Qualcomm Spectra: Verbesserte Bildqualität und Tiefenerkennung

Qualcomm hat eine Erweiterung seines Spectra Module Programs angekündigt: Etwa wird der kommende Qualcomm Snapdragon 845 nebem dem eigentlichen ISP (Image Signal Processor) zur Bildverarbeitung weitere Module integrieren: für die Iriserkennung und Tiefenerfassung. Dabei liefert Qualcomm dann selbst den ISP, während der Sensor und der Rest der Kamera weiterhin nach wie vor durch die Partner gewählt werden. Ziel des ganzen Brimboriums ist es, für optimierte Kombinationen zu sorgen und somit die Bildqualität auf einen neuen Standard zu heben.

Natürlich verspricht sich der Hersteller davon auch, dass mehr und mehr Hersteller die Qualcomm Snapdragon als SoCs verwenden, weil sie dadurch die Möglichkeit haben Entwicklungskosten bei den Kameras einzusparen. Im Grunde will Qualcomm eine recht abgestimmte Lösung offerieren. Die Iris-Scans etwa sollen auch im Dunklen oder mit Sonnenbrille greifen und das Smartphone in weniger als 40 ms entsperren. Für die Tiefenerfassung bietet Qualcomm wiederum ein passives und ein aktives Modul an. Das passive ist in der Technik etwas einfacher gehalten und für günstigere Smartphones konzipiert. Hier kommen zwei Kamerasensoren zum Einsatz. Das aktive Modul nimmt noch einen Infrarot-Emitter zur Hilfe, welcher die Präzision erhöhen soll.

Das aktive Modul soll auch für SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) geeignet sein, was für Augmented Reality eine Rolle spielt. Außerdem verspricht Qualcomm über seinen Algorithmus für das Motion Compensated Temporal Filtering (MCTF) bei Videos das Rauschen stark zu reduzieren. Auch an den Kameratreibern an sich hat Qualcomm offenbar gebastelt und will hier mehr Modularität etablieren. Das soll es den Herstellern und auch App-Entwicklern erleichtern, Anpassungen vorzunehmen.

Wann aber nun neue Smartphones mit diesem neuen Aufbau erscheinen sollen, ist noch offen. Es ist auch nicht davon auszugehen, dass die Hersteller ihre Geräte großartig mit den Techniken des Qualcomm Spectra Module Programs bewerben, sondern einfach wie üblich marketingwirksam die Bildqualität an sich auf simplere Weise hervorheben.

(via Qualcomm)

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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