
Die Anzahl an Jüngeren mit einem elektrisch betriebenen Bike steigt und damit auch die Anzahl an jungen Menschen in den Unfall-Statistiken. Bis 2014 entfiel mehr als die Hälfte der verunglückten Nutzer in die Alterskategorie „Ü65“. Die macht 2021 nur noch ein gutes Drittel aus. Bereits jeder vierte Unfall-Verunglückte mit einem Pedelec war im vergangenen Jahr unter 45 Jahre alt. Zum Vergleich: Ohne Motor macht diese Alterskategorie mehr als die Hälfte aus.
Auch allgemein wächst die Anzahl an Pedelecs an, damit dann eben auch die Unfälle – die bei nichtmotorisierten Rädern sinkt übrigens. Knapp 13 Prozent der Privathaushalte seien inzwischen mit mindestens einem Pedelec ausgestattet. Wie ich das so beobachten konnte, hat die Anzahl auf den Straßen über die Corona-Pandemie hinweg nochmals drastisch zugenommen. Das passt auch dazu, dass ein Pedelec 2014 nur in 3 Prozent der Haushalte vertreten gewesen sein soll. Im vergangenen Jahr hat die Polizei über 17.000 Unfälle mit Personenschaden gemeldet, 2014 waren es noch knapp zweitausend.
Eine weitere Zahl konnte man vonseiten des Statistischen Bundesamts noch nennen: Knapp 7,6 von 1.000 Pedelec-Unfällen enden tödlich. Auch hier ist ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Die tödlich Verunglückten seien im Schnitt 55 Jahre alt. Im Jahr 2014 seien es, trotz weniger Pedelecs auf den Straßen, noch mehr als 17 Tote pro 1.000 Unfälle gewesen. Man sieht hier einen Zusammenhang darin, dass das Alter der Verunglückten sinkt. Bei Älteren ist das Sturzrisiko signifikant höher – zudem die Wahrscheinlichkeit, sich tödlich zu verletzen. Dennoch enden Pedelec-Unfälle häufiger tödlich, als bei den unmotorisierten Fahrrädern.
Häufige Unfälle verzeichnet man auch im Bereich der Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter). Im vergangenen Jahr gab es hier mehr als 5.500 Unfälle mit Personenschaden, knapp 5.000 Menschen mit E-Scooter wurden verletzt – fünf kamen ums Leben. Hier liegt das Alter der Verunglückten im jüngeren Segment – durchschnittlich 31 Jahre. Viele der Unfälle lassen sich auf Alkoholeinfluss oder nicht angepasste Geschwindigkeit zurückführen. Da in Großstädten viele Leihanbieter vertreten sind, entfallen die meisten Unfälle auf Großstädte. Auch kein Wunder, dass hier fast alle Unfälle innerorts passieren.
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