Publii: Desktop-Editor und Publishing-Tool für statische Webseiten

Eine kleine Nachricht aus der Nische. Die Open-Source-Lösung Publii ist in einer neuen Betaversion erschienen. Und Publii repräsentiert etwas, was viele vielleicht schon ausgestorben dachten: ein Publishing-System, welches offline Webseiten erstellen kann. Erinnert sich ein Leser noch an Lösungen wie Web2Date, welches es vor gefühlten 100 Jahren von Data Becker gab? Eine Software, mit der man offline am PC Webseiten erstellte und diese dann per Software auf den Server schob.

So arbeitet Publii – ist allerdings Open Source, kostenlos und für Windows und macOS zu haben. Der Nutzer kann so viele Webseiten anlegen, wie er möchte, es gibt Themes, Unterstützung für Autoren und Dinge, die man eben bei einem Web-System so erwartet. Ihr erstellt also offline die Seiten und Publii lädt diese als statische Webseiten auf euren Server hoch.

Die Werke lassen sich auch am Rechner vorab anschauen und durch die Tatsache, dass keine Datenbank und Co gebraucht wird, kann man die Software auch recht einfach als Infoportal oder ähnliches in einem Netzwerk einsetzen. Sicher recht nischig – aber vielleicht genau das, was du mal ausprobieren wolltest.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

13 Kommentare

  1. leider nicht für Linux 😐

  2. An Web2Date kann ich mich nicht erinnern, aber FrontPage dürfte eigentlich jeder kennen, der mal MS Office benutzt hat.

  3. Ich war ja lange Fan von Dreamweaver

  4. Ich suche eine Möglichkeit, um für meine Grundschulklasse eine verlinkte Struktur zu bestimmte Themen erstellen zu können, also Thema „Feuer“ mit Links zu „Feuer in der Natur“ und Unterlinks zu „Vulkane, …“ oder zum Thema „Feuerwehr“, …

    Meine Idee wäre, dass die Kinder so Infos holen können, auf ausgewählte externe Links zugreifen können und evt. auch kleine „Tests“ auf Unterseiten möglich sind.

    Wichtig wäre mir einfache Bedienbarkeit, damit ggf. auch die Kinder ggf. selber solche Seiten zu Themen verfassen können.

    Diese Seitenstruktur sollte lokal auf dem Rechner im Klassenzimmer abspeicherbar sein, aber wenn das aufrufen von zuhause aus in einem abgeschlossenen, nichtöffentlichen Bereich möglich wäre (zumindest einzelne Seiten, nicht die Tests), dann wäre das fein.

    Hat mir da jemand einen Tipp, mit welchem Programm, … ich da am besten Arbeiten kann?

    Im Voraus besten Dank und einen guten Rutsch

    Michael

  5. Gibt es den eine Linux Alternative?

  6. @Jens: Ja, Windows….

    😛

  7. An Michael:
    My Book Machine vielleicht ? > http://my-book-machine.com

  8. https://getgrav.org oder http://picocms.org
    Sehr gut ist auch Kirby, das kostet aber.

    Hosten kannst du die mit XAMPP auf dem Rechner. Die sind dann relativ einfach im Schulnetzwerk verfügbar. Um das von aussen verfügbar zu machen musst du mit der IT der Schule reden.

  9. > verlinkte Struktur zu bestimmte Themen erstellen

    Wikimedia. Das ist die Software, mit der auch die Wikpedia betrieben wird.

    Die Lernkurve ist nicht besonders steil, und aus eigener Erfahrung mit der Erstellung von Dokumentation kann ich nur sagen: Man will sowas nicht grafisch zusammenklicken. Ich weiss, dass sagen irgendwelche Nerds immer von irgendwelchen Tools, aber was wäre einfacher als einfach runterzuschreiben „Man nennt [Polizei] und [Krankenwagen] auch [Rettungsdienste] — diese dürfen mit [Blaulicht] fahren“… und zack ist der Kram verlinkt. Ja, Bilder sind anspruchsvoller und Tabellen eine Quälerei, trotzdem: Vernetze Doku immer per Wiki.

  10. @Michael

    Ich kann dir Markdown empfehlen. Es gibt einige wenige Grundregeln die aber leicht zu erlernen sind. Dafür kann man jeden beliebigen Texteditor nutzen. Als Editor mit Vorschau eignet sich zum Beispiel Visual Studio Code und Atom. Die erstellten Dokumente lassen sich von Markdown nach HTML, Latex, PDF ePub etc umwandeln. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten und Programme. Der Editor Haroopad ist sogar darauf ausgelegt einfach HTML Dokumente zu erstellen. Markdown wird gerne von Entwicklern zum Erstellen von Dokumentationen genutzt, siehe zb auf GitHub. Daher auch die Fülle an verfügbaren Programmen.

  11. @Michael probiere doch mal mein Programm „Zeta Producer“ aus, ggf. gefällt es Dir.

  12. @ alle Unterstützenden

    Vielen Dank für eure Tipps. Ich werde sie mir in einer ruhigen Stunde (Woche? ;-)) mal zu Gemüte führen.

    Schönen Tag und eine gute Zeit auch 2018.

    Gruß vom Bodensee
    Michael

  13. Ich „muss“ MarkDown beruflich verwenden und bin eher ziemlich abgetörnt davon.

    Anscheinend ist das nicht sauber durch-standardisiert — Ich habe immer wieder komplett destruktive Unterschiede zwischen der Darstellung in meinem Editor, in gitlab, in PhpStrom,…

    Ich kämpfe da immer mehr mit MarkDown selbst als dass ich meine Doku runterschreiben kann. Da fände ich dann sogar plain HTML besser.

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