Polizei warnt: Trojaner-Mails drohen mit Sperrung des Telekom-Anschlusses

Mit Angst lässt sich gut spielen, im Internet oftmals noch einfacher als anderswo. Das machen sich auch allerhand Leute zunutze, die nichts Gutes im Schilde führen und arglosen Nutzern Schadsoftware unterjubeln oder ihnen anderweitig schaden wollen. Aktuell warnt die Polizei vor Mails, die angeblich von der Telekom stammen und über die Sperrung des Anschlusses informieren, da Zahlungen ausstehen. Praktischerweise wird gleich eine ZIP-Datei mitgeliefert, die man natürlich nicht öffnen sollte.

Denn in der ZIP lauert ein Trojaner, der noch nicht von allen Anti-Viren-Programmen erkannt wird und sich somit unter Umständen unbemerkt im System einnisten kann. Wie der Text so einer Mail aussehen kann:

Telekom Fake-Mail
„Sehr geehrte/r ……., leider konnten wir von Ihnen seit dem 29.12.2017 keinen Zahlungseingang feststellen. Ihr Anschluss wird daher gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für weitere Nutzung ab dem 26.02.2018 gesperrt. Damit Sie Ihren Anschluss weiter vollständig nutzen können, begleichen Sie bitte die beigelegte Rechnung innerhalb von 3 Tagen. Sollte die Zahlung bereits erfolgt sein, betrachten Sie diese E-Mail bitte als gegenstandslos. Mit freundlichen Grüßen Ihre Telekom“

Die Polizei teilt außerdem mit, dass man einen möglicherweise infizierten PC nicht für Online-Banking und andere Login-Geschichten verwenden soll, um ein Ausspähen von Daten zu verhindern. Im Zweifelsfall soll es sogar nötig sein, das Betriebssystem neu aufzuspielen. Warnt gegebenenfalls auch Leute, die hier nicht lesen. Eltern, Großeltern, ich glaube jeder kennt einen, der schon einmal etwas falsches angeklickt hat. Den Lesern hier trauen wir ja durchaus zu, dass sie solche Mails richtig einschätzen und entsprechende Anhänge nicht öffnen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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5 Kommentare

  1. Diese Mails bekomme ich auch derzeit und justament während ich den Anbieter gewechselt habe – Zufall oder Kundendaten-Leak?

  2. Wie wärs, wenn ihr den Namen des Trojaners auch mal nennt? Ich weiß, jedes Antivirus nennt ihn ein bisschen anders, es wäre dennoch ein guter Startpunkt für eine weitere Recherche. Dachte das hier wäre ein Tech-Blog – so einen Artikel erwarte ich bei Spon o.ä., hier hätte ich mehr erwartet. Schade…

  3. Nicht zu verachten ist auch der Bitcoin-Phishing-Spam, der aktuell fluktuiert. Die Absender hoffen wohl auf Leute, die früher mal Accounts eingerichtet hatten, sich diffus daran erinnern und nun froh sind, daran „erinnert“ zu werden.

  4. Keine Antwort – das ist allerdings in der Tat was ich hier erwartet habe… Ich bleib bei „schade“.

  5. @D.
    Glaube nicht an ein Leck – zumindest nicht bei der Telekom. Bekam auch eine dieser Mails. Gehörten zu den besser gemachten Phishing Mails, die ich bekam. Waren aber drei Dinge, die nicht passten.
    Die Telekom spricht mich nicht mit meinem Internet Nick an. Die Empfängeradresse war nicht die, die bei der Telekom hinterlegt ist. Und ich bekam sie Sperrung für den 24.12.17 angedroht, die Mail aber erst am 26.12.17.

    @raggy
    Du möchtest also, dass jemand für dich die zip öffnet und wusstest dich, dass du keine Antwort bekommst. Habe ich das richtig verstanden?
    Richte dir einen gmx Account ein, melde dich mit der Adresse auf dubiosen Seiten an und warte. Dann kannst du selbst nachsehen.

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