Pokémon GO: Niantic erklärt Serverprobleme

artikel_pokemongoPokémon GO, der Hype hält nach wie vor an, ist nach wie vor nicht in allen Ländern verfügbar. Der Grund dafür liegt auch mit an den Zugriffen durch Drittanbieter-Apps auf die Pokémon GO-Server. Diese blockierte Niantic nun – zum Ärger vieler Spieler – und wird daran wohl auch festhalten, denn wie stark diese Zugriffe Einfluss auf die Server nehmen, zeigt eine recht einfache, aber sehr anschauliche Grafik. Unschwer zu erkennen ist der Zeitpunkt der API-Änderungen und somit das Aus für Dritt-Apps. Erst nach diesen Sperren konnte Niantic das Game gestern auch in Brasilien veröffentlichen.

pokemongoserver

Dass der unberechtigte Zugriff auf die von einigen Diensten genutzten Schnittstellen für die Spieler nicht nur von Vorteil ist, zeigen die Botnutzer. Sie bringen ein Ungleichgewicht in das Spiel, das auf lange Sicht auch die Freude an diesem nehmen kann, falls man es normal spielt. Ein zweites Problem ist, dass sich die Entwickler, die sich eigentlich um neue Funktionen im Game kümmern sollten, erst einmal bei der Problemlösung nach dem Release hingeben müssen. Insofern wird durch den unberechtigten Zugriff auf die Schnittstelle auch das ganze Spiel verzögert.

Niantic lässt die Spieler auch noch einmal wissen, dass man sehr wohl auf Feedback hört. Die Nearby-Funktion, die mit dem letzten Update entfernt wurde, wird wieder kommen, das berichteten wir gestern bereits und es wird auch im aktuellen Post von Niantic noch einmal bestätigt, dass daran fleißig gearbeitet wird.

Niantic geht außerdem nicht davon aus, dass diverse Dienste nun keine Versuche mehr anstellen, um auf die Pokémon GO-Server zuzugreifen. Aber es wird auch erkannt, dass es durchaus Unterschiede zwischen den Angeboten gibt. Die einen, die das Ganze kommerziell ausnutzen und die anderen, die einfach nur Pokémon-Fans sind. Deshalb hört man sich auch gerne die Ideen der Spieler an. Aber erst einmal gilt es, eine solide – performante – Basis für das Spiel zu erstellen.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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15 Kommentare

  1. „Aber erst einmal gilt es, eine solide – performante – Basis für das Spiel zu erstellen.“ Wäre das nicht _vor_ Veröffentlichung empfehlenswert gewesen?

  2. @werner: laut dem artikel liegt das an irgendwelchen Geiern die die Server überlasten. Würden die leute normal spielen würde die Serverkapazität ausreichen.

  3. Naja wenn man kontrolliert wie viel server die erst nachgereicht haben, liegt das nicht alleine an den Geiern sondern die haben sich einfach verkalkuliert.
    Und Bots sind noch lange nicht abgeschafft deswegen, 1 Tag nach der Änderung gab es schon wieder die ersten…

  4. Die Grafik ist nichts aussagend. Die Anzahl der „queries“ zeigt keine Werte auf. Somit kann es auch nur ein Instrument sein, die Dritt-Apps auszuschließen.

  5. Hatten wir alles bei Ingress schon. Die Grafik ist auch mal geil, nicht. Keine Skala, keine Zahlen. Der Sprung sagt genau nichts aus. Ohne Beschreibung kann das der Sprung von 9999999999 auf 9999999998 Abfragen sein.

  6. War das nicht eher das Client-Update bei dem das Abfrage-Intervall der Apps von 1 auf 5 Sekunden erhöht wurde?

  7. Natürlich die pösen Api Zugriffe der „Drittnutzer“ sind daran schuld, dass pünkzlich zum start in anderen ländern die Server weg waren.

    Quasi logisch. Besonders diese tolle Diagramm da oben. Wir haben immer massiv ärger gekriegt für solch schlampige Diagramme.

  8. @Johann: lt. diversen Posts auf reddit wurde das Abfrage-Intervall mittlerweile sogar auf 10 Sekunden erhöht.

    Niantic sollte sich besser darum kümmern, div. Bugs im Spiel (Fanggenauigkeit, keine Punkte für gute Würfe, Hängende App, Fußspuren, etc.) zu fixen anstatt sich auf dieses Katz- und Mausspiel einzulassen.

  9. @Reini: Die Fußspuren werden wiederkommen, als kostenpflichtiges Extra. Hätten sie es gleich mit der Sperrung von Drittanbietern integriert, dann wäre es zu auffällig gewesen.

  10. Gestern kam ich mit Sohnemann an einer Arena an, wo es eifrig gekämpft wurde. Nur, weit und breit war niemand zu sehen, niemand(!), auf offenes Feld wohlgemerkt!!! Kurz danach wurde die Arena übernommen, darin 3 Pokemon über 2000 WP von drei ‚Spieler‘ allesamt über Level 30… ja ne, isss klar! So macht das Spiel wirklich Spaß!!!
    Aber, das kennen wir von Ingress schon…

  11. @max dies sind aber dann keine Leute die Botten, die verfälschen ihre GPS Daten.

  12. Jetzt habe ich schon Verständnis dafür, dass die Maps abgedreht wurden.

  13. In Kürze wird hoffentlich der API-Zugriff wieder möglich sein. Man arbeitet jedenfalls sehr intensiv daran:

    https://www.reddit.com/r/pokemongodev/comments/4w1cvr/pokemongo_current_api_status/

  14. Bots gehen wieder seit gestern Nacht auch ohne selbst kompilieren zu müssen…
    @Daniel Gleich, es gibt auch Bots, welche Arenakämpfe ausfechten

  15. Jetzt mal ehrlich, so viel Geld für billig server aus Indien und dann alles auf andere Schieben. Botten zu verbieten bringt nichts da sie es eh schaffen alles zu Hacken und dann die Nummer mit den gerooteten Handys!!! Das hat nichts von einem kontrolliertem Online Spiel!!1 :[

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