Pear OS: Linuxwolf im OS X-Pelz

Linux hat in den vergangenen Jahren satte Schritte nach vorne gemacht. Das System ist – sofern es denn korrekt eingerichtet ist und einmal rennt – für viele Anwender eine ernsthafte Alternative zu gängigen Betriebssystemen. Dennoch: die Verbreitung des Systems ist gemessen an den Mitbewerbern gering, was sicherlich auch am immer noch anhaftenden Frickel-System-Ruf liegt. Eine Vielzahl von Derivaten lässt sich von Benutzern herunterladen,  Ubuntu Linux dürfte wohl mit die bekannteste ihrer Art sein.

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Die Oberfläche sieht schick aus und in der Linux-Welt gibt es viele Möglichkeiten, das System auch optisch zu verändern. Einen anderen Weg geht Pear OS, hierbei handelt es sich um eine französische Distribution auf Basis von Ubuntu Mini Remix. Der Clou hierbei? Direkt out of the box weist das System starke Ähnlichkeiten zu Apples OS X auf. Interessanterweise hat Pear OS das Logo, welches ich schon auf meinem Eee PC 2008 benutzte. Das System ist kostenlos erhältlich und bietet sich vor allem auch zum Ausprobieren an – die ISO-Datei ist bootfähig und bringt ein Live-System mit. Persönliche Meinung? Sieht auf den ersten Blick nett aus, dennoch würde ich persönlich zu einem Standard-Ubuntu greifen.

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Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

31 Kommentare

  1. Linuxwolf – da beißen vermutlich ein paar Tux-Anhänger in die Tischplatte. 🙂
    Ansonsten interessante Umsetzung. Ob das jedoch genügt, um einen Mac’ler zu bekehren? Ich glaube nicht.

    Ps.: Bei der Übersetzung der Projektseite wurde wohl auf Google Translator gesetzt …

  2. Bjørn Max Ph.D says:

    Interessante Umsetzung doch was Linux betrifft bleibt bei mir nach wie vor Debian. 🙂

  3. ich finde es klasse das du auch über Linux berichtest ,ich kenne natürlich die Birne 😉 aber ich nutze PClinuxOS aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden

  4. elementary OS ist inzwischen stable http://elementaryos.org/ und setzt auch ein wenig auf das Mac Feeling, ich finde es allerdings „runder“ und besser gelungen als pearOS welches von vorn her rein darauf setzt ein optischer Clone zu sein.
    Vielleicht ist es für den ein oder anderen mal einen Blick wert.

  5. haha jetzt dürfen alle, die sich keinen mac leisten wollen mit dem icarly os arbeiten.

  6. Das Traurige ist, wie viele Menschen es gibt, die eine festgemauerte, unqualifizierte Meinung über die Umständlichkeit von Linux haben und nicht ahnen, dass ihr Apple auf einem Linux-System arbeitet, dass ihr Android-Handy ein Linux System ist. Aber allen gleich ist das Wissen, das Linux nur was für Nerds ist.

    Anwesende natürlich ausgeschlossen. Das ist ja hier ein Technik-Blog und mit dem technischen Hintergrundwissen nicht unbeding repräsentativ.

    Liebe Grüße
    mkrueger

  7. Ist die Farbgebung wie oben und auch bei IOS jetzt auch schon im MacOSX? Ich bekomme bei der Optik mittlerweile Augenkrebs. Die Farben Minze, Türkis und Magenta gehörten doch eigentlich schon in den 80ern verboten. Gruselig.
    Ich weiß, über Geschmack nicht streiten und so… aber das… es gibt Grenzen.

  8. So schön und bedienerfreundlich so ein Ubuntu auch ist so arm ist die Präsenz von Software in verschiedenen Kategorien. Kein vernünftiges Portfolio in den Bereichen Grafik. Ich persönlich vermisse da Klone oder gar Originale von Adobe. Zumindest beruflich. Unter OSX habe ich die nämlich.

    Privat vermisse ich 2/3 meiner Spiele, jede Menge Office Kompatibilität zwischen MS Office und Open Office.

    All das macht Linux für mich als Laien absolut uninteressant. So gerne ich auch mal mit einem Mint, Ubuntu oder Pear OS arbeiten möchte.

  9. Ich habe auf meinem Netbook Linux Mint drauff, gibt da eh nicht viel was ich mit mache, da schau ich alle paar Wochen mal bei Steam rein was es so für Linux gibt bzw. hatte mich bei der Installation interessiert welche Spiele von mir unter Linux laufen ( grade mal 10 Stück, habe aber unter 50 Spiele auf meinem Account). Mein größtes Problem ist aber, dass z.B. Guild Wars2 nicht performant genug unter Linux läuft.

    OSX find ich von der Optik nicht besonders toll, kann ja sein das es praktisch ist, habe ich noch nie drann gearbeitet. Aber die nicht durchgehende Leiste würde mich auf dauer tierisch nerven, auch wenn das eigentlich vom Platzangebot keinen unterschied machen sollte.

  10. Interessant. Läuft das ganze auch auf einem EeePC1000H? Die Auflösung von 1024×600 entspricht leider nicht den Requirements. Jemand Erfahrung damit? Wäre zwar eh nur zum Ausprobieren aber ganz umsonst muss man sich die Mühe ja doch nicht machen…

  11. @Weizentrinker: 50 Euronen für Codeweavers Crossover und Dein Probleme dürften gelöst sein. Adobe CS 2-6, Lightroom, MS Office 2003-2010 laufen alle.Man muss manchmal nur wollen. oder? 😉
    Spiele musst Du selber schauen..

  12. @Matthias Krüger: mit deiner Aussage hast du dich selbst disqualifiziert 😉
    OSX ist kein „Linux System“ genau so wenig wie Android… die Systeme basieren wenn dann auf Unix, genau wie Linux auch… haben quasi eine ähnliche Grundlage oder auch einen ähnlichen Aufbau… aber das wars dann auch schon!

  13. @x02a mit 1. hast du recht. Meines wissen setzt Apple auf einen BSD-Kernel. Android jedoch ist ein Linux-Kernel.

  14. @Peer: Gibt doch ein Livesystem zum ausprobieren. Schnell auf einen Stick gezogen, ist ja kein Aufwand.

  15. @Jan: Danke!! Das hatte ich völlig übersehen.

  16. Mir gefällt die Philosophie hinter diesem OS nicht. Ja, das ist für mich ausschlaggeben, auch wenn es viele gibt, denen das egal ist. Debian und Fedora gefallen mir deshalb sehr gut.

  17. @Weizentrinker: Es gibt sehr viele Spiele, es gibt mittlerweile auch Steam. Die Nutzung von .odt-Dokumenten ist unproblematisch, und im Alltagsgebrauch steht LibreOffice einem MS Office nicht nach (vor allem, da viele noch die alte 2003er-Version einsetzen).

    Statt Photoshop und Lightroom gibt es GIMP, Digikam, Darktable, Raw Therapee, und mit Corel Aftershot Pro auch eine professionelle Kommerz-Software, wenn man unbedingt mit Downloads für teuer Geld prahlen möchte. Man kann über Wine auch Photoshop nutzen, oder eine andere Bildbearbeitung für Windows.

    Wenn man natürlich 1:1 die gleichen Anwendungen unter Linux wie Windows einsetzen möchte, stellt sich die Frage, warum nicht gleich das „Original“-Fenster? Aber dann darfst du auch keine Smartphones nutzen, da läuft Photoshop auch nicht drauf. Der Wechsel eines Betriebssystems erfordert natürlich Umgewöhnung. Wer sich nicht darauf einlässt, muss halt mit dem leben, was auf dem Gerät vorinstalliert ist.

  18. @x02a: Android nutzt den Linux-Kernel und ist damit ein Linux. Alles andere drumherum ist nur Schnickschnack, der nicht zwingend zu Linux gehört.

  19. @MonteDe
    Zum Glück sieht OSX nicht wie iOS 7 aus. Bei OSX hat sich optisch von 10.8 (Mountain Lion) zu 10.9 (Mavericks) fast nichts getan. Alles noch klar, sachlich und unverspielt.

    PearOS scheint sich auf den ersten Blick grafisch auch eher an iOS 7 zu orientieren als an OSX.

  20. Mich freut es auch sehr, dass Cashy mal über eine Linux Distribution schreibt. Weiter so.
    Warum gerade über Pear OS was geschrieben wird versehe ich zwar nicht ganz aber ok. (Elementary OS macht im Moment sehr viel richtig (Auch wenn ich selbst Arch bevorzuge))

    @Weizentrinker: Richtig, wer häufig Programme einsetzt, für die es keinen geeigneten Ersatz gibt, sollte lieber bei Windows bleiben.
    Wenn jemand den ganzen Tag mit docx oder pptx Dateien arbeitet, der wird mit Libre Office nicht glücklich und wird es auch mit Wine nicht werden.

    Alle anderen, die mit Programmen arbeiten die es auch unter Linux gibt (Eclipse, usw.) der wird mit Linux auf Dauer glücklicher.

  21. Freue mich, dass hier mehrfache Elementary OS erwähnt wird. Benutze es selbst erst seit ca. 2 Monaten aber bin wirklich angefixt. Sehr schnell, und .. auch wenn stark von OSX inspiriert.. geht es klar auch seinen eigenen Weg, macht vieles sogar besser als die „zitierte“ Quelle.
    Dazu basiert es auf Ubuntu 12.04 LTS, bringt also auch die (verbleibenden) Vorteile von Ubuntu mit.

  22. @Cliff Na ist doch wohl klar, wieso gerade PearOS. Es hat Ähnlichkeit zu Cashy’s heiß geliebten Apple-Produkten.

    Ich persönlich bin seit ein paar Monaten schwer von Archlinux angetan. Endlich Software immer auf dem aktuellsten Stand, schnell, so wie ich es will. Abstürze trotz der Aktualität? Keinen einzigen.
    Ich bin selbst erstaunt wie solide die Basis ist und hatte gefühlt in meinen vielen Jahren Ubuntu deutlich mehr Probleme.
    Und was Debian angeht: Ich möchte eben keine 4 Jahre alte Software nutzen, nur weil sie vermeintlich bugfrei ist. Gut für Server, aber auf den Desktop gehört das eben nicht.

  23. Testen werde ich es auf alle Fälle mal, sieht schick aus. 😉 Danke für den Tipp!

  24. Ich kann Linux als Desktopsystem absolut nichts abgewinnen.
    Allein die Umgebungen KDE, Gnome und co finde ich hässlich (LXDE), überfüllt (Gnome oder umständlich (KDE). Witzigerweise kann ein nicht Linuxsystem alles perfekt unter ein Dach bringen: WINDOWS 8! 😀 Ohne ClassicShell ist das noch beschi**ener.
    Und vieles funktioniert noch immer nicht so einfach wie unter Windows. Hier starte ich eine exe und klick mich durch unter Linux häng ich dann und muss mir das passende package raussuchen, hoffen dass es nicht schon veraltet ist, ich nicht kompilieren muss und zum installieren braucht man auch immer wieder eine Anleitung -,-

    Einziger Hoffnungsschimmer ist Mint 16 mit Cinnamon 2.0 🙂
    Ansonsten ist mein Fav noch CentOS, was aber mehr eine Server Distri ist – aber dafür extrem stabil – nicht wie Ubuntu 😉

  25. @Niko: Das Softwarecenter zu öffnen, suchen und installieren klicken ist also schwerer als eine exe zu öffnen und 10 mal auf weiter zu klicken (dabei nicht vergessen die 3 Browser Toolbars abzuwählen)?
    Und sollte einmal die neuste Version noch nicht im Softwarecenter sein, musst du eben online suchen und eine deb installieren. Wie unter Windows.

  26. @Georg und Hans

    Wenn ich doch letztendlich sowieso wieder bei Geschichten wie Wine oder Crossover lande stellt sich mir die Frage warum ich nicht gleich Windows oder OSX einsetze um die entsprechende Software zu nutzen? Das ist nicht als Angriff gemeint aber mir erschließt sich der Sinn dahinter nicht ein Betriebssystem zu nutzen um ein anderes zu emulieren. Ich würde auch nie im Leben OSX einsetzen wenn ich damit die ganze Zeit ne Windows Applikation in einer VM nutzen müsste. Oder umgekehrt.

    @Georg

    Die Alternativen sind leider keine wirklichen. Es ist ein magerer Ersatz wie ich finde. Kenne ehrlich gesagt auch niemanden der in einer Agentur damit arbeitet.

    Thema Smartphones: Mal davon abgesehen das es unter iOS eine Photoshop Version gibt und 100te anderer Zeichenapps die teilweise echt große Klasse sind frage ich mich wer damit ernsthaft arbeitet? Zum sketchen zwischendurch ganz gut aber nur weil ein iPhone eine Linux Basis hat und es dafür kein richtiges Photoshop gibt heißt das ja nicht das ich es nicht nutzen darf. Es hat ja einen völlig anderen Anwendungsbereich.

    Viele missverstehen das vielleicht aber es geht mir nicht um Eingewöhnung oder darum ein Fanboy von irgendwas zu sein. Das Problem mit Linux ist einfach das es in meinem Umfeld unbrauchbar ist. Kann ich ja nichts zu, aber ich gehe doch als Arbeiter möglichst den Weg der mir am wenigsten Probleme bereitet und das ist der wo ich sagen kann „Ihr habt ne PSD? Klasse, kein Problem.“ oder „Das ist ne Excel Tabelle mit der und der Formatierung bla bla? Kein Problem, kann unser Office 2010.“ Da fang ich doch nicht an rum zu wurschteln mit irgendwelchen Ersatz Programmen die keiner kennt bzw. keiner benutzt. Die Warenwirtschaft in der Firma in der ich momentan arbeite gibts nur unter Windows, da nehm ich ja auch nicht mein Macbook mit und emuliere mir irgendnen Quatsch der später eh nur Probleme macht.

    Linux ist wie gesagt ein tolles Betriebssystem und hat zu 100% seine Daseinsberechtigung aber man sollte auch akzeptieren das es nunmal Branchen gibt in denen ein bestimmtes OS völlig unbrauchbar ist.

  27. Hallo Caschy,

    habe vorhin einmal versucht die Pear Os Webseite aufzurufen und bekomme eine Nachricht angezeigt, die besagt, dass der Pear OS Download nicht mehr verfügbar ist. Die Firma, wird dort angegeben, sei verkauft worden und der neue Eigentümer möchte nicht, dass er dort angeben wird!

    „It’s a very large company, well known…“ * Zitat eines Teil der Meldung von Pear OS.

    Weißt du mehr darüber? Was flüstern deine Quellen?

    Tom

  28. kann ja nur appel gekauft haben ; )

  29. http://clementineos.hj.cx/ da habt ihr pear os nachfolger bzw sogar noch die originalen downloads

  30. Jo, danke @azarelius
    Zwischenzeitlich hatte ich diese Info auch bekommen.