Man, man, man – es wird immer grotesker. Nachdem sich in der Vergangenheit Apple zum Klappspaten gemacht hat mit Klagen, geht es nun aus deutschen Landen weiter. Die Firma Ravensburger dürfte jeder kennen – viele von uns sind sicherlich mit Spielen aus dem Hause Ravensburger groß geworden. Eben jene Firma hält die Rechte an der Wortmarke Memory. Kennt jeder. Hat jeder gespielt, könnte ich wetten. Aus jeder Menge Karten mit Bildern Pärchen suchen. Heidenspaß. Und da Apple jede Menge Spiele via iTunes vertickt, die die Wortmarke Memory nutzen, hat man einfach mal geklagt. iTunes sollte Spiele entfernen, die unerlaubt den Namen Memory tragen. Hat man aber bisher nicht.
Da Apple sich aber in der Vergangenheit relativ leicht mit der Sperrung von Apps getan hat, sollte es doch ein leichtes sein, die Memory-Apps zu filtern – könnte man zumindest meinen. Mal sehen, was wir in Zukunft nicht mehr alles nutzen können, weil es irgendwelchen Patents- oder Namens-Humbug gibt. Laut SZ sieht es nach einem Sieg für Ravensburger aus: „Aus den Zahlungsmodalitäten lasse sich schließen, dass iTunes ein richtiger Online-Laden sei und nicht nur eine Verkaufsplattform à la Ebay. Das würde bedeuten, das iTunes wie jeder echte Händler stärker in der Pflicht stehen würde, auf Markenrechtsverstöße zu reagieren“ Im Übrigen trifft es nicht nur Memory als solches, sondern auch die, die Namensteile benutzen. Übrigens: Ravensburger mahnte nicht nur Apple ab, sondern auch kleine Entwickler kostenloser Programme, wie zum Beispiel den Entwickler von Natura Memory. Dem Programmierer ging im Jahr 2003 mal eben eine Forderung von 3500 Euro ein. Für kleine Entwickler vielleicht gar nicht so witzig.