Pingo: Spartanischer aber mächtiger Bild-Optimierer lockt als Freeware

Es kommt durchaus vor, dass man ein Bild im Web hochladen möchte, die Datei sich aber mit einfachen Programmen zur Bildbearbeitung nicht anständig verkleinern lässt – es sei denn man begnügt sich sozusagen mit 100 x 100 Pixeln als Auflösung. An jener Stelle treten dann diverse Programme und auch Websites auf den Plan, welche für euch Bilddateien komprimieren möchten. Oft muss man sich da aber bei kostenloser Software oder Websites mit aggressiver Werbung herumärgern. An dieser Stelle tritt „Pingo“ auf den Plan.

Pingo ist werbefreie Freeware, die es sich auf die Fahne geschrieben hat Bilder für das Web zu optimieren. Ihr könnt dabei aus verschiedenen Komprimierungsoptionen wählen – etwa verlustfrei oder verlustbehaftet. Man setzt auf ein Multithreading-System, um die Bilder weiter zu verarbeiten. Dabei gibt es Pingo zwar für Windows und Linux, nur die Windows-Version bietet aber eine GUI und ist somit für den durchschnittlichen User verwendbar. Hübsch ist die Oberfläche absolut nicht, sie erfüllt aber weitgehend ihren Zweck.

Der Screenshot zeigt, die Einstellungsoptionen von Pingo – bzw. in der Oberfläche als Pinga bezeichnet. Wie hoch die von euch erreichte Komprimierung ausfällt, also wie viel Speicherplatz ihr einspart, hängt sowohl von den Settings als auch dem genutzten Bild ab. Das Optimum wäre natürlich eine Vergleichs-Vorschau mit Vorher und Nachher, was man aber wohl von einer Freeware im experimentellen Stadium nicht erwarten kann. Auch ist das Programm aktuell nur in englischer Sprache zu haben.

Obacht: Pingo überschreibt stets die Originaldatei! Ihr solltet also ausschließlich mit Kopien arbeiten. Darauf weisen die Entwickler aber auch gut sichtbar auf der Website hin. Optimieren könnt ihr mit Pingo PNG, JPG, WebP oder APNG. Laut den Entwicklern arbeite Pingo dabei deutlich schneller als vergleichbare Tools wie der PNGOptimizer, OptiPNG oder TruePNG und reduziere zudem bei gleichbleibender Qualität die Dateigrößen effizienter.

Beim Ausprobieren war ich von den Ergebnissen durchaus positiv überrascht. Schwebt eure Maus auf den einzelnen Einstellungen, gibt es sogar kurze Erklärungen für Anfänger, denn ich denke manch ein Laie wird sich zu Begriffen wie Dithering eher am Kopf kratzen. Das haben die Entwickler gar nicht schlecht gelöst, auch wenn die Texte detailreicher sein könnten.

Falls ihr also oft Bilder ins Web schubst und ein wenig Speicherplatz sparen möchtet, könnt ihr euch Pingo ja eventuell einmal ansehen. Den Download findet ihr direkt hier.

Mac-Alternative: ImageOptim.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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9 Kommentare

  1. Ich nutze dafür seit Jahren Caesium, ist Free UND hat eine Vorschau.

  2. Ich denke wer das nutzt will nicht primär Speicherplatz sparen, sondern Ladezeiten der User verkürzen oder Bilder auf die Spezifikationen irgendwelcher Webdienste eindampfen. Wer z.B. Fotos bei Airbnb hochlädt wird so was nutzen, oder wer Fotos des eigenen Fahrzeugscheins macht um eine französische Umweltplakette fürs Auto zu bestellen… Nur so als Beispiele

  3. Ich nutze seit Jahren TinyPic. Hat mehrere Komprimierungsstufen und ist Freeware.

  4. Auch Freeware: RIOT
    https://riot-optimizer.com/dll-version/
    Mit Vorschau, Zielgrößenvorgabe u.a..

    • RIOT kennt jeder, der öfters mal Bilder für Social Networks und/oder Webdienste anpassen muss.
      Für mich bisher das beste Programm, um Fotos ohne Qualitätsverlust zu komprimieren.
      Nutze ich allerdings nicht als PlugIn sondern als Standalone-Version.

  5. FastStone Photo Resizer

    umbennenung, watermarks und viel viel viel viel gimicks, ultraleicht und verständlich dabei das ALLERBESTE, es überschreibt nicht die Originale!!!
    Nutze ich seit Jahren um hunderte von Fotos einfach am Fließband zu verändern in Größe und Datenmenge eben um die Ladezeiten für die Nutzer und deren Datenvolumen Mobil zu redutieren. Dabei sind feste Größen einstellbar und diese Einstellungen abspeicherbar zum späteren abrufen. Je mehr man sich damit beschäftigt desto mehr freude kommt auf…

    • Yap FastStone
      Ich durchforste damit hunderte Ordner auf unserem Server und komprimiere die alten Fotos der letzten Jahre auf z.B. JPG mit 70% und spare bei kaum sichtbaren Qualitätsverlust viele GB.
      Privat kostenlos, für’s Büro haben wir natürlich eine Lizenz gekauft.

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