Polestar Precept: E-Auto mit Android Automotive trifft nachhaltiges Interieur

Mit dem Polestar Precept stellte Polestar im Rahmen des Genfer Autosalon einen elektrischen Sportwagen vor. Wir berichteten bereits davon, dass man das Bedienkonzept von Android Automotive im Polestar 2 in enger Zusammenarbeit mit Google ausgearbeitet hat. Jenes Infotainment-System auf Basis von Android soll auch im Polestar Precept seinen Platz finden. Platz lässt sich da wirklich wörtlich nehmen, denn die Bedienoberfläche soll sich über einen 15-Zoll-Touchscreen in der Mitte ergänzt durch ein 12,5-Zoll-Fahrerdisplay erstrecken.

Polestar selbst beschreibt das Auto mit folgenden Worten:

Minimalistisch, sportlich, klare Linien. Polestar Precept geben einen Vorgeschmack auf zukünftige Polestar Modelle. Die Proportionen des Fahrzeugs definieren seine Form basierend auf einer zurückhaltenden Oberfläche und dem Fokus auf aerodynamische Effizienz. Ein 3,1-Meter-Radstand verleiht dem atemberaubenden viertürigen Grand Tourer eine sehr niedrige, schlanke Silhouette und schafft dennoch genug Platz für einen großen Akku und zugleich genügend Beinfreiheit und Kopfraum für Passagiere im Vorderraum.

Auch sonst hat man allerlei an neuer Technik und Sensoren ins Auto gepackt: An die Stelle des – beim E-Auto überflüssigen – Kühlergrills rücken nun zahlreiche Sicherheitssensoren und Fahrerassistenzfunktionen – die SmartZone. Unter anderem befinden sich dort zwei Radarsensoren und eine hochauflösende Kamera. Erweitert wird das System durch den auf dem Glasdach montierten LIDAR-Pod, welcher zur Unterstützung und Verbesserung der Fahrassistenzsysteme dient.

Klassische Seitenspiegel weichen aus aerodynamischen Gründen und werden durch Kameras ersetzt. Auch der traditionelle Rückspiegel wird durch ein Display ersetzt, welcher das Bild einer Weitwinkelkamera am Heck des Autos zeigt.

Da der Polestar Precept wie bereits erwähnt elektrisch betrieben ist, spielt Aerodynamik eine große Rolle für das effiziente Fahren:

Über der SmartZone verfügt Precept über einen integrierten Frontflügel, der den Luftstrom über die lange Motorhaube beschleunigt. Dadurch kann sich Luft früher an der Oberfläche festsetzen. Die aerodynamische Effizienz und die Reichweite des Fahrzeugs werden so verbessert.

So umweltfreundlich die Idee des elektrischen Polestar Precept, so nachhaltig soll auch das Interieur sein. Bei Innenausstattungsmaterialien setzt man auf Verbundsstoffe von Bcomp und Flachs. Diese Materialien sollen neben einer reduzierten Umweltbelastung auch eine „Gewichtsersparnis von bis zu 50% und eine Reduzierung des Verschnitts von Kunststoffen um bis zu 80%“ bringen – und logisch, reduziertes Gewicht bringt mehr Reichweite.

Auch bei den Sitzflächen setzt man auf das Thema Nachhaltigkeit: So stammen diese aus recycelten PET-Flaschen, die im 3D Verfahren gestrickt werden.  Bei den Polstern und Kopfstützen setzt man auf recyceltes Korkvinyl, während die Teppiche aus recycelten Fischernetzen bestehen.

Was meint ihr: Kann Polestar mit dem Precept anderen Elektro-Autos die Stirn bieten? (Unabhängig davon, dass das Fahrzeug im Konzept-Status, übrigens eine Volvo-Marke, bislang keine anderen Spezifikationen spendiert bekommen hat)

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Felix Frank

Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Student auf Lehramt. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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8 Kommentare

  1. Da gefallen mir Polestar 1 und 2 schon deutlich besser. Vor allem der 2er, weil einfach klassischer im Design und halbwegs erschwinglich zu sehr guten Volvo-Qualitäten. Das mit den nachhaltigen Materialien im Innenraum schön und gut…an den Look und Feel von Leder wird es sicher nicht rankommen. Da bin ich altmodisch, das gebe ich zu.
    Volvo meint es jedenfalls ernst mit E-Mobilität. Die Kernmarke wird ja aktuell ebenfalls nach und nach elektrifiziert.

  2. Der Precept sieht mal wieder wie ein richtiges Auto aus, mit stimmigen Formen und nicht einfach ein das Schwarze Loch mit Chromrand in die Front schneiden.
    Technisch sind die „neuen“ Hersteller den arroganten Deutschen eh um Lichtjahre voraus. Fängt bei Unterbau an, geht über Qualität und hört bei nicht vorhandener Updatefunktion auf.

  3. stiflers.mom says:

    der rahmen vom touchscreen ist viel zu fett 🙂

  4. Wenn ich schon lese, dass die serienmäßige Innenausstattung vegan ist.. Oh man..

    Wir, die Konsumenten, werden doch mittlerweile von den Konzernen als blöd hingestellt.

    • Inwieweit ist denn das blöd? Das heisst doch nur, dass die keine Materialien verwenden, die von Tieren stammen (Leder, Fette, usw.). Wenn du das mit eine Wort ausdrücken kannst, wo ist dann das/dein Problem?

    • Vegan ist das neue Bio. Was willst Du als Unternehmen auch anders machen? Als Unternehmen musst Du auf diesen Zug aufspringen. Gerade die Automobilbranche hat sich viel zu lange auf Altbewährtem ausgeruht. Mit spritfressenden Karren kann man niemanden begeistern, was auch gut so ist.

  5. Optisch finde ich ihn – von außen – sehr schickt, aber es ist keine Fahrzeugkategorie, die ich als Alltagsauto fahren würde (zu flach, zu unbequem). Bedenken hätte ich bezüglich „Android Automotive“ (was wird da alles im Hintergrund an die Datenkrake mit den bunten Buchstaben übertragen?) und den Sitzbezügen aus Plastik – Plastikbezüge sind bisher eher nicht dafür bekannt besonders atmungsaktiv zu sein (im Sommer ist das T-Shirt am Rücken nach 10 Minuten im Auto klatschnass) und teilweise haben die Plastikbezüge noch nicht mal eine annähernd gescheite Haltbarkeit (Mercedes „Artico“ reißt seit Jahren zuverlässig unter 5 Jahren und 100tkm).

    • Heute fühlt sich ein Bezug, der aus recyceltem Plastik besteht nicht mehr nach Plastik an.
      Haben daheim eine Couch aus 98% recyceltem Polyester (nichts anderes ist das ja), wenn man das nicht weiß hält man es für Stoff. Geschwitzt wird da auch nicht mehr als bei anderen gewebten Stoffen (die ja auch immer zum Großteil aus Polyester bestehen).

      Gute Gelegenheit ein paar Vorurteile zu hinterfragen 😉

      Die von dir beschriebenen Probleme kann ich zumindest bei Alcantara (nach deiner Definition auch Plastik) und in unserem Fuhrpark nicht nachvollziehen (ausschließlich Mercedes).

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