„Queer Eye Germany“ startet bei Netflix am 9. März 2022

Ich hatte schon einmal darüber gebloggt, dass Netflix nach dem Erfolg des US-Pendants einen deutschen Ableger von „Queer Eye“ plant. Ich selbst sehe die Sache eher kritisch, da in der Serie selbsternannte Experten Lebenstipps geben sollen, ohne, soweit ich das beurteilen kann, nennenswerte pädagogische oder psychologische Kompetenzen vorweisen zu können. Der Start ist nun jedenfalls terminiert: Am 9. März 2022 geht es los.

Als deutsche Fab 5 wirken mit: Jan-Henrik Scheper-Stuke, David Jakobs, Ayan Yuruk, Leni Bolt und Aljosha Muttardi. Gemeinsam sollen sie den Teilnehmern Anstöße für Verbesserungen im Leben geben – vom Umstyling bis zur Wohntraum-Erfüllung, aber auch dem Coming-out. Vermutlich wird das eine recht trashige Sendung, zumindest legt es das Konzept nahe. Allerdings könnte ich auch positiv überrascht werden, denn die Idee, für mehr Repräsentation zu sorgen, ist lobenswert. Bleibt zu hoffen, dass man da nicht ausschließlich in die Klischeekiste greift.

Das US-Original konnte jedenfalls eine treue Anhängerschaft gewinnen und wird auch von Kritikern weitgehend gelobt. Mal sehen, vielleicht kann es der deutsche Ableger ja dem gleichtun?

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36 Kommentare

  1. Ich kann diesen ganzen Queer Quatsch nicht mehr hören.
    Ist das jetzt daß neue Buzzword um jeden Mist zu verkaufen?

    • Wenn man sich 2 Minuten mit dem Begriff befasst, ist man direkt im Thema. Die Bezeichnung passt und fasst zusammen 🙂 Quatsch ist das sicherlich nicht.

      • Och, ein büschen schon. 😉

        Aktuell sind wir ja jetzt bei LGBTQIA+

        Fragt man sich, wofür die Begriffe stehen, kommt man auf lesbisch, gay, bi, trans, queer, intersexual und asexual. Queer steht allerdings für lesbisch, gay, bi, trans und intersexual, scheint also redundant zu sein. Ich habe vor einiger Zeit mal ein wenig in der Community herumgefragt, und keiner konnte mir das beantworten. Niemand. Mittlerweile konnte ich in Erfahrung bringen, dass Leute sich als queer bezeichnen, aber nicht lesbisch, gay, bi, trans oder intersexual sein wollen.

        Ein wenig Quatsch ist das also schon, selbst für die Szene… und da haben wir noch nicht einmal über das „+“ geredet.

        Representation und Coming-Outs finde ich in der heutigen Zeit irritierend und traurig. Traurig, weil ich sehe, dass es noch nötig zu sein scheint. Irritierend, weil es doch eigentlich das Ziel sein sollte, alle Menschen gleich zu behandeln, also Queer-Sein kein Medienevent ist, sondern ein Coming-Out zu der Reaktion führt: good for you – shoulder shrug. Heteros laufen ja auch nicht rum und erzählen Leute, dass sie doch so heeeeeterooooo! sind. Da ist es dann plötzlich yucky und Privatsache. Wie gesagt, irritierend.

        • Ich kann dir nur zustimmen.

        • >Irritierend, weil es doch eigentlich das Ziel sein sollte, alle Menschen gleich zu behandeln […]

          Ja, irritierend, weil man alle gleichbehandeln soll und dann doch wieder individuell…

        • Heteros behalten es für sich, dass sie hetero sind? Das ist doch ein Witz.

          • Bist du zu deinen Eltern oder Freunden gegangen und hast dich mit „ich stehe auf Frauen“ geoutet? Ich denke nicht. Einfach weils auch die Gesellschaft nicht „erwartet“ – weils eben „normal“ ist, dass ein Mann auf Frauen steht und Frauen auf Männer. Lediglich wenns nicht der Fall ist, wird sich halt geoutet und des öfteren erwähnt. Bei den „normalen“ wirds halt eher so nebenbei klar. „Gestern hab ich mit der und der geschlafen….“ Da wirds dann indirekt klar dass die Person auf Frauen steht, ohne dass man sich erstmal explizit als „hetero“ outen muss.

            • Ja, so weit so logisch. Aber ich weiß aus persönlicher Erfahrung, dass es nicht „normal“ ist, wenn man als Mann nicht nur auf Frauen steht. Es kann sein, dass das irgendwann anders ist, aber du sagst doch selbst, dass es von Männern erwartet wird, auf Frauen zu stehen. Und das macht Outings weiter notwendig, während manche Heteromenschen sich seit der Pubertät überhaupt nicht zurückhalten, mitzuteilen, mit wem sie dieses Wochenende verkehrt haben. Oder sich in der Öffentlichkeit schmatzend im Gesicht rumlecken.

              Deshalb frage ich mich, was man an Outings unter diesen Umständen so irritierend finden kann.

          • HOmOsapiens says:

            Ja die treffen sich ja immer heimlich zum Händchenhalten und Küssen 😉

        • Ebenfalls absolute Zustimmung!!!
          Ebenso sinnfrei wie das elende Gegendere…

          Mal sehen wann die nächste Minderheit um die Ecke kommt um der restlichen Bevölkerung ihr Leiden aufzudrängen.

          • Empathie ist nicht so dein Ding, oder? Ich frage mich bei Leuten wie dir immer, ob/wie sie ihre Meinung ändern würden, wenn ihr Kind plötzlich Teil einer Minderheit wäre und deswegen ausgegrenzt/gemobbt würde.

            • Ich habe kein Problem mit einer „Minderheit“, nur mit diesem Zirkus der jedesmal dafür veranstaltet wird.
              In anderen Europäischen Ländern funktioniert es auch.
              Das „Beste“ ist immer, die Menschen die es wirklich betrifft sind in der Regel selber davon angenervt.

        • „Irritierend, weil es doch eigentlich das Ziel sein sollte, alle Menschen gleich zu behandeln, also Queer-Sein kein Medienevent ist, sondern ein Coming-Out zu der Reaktion führt: good for you – shoulder shrug. Heteros laufen ja auch nicht rum und erzählen Leute, dass sie doch so heeeeeterooooo! sind. Da ist es dann plötzlich yucky und Privatsache. Wie gesagt, irritierend.“

          So, wie ich das verstehe, geht es darum, Minderheiten zu stärken, denen in unserer Gesellschaft immer noch zu oft Ausgrenzung und Schlimmeres begegnet.

          Klingt für mich logisch und sinnvoll, also unterstütze ich das.

          Zudem würde ich mir nicht anmaßen, das Leid von Minderheiten zu bewerten, wenn ich nicht Teil der Minderheit bin.

          Stichwort: „Check your privileges!“ Als weißer heterosexueller Mann in Deutschland geht es einem einfach sehr sehr gut im Vergleich, darüber sollte man sich bewusst sein.

          • „So, wie ich das verstehe, geht es darum, Minderheiten zu stärken, denen in unserer Gesellschaft immer noch zu oft Ausgrenzung und Schlimmeres begegnet.

            Klingt für mich logisch und sinnvoll, also unterstütze ich das.“

            Das Problem ist nur, dass das Stärken von Minderheiten wieder zu einer exklusiven Kommunikation führt. Also mindestens einem „die“ und „andere“. Und das fördert eben auch Antipathien.

            Deshalb sehe ich das wie mit der Frauenquote. Die Frauenquote ist nicht das Ziel, es ist ein Mittel auf dem Weg zur Gleichberechtigung, bei der es eben nicht darum geht, zwischen Geschlechtern zu unterscheiden. In dieser Quote steckt aber erst einmal das Gegenteil von Gleichberechtigung, nämlich eine Stärkung, die aufgrund der gesellschaftlichen Realität leider notwendig ist.

            Irritierend ist das aber dennoch, weshalb nicht alle für Gleichberechtigung einstehende Menschen und nicht einmal alle Betroffenen eine Stärkung für den richtigen Weg halten.

          • Teil der Minderheit? Ich bin zwar Hetero aber meine Probleme kommen eher aus der Schicht in der ich bin, dem Umgang anderer damit und es nicht nachvollzogen werden kann wenn die Existenz an paar hundert Euro hängt. Ach Mist ich bin damit keine Minderheit, deswegen ändert sich auch nichts.

            Und wieso Emanzipation heute mit allem möglichen neu aufgewogen, zerrissen und neue Begriffe erfunden werden müssen verstehe ich am wenigsten. Genau das ist dieses „Brot und Spiele“ was Fortschritt aufhält.

      • Ich habe nichts gegen queer, aber dieser ganze Hype drum ist lächerlich.

        • Wenn Du „nichts gegen queer“ hättest, würdest Du den „Hype“ nicht lächerlich finden. Welcher Hype überhaupt? Es gibt keinen Hype, das ist das Leben!
          Wie die Leute, die sagen „Ich bin ja nichts rechts, aber…“ Immer das selbe Schema. Darauf fällt niemand mehr herein. Also ich jedenfalls nicht. 😉

  2. „[…]dass man da nicht ausschließlich in die Klischeekiste greift.“
    Naja das Teaserbild wirkt jetzt leider nicht gerade neutral und wertfrei, von daher möchte ich deine Hoffnung (zumindest für mich) direkt auf ein Minimum reduzieren. Wäre, insb. für Netflix´ Reichweite, bei dem Thema sicher weit sinnvoller, objektiv und rational an die Thematik zu gehen, statt mit „Influencer-Persönlichkeiten“, die außerhalb des Schul-/Youtubekosmos niemand kennt, denn hier erreicht man m.E. eher das Gegenteil, siehe Kommentar 1.

  3. Ich stieß auf die Serie mit dem Japan Special. Finde die echt gut. Allerdings fände ich es besser, wenn die „Originalbesatzung“ in anderen Ländern, gerne auch Deutschland, solche Specials machen würde. Einen deutschen Ableger brauche ich nicht.

  4. Schon komisch, das Leute sich darüber echauffieren, echt jetzt?

    Man guckt es, wenn es einem gefällt und nicht, wenn es einem nicht gefällt – wie mit all den anderen Fernseh- und Streaming Produktionen auch.

    Und Klischees sind ja nun keine Spezialität für „queers“, LGBTIQXYA+ bzw. Schwule, Lesben, Bi*s usw.. – oder wie sich das nennt.

  5. Das ist wie mit der Mode. Die kommt und geht. Aktuell wird das Thema eben verwurstet von Medien, Unternehmen und irgendwelchen Social Media Huren. Mit Werben für Gleichberechtigung hat das doch nichts tun. In etwa vergleichbar mit dem ganzen Greenwashing vieler Unternehmen seit einiger Zeit, oder dem Einspannen in die aktuelle Impfkampagne. Jeder oder jedes Unternehmen versucht da einen Stück vom Kuchen abzubekommen und sich „rein zu waschen“. Meine Meinung dazu.

    • Wenn es dich nicht interessiert, hast du auf Netflix immer noch genug andere Serien, die du schauen kannst oder in diesem Blog genug andere Artikel, die du lesen kannst. Offenbar berührt dich aber eher der Punkt, dass du es als ein „Werben“ für Gleichberechtigung verstehst, obwohl es schlichte Unterhaltung ist.

      • Und wieso dann das Buzzword „Queer“?
        Soll dieses Format interessant und aktuell klingen lassen.

  6. Wenn man das hier alles so liest, versteht man, warum es nötig ist. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden! „Heteros erzählen auch nicht ständig, dass sie hetero sind“ – unfassbar dummes Argument. Wie kommt man nur auf so einen Gedanken?
    Ich bin schwul und dass schon immer. Mein Coming-Out hatte ich 1990.
    Es gab zwischendurch Zeiten, da war das wirklich kein Problem. Die Zeiten haben sich leider wieder geändert und die Gesellschaft scheint sich zurück zu entwickeln diesbezüglich. Egal ob LGBTQXXX, der sog. „Genderwahnsinn“, Frauenquote usw.
    Das Corona-Thema tut sein Übriges und zeigt die Abgründe der Menschheit.
    Lange geht das alles nicht mehr gut…
    Die respektlosen Kommentare hier sprechen Bände. Traurig und beängstigend ist das.

    • Welche Abgründe? In keinem der Kommentare deutet sich auch nur im Entferntesten an, Menschen einer bestimmten sexuellen Orientierung als zweitklassig zu betrachten oder ihnen den Respekt zu verwehren, den jeder Mensch verdient. Den tolerantesten Gesellschaften, die es je gab, zu unterstellen, dass wir nur einen Schritt von der Barbarei entfernt seien, wo es barbarische Gesellschaften gibt, in denen Homosexuelle an Leib und Leben bedroht sind, ist mir nicht verständlich.

      • DK sollte sich eher fragen, ob seine aggressive Art und dass er die Meinungen anderer Menschen als „dumm“ deklariert vielleicht zu dem von ihm bemängelten Verhalten in der Gesellschaft beiträgt.

        • Saubere Täter-Opfer-Umkehr.

          Also es gibt eine initiale Ausgrenzung und Feindseligkeit der Gesellschaft gegenüber einer Minderheit, und wenn die Betroffenen dagegen aufbegehren, ist das der Grund, warum sie ausgegrenzt und angefeindet werden? Bestechende Logik.

          • Ich spreche mich für Gleichberechtigung aus, werde dafür als „Depp“ bezeichnet und nun noch als „Täter“? Da soll noch einmal jemand fragen, warum Gräben auch heute noch bestehen. Zu einem Thema kann man stehen wie man will. Die Diskussion sollte jedoch sachlich und respektvoll geführt werden. Und aggressive Beschuldigungen und Beschimpfungen tragen dazu nicht bei.

            Schade, aber das ist wohl dem Zeitgeist geschuldet.

            • Du hast gerade gemutmaßt, dass das „agressiven“ Verhalten eines Betroffenen zu der Ausgrenzung der kompletten Gesellschaft führt.

              In Beziehungen Einzelner mag das sein, aber nichts kann rechtfertigen, Menschen einer Minderheiten nur aufgrund ihrer Angehörigkeit zu dieser Minderheit schlechter zu behandeln! Auch nicht, wenn sich einzelne noch so schlecht benehmen würden. Diese Argumentation ist eine Sackgasse, das erkennst du hoffentlich selbst.

              Mal ganz davon abgesehen, dass du dich als Person nicht beleidigt fühlen solltest, wenn man dein Argument als „dumm“ bezeichnet. Nichts anderes steht oben. Von „Depp“ sehe ich nichts.

              • @caschy et al:
                Warum lasst Ihr so ein Geschwurbel auf Deinem/Euren Blog zu?
                Die „Minderheit“ der „Impfgegner“ hat sich völlig freiwillig und ohne Not selbst zu einer Minderheit gemacht. Dass die sich mit wirklich unterdrückten Minderheiten gemein machen ist ein beliebtes Vorgehen, siehe gelber Stern, Anne Frank usw.
                Gehts hier um die Klicks? Oder denkt Ihr selbst auch so?
                Es wird niemals besser, wenn die Medien inkl. Euch weiter false balancing betreiben.

                • André Westphal says:

                  Wir wollen hier nicht jeden Comment direkt sperren, auf welche Minderheit sich Michael bezieht, kann er ja gerne mal erläutern. Sollten es Impfgegner sein, wäre das selbstverständlich Blödsinn. Zumal die Einschränkungen der Pandemie jeden betreffen – egal ob geimpft oder ungeimpft.

                  Grundsätzlich sollte man hier aber mal zurück zum Thema kommen, alles andere wird nun gesperrt.

              • Das meinst du nicht ernst oder?!

                Falls du von Corona-Impfgegnern sprichst: Hier liegt der Grund für die Geschehnisse ja eindeutig und ausschließlich in dem Verhalten der Personen, das jeder einzelne auch von jetzt auf gleich ändern kann, wenn er denn will.

                Und an dieser Stelle bin ich auch raus… Ich muss meine Zeit nicht weiter opfern, um Leuten Selbstverständliches vor Augen zu halten.

            • Was mir jetzt erst auffällt: Dich hab ich als Täter nicht gemeint, die angesprochene Täter-Opfer-Umkehr bezog sich auf die Gesellschaft an sich als den initialen Täter in der angesprochenen Sache.

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