Qualcomm bringt SDK für IoT-Geräte mit mobiler Internetverbindung

Qualcomm hat heute nicht nur erneut über 5G geplaudert, sondern auch über seine Pläne für das Internet der Dinge / Internet of Things (IoT). So will der Hersteller ein neues Software Development Kit (SDK) für Partner anbieten, das speziell für IoT-Geräte mit mobiler Internetanbindung konzipiert ist. Im Fokus steht dabei, dass die Gerätschaften für etwa das Smart Home das Modem Qualcomm MDM9206 LTE  kosteneffektiv ausnutzen können. Aber auch Entwickler sollen vom SDK profitieren und entsprechende Apps und andere Lösungen planen. Ähnlich wie mit den Wireless Edge Services, über die wir heute auch noch berichten werden, will Qualcomm mit dem SDK insgesamt seine IoT-Strategie stärken.

Sinn des neuen LTE-IoT-SDKs? Entwickler sollen es leichter haben, Custom-Software über das Qualcomm-Modem MDM9206 LTE bzw. die CPU mit einem ARM Cortex-A7 mit 1,3 GHz zu betreiben. Außerdem schaltet das SDK für Entwickler dann weitere Features des Modems frei, etwa Zugriff auf GNSS. Dank der integrierten CPU entfällt zudem die Notwendigkeit externe Mikrocontroller einzuspannen. Das soll etwa der Sicherheit aber auch der Akkulaufzeit zugute kommen.

Das Qualcomm MDM9206 LTE unterstützt ab Werk diverse Cloud-Plattformen wie Alibaba Cloud Link One, China Mobile OneNET, DTSTON DTCloud, Ericsson IoT Accelerator, Gizwits und Verizon ThingSpace. Entwickler sollen selbstständig mit der Hilfe des neuen SDKs noch mehr Optionen freischalten können.

Zusätzlich hat Qualcomm nochmals sein Engagement für 5G bekräftigt. In diesem Zusammenhang schließt sich auch der Kreis zum Internet der Dinge, denn geschlossene 5G-Netzwerke für industrielle IoT-Anwendungen gewinnen laut Qualcomm aktuell stark an Bedeutung. Denn schnelle, mobile Internetverbindungen in geschlossenen 5G-Netzwerken könnten etwa in Fabriken zukünftige Modernisierungen erleichtern. Aber auch für Smart Cars sei 5G ein sehr wichtiger Punkt.

Qualcomm will auf dem Mobile World Congress 2018 in Barcelona mehr zu seinen 5G-Plänen vorstellen und auch Demonstrationen der Technik liefern. In Deutschland wären viele aber wahrscheinlich vorerst schon zufrieden, wenn 4G großflächiger verfügbar wäre.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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