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Vermutlich werden viele Leser nun dazu tendieren, zu denken, dass dieses Thema niemanden sonderlich interessieren würde, da man auch einfach viel zu wenig davon hört – quasi nix. Das möchte ich ändern, denn sogar Google hat das Thema anscheinend so sehr interessiert, dass man die Technik klammheimlich in seine „Nearby“ API integriert hat. Der Abschnitt liest sich wie folgt:
[color-box color=“green“ rounded=“1″]Nearby uses a combination of Bluetooth, Bluetooth Low Energy, Wi-Fi and near-ultrasonic audio to communicate a unique-in-time pairing code between devices. The server facilitates message exchange between devices that detect the same pairing code. When a device detects a pairing code from a nearby device, it sends the pairing code to the Nearby Messages server for validation, and to check whether there are any messages to deliver for the application’s current set of subscriptions.
[/color-box]Wie das Ganze funktioniert? Nun, das menschliche Ohr kann Frequenzen zwischen 20 Hz und 20 KHz verarbeiten. Alles, was drüber oder drunter liegt, wird von der Mehrzahl der Menschen einfach nicht gehört. Kinder sind ein gutes Beispiel, da sie häufig Geräusche wahrnehmen, die ihre Eltern oder Großeltern einfach nicht hören können. Deren Gehör ist nicht mehr so sensibel. Der Trick ist, dass man Daten nun zwischen 17 und 18 KHz versendet und niemand stört sich daran. Das hat man bei Azoft R&D erprobt und in eine App – Radon – umgesetzt. Folgendes Video demonstriert, wie das funktioniert:
Dadurch, dass Google die Funktion bereits in seine API integriert hat, kann jeder, der mindestens die Google Play Services 7.8 installiert hat, auf dieses Feature zurückgreifen. Startet man die App, fragt diese danach, Berechtigung für die Nearby API zu erlangen. Danach beginnt sie sofort nach Inhalten zu scannen, die verschickt werden könnten. Der Haken: Mehr als URLs und Text lässt sich aufgrund der Technik nicht versenden, der Einsatzbereich fällt ergo recht schmal aus. Wenn nun ein anderes Gerät Radon öffnet, empfängt dieses direkt die Informationen und öffnet URLs sofort im Browser oder zeigt den empfangenen Text an.
Sollten doch einmal Internetinhalte benötigt werden, greift die App einfach zur Datenverbindung. Wie in der Quelle habe auch ich beim Test der App mit Huawei P9 und Nexus 5, alle Datendienste deaktiviert. Bluetooth und NFC sind bei mir eh immer aus. Das Öffnen der URL „http://www.stadt-bremerhaven.de“ klappte ausgezeichnet. Gehört hab ich auch nix 😉
Wollt Ihr die App selbst testen, dann navigiert zum Play Store. Dort ist sie kostenlos erhältlich:
[appbox googleplay com.nam.radon.app]