Panikmache in der ARD: Wie Apps ihre Nutzer ausspionieren

Eigentlich bin ich Fan des Öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und TV-Programms. Aber hat man es mal wieder tatsächlich nötig, mit einer RTL2-oresken Darstellung von Inhalten Panik bei den Menschen zu schüren? Da wäre mir lieber ne halbe Stunde echte Aufklärung für Otto Normal-Benutzer im Nachtprogramm lieber gewesen. Sicherlich fordern viele Apps Rechte ein, aber es liegt an uns, ob wir diese installieren. Was? Apps machen das heimlich? Unseren Standort ausloten und verfolgen?

Sagt nicht sowas! Man munkelt, dass sich viele einfach was auf den PC installieren und mal gar nicht wissen, was abgeht. Es ist absolut furchtbar, wie technikfeindlich Deutschland ist, dass immer nur Panik geschürt wird, anstatt Chancen zu erkennen. Aufklärung statt Panikmache – das wäre doch mal was!  Nein, ich prangere nicht den Beitrag als solches an – nur die Darstellung. Viel „Spaß“ beim Anschauen.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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39 Kommentare

  1. Mit Angst und Panik bei den Bürgern lassen sich aber schwachsinnige Gesetze, Lobbyarbeit etc besser verabschieden und durchsetzen. Ein Aufgeklärtes Volk ist schwieriger zu Kontrollieren als ein Volk das Angst hat und gesagt bekommt was es zu tun hat.

    Klappt in Amerika seit Jahren/Jahrzehnten gut, warum sollte es bei uns nicht funktionieren 🙂

  2. So reißerisch war das doch gar nicht. Ich finde aber, da könnte auch Google mehr gegen angehen. Immerhin ist es ja vom Datenschutz mal abgesehen auch einschränkend, wenn Angry Birds bspw. dauernd die Ortung und das Internet nutzt und dadurch viel schneller den Akku leerlutscht. Das macht oft mehr als 50% des Akkuverbrauchs von einigen Apps aus. Eine Kategorie Datenschutz/Rechte im Bewerungssystem im Store wäre sicher nicht hinderlich.

  3. „aber es liegt an uns, ob wir diese installieren“ – Caschy, das mag für dich gelten. Und ich bin ja noch viel sturer, wenn ich z.B. sage: „spiegelndes Display beim Notebook und Klavierlack is nich!“ dann halte ich mich daran. Punkt.

    Du kennst dich mit dem Comp gut aus, ich unterliege so gut wie keinem Gruppenzwang – ich hab z.B. eben kein Smartphone.

    Viele unterliegen aber diesen Zwängen – die installieren im Zweifelsfall alles, nur weils angesagt ist…

  4. Peter Mann says:

    Dann fange doch einfach mal mit der Aufklärung an.
    Ich finde, der Beitrag war sogar noch harnmlos.
    Ich finde den Blog sehr gut, aber er wird auch von nicht so kundigen Nutzern gelesen und da fehlt es vielfach an Hinweisen auf Datenprobleme etc. in deinen Beiträgen. Das würde schon reichen.
    Technikfreude heißt nicht, dass man nicht auf Probleme hinweisen sollte.

  5. Ich finde nicht, dass das ganze da überzogen dargestellt wird.

    Man kann nunmal nicht davon ausgehen, dass Otto Normalverbraucher sich den Gefahren unbedingt bewusst ist. Wir sind garantiert nicht die Zielgruppe für diesen Beitrag.
    Wenn der Beitrag aber erreicht, dass sich die Nutzer mal näher mit der Thematik befassen und nicht einfach jeden Crap installieren, ohne nachzudenken, hat der Beitrag schon etwas erreicht. Niemand wird jetzt sein Smartphone in die Ecke schmeißen, weil dass alles so „gefährlich“ ist. Wenn dem so wäre, dann hätte Facebook auch keine Nutzer mehr 😀

  6. Also so einen schlecht recherchierten Beitrag habe ich noch nicht gesehen…
    1. Die „Kontodaten“ Berechtigung bezieht sich auf das Google Konto und natürlich nicht auf Bankkonten
    2. Die eingeblendete Stellungnahme von Google bezieht sich auf „Google Apps“ und nicht auf Android. Das hat nichts miteinander zu tun und das kann man schon erkennen wenn man sich die Stellungnahme nochmal durchliest

    Man man, ARD. Dass solche Unwahrheiten im öffentlich-rechtlichen TV gesendet werden ist schon ein dickes Ding, finde ich.

  7. Bei mir zu Hause wurde das Video auch schon angesprochen.
    Doch ich habe mit dem Thema generell keine Probleme, da ich den meisten Apps alle Rechte (bis auf Wifi-Nutzung) via LBE Privacy Guard abgenommen habe.
    Die meisten Apps wie Facebook, Angry Birds und co haben das wohl schon akzeptiert und beschweren sich noch nicht mal, wenn sie keine Rechte haben. So versucht Facebook regelmäßig ohne Erfolg meine Kontaktliste auszulesen, lässt sich davon aber nichts anmerken.

  8. Wie schlecht war das denn?
    Es wird Zeit, dass man die Nutzer über Berechtigungen und deren Notwendigkeit aufklärt, aber so???
    Das beste war die folgende Aussage über die Funktionen von WhatsApp, die App kann ja laut Tagesthemen folgendes:
    „auf BANKkonten zugreifen, die einmal vom Smartphone abgerufen wurden.“
    Da hat die Redaktion mal die Berechtigungsseite vom Playstore aufgerufen und schlicht nicht verstanden worum es geht. Liebe Tagesthemen ein WhatsApp Konto hat nichts mit einem Bankkonto zu tun… Leider war der Rest auch nicht besser…

  9. Schlecht wenn die Technik schneller wächst als das Bewusstsein in den Köpfen 🙁

  10. Sachlichkeit ist für die ARD mittlerweile zum Fremdwort verkommen. Siehe auch meinen Artikel: Die ARD und das Facebook-Debakel. Da ging es mir genauso, wie dir jetzt mit diesem glorreichen Beitrag.

  11. Aufklärung tut not, das ist richtig und wichtig. Hat ja nicht jeder so Ahnung wie wir.

  12. Das ist doch keine Technikhetze gewesen!
    Es ging mehr um den Aspekt, dass die Nutzer einfach schnell auf OK klicken bei allem, was nicht bei DREI! auf den Bäumen ist.
    Auf diese userseitige Sicherheitslücke wollte der Beitrag aufmerksam machen/sensibilisieren und das finde ich gut!

    Das mit Whatsapp und Bankkonten ist allerdings wirklich Pfusch!

  13. Kampfschmuser says:

    *tech-hirn-ausschalt*
    Aus der Sicht eines blonden Mädchens (ohne Techhirn) war das doch gar nicht mal so schlecht. Die handwerklichen Fehler sieht nur der Tech und sind eigentlich nicht relevant für die Sache.

    Wichtig ist, dass die „Message“ rüber kommt. Sei kritischer, sogar leicht mißtrauisch, installier dir nicht jeden Scheiß, schau es dir vorher an.

    Wir stehen alle schon im Glaskasten, gewisse Personenkreise können uns alle nackt sehen, aber wir merken es nicht. Jeder trägt brav seine eierlegende Wollmichsau-Wanze in der Tasche rum, versorgt sie brav mit Strom und pflegt sie mit Apps, die teils ungeniert in unserem Privatleben schnüffeln.

    Und niemand beschwert sich. Außer Caschy, der über die handwerklichen Fehler stolpert, aber den Sinn selber nicht kapiert hat.

    Sorry Caschy, ich lese deinen Blog sehr gerne. Aber in letzter Zeit sehe ich immer mehr einen Trend in Richtung Oberflächlichkeit, mehr Mainstream, Quantität (statt Qualität) und massiv Werbung, damit der Rubel nicht nur rollt, sondern sich über dir ausschüttet.

  14. Komisch….Bei dem Wort Panikmache fällt mir sofort die Vorratsdatenspeicherung ein. Da wurde genau so Panikmache betrieben. Eine sachliche Diskussion war nicht möglich. Da war der Wissensstand in Techblogs auch unterirdisch. Man sollte immer objektiv bleiben.Bei jedem Thema 😉

  15. @Kampfschmuser Rubel? Schön wärs. An der Werbegestaltung wurde hier nichts verändert, ist so schon immer drin. Ganz im Gegenteil es wurde sogar etwas entfernt. Aber ja du hast Recht, die Beitragsanzahl hat quantitativ zugenommen, weil wir hier zu zweit regelmäßig bloggen und ein dritter Schreiber unregelmäßig dabei ist. Und übrigens behaupte ich einfach mal: schreibe ich nicht mehr oder weniger wie früher. Auch „damals“ gab es Tooltipps und Anleitungen. Nur viel seltener. Ich mache das jetzt schon über 7 Jahre, weiss also, was ich schreibe und wovon ich reden. Hoffe ich 😉

    Danke für dein jahrelanges Lesen btw.

  16. Also, so deftig, wie sich das liest, finde ich den Beitrag auch nicht wirklich. RTL2-Niveau würde ich das auch noch nicht nennen, jedoch eine Tendenz dazu.

    Zumal man als Technikversierter Mensch wie Carsten das ja z. B. ist, einen ganz anderen Blick(punkt) und Verständnis für solche Dinge hat. Da ist es klar, das für einen Dinge völlig normaler und klarer sind, als das für eine Schülerin (!!) der Fall ist / sein kann.

    Aber vielleicht muss der Beitrag auch so oberflächlich sein, wenn man sich einmal die Vita der Filmautorin zu Gemüte führt (ich hab da mal nach dem Namen gegoogelt):

    Da liest man u. a.:

    Redaktion: BRAINPOOL Artist and Content Services GmbH, … ProSieben ‘talk talk talk’, BILD Dresden

    Da wird wohl manches etwas klarer, wie ich denke!

  17. Cachy stellt fest, daß die Journalisten in dem Bereich wo er Ahnung hat keine Ahnung haben.
    Frage: Haben dann die Journalisten in dem Bereich wo Cachy nicht so viel Ahnung hat, mehr Ahnung?

    Journalisten sind Leute, die wissen wie man Artikel verfaßt und Sendungen herstellt. Mehr nicht.

  18. Ich muss mich dem leider auch anschließen, dass ARD sehr schlecht recherchiert hat. Die Frage ist doch, wieso benötigen einige Apps wie Whatsapp verschiedene Rechte?

    Standort? Weil du diesen verschicken kannst, deswegen muss die App den auch ermitteln können.

    Kontaktdatenlesen? Weil ich mit dieser App Visitenkarten aus meinem Telefonbuch an meine Freunde schicken kann

    Auf meiner SD-Karte schreiben/zugreifen? Weil ich Sounds, Bilder etc. verschicken und empfangen kann

    Das waren jetzt einmal 3 Beispiele für Whatsapp. Wenn diese App, diese Rechte nicht hätte,könntet ihr gleich SMS schreiben. ;o)

    Man sollte sich also immer Fragen, wieso benötigt diese App diese Rechte. Man sollte also nicht immer nur von spionieren reden. Wisst ihr, was eure Programme auf eurem Windows und Mac Rechner alles so in die weite Welt übertragen? Nein?

  19. Man kann den Beitrag bis maximal 8h nach seiner Veröffentlichung kommentieren. Er wurde heute Nacht um halb 1 veröffentlicht. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.
    Ansonsten schließe ich mich caschys Beitrag vollkommen an.

  20. Find’s auch immer erschreckend, was so ne App alles will. Vermeide daher auch mir jeden Scheiß auf mein Smartphone zu laden. Und erwarte, auch, dass man mit ner APP oder schon in den Benutzereinstellungen der APP die Rechte dementsprechend zurücksetzen kann. Unabhängig, davon, ob sie notwendig sind oder nicht. Am einfachsten sollte dies mit der Firewall möglich sein analog zum PC.

  21. typisches verdummungs tv halt. das erste driftet in den letzten jahren eh immer mehr dahin ab.

    habe mir eben die apple troll kommentare auf der homepage des ersten durchgelesen, wunderbar wie apple user behaupten android user würden nur über apple herziehen weil sie selbst noch nie ein iphone hatten und bei apples gäbe es diese probleme nicht… android apps würden selbstständig starten nachdem man sie beendet hat… zu geil, wenn man bedenkt das android apps sich nicht beenden lassen (außer vllt mit einem task killer – was ja aber nicht sinn des android lifecycles ist)

  22. Panikmache in deutschen Medien?

    Niemals…

    Achso…

    Da erinnere ich mich gerade an die StreetView Geschichte… 😉

  23. Also ich fand den Beitrag ganz und gar nicht reißerisch.
    Er hat zwar hauptsächlich die schlimmsten Apps, bzw. geholten Daten behandelt, was ich aber durchaus verstehe, da man in den Medien immer selektieren muss. Man kann ja nich alle Apps vorstellen. Und das wäre eher verharmlosend, was m.E. noch schlimmer ist.
    Was mich aber gewundert hat ist das minutenlange zeigen der GPS-Daten. Ich fand es sinnlos. Aber es ist wahrscheinlich der am einfachsten zu visualisierende Aspekt.
    Ich fand das aber trotzdem keine Panikmache.

    Auch haben sie nicht nur den Nutzer als den Dummen dastehen lassen, sondern auch den OS-Betreibern eine Mitschuld gegeben, was ich sehr gut fand!

  24. Die Tagesschau App hat auch merkwürdige Berechtigungen.
    Warum muss sie auf den USB Speicher zu greifen, Netzwerke anzeigen oder braucht GPS Daten?

  25. @Sascha

    Verheimlichen wollen wir aber auch nicht, dass die WhatsApp den Zugriff auf das Telefonbuch auch dazu gebraucht, alle Telefonnummern des Telefonbuchs zum eigenen Server zu übertragen.

    Grundsätzlich macht es schon Sinn, auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Der Beitrag ist natürlich etwas daneben, und das ist schade.

  26. Lieber Panikmache hier, anstatt 1984 wie im technikfreundlichen GB.

  27. das ist ja echt schon dreist – eine app (WhatsApp) die Nachrichten an eiegene Kontakte schicken soll braucht zugang zu diesen Kontakten? Und zugang zu den Alben bzw. Dateisystem braucht sie auch, um empfangene Dateien anlegen zu können? Wer hätte das gedacht!!

  28. Quote: L. (twitter @Parisi1) sagt

    Cachy stellt fest, daß die Journalisten in dem Bereich wo er Ahnung hat keine Ahnung haben.
    Frage: Haben dann die Journalisten in dem Bereich wo Cachy nicht so viel Ahnung hat, mehr Ahnung?

    Journalisten sind Leute, die wissen wie man Artikel verfaßt und Sendungen herstellt. Mehr nicht.

    Wieso Ahnung? Die Zielgruppe muss entweder wollen das es stimmt oder Angst haben das es stimmt. Da kommt’s also nur auf die Performance an.

  29. Ach dies ist viel intressanter und aufschlussreicher.

    http://media.ccc.de/browse/congress/2011/28c3-4788-de-datenvieh_oder_daten_fee.html

    Endlich mal jemand der weiss von was er spricht

  30. @ Schisser

    Da hast du Recht, wie sollten aber sonst deine Kontakte angezeigt werden. ;o) Ich finde, solange eine Berechtigung Sinn macht, ist es meiner Meinung nach in Ordnung.

  31. Janne „Wieso Ahnung? Die Zielgruppe muss entweder wollen das es stimmt oder Angst haben das es stimmt. Da kommt’s also nur auf die Performance an.“
    Da hast Du recht und gerade im vorliegenden Fall haben sich die Journalisten in erster Linie darum Gedanken gemacht.

  32. Der ARD-Beitrag ist völlig in Ordnung. Die von Cashy sogenannte „Panikmache“ kann ich nicht erkennen. Es werden lediglich Fakten präsentiert, und das kompakt und recht sachlich (wenn man mal von dem etwas süffisanten und triumphalen Tonfall der Sprecherin absieht).
    Cashy und alle anderen App-Junkies mögen solche kritischen Beiträge zur ach so schönen Mobil- und Social Media-Welt natürlich nicht, weil sie sie in einen Zwiespalt stürzt: ich will auf die Apps nicht verzichten. Mist ist nur, daß sie mich brutal nackt machen, indem sie (für die Funktion völlig unnötige) Daten von mir klauen. Aber egal: Ich habe ja nix zu verbergen. Also immer ruff mit den Apps. Die Wirtschaft muß brummen!

  33. Der Beitrag war leider etwas oberflächlich. So ein Thema lässt sich kaum in so kurzer Zeit sinnvoll behandeln – vor allem nicht für ein Mainstream-Publikum. Da müsste viel mehr erklärt werden, damit es Sinn ergibt.

    Aber: So sehr ich die angesprochene Technikfeindlichkeit bedaure, so finde ich, dass Panikmache bei diesem Thema nicht ganz unangebracht ist. So umfangreich, wie im Zusammenhang mit Apps Daten gesammelt werden, handelt es sich hier nicht um ein kleines Problem, das unnötig aufgebauscht wird.

    Ärgerlich ist die fehlende Differenzierung. Und es sollte mal deutlich gemacht werden, dass diese Entwicklung eine Folge von mangelnder Zahlungsbereitschaft ist. Viele Leute lassen sich lieber ausspionieren, anstatt für Software oder Inhalte zu bezahlen. So etwas wie Gratis-Inhalte gibt es von Unternehmen nicht – wie auch?

  34. Fakt ist einfach das in jedem System in dem der User eigene Applikationen installieren kann und in dem er selber persönliche Daten eingibt diese, wenn ein Internetanschluss vorhanden ist, auch übertragen werden können. Das Gilt für Smartphones wie für normale Computer. Bei Smartphones sind es natürlich etwas andere Daten wie GPS Informationen, bei PCs vielleicht eher persönliche Dokumente oder Bankinformationen.

    Generell würde ich Android und iOS sogar eine größere Sicherheit attestieren als Windows und MacOS. Dort werden Apps schon über den Vertriebsweg kontrolliert (Bei Apple aufwendiger, bei Google automatisch) während normale Software in der Regel erst nach der Installation durch einen Virenscanner überprüft wird. Das ändert sich zwar momentan durch die Appstores für MacOS und das kommende Windows. Aber ob ich das wirklich gutheissen soll weiss ich ehrlich gesagt auch nicht. Stichwort „Walled Garden“.

  35. Panikmache ist, wie ich finde, sehr subjektiv. Mich lässt das kalt, da ich weiß,
    – dass Apps die meisten Berechtigungen brauchen um den Nutzer zufrieden zu stellen
    – dass der einzelne Nutzer die Firma/Entwickler eh nicht interessiert
    – was die Berechtigungen bedeuten und wofür sie gebraucht werden
    – dass man sie nicht aus dem Zusammenhang reißen sollte

    Zu Punkt 1: Es ist wie bei nem alternativen Dialer im Play Store. Es gibt doch tatsächlich Leute die da meckern: „Kostenpflichtige Rufnummern anrufen und Telefonstatus abfragen, sagma geht’s noch?!!?!?! Gelöscht!!!!“

    Außerdem bin ich der Ansicht, dass man nicht sofort vom spionieren her denken sollte, sondern lieber von der positiven Seite anfängt zu denken.

    Nicht: Der will meinen Standort abfragen, scheiß Spionage App!
    Sondern: Cool! Nettes Feature, ich kann Leuten automatisiert mitteilen wo ich mich befinde!

    Ein Freund von mir wird nach der Sendung aber in die Knie gehen und regelrecht zittern vor Angst. Kein Scherz.
    Ich muss ihm für ne App die den Telefonstatus abfragen darf immer erst eine halbe Stunde sanft zureden und erklären wofür das genau gebraucht wird.

  36. XeniosZeus says:

    @tom
    Interessanter Beitrag mit beeindruckenden Zahlen gleich zu Beginn.
    Auch sein Blog ist lesenswert: http://qrios.de/

  37. ich fand die Überschrift im Blog weit reißerischer als den Bericht selbst. Mal nicht auf den ARD Bericht bezogen: Das sich bei einigen jüngeren Nutzern der Apps ein anderes Bewusstsein für Datenschutz entwickelt hat, muss nichts gutes bedeuten. Vielleicht einfach nur Unwissenheit, und ja, für Otto Normalo sicherlich nicht gut zu handeln, wenn man hinter jeder installierten App vermuten muss, daß Daten gesendet werden, von denen man nicht möchte das sie gesendet werden, siehe Telefonnummern. Man muss sich Wissen aneignen das man sich vielleicht mangels Zeit einfach nicht aneignen möchte. Insofern sind diese Phones eher Spielzeug für mich.

  38. Also Datenschutz nur noch für Experten bzw. Leute, die sich auskennen???
    Ich weiss nicht, wer so viel Zeit hat, die extra ewig langen Nutzungsbedingungen der App-Entwickler durchzulesen. Wenn da dann drin stehen sollte, dass man seine Privatssphäre sozussagen freigibt, ist das mindestens unmoralisch und gehört gesetzlich eingeschränkt. Vielleicht sollten sich einige hier mal mit Datenschutz auseinandersetzen, sonst kann man ihn gleich abschaffen, wenn ihr glaubt, ihr braucht den nicht. Dann wundert euch aber bitte nicht, wenn jeder alles über euch weiss. Und Zugriff auf Bankkonten. Was soll daran so schwierig sein? In Google Play sind ja evtl. auch etwaige Kontodaten gespeichert oder etwa nicht? Sollte ein leichtes für Apps sein, da ranzukommen.

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