Gastartikel: Piwik – Open Source-Alternative zu Google Analytics

Carsten hat nach Gastbeiträgen gefragt. Hier ist einer von mir, dem Ormus. Was mich befähigt hier zu schreiben? Na ich bin auch so ein Bastelei-, Spielerei- und Gadgettyp wie der Caschy – alles muss ausprobiert werden! So mache ich halt mal eine Software portabel oder stricke eine Firefox Erweiterung. Genau durch den Ausprobierdrang bin ich auch zum Thema hier gekommen, es geht um Piwik . Diese PHP-Software ist eine Open Source-Alternative zu Google Analytics, ein Dienst den sicher viele von euch auf ihren Webseiten einsetzen. Ein Bild sagt mehr als eine lange Featureliste, so erwartet euch das Dashboard:

Piwik

Also nichts wirklich überraschend, alles gewohnt und nett umgesetzt (ein Stichwort ist hier drag and drop auf dem Dashboard). Einige Punkte gibt es im Vergleich zu Google Analytics noch zu erwähnen.

Da Piwik lokal auf eurem Webserver installiert wird (dort benötigt es PHP5 und MySQL), bleiben alle ermittelten Daten auch genau dort – keine Datensammlung wie bei Google. Andererseits ist Google Analytics besser integriert mit den anderen Google Diensten, zum Beispiel mit Adsense. Außerdem kennt Analytics ein paar mehr Statistiken (z.B. Regionen und nicht nur Länder) und das Tracking von Zielen ist detailierter möglich. Um euch einen besseren Überblick zu verschaffen könnt ihr einfach die online Demo ausprobieren!

Piwik wächst und verbessert sich, es kann auch problemlos parallel zu Analytics betrieben werden. Also warum nicht einfach beide für 1-2 Wochen verwenden und dann sehen, was einem mehr zusagt? Kleiner Tipp noch: Carsten hatte hier ja Trakkboard im Blog, eine Adobe Air Anwendung, um sich seine Statistiken lokal auf dem Desktop anzusehen. Genau so etwas gibt es für Piwik auch: Desktop Web Analytics for Piwik.

Desktop_Web_Analytics_Piwik

Damit waren das jetzt zwei Tipps in einem Beitrag, das reicht für heute, oder? Ich hoffe ihr könnt etwas damit anfangen, danke fürs Lesen! Und danke an Caschy, hat Spaß gemacht für dein Blog zu schreiben!

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

20 Kommentare

  1. Für alle, die fröhlich ahnungslos Webseiten auswerten, lege ich den folgenden Artikel zur geneigten Lektüre nahe: Internet Intern Juni-August 3/09 S. 140 ff.

  2. Danke fuers Aufzeigen der Alternative.

  3. @Robologo
    und was steht da drin ?

    zu Piwik:
    hatte ich bis vor kurzem laufen und war eigentlich sehr zufrieden. Nur nach dem letzten Update bekam ich n Fehler und hatte keinen Lust danach zu suchen und deshalb wieder gelöscht. Das WordPressplugin hat auch nie richtig gefunzt.

  4. @ Flo: Nur zur Vervollständigung des Eingangs Gesagten: Die Rechtsanwaltsgebühren wegen Abmahnungen sind dort nicht erwähnt. Diese Gebühren berechnen sich nach dem Streitwert, der bei Abmahnungen zwischen € 10.000,- und € 50.000,- liegt. Dieser Streitwert kann je nach Schwere des Verstoßes und/oder wirtschaftlicher Bedeutung noch weit höher liegen. Es kann gemäß RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) die sog. Mittelgebühr i. H. v. 13/10 gefordert werden. Damit ergeben sich zusätzlich zu den IN DIESEM ARTIKEL BESCHRIEBENEN BUßGELDERN WEGEN AUFZEICHNUNG DER IP-ADRESSEN Gebühren zwischen € 631,- und € 1359,80 zuzüglich Auslagen i. H. v. € 20,- plus Meerschweinchensteuer.
    Welche Idee könnte, unterstellt, man sei Rechtsanwalt, einem da wohl kommen?

  5. Ein Arschloch zu sein und Abmahnanwalt-Like Abmahnungen zu schreiben? So wie die Arschlöcher, die für Downloadportale Mahnwesen betreiben.

  6. Wobei Piwik bei vielen Daten wohl recht resourcenintensiv wird. Da fordert es auch gerne mal 128mb memory-limit, was bei normal gehosteten Seiten doch schonmal ein Problem sein könnte.

  7. @ Devblogger: Formalbeleidigungen erfüllen übrigens den Tatbestand des § 823 BGB, der eine Schadensersatzpflicht auslöst. Die umfasst selbstverständlich auch die zur Rechtsverfolgung erforderlichen Gebühren des Anwaltes. 😉

  8. Ich finde halt, wir haben andere Probleme. Mir ist wichtiger zu wissen, woher meine Besucher kommen und ob meine Seite mit dem meistgenutzten Browser kompatibel ist, als dumme Abmahnanwälte (ohne Abmahnungen pauschal als negativ darstellen zu wollen, sie haben sicher teilweise ihre Berechtigung).

    Aber ich weiß, das deutsche Online- und Medienrecht gehört dringend überarbeitet, ich hoffe immer noch, dass die EU da vorgibt und vereinheitlicht und vereinfacht.

  9. jou Piwik find ich ganz nett. Optisch könnte es noch etwas besser sein, aber die Adobe Air-Applikation dazu ist echt gut.

    Hier noch eine andere, extrem spartanische, für die schnelle Übersicht: Piwik Connector

    Ansonsten muss ich sagen, das die bei Piwik auch recht fleißig sind und mit der nun schon etwas länger vorhandenen und funktionierenden Updateautomatik ist das echt bequem …

    der CRI

  10. Ich setze zur Auswertung von Websites André Kunerts http://www.anormal-tracker.de/ ein. André Kunert hat schon lange vor der Vorratsdatenspeicherung reagiert. Sein Tool ist kostenlos und liefert alle möglichen statistischen Auswertungsmöglichkeiten. Vor allem sind die IP-Adressen unkenntlich. Dies hat er in seinem Forum auch ausdrücklich mit der Vorratsdatenspeicherung und deren möglichen schwerwiegenden Folgen begründet.

  11. Interessante Sache. Bisher setze ich den chCounter ein. Da sind die Statistiken nicht ganz so aussagekräftig, allerdings ist die Performance gut. Hat Jemand Erfahrung wie das bei Piwik mit der Performance bzw. der Serverbelastung ausschaut?

  12. Oh, da haben die Abmahngeier ein neues Betätigungsfeld? Alleine um Angriffe auf meine Seiten aus China und Russland abzuwehren, benötige ich die IP (Sperrung per htaccess). Dazu werte ich die Apache-Logfiles aus. Im Umkehrschluss wäre alleine das Führen dieser Logfiles im Sinne der Vorratsdatenspeicherung illegal.
    Wieder ein weiterer Faux Pas des Gesetzgeber.
    Back to topic: Piwik sehe ich mir – Abmahngeile Anwälte hin oder her – bei Gelegenheit mal an. Ich hatte diverse Statistik-Tools bereits im Einsatz inkl. google-analytics.

  13. Ich benutze Piwik auch schon etwas länger und bin bisher ganz zufrieden.
    Ich mag es, dass es nicht Google ist…
    Bisher hatte ich auch den „Piwik Connector“ im Einsatz. Werde mir mal „Desktop Web Analytics – For Piwik“ anschauen. Danke für die Erwähnung.
    Guter, wenn auch leider etwas kurzer Beitrag…

  14. Hat eigentlich jemand ne Ahnung welches Statistik-Tool nun die relevantesten Daten liefert? Mir fällt nur auf wie unterschiedlich diverse Auswertungen sind. Die Unterschiede der Messungen sind meist gravierend.

    Gibt es keinen „Standard“?

  15. @ Martin u. a.: Ich habe den o. g. Artikel mal rausgekramt und gelesen. Wer ein theoretisches Bußgeld (Obergrenze) bis € 250.000 oder eine theoretische Freiheitsstrafe bis 2 Jahre (ebenfalls Obergrenze) nebst Abmahnungen einfach ignoriert, sollte für eine entsprechende Kontodeckung sorgen. Es kann jeden Websitebetreiber jederzeit treffen.

  16. @Didi Der Charme an Piwik ist ja, dass es ‚lokal‘ läuft und damit auch anpassbar ist. Mit etwas php Kenntnissen kann man daher die IPs entsprechend unkenntlich machen, das ist tatsächlich eine gute Idee für einen Plugin.

    @ichselbst In der Tat ist der Beitrag nur eine sehr kurze Einführung. Ich kann hier nochmal die Demo empfehlen, die auf den Piwik Servern läuft, da bekommt man einen schönen, praxisnahen Überblick für die Möglichkeiten von Piwik.

  17. Ich werde das auf jeden Fall ausprobieren. Nutze zwar bis dato überall Analytics ein aber mal schaun was Piwik so alles drauf hat.

  18. nett schauts aus, werd ich wohl mal testen. Mir ist alles lieber wie google 🙂