Polizei warnt vor Erpresser-E-Mails in neuer Aufmachung

Die Polizei Niedersachsen warnt auf ihrer Website vor einer neuen Welle erpresserischer E-Mails. Die Absender geben vor eine Abmahnung im Auftrag einer Kanzlei zu verschicken. Man sollte aber spätestens dann stutzig werden, wenn in diesem Rahmen Bitcoins für die vermeintliche Nutzung von Porno-Websites gefordert werden.

So handelt es sich freilich nicht um authentische Mahnschreiben, sondern eben um Erpressungsversuche. Mit korrekter Namens- und teilweise auch Adressnennung will man darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine Fälschung handelt. Oftmals gibt man vor für die Kanzlei Rose & Partner tätig zu sein, die es tatsächlich gibt. Auf ihrer Website warnt die Kanzlei daher mittlerweile sogar selbst vor den E-Mails. Offenbar sind da einige Nachfragen bei den Anwälten eingetrudelt.

Es werden aber offenbar auch andere seriöse Kanzleien bzw. deren Namen missbraucht. Andere E-Mails beginnen auch deutlich flapsiger und sorgen schon deswegen vielleicht zurecht für hochgezogene Augenbrauen.

In jenen E-Mails behauptet der Absender dem Empfänger einen Wurm untergeschoben zu haben und ihn mit dessen Hilfe beim Masturbieren per Webcam aufgezeichnet zu haben. Das Video soll nun an die Kontakte des Opfers geschickt werden und auch über die Weiten sozialer Netzwerke und anderweitiger Plattformen Verbreitung finden. Als Ausweg bietet man natürlich eine Zahlung an. Auch hier handelt es sich tatsächlich aber um eine Betrugsmasche.

Die Polizei Niedersachsen empfiehlt Betroffenen eine mögliche versuchte Erpressung anzuzeigen und auf keinen Fall Geld zu zahlen. Ich denke die meisten unserer Leser werden derartige E-Mails wohl eher belächeln. Doch es gibt genügend Menschen, die technisch weniger versiert sind und vielleicht auf so etwas hereinfallen. Informiert daher eventuell auch Familie und Freunde über die Masche.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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6 Kommentare

  1. Ah ja, die Polizei rät Anzeige zu erstatten. Sehr witzig. Solche (massen) Mails werden gelöscht. Alles andere ist Zeitverschwendung. Und „erpresst“ fühle ich mich von solchen Mist sicher nicht.

    • Genau, Spam bei der Polizei anzeigen. Ist echt witzig.

      Allerdings scheint die Art Spammails etwas lukrativ zu sein, einige BTC-Adressen aus diesen Mails haben schon zum Teil zweistellige Beträge.

      • In diesem Fall würdest du aber keinen Spam bei der Polizei anzeigen, sondern tatsächlich eine Erpressung, denn dafür dürften alle relevanten Kriterien erfüllt sein.
        Allerdings dürfte sich der Ermittlungseifer der Polizei hier vermutlich wirklich in Grenzen halten.

  2. Herr Hauser says:

    Letztens mal auch eine „Erpresser“-Mail an eine alte Mailadresse bekommen, wo ich was innerhalb von 2 Tagen per Bitcoin zahlen sollte, ansonsten würde diverse gemachte Screenshots von meinen PC an alle meine Kontakte (keine Ahnung welche und von wo) verschickt. Habe die Mail gelöscht und diese alte Mailadresse ebenso. Anzeigen bringt doch nichts, da dieses Gesindel vom Ausland aus operiert.

  3. Der Herr Karl says:

    Ich glaube nicht daß unsere Anwaltszunft schon so degeneriert ist daß sie nicht mehr weiß wann man Worte groß und wann man sie klein schreibt. Spätestens da sollten einem Zweifel kommen. Aber man muss sich halt mit Rechtschreibung auskennen … eine aussterbende „Kunst“.

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