Porno-Abmahnung: Deutscher Nutzer für das Anschauen eines Streams abgemahnt

Unser Leser Dirk hat mich angeschrieben. Er arbeitet bei GGR Rechtsanwälte in Mainz. Die Jungs haben Kurioses zu berichten – die haben nämlich eine Abmahnung reinbekommen. Diese Abmahnung dreht sich um einen gestreamten Pornofilm. Diesen Film (Amanda`s Secrets) hat sich wohl jemand auf dem Portal RedTube angeschaut und wurde daraufhin abgemahnt. Die abmahnenden Rechtsanwälte teilen mit, dass die Mandantin (The Archive AG) vor dem LG Köln den Internet-Service-Provider des Abgemahnten „gemäß § 101 Absatz 9 auf Auskunft“ in Anspruch genommen hätten.

Bildschirmfoto 2013-12-05 um 15.37.32

Ob der Spaß nun justiziabel ist, kann man bei GGR Rechtsanwälte momentan nicht verifizieren, da zwar IP und Benutzerkennung vorliegen, aber der Beschluss des Landgericht Köln fehlt. Ebenfalls wird nun folgendes interessant zu beobachten sein: schließen sich andere Kanzleien an und mahnen im großen Stil die Porno-Streamer ab und inwiefern ist Streaming in Deutschland nun überhaupt verboten? Angesichts der Besucherzahlen von XHamster, RedTube, YouPorn und Co dürfte klar sein: Da liegt bares Geld für Abmahner rum.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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60 Kommentare

  1. Da kennt sich einer aus.

  2. Wir sind am Arsch 😀

  3. Das Bild ist so geil – für mich der 80er Jahre „Frickel Onkel“ mit Rückenmarksschwund, der bei Mutti bis 40 gewohnt hat, und ganz elektrisiert darauf versessen war, jedem Nachbarn den Windoof Drucker zu installieren.

  4. Oh wow, für einen Stream? Das dürfte auch Wellen außerhalb der Porno-Szene schlagen

  5. Na dann kann ja prinzipiell jeder abgemahnt werden. Schon wenn man auf YouTube ein nichtlizensiertes Video ansieht, wäre man dran. Das dürfte kaum umzusetzen sein und ist zudem völlig schwachsinnig.

  6. Was leider weder in deinem noch im Artikel von der Anwaltskanzlei steht: Wie sind sie überhaupt an die IP des Stream-Schauers gekommen? Dazu hätten sie ja Zugriff auf die IP-Logs des Betreibers haben müssen.

  7. Schnell noch mal alle Pornos aus dem Internetz schauen bevor die Weg sind. Oh.

  8. Wundert mich aber… gab doch unter Az.: 7 O 22293/12 ein weitgehend klares Urteil 😉

  9. Wie haben die überhaupt die IP desjenigen rausbekommen? Bei Torrent kann ich das ja noch nachvollziehen aber bei Streams? Da müssen die ja schon Zugriff auf die Server haben oder Internetverbindungen überwachen…

  10. Also in Zukunft wieder lokal gespeicherten Pornos aus Kazaa-Zeiten.

  11. „da zwar IP und Benutzerkennung vorliegen“ … Wer greift denn aus einer Umgebung mit zuordbarer Benutzerkennung auf XXX-Seiten zu? Tsss…. Leute gibt’s. 😉

  12. Wird Zeit, das der Staat etwas gegen die Abmahn-Abzocker unternimmt.

  13. @Saenic, würde mich auch interessieren – wie sollen die das bei einem Stream rauskriegen? Früher hieß es doch, dass das nicht geht. Im Grunde können die ja dann auch direkt bei Rapidshare und vergleichbaren Diensten jetzt zuschlagen? Das müsste ja die Abmahnebranche wieder aufleben lassen.

  14. „Gegenstandswert: 1080,50 Euro“
    Wie kommt man auf solch einen Gegenstandswert? Der Film wurde ja nicht veröffentlich wodurch beim P2P die Summe ja immer künstlich hochgerechnet wird.

    Verstehe ich nicht.
    Auf den Zug werden aber viele Kanzleien aufspringen.
    Alle Porno Streams sowie das ganze OneClick Gehoste wäre ja dann davon betroffen.
    Die betreffenden haben sicher schon Milliardenumsätze vor Augen.

    Kann nicht glauben, das sowas vor Gericht durchkommen würde.

  15. Was ist Porno ?

  16. XHamster kannte ich ja noch garnicht^^

  17. Kann man jetzt nicht mal als recht(s)schaffender in einer Anwaltskanzlei einen Porno mit offener Hose gucken oder hab ich das falsch verstanden?? Wo kommen wir eigentlich noch hin….. 😀
    – Hoffentlich hat es sich gelohnt

  18. Man könnte ja fast meinen die Anwälte haben einen Datensatz von NSA Verbindungsdaten bekommen. Ansonsten frage ich mich schon wie die überhaupt mitbekommen haben, dass ein User angeblich einen Stream geschaut hat. Wenn es die NSA nicht war, dann kann nur der Seitenbetreiber selber die Daten rausgerückt haben oder die Anwaltskanzlei betreibt die Pornoseite selber.

    Ich lasse das jetzt mal so im Raum stehen. 😉

  19. HAHA, zum Glück ist das Streamen bei uns legal 😀

  20. wenn redtube jetzt nicht agiert wird man redtube meiden … kann eig nur durch freigabe des seitenanbieters sein oder?

    bleib mal auf dem laufenden

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