PC-Verkäufe im 4. Quartal 2018 rückläufig, Lenovo schiebt sich an die Spitze


Der PC-Markt, eigentlich war ihm 2018 ein gutes Jahr vorausgesagt worden. Dann kam aber doch alles ganz anders, wie Gartner nun zu berichten weiß. Demnach gingen die Verkaufszahlen nicht nur im letzten Quartal 2018 zurück, sondern auch im Jahresvergleich ergibt sich insgesamt ein Minus von 1,3 Prozent. Einen großen Gewinner gibt es dennoch: Lenovo schiebt sich mit seinem Wachstum nämlich an HP vorbei, um zur Nummer 1 der PC-Verkäufer aufzusteigen.

Schuld am Rückgang im vierten Quartal 2018 soll vor allem eine Knappheit bei CPUs haben. Hier konnten vor allem Upgrades von Business PCs nicht ausgeführt werden. Im zweiten und dritten Quartal gab es nämlich ein Wachstum und die Branche war auch für das vierte Quartal positiv gestimmt. Und so sind es nur Lenovo und Dell, die sich im vierten Quartal unter den Top 5 befinden und ein Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal vorweisen können.

Außerdem interessant: Alleine Lenovo, HP und Dell stellen 63 Prozent der ausgelieferten PCs bereit. Im Vorjahresquartal kamen diese Hersteller auf 59 Prozent Anteil.

Schaut man sich das Gesamtjahr 2018 an, ergibt sich ein ähnliches, aber doch anderes Bild. Die Rückgänge sind zwar auch hier vorhanden, aber HP konnte das Gesamtjahr beispielsweise mit einem Plus abschließen. Asus hat es hingegen 2018 nicht so leicht gehabt, ein Minus von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

259,4 Millionen PCs (das beinhaltet Desktop-Pcs und Notebooks, inklusive Surface, aber keine Chromebooks und iPads) wurden 2018 laut Gartner ausgeliefert. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mal sehen wie es 2019 aussehen wird. Man hat ja schon das Gefühl, das PCs immer unbedeutender werden. Zumindest im privaten Bereich. Vielleicht nicht bei Lesern eines Tech-Blogs, aber durchaus bei denen, die nun „alle Aufgaben“ auf dem Smartphone erledigen können.

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019*

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8 Kommentare

  1. „Man hat ja schon das Gefühl, das PCs immer unbedeutender werden“

    Das sicher nicht, aber die Geräte veraltern bei weitem nicht mehr so schnell wie noch vor 20 Jahren. Oder anders gesagt: Die Technik entwickelt sich nur noch in Mäuseschritten weiter, deswegen ist auch ein 6-7 Jahre altes Gerät immer noch gut genug.
    Deswegen gehen die Verkaufszahlen zurück, auch wenn die Durchdringung der Haushalte konstant bleibt oder noch leicht steigt.

  2. Für meine persönliche Nutzung ist eher der laptop/Notebook überflüssig geworden. Was ich unterwegs oder auch im Urlaub oder bei Kurztrips brauche , erledige ich auf der Kombi Smartphone / Bluetooth-Keyboard. Das wiegt fast nix im Vergleich zu einem Klapprechner und ist beileibe leistungsfähig genug. Zu Hause habe ich dann gern einen „großen“ Rechner, ein Anschlußmonster an das alle mögliche Peripherie angeschlossen wird – also Desktop. Warum noch ein Zwischending?

    • Es kommt auch sehr auf den Anwendungszweck an. Für mich persönlich sind reine klassische Tablets in Richtung iPad oder die Android Dinger unnötig geworden, ich bin sehr zufrieden mit meinem Surface Pro als Convertible. Da man damit im Zweifel auch „richtig“ recherchieren und arbeiten kann.

      Jemand der nur Medien konsumiert wird das anders sehen, und ein iPad bevorzugen :).

    • Ist bei mit genauso. Mein Laptop liegt schon seit mehreren Jahren mit plattem Akku und leerer CMOS Batterie im Schrank rum. Regelmäßig nutze ich Smartphone, Tablet und (sehr) sporadisch einen demnächst acht Jahre alten Desktop, der immer noch für alles schnell genug ist.

  3. Bob (der andere) says:

    Sehe das ähnlich wie “George99“ und “Andreas“.
    Viele der jüngeren Leute nutzen ausschliesslich Smartphones (können teilweise gar nicht mehr mit PC/Laptop umgehen). Es bricht also hier ein großer Teil der Käufer weg.

    Ich selbst habe einen Medion Desktop-PC von 2011 in Betrieb. Habe ihn vor 2 1/2 Jahren nach dem Tod meines Vaters übernommen, da er einen besseren Prozessor als mein 2010er HP hatte. Meinen HP hab ich meinem Großneffen geschenkt, der ihn immer noch in Betrieb hat. Den Medion habe ich von 4 auf 12GB RAM aufgerüstet, eine 2. Festplatte mit 2TB (insgesamt jetzt 3TB) und einen 4-fach USB-Port in den noch freien Laufwerksschacht eingebaut. So aufgerüstet (Kosten ca. 100€, da Festplatte noch vorhanden) wird mir das Teil vermutlich noch weitere 5 +X Jahre reichen.

    Habe mir kürzlich noch einen Intel NUC als Zweit-PC gekauft, hauptsächlich zum Hörbuch/Musik hören und Video schauen im Schlafzimmer.
    Auch das Teil wird wohl einige Jahre im Einsatz bleiben, da aus technischer Sicht sobald kein Aufrüsten erforderlich ist. (bei diesen Einsatzzweck).

    • Eben. Ich hätte heute noch meinen Mini-PC daheim stehen am Schreibtisch, wenn ich nicht vor einem Jahr nochmal Lust bekommen hätte ab und zu auch mal am PC ein Spiel zu spielen. Das war der einzige Grund für eine Neuanschaffung.

  4. Viele Geräte, die ich in letzter Zeit vor mir hatte, haben ausreichende Technik (CPU, RAM etc.) aber eine langsame HDD. Momentan macht man mit einem SSD Upgrade die Geräte wieder zu Maschinen, ohne Neukauf der kompletten Einheit.

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