ich kann das in jeder normalen Position machen, wenn die Muskeln nicht zu angespannt sind und ich auch noch nich allzu müde bin..

    Ich suche mir irgendwo in meinem Blickfeld ein klitzekleines Detail (Licht durchs Schlüsselloch, Unregelmäßigkeit in der Tapete bzw Anstrich) schaue nur noch den an… Und denke eigentlich nur noch an das worauf ich mich konzentriere… Nach einiger Zeit ist es bei mir so, als könnte ich die Malerrolle sehen, die gerade über diese Stelle fährt, oder eben den Handwerker der gerade dieses Schloss anbaut (durch das das Licht fällt) – nach einiger Zeit (mögen 5 Minuten sein – könnten aber auch 15) kommt es mir so vor, als sähe ich mich selbst in dieser Position, in der ich gerade bin. Da sehe ich aber viel mehr als nur mich. Ich sehe quasi die Gefühle der Person, ich bin mir sicher, dass ich es bin, es kommt aber so vor, als sei es ein Fremder der einfach keine Reaktionen auf das erscheinen zeigt… .
    Nach einiger Zeit kann das durch alles mögliche wieder unterbrochen werden, das kann ein Wecker sein, kann aber auch nur so etwas wie ein Türklopfen sein oder eine Stimme in der Nähe…
    jedenfalls habe ich danach absolut gar kein Stressgefühl mehr… und die „normalen“ Gedanken kommen nach einiger Zeit wieder…

    Meist mache ich das jeden zweiten Tag kurz bevor ich ins Bett gehe 5-10 Minuten lang… Länger wird es vermutlich auch gehen, aber die wirkung bei mir ist jedenfalls enorm…

    Vielleicht ist das ein guter Ansatz sich zu entspannen… so mache ich das immer… mit einer echt überwältigenden Wirkung…

  51. Sport. Ist wirklich das einzige was mir hilft. Da die Zeit leider nicht regelmäßig verfügbar ist muss ich mich zwar auf flexible Dinge wie Laufen oder Schwimmen reduzieren, aber sobald man an seine Leistungsgrenze kommt schaltet auch das Hirn ab.

    Alles andere ist nicht wirklich entspannend. Allerdings nehme ich mir zum Beispiel einmal im Jahr meine Offlinepause, ich verzichte im Urlaub auf W-Lan oder andere Möglichkeiten ins Web zu kommen. Ist die ersten beiden Tage hart, aber dann sehr entspannend 😀

  52. Zocken, egal was. Hauptsache Spaß und abschalten.

  53. „Und darum geht es hier. Stress im Alltag. Den Stress, den man sich vielleicht selber macht. Das Problem des Nicht-Abschalten-Könnens.“

    Caschy, wow, geiler Beitrag.
    Gänsehauteffekt.
    Leider auch weil ich mich damit identifizieren kann. Vor allem momentan. Aber wenn ich darüber nachdenken eigentlich schon seit Monaten.

    Mein Problem, ich nehme mir einfach zu viel vor.
    Ich denke viele merken gar nicht, wie sie sich unbewusst Aufgaben nehmen, die sie vielleicht sein lassen könnten.
    Aber vielleicht gehts auch nur mir so.

    Neben meiner Arbeit als IT Administrator habe ich auch einen Blog, ich bin hobbytechnisch mit Webentwicklung, Webdesign via Aufträgen beschäftigt, ich versuche meiner Freundin ein optimaler Mann zu sein und versuche natürlich alles weitere unter den Hut zu kriegen wie meine Freunde, Sport (McFit+Schwimmen+Schlittschuhlaufen), Auto, Computerspiele und den täglichen Kampf mit Medien, Internet, virtuelle „Freunde“ in Communities oder Multimessengern, Wissen aufbauen und erweitern, die Weihnachtszeit momentan…

    Computerspiele, so unnütz und doch lass ich die Finger nicht von.
    Auto, kostet eigentlich nur Geld und trotzdem arbeite ich dran.
    Webentwicklung, bringt gut Geld aber eigentlich brauch ich das bei meinem Job nicht.
    Der Blog, neben Deadlines bei meinen Webentwicklungsaufträgen sicherlich auch ein Punkt, den ich vielleicht zu aktiv versuche zu betreiben.

    Vielleicht nimmt man sich zu viel vor.

  54. Also bei mir ist es genau umgekehrt, ich liebe Stress und wenns doch mal zu viel wird, Training und oder Musik hören.

  55. Hey, ich bin erfreut. Vor ein paar Tage hatte ich mir vorgenommen, stadt-bremerhaven aus meiner GReader-Liste zu streichen. Zu viel Banalität, und die Schreibe ist mir inzwischen deutlich zu spackomäßig-möchtegern-cool.
    Aber so ein Beitrag – und manche Antworten – machen es wieder gut.
    Danke.

  56. Hallo Caschy und vielen Dank, dass du ein so heute heikles Thema ansprichst. Denn in unserer heutigen Leistungsgesellschaft wird das als Schwäche gesehen!

    Ich habe für mich 3 Sachen festgestellt, die mir im Alltag helfen ein wenig abzuschalten:

    1. Joggen: genauso wie Tim habe ich das Joggen als sportlichen Ausgleich für mich wieder entdeckt und gute Nebenerscheinung ist, man kann sich rein auf das Laufen konzentrieren und somit Anschalten!

    2. Feste Zeiten: für mich ist der Gedanke „nur kurz“ in meinem Altag gestorben, denn das ist der Anfangen vom Ende. Also genauso wie Piet, feste Zeiten eingerichtet in meinem Kalender und dann auf jeden Fall entkoppeln. Rechner aus, Handy aus und dann irgendetwas machen was man will. Buch lesen ein bisschen hinlegen: Powernapping. Einfach nichts mit Internet!

    3. Winterdepression: Ich habe mit dem Winter, spezielle mit dem morgens dunkel, arbeiten, abends wieder dunkel immer zu kämpfen! Ich bin dann niedergeschlagen und antriebslos und bitte schlagt mich jetzt nicht, aber ich gehe dann immer ein wenig unter die Sonnenbank, das hilft mir! Das künstliche Licht ein wenig eindösen, dass entspannt und macht den Kopf absolut frei!

    Einfach mal ausprobieren! 😉

    Gruß

    Matthias

  57. Ich lach in der Mittagspause sehr oft mit den Kumpels auf Arbeit das hilft ungemein. Und in der Freizeit 2x die Woche Fitnessstudio.

    Bin zwar noch Azubi und hab da nicht sooo den Stress aber bald geht das alles los mit Prüfung und Abschlussarbeit und so und da denkt man oft drüber nach ob man das kann ob man es schafft und vor allem wie es nach der Ausbildung weitergeht.. jaja auch sowas ist stressig..

  58. Danke für diesen Beitrag und die vielen inspirierenden Kommentare! Dir Caschy und allen anderen gestressten gute Besserung 😉

  59. Kann mir kurz jemand den mehrseitigen Text für Sozialkunde morgen schreiben, dann Antworte ich auf die Frage.
    Achso, der Freiwillige kann dann auch direkt mal für mich den stoff der Kursarbeit übermorgen Lernen und das eine mädel wollte ja auch noch was gemacht bekommen, aber wir wollen ja nicht gleich ne halbe Stunde lang einen Kommentar hier schreiben und brauchen für so lang ne Vertretung, von daher…

  60. 1. in temporären Vollstresssituationen hilft Bauchatmung
    2. 2 Äpfel pro Tag essen
    3. Joggen 1-2 mal pro Woche, aber nicht alleine w.g. Schweinehundes
    4. früh in’s Bett (bzw. 8 Std. Schlaf)

    Gruß Roger

  61. Also ich bin zwar noch Schüler, dank der Schule(G8) und auch vom Privatleben her momentan jedoch auch ziemlich im Stress. Aber was mir hilft ist, einfach eine Runde Gitarre spielen, oder kurz tanzen gehen (die Tanzschule hier bietet täglich Kurse an, bei denen man immer mitmachen kann, wenn man denn irgendeinen belgegt). Aber das wird wohl maximal Leuten in meinem Alter weiterhelfen 😀

  62. “Haha, witzige Szene! – Das muss ich twittern”.
    einfach mal ersetzen mit:
    “Haha, witzige Szene! – vielleicht twitter ich das später mal, wenn ich Lust habe”.

    Ich versuche Multitasking zu vermeiden, da dies Stressfaktor und Fehlerquote erhöhen:
    http://lifehacker.com/163928/multitasking-less-efficient-easier-for-young-people

  63. Der aktuelle Flix Comic sagt dazu eigentlich fast schon alles: http://der-flix.de/index.php?preselect=719

    Ansonsten helfen mir Radfahren, Spaziergänge, gemütliches Kochen am Wochenende, Sport (Kung Fu, Muay Thai), Fitness mit Betonung auf Rückentraining, (guten!) Tee trinken, Klassik und Chill-Out zwischendurch hören, einfach mal im Geschäft 1 Stunde nicht ansprechbar sein und mit dem Kopfhörer auf dem Sofa liegen, keine 20-Stunden-Tage mehr machen, genug schlafen, Priorisieren und Delegieren und Dinge auch mal liegen lassen trotz Hektikern rundherum, computer- und handyfreie Samstage.

  64. Hi !

    Meine Tips :

    1.) Trink Grüntee beruhigt den Körper !
    2.) Trinke auf keinen Fall 1 Millionen Kaffee, eins reicht in der Früh !
    3.) Immer Zwischenpausen einlegen
    4.) Bei Müdigkeit Frischluft holen, sich bewegen
    5.) Ausreichend Schlaf (8 – 9 Stunden)
    6.) Zeitmanagement
    7.) Tief Luft ein- und ausatmen
    8.) Jogging oder Fitneß
    9.) Spiele spielen oder am PC im Internet surfen
    10.) Am Wochenende fortgehen und Spaß haben
    11.) Viel frisches Obst und Gemüse und trink Mineralwasser -> Gesunde Ernährung frischt Gehirn auf !
    12.) Wenn das alles nichts hilft, hilft nur eines : NIMM DIR URLAUB ! 😉

    So, Ende der Gelände, meine Ideen sind erschöpft… 😉
    Es kann aber auch noch mehrere Ideen geben, zum Beispiel bei nimm Dir Urlaub ! ^^

    Bei mir ist es so, merke ich, daß ich Urlaubsreif bin, nehme ich mir vor die ein paar Tagen frei zu nehmen, meistens wären ja Freitag oder Montag.
    Das ist der Bonustip ! ^^

    Ich hoffe, Dir geholfen zu haben ! 😉

    LG, Florentine. 😀

  65. @Florentine
    genau das hab ich diese woche auch gemacht einfach mal urlaub genommen.. ich hab einfach gemerkt das es zeit ist.

  66. total abschalten kann ich nur beim sport, in meinem fall handball – der sport ist so intensiv und schnell und kräftezehrend dass man garkeine zeit hat an was anderes zu denken… das sind ca. 2h 2 mal in der woche in denen ich alles vergessen kann, dazu am wochenende mal n spiel…

    oder n mittagsschläfchen, geht zwar bei vielen nicht, aber wenns geht – genial 🙂

  67. Stress hat man nciht Stress macht man sich. und So wie man ihn sihc macht kann man ihn auch wieder abstellen, das bedeutet gleichzeitig aber auch verzicht auf einzelne Dinge die man sich mit dem Stress erarbeitet hat, dazu ist nicht jeder bereit.

    zum Thema abschalten haben wir Männer einen tollen Vorteil. nälich unsere „nothing box“ ein kurzes englsiches Video sollte sich schnell finden 😉

  68. Bin >40 und habe da so meine Erfahrungen … z.B. stressbedingte Magengeschwüre mit Anfang 30 … diese Schmerzen wünsche ich meinem schlimmsten Feind nicht.

    Danach habe ich vieles geändert (und JA!, das geht):
    – feste Kernarbeitszeiten (das geht auch als Freelancer!)
    – not „always on“! Nicht alles muss sofort beantwortet werden
    – erzieht eure Leute von Handy & Phone zu Mail: Man hat mehr Zeit & Muße zur Antwort und wird nicht abrupt aus der aktuellen Aktion gerissen. Telefon ist ein Produktivitätskiller!
    – nicht in Dutzenden von SN verzetteln! Der passende E-Mail-Eingang ist der place to be … wenn ich jobmäßig auf vielen Kanälen erreichbar bin flipp ich naturgemäß aus … zur Not per redirect aggregieren
    – Abschalten können ist ein MUSS! Ein tiefentladener Akku ist tot. Da muss Jeder seinen Weg finden

    – Protipp: Am Feierabend muss der E-Mail-Ein-und-Ausgang „sauber“ sein … dann sind die Mails am nächsten Tag keine Belastung, sondern eine Herausforderung! 😉

  69. tolles posting!

    für mich funktionieren duschen, kochen und autofahren bedingt zum abschalten. denn je mehr ich abschalte, desto kreativer werde ich, desto mehr ideen kommen 🙂

    was bei mir wirklich komplett die birne ausschaltet sind motorrad fahren und ganz besonders reiten. so ein pferd quittiert dir jedes in gedanken abschweifen und unkonzentriert sein mit mätzchen machen. dabei ist es körperlich noch so anstrengend, dass dir nix anderes übirg bleibt als dich 100% drauf einzulassen. da bleibt für gedanken machen kein platz mehr und nach 1-2 stunden steigst du völlig gerebooted wieder runter 🙂

  70. Arno, Student in einem fordernden Studiengang an einer der besten Unis für eben dieses Fach. 40 Semesterwochenstunden an Vorlesungen, Übungen und Kleingruppen/Tutorien. Parallel (unbezahlte) Industrieprojektarbeiten verbunden mit unzählige Präsentationen und nebenher zur Selbstfinanzierung des Ganzen 10h Arbeit als Werksstudent ohne Pausemonate.
    Dort noch Privatleben (Hobbys etc.), Freunde und die holde Freundin unterzubringen grenzt fast an Wahnsinn und führt eigentlich immer wieder zu Konflikten.
    Der Druck kommt von drei Seiten:
    – von sich selbst aus (Eigenanspruch)
    – durch das zu bespaßende soziale Umfeld
    – von einer vordernden Branche bzw. Arbeitsmarkt, der kaum fehltritte und „Knicke“ im Lebenslauf zuzulassen scheint

    Das einzige was mir dabei hilft den Kopf klar zu halten und wieder neu zu fokussieren sind SPORT, REISEN und ne feste BEZIEHUNG.

    Sport (zum „nicht nachdenken“): 3x Woche Fitnessstudio, immer unterwegs mit dem Fahrrad (zu jedem Termin, bei jedem Wetter) und ständig neue Herausforderungen suchen…Klettern, Ski/Snowboard fahren, Mountainbiken lernen. Ich verliere mich nur in Dingen, die ich neu lernen muss.

    Reisen: Neue Eindrücke, neue Sichtweisen, neue Gefühle. Das Einzige was mich davon abhalten kann in einen „täglichen Arbeitstrott“ zu verfallen.

    Beziehung (zum Fallenlassen und als Rückhalt): Jemand Vertrautes zu haben ist einfach Gold wert. 🙂

    Liebe Grüße

  71. Ich lebe hier in Japan und da gibt es bekanntlich viele gestresste Leute die auch Entspannung suchen. Was soll ich sagen, vergeblich. Weil, es hier in Tokyo keine Natur gibt. Viele die Stressbewältigung betreiben gehen in die Natur. Und was tun, wird sich der eine oder andere Fragen? Ganz einfach: Seine Seele aus dem Leib schreien um alles raus zu bringen, was einem bedrückt. Und das soll helfen? Klare Antwort: JA
    Die Muskulatur entspannt sich, der Blutkreislauf geht seinen geregelten Weg, das bedeutet weniger Kopfschmerzen. Man fühlt sich befreit von einer Last und kann klarer Denken. Damit ist man wieder fit. Allerdings muss der Schrei wirklich aus der Seele kommen.
    Andere werfen sich hier vor dem Zug (über 500 Leute pro Jahr), das das keine Lösung sein kann, sollte jedem klar sein. Daher einfach mal ausprobieren. Es darf keinem peinlich sein.

  72. Moin Caschy,

    ich schalte in der Woche immer beim Sport ab. Montags habe ich mein Spinning. Der kann man den Frust bei guter Musik aus der Seele schreien und gleichzeitig auspauern! Damit werde ich auch wieder für den Rest der Woche motiviert. Dann geht es noch mal zwei Tage in der Woche zum Krafttraining. Da kann ich mich bei meiner Lieblingsmusik noch mal so richtig austoben. Abends dann einfach auf das Bett legen und die Gedanken schweifen lassen. Damit ist der Tag komplett vergessen und man kann in Ruhe einschlafen.

  73. Lest mal ein bei dem (englisch-sprachigen) Blogger Kollegen Leo Babauta rein: http://zenhabits.net/

  74. Puuuh – das als Kommentar zu verpacken fällt ein bisschen schwer und es ist eigentlich einen ganzen Beitrag wert, daher hier nur eine Kurzform:
    Täglich „resetten“ schaffe ich in der Tat nicht, allerdings habe ich mir 3 Dinge angewöhnt, an die ich mich immer halte:

    a) Einmal in der Woche bleibt die Kiste aus – das ist bei mir meist Samstags oder Sonntags – und ich spiele mit meinen beiden Kindern. Das ist schon super zum abschalten.
    b) Einmal im Jahr geht es für 2 Wochen mitten in die Pampa: Ohne Smartphone, mit billighandy und frisch gekaufter PrePaid Karte und ohne jede sonstige Technik
    c) Wenn ich mitten in der Woche mal abschalten will helfen mir PC Games zumeist ganz gut. Kein Casualkram, weil der einfach nicht genug fordert um wirklich den ganzen Stress mal zu vergessen. Gerade Shooter taugen dazu sehr gut.

    Außerdem gibt es natürlich auch noch den Stresskiller Nr. 1: Sex.

    Zusätzlich dann noch hier und da ein wenig spazieren gehen (sonstiger Sport fällt wegen Gesundheitlicher Probleme eher flach) und bisher – naja, bin ja auch erst 30 – komme ich damit ganz gut zurecht 😉

  75. Ich trete dann mal der Selbsthilfegruppe „Stressabbau“ bei 🙂
    Ich bin ein Mensch der sich wahnsinnig schnell von etwas begeistern lässt und viel zu vielen Leuten viel zu viele Gefallen tut, ein netter Mensch sozusagen.
    Bislang war ich lediglich Hobbyblogger, Schwerpunkt war einmal im Monat was zu texten.
    Nun starte ich die Optimierung meines Blogs und beginne ein weiteres Projekt (Online-Sammlung von kleinen nützlichen Office-Makros), hinzu kommt, dass ich meinen vServer mit Confixx ausgestattet habe und jetzt nicht mehr nur Hobbyblogger sondern auch Hobbyhoster bin (Link: http://www.oliverlippert.eu/ich-uber-mich/unterstuetzung).

    Ich weiß nicht ob das wer nachvollziehen kann, aber wenn man sich wahnwitzig schnell sehr intensiv in etwas reinsteigern kann sind das alles ganz schön viele Punkte… Abschalten? Vergiss es 😛

    Wäre alles noch ertragbar, doch auf der Arbeit muss ich aktuell nicht mehr 39 Stunden/Woche sondern 44 Stunden/Woche arbeiten und ich habe 1.5 Weg-Stunden/Tag, also bin ich von at Home pro Tag ca. 10,5 Stunden weg, da bleibt nicht viel Zeit um am PC zu hängen ^^

    Behebungstipp 1: Mindestens einmal im Monat Zeit nehmen um viele Kerzen zu gießen (www.gokerzen.de), macht sonst nämlich meine Verlobte.

    Behebungstipp 2: Einmal im Monat einem anderen Hobby volle Kraft geben, bei mir ist dass das Mixen von Cocktails, da werden dann bis zu 10 Leute eingeladen und dann wird einen Abend richtig abgeschaltet.

    Behebungstipp 3: Wollt ihr jetzt alle nicht hören aber in eine christliche Jugendgruppe gehen hilft auch meistens (ich bin 20 ich darf da noch hin :P).

    Behebungstipp 4: Kauft euch Dominion (Spiel des Jahres 2009), bis ihr alle 3.7 Mio. Spielvarianten durch habt dauerts, !Achtung: Suchtgefahr!.

  76. Schokolade, Alkohol & Sex (in dieser Reihenfolge) oder besser ausgedrückt: Gutes Essen und Trinken & körperliche Aktivität.
    Musik kann auch ganz hilfreich sein, ebenso diverse Spiele, egal ob Brett-, PC- oder Konsolen-Spiele. Lustige Videos -> Lachen ist gesund. Hauptsache man hat Spaß und der Hormonhaushalt ist wieder im Gleichgewicht.
    In diesem Sinne: http://www.youtube.com/watch?v=P5OEi7PYI3g (Badesalz Entspannungskassette)

  77. Einfach jeden Tag ein bis zwei Joints und alles läuft rund (Aber erst nach der Arbeit oder Schule bitte!)

  78. Hab das Golfen für mich entdeckt.
    Man kommt 4 Stunden an die frische Luft und verliert sich in den anderen Gedanken.

  79. Daniel Kreuzberg says:

    Um ehrlich zu sein, kann ich um einiges mehr entspannen, wenn ich den Druck der Arbeit habe. Ich sitze jetzt seit knapp nem Monat zu Hause rum (nur noch bis Montag, dann gehts wieder los:)). Mich plagt Antriebslosigkeit, ich bin viel zu lange wach und mache nur das nötigste. Wenn ich arbeite mach ich mir selber den Druck was zu machen, sei es meinen Abwasche, was mit Freunden machen oder andere nervige Dinge, danach gehts mir meistens besser, weil ich ausgelastet bin. Evtl. fehlt mir einfach nur ein Ausgleich, den ich in meiner Teilzeitarbeitslosenzeit (tolles Wort) gut gebrauchen könnte. Ich sollte wieder anfangen Fußball zu spielen mh

  80. Zunächst einmal Hut ab vor so einem Beitrag.
    Ich sehe mich auch ein wenig in einer Stresssituation. Das Problem ist einfach,
    dass man es selbst nicht so wahrnimmt. Ich arbeite (38Std./Woche) und studiere
    abends an der FOM Wirtschaftsinformatik. Mit beidem komme ich in der Woche inkl.
    Lernerei und selbst zu erarbeitenden Aufgaben, über die auch Klausuren geschrieben werden, auf ~ 60Std./Woche. Im Moment geht es auf die ersten Klausuren zu, hinzu sollen bis vor Weihnachten einige Projekte fertig gestellt werden, da frage ich mich manchmal, wie ich das alles unter einen Hut bekommen soll? Was eine eigentlich positive Eigenschaft an mir ist, ist es, dass ich zu schnell Sachen liegen lasse, wenn Freunde irgendwelche Probleme haben. Um dem ganzen zu entgehen, versuche ich regelmäßig im Wald laufen zu gehen. iPod an und einfach laufen bis es einfach nicht mehr geht. Schlafen kann ich dadurch super 😀 Es ist allerdings nicht einfach Zeit dafür zu finden. Da die Uni in unregelmäßigen Intervallen nach der Arbeit statt findet. Die Vorlesungen beginnen um 18:00 und enden um 21:15. Vorlesungen hat man in der Woche 2 – 4. Es kann aber auch sein, dass manche Vorlesungen am Samstag stattfinden (8:45 – 15:45) Einfach wird es nicht werden, aber ich habe es mir so ausgesucht und es kostet auch nicht gerade wenig (je Monat 360€ -> bei 7Semestern (42 Monate) sind es 15120€) , da überlegt man es sich 10x wenn nicht sogar öfters, es vielleicht abzubrechen, denn das Geld ist definitiv weg. Mittlerweile merke ich, wie wertvoll Freizeit ist. Fakt ist, wir leben in einer Leistungsgesellschaft und wenn man an einem Punkt stehen bleibt, sich nicht mehr in irgendeiner Art und Weise weiterbildet, hat man verloren.

  81. Also bei mir hilft in der Regel die soziale Aktivität gegen Stress ungemein: Mit Freunden abends weggehen; auch viel Tanzen, lachen, etc. Man konzentriert sich automatisch auf den/die Gegenüber, lässt sich animieren von einem guten Essen, lustigen Geschichten oder man lernt neue Leute kennen und so weiter…Der Kopf wird frei!

  82. In den letzten Monaten und Jahren gab es in meiner Firma immer viel Stress. Letztens hatte ich dann zwei Wochen Urlaub und war wandern in Schweden – totale Wildnis(Handy aus), entsprechend gut das abschalten.

  83. Kiffen ist gut, viel und lang, da bekommt man eine schöne Scheißegal haltung.

    Ich kiffe zwar nicht habe die haltung auch so, bin 44J. und hatte noch keinen Herzinfakt

  84. Bernhard Gronau says:

    Vieles wurde schon gesagt, vieles könnte man noch sagen von Gesellschaftskritik bis zum unserem eigenen Streben nach immer mehr (Gadgets, Geld, Freunde,… weniger ist da manchmal mehr)
    aber ein Spruch fällt mir da gerade besonders ein:

    Zeit hat man nicht Zeit nimmt man sich

    Was das mit Streß zu tun hat?
    Nunja man muß sich bewußt die Zeit nehmen ohne schlechtes Gewissen Dinge zu tun die einem Spaß machen.

    Ich hoffe mal das der eine oder andere einen Weg findet
    Viel Erfolg

  85. Ist in der heutigen Zeit echt extrem schwierig.

    Was bei mir persönlich viel hilft ist in der Pause (soweit vorhanden) mal paar Minuten raus an die frische Luft zu gehen und den Platz zu verlassen. Wichtig auch dabei nicht auf irgendwelche Gadgets zu gucken, sondern einfach mal nix machen!

  86. Wenn es mal ganz schlimm ist, dann gehe ich lange mit dem Hund spazieren und versuche mich dabei nur mit ihm zu beschäftigen – das klappt ganz gut.

    Im Job gehe ich in der Mittagspause mal eine Runde an der Elbe. In der Mittagsrunde gilt bei uns, dass nicht über Arbeit geredet wird, so ist das meist eine gute Ablenkung.

    Was auch helfen kann ist reden mit guten Kollegen, um im Kopf zu ordnen was wirklich wichtig ist und was man getrost etwas warten lassen kann. So kann man selbstgemachten Stress manchmal auch sehr schnell loswerden.

  87. Den Stress macht man sich in der Regel selbst. Um den Stresspegel abzusenken gibt es einige gute Möglichkeiten, die ich hier auch schon gelesen habe. Z.B. das Spazieren in der Mittgaspause finde ich sehr entspannend. Auf jeden Fall sollte in der Mittagspause das Büro, oder noch besser das Firmengelände verlassen werden. Bei mir gibt es dazu eine eiserne Regel: In der Mittagspause gibt es keine Gespräche über die Arbeit, auch dann nicht, wenn der Kollege oder sogar Vorgesetzte damit anfängt. Wer sich nicht daran hält wird freundlich aber bestimmt abgewürgt. Grundsätzlich würde ich ein Zeitmanagement-Seminar empfehlen und wer sich das nicht leisten kann, sollte sich ein gutes Buch über dieses Thema kaufen oder ausleihen. Allerdings sollte man danach auch seine Gewohnheiten umstellen, denn schon mit ein paar kleinen Tricks kann man sehr viel Stress aus seinem Arbeitsleben nehmen.

  88. Gegen Stress hilft mir einfach Bewegung an der frischen Luft. Meist setze ich mich auf meinen Crosser oder im Sommer auf das Rennrad und drehe eine längere Runde. Das entspannt mich ungemein und die frische Luft tut dem Hirn gut. Im Winter gehe ich zusätzlich auch an einem festen Tag in der Woche 1 Stunde VOR der Arbeit zum Schwimmen (das geht in vielen Bädern schon ab 6 Uhr), das gibt ein gutes Gefühl für den ganzen Tag. Sicherlich muß man sich an das frühe Aufstehen gewöhnen, aber das geht schnell und es lohnt sich wirklich!

  89. So wie Torsten (@tmmd) habe ich auch lange gedacht. Ich hab keine Angst vor Arbeit, auch nicht vor vielen Stunden, das habe ich ausreichend unter Beweis gestellt.
    Lange Zeit hatte ich das Gefühl, ohne dutzende Telefonanrufe, in denen mal wieder der akuteste Brandherd gelöscht wird, ist mein Tag ein lahmer Tag. Die erste Zeit im Job war ich sogar froh um jedes Mal wenn das Handy geklingelt hat.
    Irgendwann habe ich dann einfach den Urlaub ausfallen lassen, weil ich immer einen Moment gefunden hab, in dem Urlaub grad nicht passt, Sport hab ich gar keinen mehr gemacht, gegessen hauptsächlich amerikanisch und Nikotin und Koffein bis zum abwinken.
    Folge war: Bluthochdruck, Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, total Dünnhäutig – kurz: die Nerven haben blank gelegen.
    Ob es ein BurnOut war? Keine Ahnung – glücklicher Weise habe ich einen Chef, dem ich das erzählen kann und der mir dabei zuhört. Nach 4 Wochen Zwangsurlaub über Weihnachten war alles wieder in Ordnung, halbwegs zumindest.

    In den letzten Jahren habe ich es so gehalten, dass ich 2x/Woche wenigstens zum Basketball gehe und >1x/Woche laufen (okay, man sieht es mir nicht wirklich an), komischer weise konnte ich dann auch Urlaube planen und machen. Dieses Jahr ist das durch meine recht schwere Verletzung wieder rückläufig und ich bin in alte Verhaltensmuster verfallen – schlechtes Essen, wenig Bewegung – der ganze Kram halt. Und: wieder kein Urlaub.

    Was mir aber an der Gesellschaft auffällt: Eigentlich ist niemand schwach, alle sind erfolgreich, jede(r) hat alles auf der Reihe. Kein Platz zum scheitern, und wenn man sich mit zB ehemaligen Schulkollegen unterhält, ist niemand dabei der es nicht „geschafft“ hat.
    Scheitern ist halt nicht „drin“ – und somit machen wir alles damit es nicht passiert. Auch auf Kosten der eigenen Gesundheit!

  90. Yoga! Dazu kam ich vor 10 Jahren nach einem Burn out. Da meine ich aber nicht das „ach ich bin heute so fit dank Yoga“ sondern ernsthaft die Philosophie dahinter. Also Entspannungstechniken erlernen und die Funktion unseres Denkapparates. Im Yoga erkennt man seine eigenen Gedanken, deren Stresspotenzial (Idendifikation mit Gedanken und viel Vergangenes im Kopf) und erhält Anleitungen, wie man sie zur Ruhe bringt und Kraft schöpft. Ich würde bei der Wahl des Yogalehrers auf dessen Ausstrahlung achten. Ist er/sie gelassen, gut drauf und mag ich mit geschlossenen Augen seine/ihre Stimme (das ist wichtig beim Ansagen der Entspannung, wo sich der Übende in die Alphawellen taucht und dort mit Affirmationen (die der Lehrer ansagt) „unterbewusst“ neu programmiert. Ganz nebenbei bringt das Yogaüben Frieden, inneren Frieden. Schon allein das lohnt sich.

    Viel Spass. Übrigens Yoga ist auch was für Männer (Es war in Indien geschätzte 2000 Jahre eine reine Männerdomäne)

  91. @Tollby: so die Symptome kenne ich….

  92. Einfach mal „Nein“ sagen.
    Das können viele nicht mehr, weil sie denken, dann geht gleich die Welt unter oder sich eben genau das einreden von ach so wichtigen Menschen lassen. Alles Unsinn, meine Welt dreht sich noch. 🙂
    Und wenn man nicht weiß wo man anfangen soll. Da helfen mir Todo-Listen ungemein und lassen sich schön abhaken.

  93. Dennis im Bett says:

    Ich kann zum Stressabbau einiges empfehlen: Qi Gong, autogenes Training, Hypnose, Thai Chi, alles schon gemacht. Meine persönlichen Favoriten sind Qi Gong und Hypnose. Aber manchmal hilft auch schon ein langer Waldspaziergang oder einfach mal zwei Tage Flucht aus dem Alltag. Nur leider hat nicht jeder diese Möglichkeit.
    Ich musste vor einigen Jahren mal diese Möglichkeiten wählen, weil ich kurz vor dem Burnout stand und sich dann zusätzlich in Stresssituationen Allergien entwickelt haben, die mir zusätzlich das Leben schwer gemacht haben. Und ich habe festgestellt: wenn der Rückzug vom Alltag plötzlich sein muss, weil es keine andere Lösung mehr gibt, als den totalen Zusammenbruch, geht es plötzlich. Plötzlich kann man Urlaub nehmen, Termine verlegen und die Arbeit einfach mal liegenlassen.
    Wieso kann man sowas nicht einfach früher machen? Dann könnte man vielleicht einen Haufen Stresskranke verhindern und einem langen Arbeitsausfall, wie es ja bei einem Burnout der Fall ist, vorbeugen. Es rechnet sich im Endeffekt auf jeden Fall!

  94. Wie schon bei Twitter gesagt, damit ist wirklich nicht zu spassen.
    Vor allem, wenn man, so wie ich, zwar schnell Trainingserfolge sieht, die aber auch schnell wieder weg sind (heisst- 1 Tafel Schoko = 5 kg auffe Rippen).
    Was mir zB wirklich was gebracht hat, ist auf die Ernährung zu achten. Vollkorn und Vollwert sowie frische Produkte (Salate, Fleisch), Wasser statt Cola light oder Kaffee – schafft Kraft.
    Auch wenn auf Kaffee zu verzichten echt übel ist… 😉

  95. Wie wohl der ein oder andere hier auch, bin ich Administrator/Programmierer (noch nicht alles gelesen). Da hat man das aktuelle Projekt immer im Hinterkopf und setzt sich manchmal auch mitten in der Nacht an den Rechner, wenn einem die entscheidende Idee kommt.
    Oder arbeitet einfach mal viel zu lang, weil man die Zeit vergisst.

    Um nach solchen Aktionen oder größeren Projekten abzuschalten sind bei mir eigentlich 3 Dinge Optimal:

    Mit der Freundin auf der Couch liegen.
    Musik hören und Beine hoch.
    Ne Runde am PC zocken. 🙂

    Die Zeit zu nehmen, hab ich mir zum Glück schon sehr früh angewöhnt.
    Und für zwischendurch auf der Arbeit: Einfach mal 5 Minuten gezieltes Nichtstun und ein wenig Tagträumen. Schon geht es in alter Frische weiter.

    Grütze
    Utahro

  96. Ideen, um die Arbeit etwas zu entstressen:

    – Dinge, die man wirklich gerne mag, mehr einbauen in die Arbeit, da sie meist positiven Stress bedeuten.
    – Dinge, die man gar nicht gerne mag, möglichst delegieren, da sie negativer Stress sind.
    – Feste Zeiträume in der Woche setzen, in dem man etwas tut,das man gerne mag (Zeit für Familie, Sport, Hobby etc)
    – Sich mit anderen über Stress austauschen, damit man sich nicht so alleine damit fühlt und sich auch gegenseitig aufbauen kann.

  97. Bei mir sind es ein paar Dinge, die gegen Stress helfen (zugegeben aber trotzdem zu kurz kommen).

    Regelmäßig meditieren.
    Ich weiß, dass das jetzt nach Esokram klingt, aber es hilft wirklich und ist kein Esoquatsch (von dem halte ich nämlich auch nichts). Anders als gerne im TV oder so gezeigt, sitzt man eben nicht komisch verrenkt und ruft laut „OOOOOHMM“. Es geht darum sich einmal am Tag hinzusetzen, sich am besten einen Ort zu suchen, an dem ein nichts ablenkt und sich dann nur auf den eigenen Atem zu konzentrieren. Versuchen an nichts anderes zu denken. Das ist schwer, gerade am Anfang, aber es wirkt wunder. Meditieren ist keine Entspannungsübung, sondern eine Übung zum Fördern der Konzentration und das hilft letztendlich auch, sich auf die wichtigen Dinge zu konzentrieren und negative (Stress erzeugende) Gedanken nicht aufkommen zu lassen, wenn man es gerade nicht gebrauchen kann.

    Zum einen hilft es, sich zu bewegen, sprich Sport zu machen, am besten an der frischen Luft (Laufen, Radfahren etc.). Die Bewegung tut dem Körper gut und man kann versuchen sich auf Atem und Schritttempo zu konzentrieren und so den Kopf frei von negativen Dingen zu bekommen.

    Und dann hilft bei mir noch ungemein Musik hören aber noch viel mehr Musik machen. Ich spiele seit über 20 Jahren Schlagzeug und derzeit in einer Punkband. Hinsetzen, los spielen und sich einfach nur auf die Musik konzentrieren. Hinterher hat man was Kreatives gemacht und hat, zumindest bei der Musik die wir machen, auch ordentlich bewegt 😉

    Ansonsten hilft es manchmal auch einfach eine Runde spazieren zu gehen und einfach das Drumherum auf sich wirken zu lassen, ohne viel darüber nachzudenken.

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