PlayStation 5: Entwicklung von First-Party-Blockbustern kostet möglicherweise 200 Mio. US-Dollar

Der ehemalige Chef der PlayStation Worldwide Studios, Shawn Layden, hat gegenüber Bloomberg verlauten lassen, dass die Spieleentwicklung auf der PS4 bereits bei einigen First-Party-Spielen mehr als 100 Mio. US-Dollar gekostet habe. Er rechnet damit, dass an der PS5 nun bei einigen Games die Marke von 200 Mio. US-Dollar Entwicklungskosten geknackt werde.

Sorgen machen muss man sich deswegen meiner Ansicht nach nicht: Die Spieleindustrie setzt mehr Geld um, als Film- und Musikindustrie. Und auch Blockbuster-Filme aus Hollywood kosten häufig 150 bis 200 Mio. US-Dollar. Zumal die Publisher mittlerweile nicht nur über den Verkaufspreis Geld einnehmen, sondern auch über Add-ons, DLCs, Season Passes und Mikrotransaktionen. Sony erhöhte zudem den Verkaufspreis seiner First-Party-Spiele von 69,99 auf 79,99 Euro.

Laut Layden gebe es nun zwei Wege, um wirtschaftlich zu bleiben: Entweder man drücke die Budgets wieder oder aber man minimiere das Risiko. Letzteres führe dazu, dass wir eben immer mehr Sequels zu bekannten Marken sehen. Der ehemalige PlayStation-Manager verabschiedete sich übrigens laut Aussagen gegenüber Bloomberg willentlich von Sony. Zuvor gab es Gerüchte, dass es intern zwischen Layden und dem jetzigen Chef der PlayStation-Sparte, Jim Ryan, einen Machtkampf gegeben habe. Ryan ist für seine Strategie bei Gamern nicht sonderlich beliebt, die weniger an den Bedürfnissen der Community und mehr an schierer Gewinnmaximierung orientiert scheint.

Zu den Gerüchten bezieht Layden weiterhin keine Stellung, erklärt aber, dass er ausgebrannt gewesen sei und sich nun gerne neuen Aufgaben widme. In Bezug auf die Spieleindustrie nimmt er an, dass die Vielfalt, zumindest bei großen Publishern, eher zurückgehen könnte. Um die massiven Entwicklungskosten zu rechtfertigen, würden die Anbieter wohl immer mehr auf Nummer sicher gehen.

Was Sony da in Zukunft vorhat, erfahren wir schon an diesem Donnerstag. Dann erwartet uns ein PlayStation Showcase mit Neuigkeiten rund um die PlayStation 5 und natürlich dessen Spiele.

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10 Kommentare

  1. Vielleicht bastelt Microsoft deshalb nicht an SinglePlayer Games

    • Frag Microsoft einfach. Es kann auch sein das Online Spiele einfach lukrativer sind. Im Single Player ist es schwer Lootboxes und Microtransaktionen unterzubringen.
      Die Glücksspiele nehmen immer mehr Raum im Gameplay ein.
      Aus dem Bereich bin ich raus. Derzeit genieße ich Ghost of Tsushima, Cyberpunk kommt sicher auch irgendwann für die PS5 und noch diverse andere SP Games harren darauf gespielt zu werden.

    • Bethesda:
      Fallout, Elder Scrolls, Doom, Wolfenstein, Starfield,..

      Xbox Game Studios:
      Gears, Forza, Avowed, Everwild, Fable Perfect Dark, Hellblade, The Outer Worlds,..

      Finde da gabs eigentlich schon so manches und einges kommt die nächsten Jahre noch auf uns zu.

      • Bethesda finde ich schwierig. Aus verschiedenen Gründen. Sie Gehören ja erst seit kurzem zu MIcrosoft und was als nächstes kommt, wird sich ebenfalls erst noch zeigen. Zumal selbst Bethesda in Interviews schon andeutete, dass es Richtung Multiplayer gehen soll. Und was haben die zuletzt gemacht? Fallout 76 und The Elder Scrolls Online. Ganz klar ein Versuch weg vom Singleplayer und hin zum Online-Erfolg zu kommen.

      • Achso und Everwild ist ja quasi auch nur das „Nebenprojekt“ von den Sea of Thieves Machern – also Multiplayer und Fable… da wissen wir alle noch nicht, was genau das wird. Das kann ebenso gut ein MMO werden. Ob Rennspiele zudem Singleplayer sind oder erst gegen Freunde Spaß bringen bzw. gerade Forza mit seinen Avataren nicht auch im Singleplayer Multiplayer-Komponenten einbaut.

        Alles schwierig.

        • Schwierig definitiv, aber ich würde auch ein The last of us 2 mit kommenden Multiplayer, trotzdem nie als Multiplayer Spiel interpretieren wollen.

          Microsoft hat definitiv weniger in diesem Bereich gezeigt, aber ich denke vor allem mit dem Kauf von Zenimax wird dieses Portfolio deutlich in Zukunft gestärkt. Alleine schon da es durch die Game Pass Strategie nicht mehr darum geht Kunden an ein Spiel zu binden, sondern an den Game 9 als Ganzes.

  2. Add-ons, DLCs und Season Pass ist die größte Abzocke. Nur offensichtlich raffen die Gamer das nicht. Traurig, wie wir abgezockt werden.

    Ich kaufe mir meistens nur die „normale“ Version. Entweder die Sachen sind im Spiel enthalten oder halt nicht….

    • Nenn mir doch ein paar Titel, wo Zusatzkäufe “Abzocke” sein sollen, bzw. diese Inhalte im Spiel “fehlen”. The Witcher 3, Assassin’s Creed Origins / Odyssey / Valhalla? Ghost of Tsushima? Forza Horizon 2 / 3 / 4? Ich kann da nirgends Abzocke erkennen…

      • AC Origins und/oder Odyssey hatte doch einen DLC Boost, womit man erst ordentlich spielen konnte ohne ständig zu grinden oder nicht?

        Forza hat auch diese Gambling Mechanik eingebaut?

        • Bei den genannten Titeln kann man sich Zeitersparnis erkaufen, ja. Muss man? Nein. Fehlt was? Nein. Gibt es andere Titel, wo Grindig auch vorkommt, aber es keinen Kauf für Zeitersparnis gibt? Ja.

          Also wo ist die Abzocke?

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