
Erinnert Ihr Euch noch an Anfang des Jahres? Die Fitness-App Strava geriet in die Schlagzeilen, weil das Tracking, das auch öffentlich auf einer Heatmap dargestellt wurde, geheime US-Militärbasen verraten hat. Eigentlich eine gewollte Funktion, die erst durch das unachtsame Teilen der Daten ungewollt wurde. Ähnlich ergeht es nun Polar, allerdings noch einen Zacken schlimmer. Denn neben den Daten, die durch Träger der Fitness-Gadgets öffentlich einsehbar sind, geben jene auch gleich Zugriff auf die Personen dahinter.
Das allerdings nicht durch einen Datenleak oder irgendwelche Hacking-Aktionen, sondern einfach durch cleveres Suchen, wie De Correspondent in Erfahrung gebracht hat. Aber auch hier werden nur Daten verwendet, die Nutzer bewusst mit anderen teilen, als Standard ist das Ganze auf privat gestellt.
Polar hat sich dazu auch schon geäußert, wird die Explore-Funktion, die Ausgangspunkt für dieses Abgreifen von Daten ist, anpassen. Mehr Privatsphäre, wobei man hier auch deutlich sagen muss, dass es wohl mehr am Nutzer als am Anbieter liegt. Darauf verweist auch Polar in der Ankündigung. Auf der anderen Seite wird es dem Nutzer wohl sehr einfach gemacht, solche Aktivitäten zu teilen.
Bis Polar nun bei der Explore-Funktion nachgebessert hat, wird diese eingeschränkt zur Verfügung stehen. Vielleicht würde ja auch schon ein Hinweis reichen, dass man seinen Standort besser nicht mit der Welt teilt, wenn man an geheimen Orten aktiv ist. Quasi wie den kleinen Hund stubenrein erziehen, den Nutzer immer wieder draufstupsen.