Philips Hue: So richtet ihr die Lichtorgel mittels Spotify-Integration ein

Die Hue-Sync-Lösung ist um eine Attraktion reicher: Mit der Spotify-Integration lässt diese euer Hue-System zu einer Discobeleuchtung mutieren. Das Ergebnis: Die wohl smarteste Lichtorgel. In diesem Zuge stellte Signify im Übrigen auch Neuerungen für das Produkt-Portfolio sowie die Hue-App vor.

Zurück zur Partnerschaft mit Spotify. Die soll offiziell erst im Laufe des kommenden Monats freigeschaltet werden. Über den Entdecken-Tab in der Hue-App steht aber bereits ein Early-Access-Programm bereit. Es kann durchaus sein, dass sich dies bei euch noch ein paar Tage zieht. Prüft am besten gegen, ob auch das aktuelle Update eingespielt ist. Sobald ihr freigeschaltet seid, ist das Spotify-Logo in einer gesonderten Schaltfläche im entsprechenden Abschnitt mitsamt Hinweis auf das Feature unverkennbar.

Der Einrichtungsprozess gestaltet sich simpel. Voraussetzung ist, dass ihr die quadratische Bridge zur Kommunikation via ZigBee mit euren Leuchtmitteln einsetzt. Ein Premium-Konto bei Spotify ist im Übrigen nicht vonnöten. Ihr klickt euch lediglich Schritt für Schritt durch einen Dialog. Alles, was ihr zur Einrichtung braucht, sind ein Hue-Account sowie jener bei Spotify.

Der Hue-Account wird auch dann benötigt, wenn ihr jenen schon für den Fernzugriff auf das Hue-System eingerichtet habt. Im Zuge der Einrichtung werdet ihr auch nacheinander und in dieser Reihe dazu aufgefordert, euch bei besagten Accounts einzuloggen. Der Spotify-Account ist nun in der Lage, an das Hue-System zu übermitteln, welche Songs auf welchem Lautsprecher abgespielt werden.

Dann ist auch schon das Gröbste geschafft. Im Folgenden benötigt ihr noch einen Entertainment-Bereich. In jenen könnt ihr – unabhängig von euer Raum-Aufteilung – sämtliche Leuchten einpflegen, die dann im Rhythmus der Musik wild aufblinken. Hier ist es nur möglich, kompatible, farbige Leuchtmittel auszuwählen.

Um die Leuchtmittel aufeinander abzustimmen, müsst ihr diese in einem virtuellen Raum anordnen. Neben der Position der Leuchte ist die Höhe entscheidend. Möglicherweise habt ihr einen solchen Entertainment-Bereich schon eingerichtet. Dann könnt ihr in diesem Schritt auf jenen zurückgreifen. Ist der Entertainment-Bereich gewählt, ist auch schon alles bereit.

Am Ende des Einrichtungsprozesses bekommt eure Hue-App die neue Registerkarte „Sync“. Hier gelangt ihr per Klick zum Zugriff auf die Einstellungen der Musik-Synchronisierung von Spotify und Hue. Verlinkt wird zudem auf die weiteren Sync-Zuspieler via Software (Windows & Mac) sowie die HDMI Sync-Box. Möglich, dass man das künftig in diesem App-Bereich zusammenführen wird und weitere Partner einziehen.

Der neue Abschnitt „Synchronisierung“ erlaubt es euch, die Synchronisierung zwischen Spotify und Hue zu jeder Zeit zu pausieren. So blinkt die Beleuchtung nicht auf, wenn ihr dies während der Spotify-Wiedergabe nicht wünscht oder möglicherweise gar nicht daheim seid. Auch der Entertainment-Bereich, der durch die Musik bespaßt werden soll, kann hier gewählt bzw. gewechselt werden. Außerdem könnt ihr eine Helligkeit fixieren.

Einfluss habt ihr zudem auf Farbe und Intensität. Überlasst ihr dies der Automatik, so wird das je nach Spotify-Musik angepasst. Bei einem schnelleren, lauteren Song ist die Intensität entsprechend höher. Seitens Hue werden da die Metadaten bei Spotify in Echtzeit geprüft, um ein Lichtskript zu generieren. Einfluss auf jenes haben neben dem Tempo und der Lautstärke auch die Stimmung, das Genre sowie die Tonhöhe. Der Hue-App werden zur Anzeige zudem Songinformationen sowie das Albumcover überspielt, außerdem seht ihr, auf welchem Gerät die Musik läuft. Zudem könnt ihr einstellen, ob es eine kleine Latenz geben soll. Nützlich, falls eure Musikwiedergabe beispielsweise durch kabellose Audiogeräte verzögert ausgegeben wird.

Die Einstellungen können zudem via Sprachassistent geregelt werden. Hierzu stehen Alexa sowie der Google Assistant parat. Mittels Sprachbefehl lässt sich das Synchronisieren starten. Zudem habt ihr Einfluss auf die Optionen Intensität sowie Helligkeit. Im Befehl muss dem Assistenten lediglich klargemacht werden, dass ihr euch an „Music Sync“ richtet. Die entsprechenden Befehle kommuniziert man im Einrichtungsprozess bislang leider nur englischsprachig. („Alexa, set music sync to start“ etc.)

Es spielt tatsächlich keine Rolle, ob ihr die Musik auf dem Smartphone, einem Laptop oder gar einem smarten Lautsprecher ausgebt. Wichtig ist lediglich, dass die entsprechende API bei Spotify gefüttert wird. So ist dies bei Sonos-Lautsprechern beispielsweise nur der Fall, wenn ihr das Abspielen via Spotify-App initiiert. Die Ansprache via Spotify Connect dürfte da wohl im Allgemeinen am wenigsten Probleme bereiten – und sie ist unabhängig von diversen Lautsprechern. In der Hue-App habt ihr da ja direkten Einblick, ob die Übertragung läuft. Ein guter Indikator dürfte sein, dass in der Spotify-App ebenfalls angezeigt wird, welche Musik auf welchem Gerät läuft.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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4 Kommentare

  1. Finds echt ein cooles Feature, aber steht meiner Meinung nach noch am Anfang. Ich hab dazu ein Video auf meinem YouTube-Channel gemacht, falls jemand rein schauen mag 🙂 https://youtu.be/gr3xISqmgz8

  2. Tja, leider kann ich dank der Firmware 1.47.1947054040 nicht mehr mit der App auf meine Bridge zugreifen.
    Mit Apple Home Kit oder 3rd Party Apps kommt man zwar noch auf die Bridge aber die rebootet nun alle paar Minuten.

    Im Netz findet man einige Nutzer mit den gleichen Problemen.

    Danke Philips ….

  3. puh, hue artet ganz schnell in kitsch aus, so wie auf dem Bild.
    Finde man sollte es nicht übertreiben.

  4. Zuerst unter dem falschen Artikel gepostet, jetzt nochmal hier:

    An sich ist das Feature eine nette Spielerei und funktioniert alleine betrachtet auch nicht schlecht, aber während der Nutzung wird das komplette Heimnetz ausgebremst, die Latenz ist jenseits von gut und böse und an die Verwendung von zeitkritischen Anwendung ist nicht zu denken. Damit ist das Feature für mich völlig unbrauchbar im Alltag. Vielleicht mal für ne Party, wenn sonst nichts anderes läuft denkbar.

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