Paketlieferungen bis zur Haustür könnten unter Umständen bald Geld kosten

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sieht man sie noch häufiger als sonst an allen Ecken in der Nachbarschaft: Paketdienste wie DHL, Hermes, DPD und so weiter. Das Online-Shopping boomt mehr denn je und fordert von den Lieferanten alles ab. Ausgesprochen oft hört und liest man dann, dass die Boten nicht einmal mehr an der Tür klingeln, sondern einfach nur eine Karte hinterlassen, dass niemand anzutreffen war und das Paket nun bitte am Folgetag in der nächstgelegenen Filiale abzuholen ist.

Geht es nach den einzelnen Paketdiensten könnte sich die persönliche Abholung der Pakete in Zukunft zum Standard entwickeln. Das Anliefern an die Haustür würde dann beispielsweise gegen eine geringe Gebühr weiterhin erfolgen.

Grund hierfür sei nicht nur der florierende Onlinehandel, sondern vor allem auch die Tatsache, dass das Anliefern an die Haustür im Vergleich enorm zeitaufwendig ist. Boten könnten so nur relativ wenig Lieferungen in einer Tour erledigen.

Frank Rausch, Geschäftsführer von Hermes in Deutschland argumentiert „Die Zustellung an die Haustür muss angesichts des hohen Aufwandes teurer werden. Die Abholung von Sendungen direkt vom Paketshop oder vom Paketkasten wird hingegen weiter an Bedeutung gewinnen.

Hermes fordere demnach eine Lösung in Form von gemeinschaftlichen Paketshops, die sämtliche Anbieter gleichermaßen nutzen können. Rausch meint „Was wir dringend brauchen, sind große Paketshops oder Mikrodepots in den urbanen Räumen, die alle Paketdienste nutzen können.“ Die Verantwortung hierfür liege ganz klar bei den Städten und Kommunen, so Rausch.

Die Idee der gemeinschaftlichen Paketshops finde ich durchaus sinnvoll, auch wenn sich dadurch nicht das Problem der Selbstabholung löst. So oft wie aktuell keine Zustellungen erfolgen und Kunden verärgert am Folgetag ihren Frust auslassen, habe ich allerdings meine Zweifel, dass eine Gebühr für die Nach-Hause-Lieferung überall auf Verständnis stoßen wird.

(via WirtschaftsWoche)

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72 Kommentare

  1. Bei uns in der Gegend werden die Pakete nur noch vor die Türe gestellt. Geklingelt wird nicht mehr. Pakete vor die Tür und schnell wieder weg.

  2. Ist übrigens Paketanbieter unabhängig.

  3. Solche gemeinsamen Shops werden aber das übliche Problem in urbanen Gegenden nicht lösen; im Gegenteil, eher verschlimmern. Denn das Problem ist nicht die Selbstabholung per se, sondern beim Beispiel Deutsche Post / DHL die Paketshops, welche keine für normal Arbeitende vernünftige Öffnungszeiten haben und immer enorme Wartezeiten mit sich bringen.
    Ich verstehe nicht, warum DHL die Packstationen nicht massiv ausbaut und das System Packstation zuverlässiger macht (ich erlebe regelmäßig Ausfälle). Und warum man nicht gemeinsame Packstationen aufstellt.

  4. Ich würde ja gerne die Packstation verwenden, die rund 1 km entfernt liegt. Allerdings ist die Post nicht in der Lage diese zuverlässig zu betreiben. Zudem ist diese viel zu klein.
    Dadurch wird jedes zweite bis dritte Paket in die nächste Postfiliale umgeleitet, welche deutlich weiter weg ist. Die Begründungen lauten Packstation defekt, Packstation voll oder auch mal Paket zu groß. Der Nachteil ist dann, man ist dann noch Zusätzlich von den Öffnungszeiten der Filiale abhängig und darf sich für die Abholung in der Filiale teilweise fast 30 Minuten lang in die Schlange stellen.
    Da lasse ich lieber das Paket nach Hause schicken, auch wenn ich nicht zu Hause bin, denn meistens kann mein Nachbar das Paket entgegen nehmen.
    Eigentlich wäre so ne Packstation eine feine Sache, wenn die Post sich ordentlich darum kümmern würde. Aber nein, da wird überall kaputt gespart.

  5. Das gab es doch früher schon in den 80ern mit der Zustellgebühr. Hat damals 2,50 DM gekostet.

  6. Es ist doch schon längst soweit, dass die Zustellund an die Haustür extra kostet. Ich habe diese Woche einiges via GLS verschickt und habe einen Aufpreis dafür gezahlt, dass es zur Haustür geliefert wird. In den Paketshop senden wäre günstiger gewesen.

  7. Tolle Idee. Amazon, als vermutlich dickster Player, wird dann wohl den eigenen Lieferdienst ausbauen. Am Ende triffst’s dann hauptsächlich die Landbevölkerung und das Portemonnaie der Amazon-Fahrer.

  8. Wenn mein Paketboy was für mich hat, ruft er an und fragt, wann und wo er mich treffen kann. Kostet natürlich – nichts.

  9. Lieferung nach Hause mach bei Berufstätigen doch sowieso keinen Sinn, in aller Regel ist man gar nicht da, wenn der Paketbote kommt. Und je nach Aufkommen möchte man auch nicht immer die Nachbarn damit belästigen, von denen man auch nicht sicher weiß, ob die zu Hause sind. Insgesamt ist die Packstation schon die deutlich bessere Idee, wenn die Sendungen dort auch landen und nicht, wie schon beschrieben, weitergeleitet werden in die Postfiliale. Das ist meiner Meinung nach mit Abstand die schlechteste Alternative, allein wegen der Warte- und Öffnungszeiten. Als optimal hat sich für mich die Lieferung an den Arbeitsplatz herausgestellt, da ist zumindest tagsüber unter der Woche immer jemand, der Päckchen und Pakete entgegennehmen kann. Aber diese Möglichkeit hat sicherlich auch nicht jeder, zudem müssen natürlich auch die Kolleginnen und Kollegen bereit sein, das mitzumachen.

  10. Tenograd (@Tenograd) says:

    Das werden die Kunden als unkomfortabel empfinden und als Preiserhöhungen ansehen.
    Hab gestern 12 Pakete für Nachbarn angenommen. Packstation ist 200 Meter entfernt, die nächste Postfilliale 300 Meter. Für Amazon ist das dann der Sargnagel für die lokalen Anbieter. Man wird dann umgehend einen Konkurrenten in Deutschland aufbauen.

    Das Problem: Die Packstation ist fast immer voll und die Post hat überhaupt nur 2 Tage die Woche zwischen 14-18 Uhr auf und sonst nur noch von 8-12 Uhr. Lange Schlangen bis nach draußen und wenig Mitarbeiter. Wir stehen kurz davor, das ausgelost wird wer dran kommt. Allein DHL macht jährliche Umsätze von 57-60 Milliarden Euro jährlich, mein Verständnis hält sich also auch in Grenzen.

  11. Auch ich lasse meist in die nahegelegene Packstation liefern; die liegt auf meinem Nachhauseweg. Leider erlebe ich es immer öfter, dass Lieferungen umgeleitet werden, entweder in eine 3 (!) km entfernte Packstation oder die kaputtgesparte Postfiliale, wo man dann locker mal 30 min in der Schlange steht.
    Meine Ideallösung wäre: lokale Depots/Packstationen, dienstleisterunabhängig, in max. 500m Entfernung zur Wohnung, ausreichende Kapazität, die auch die Weihnachtsspitzen abdeckt.

  12. @luna – Prima, dann einfach mal beim Absender reklamieren, dass es nicht angekommen ist. Und schon hat der Zusteller die Torte (zurecht!) im Gesicht. Denn eine Unterschrift wird er wohl kaum vorweisen können.

    Hab ich selbst schon gehabt: lt. Paketdienst (da DPD) hätte ein „Ahrens“ unterschrieben. So heiße ich nur nicht und auch die Nachbarn nicht. Später kam raus, dass sich der Fahrer immer Namen ausdenkt und die Pakete einfach irgendwo hinstellt. Klasse bei Elektronik oder wenn man länger nicht da ist…Packstation ist schon klasse – wenn’s denn richtig bespielt wird, was in der Tat leider nicht immer der Fall ist.

  13. Ich gehöre zu den klassischen Online-(Viel-)Bestellern und nutze demzufolge Lieferungen durch Paketdienste seit Jahren. Zwischenzeitig ärgere ich mich fast, wenn es denn noch einen Anbieter gibt, der nicht die direkte Anlieferung zu meinem DHL-Paketshop um die Ecke anbietet. Denn damit habe ich beste Erfahrungen. 95 % aller Lieferungen gehen dorthin. Dies wird mir per SMS und/oder Mail (meistens zuverlässig) angezeigt, so dass ich locker auf dem Fußweg von der Arbeit nach Hause die Ware abholen kann. Das Personal kennt mich persönlich, so dass ich in vielen Fällen nicht mal mehr meine DHL-Kundenkarte vorlegen muss.
    Zugegebenermaßen wohne ich nicht auf dem Land, sondern in der Stadt. Mein DHL-Paketshop ist keine 400 m von meinem Haus entfernt und bietet Abholzeiten von 8 bis 21 Uhr an (auch am Sonnabend).
    Ich gehöre also unverkennbar zu der (kleinen?) Gruppe der zufriedenen DHL-Kunden.

  14. Sollte es nicht möglich sein, durch mehr Pakete einen Paketdienst kosteneffizienter arbeiten zu lassen? Wenn ich an die selbe Adresse zwei Pakete liefere, statt vorher eins, müsste da unterm Strich mehr hängenbleiben.

    Ich glaube auch nicht, dass sich die Wege zur Haustür in den letzten Jahren verlängert haben. Für mich sind das nur vorgeschobene Gründe um das Terrain für eine Preiserhöhung auszuloten.

  15. Ich sehe das nur als weiteren Versuch Personal abzubauen, durch „Selbstbedienung“ seitens des Kunden. Die Einnahmen steigen doch proportional mit der Anzahl der Pakete. Wieso sollte es da eine Grenze geben, ab der das für die Firmen zu teuer wird? Das Gegenteil ist eher der Fall, je höher die Paketzahl, umso besser lässt sich rationalisieren. Zum Beispiel bleiben die Kosten für Transporte zwischen den Depots relativ konstant (dem Laster ist es egal ob er halb voll oder voll ist).

  16. Ich lasse mir auch schon seit Jahren so viel wie möglich an die Packstation liefern. Aber, wie andere auch schon schreiben: Die Packstation fällt immer öfter aus, ist tagelang nicht nutzbar oder voll und die umliegenden Postfilialen sind (auch durch die defekten oder zu kleinen Packstationen) eigentlich grundsätzlich überlastet und man hat immense Wartezeiten.
    Auf der anderen Seite habe ich bei DHL auch einen Wunschnachbarn angegeben, falls doch mal etwas nach Hause kommt. Das ist aber eine Funktionalität, die die DHL-Lieferanten anscheinend nicht beherrschen. Zumindest musste ich in den letzten Wochen mehrfach Pakete im Haus oder in der Nachbarschaft suchen, obwohl mein Wunschnachbar ein Kiosk im Erdgeschoss ist. Da fehlt mir dann auch jegliches Verständnis.

  17. Wenn die Inkompetenz der Unternehmen NOCH wirtschaftlicher werden muss (weil die Subunternehmen werden ausgeblutet), werden die Preise erhöht, anstatt wie o.e. die Packstation auszubauen oder einfach mal intelligente Apps (Zustellsysteme**) zu entwickeln.
    Bspw. warum ist es notwendig, dass der Hermes-Fahrer 3x Abends gegen 20 Uhr vorbei kommt, weil er es erst danach im Lager einlagern kann, dies nur deshalb weil der Versender keine Umleitung (in einen Abholstore) genehmigt hat. (hatte in der Woche Spätschicht)
    Dh. Hermes konnte nichts machen und hat den Artikel nach 2,5 Wochen nach x-fache Abstimmung, die natürlich nie funktioniert hat, mir dann doch übergeben.
    Der Luxus-Artikel war ein Fön gekauft bei Otto, weil ich ihn dringend braucht, alter ging von heute auf morgen kaputt.

    **= also auf effiziente Touren/Routen mit 100%-Zustellung würde doch nur über eine App und Routenplanung (was andere Branche in Perfektion beherrschen) gehen und somit würden die Kosten pro Zustellung extrem sinken.

  18. Mit der Paketstation habe ich kein Problem. Nutze diese Art schon seit JAHREN.

    Endlich habe ich keinen Stress mehr mit den Nachbarn, welche manchmal einfach nicht da sind. Einmal sogar drei Wochen lang.

    Und die Filiale auch fast vor meine Tür, hat so schlechte Öffnungszeiten, dass ich hier Pakete auch oft Tagelang nicht abholen kann. (Und ich wohne in der Grossstadt, doch die Abholung wickeln nur noch Paketshops ab)

    Was mich aber nervt, dass manchmal DHL bei mir das Paket auch in eine Station bringt.

    Das wäre ja auch OK, gibt es ja um Meine Wohnung ca. vier davon.

    Doch immer wieder bringen die es in eine die zwei km. entfernt ist.

    Denn diese liegt genau in der Gegenrichtung meines Heimweges. Ist nicht mit Strassenbahn erreichbar. Auch kein BUS hält in deren Nähe Und wenn ich mit dem Auto da hin fahre, passiere ich auch einen gemeinen Blitzer. Dazu ist es so verwinkelt und schon gefährlich mit ständigen abbiegen. Im Stau lande ich da auch immer. Und am Ende gibt es dort auch nicht wirklich einen Parkplatz. Letztendlich brauche ich fast eine Stunde um mir hier etwas abzuholen.

    Schon sieben mal habe ich mich deshalb auch bei DHL beschwert. Gebeten die in meine Nähe zu bringen. Aber da ist die Post absolut noch unflexible. Inzwischen lasse ich die Pakete dann einfach dort. Dann gehen die halt zurück. Schreibe auch den Händler, dass der sich auch mal bei DHL melden soll und druck ausüben möchte. Was anderes versteht hier DHL wohl nicht.

    Hier muss sich DHL endlich bessern. Wenn alle Boxen voll sind, sollten sie vielleicht anbieten das Paket einfach einen Tag später einzulegen.

    Bei allen anderen gefühlten 200 Paketen seit Einführung der Station gab es aber keine Probleme. Selbst ein MIDI-Keyboard passte in eine Packstation. (Das war in einem Paket: 1.2m mal 0.6m mal 0.3m)

    Ich bin auf jeden Fall zufriedener als vor der Paketstation. Einzigster Nachteil,, ich sehe meine Nachbarn kaum noch Wobei bei manchen das auch ein Vorteil ist. 😉

  19. Die Postfilialen, äh Agenturen, äh Shop in Shop Dinger werden sich freuen. Unsere „Filiale“ quillt jetzt schon über von nicht zugestellten Paketen, die würden sich freuen wenn standardmäßig alles ankommt. Müssten sie erst mal noch anbauen. Widerspricht der wegrationalisierung der ganzen Filialen.

    Ich finde es ja schon ne Frechheit, dass man jetzt standardmäßig nicht mal mehr ne Karte in den Briefkasten bekommt – man kriegt als registrierter Kunde nur noch eine Mail. (auch ohne Adressierung mit der Postnummer)

  20. Keine schlechte Idee…vielleicht überlegt sich der eine oder andere ob er jeden Sch… online bestellen muss und besucht mal den lokalen Händler. Wenn es den bis dahin noch gibt.

  21. „Die Verantwortung hierfür liege ganz klar bei den Städten und Kommunen, so Rausch.“
    Aber sonst ist noch alles richtig bei ihm, oder?

    Also die Idee mit Shops, Depots oder Paketstationen die alle Paketdienste nutzen können, ist durchaus sinnvoll. Aber es liegt nicht in dir Verwantwortung der Städte oder Kommunen! Es kommt überhaupt nicht in Frage, hier Steuermittel einzusetzen um es Privaten unternehmen ihr Geschäft effektiver und gewinnbringender zu machen.

    Die Verantwortung liegt hier ersteinmal bei den Paketdienstleister. Und wenn diese sich nicht einigen können, kann die Regelierungsbehörde hier auf Bundes- oder besser auf EU-Ebene mit Regeln eingreifen. Die Umsetzung liegt hier aber immer bei den Unternehmen selbst!

    An der derzeitigen Situation sind die Unternehmen aber auch selbst schuld! Bei mir z.B. gibt es in 100m Entfernung einen kleinen Shop der bis vorgestern auch Hermes-Paketshop war. Er öffnete von 9-20 Uhr. Also perfekt. Nur hat sich das Geschäft einfach nicht für den Betreiber gelonht. Zu viel Aufwand für das was hängen blieb. Und die versprochene „Symbiose“ von „Wer ein Paket holt kauft zu x% auch was anderes“ hat überhaupt nicht funktioniert. Hinzu kommt, dass er alös Hermes-Shop auch keine Pakete von anderen Dienstleistern mehr abwickeln durfte.

    Also Herr Rausch. Fangen Sie erst einmal an, ihre Shops vernünftig zu bezahlen und diesen auch zu erlauben, gleichzeitig Shop für andere Dienstleister zu sein. Dann wäre der erste Schritt in die richtige Richtung schon einmal getan. Und daß ganz ohne Stadt oder Kommune!

    Umsonst bekommen sie die gewinnsteigernde Bequemlichkeit nicht. Arsch vom Stuhl und selbst anbgepackt!

  22. @Sven: Ich denke, das wird nicht passieren, da müsste die Gebühr schon so hoch sein, dass es sich wirklich lohnt, extra selbst loszufahren.

  23. Absolute Frechheit.Was hat der Typ geraucht?

  24. Irgendwann wird man dann eine Gebühr bezahlen, dass sich der Versender und der Empfänger im Paketshop das Paket übergeben dürfen…

  25. Ich würde meine Pakete immer selber abholen an einer Sammelstelle im Dorf, das wäre mir lieber als wenn DHL 10:00 frühs klingelt wo jeder in der Straße außer Haus ist. Die einzige Packstation gibt es erst in der nächsten Stadt, und die Postfiliale hat sehr merkwürdige Öffnungszeiten. Am Freitag habe ich mein Paket verpasst, jetzt kann ich es am Folgetag ab 15 Uhr abholen. Samstag ist aber nur bis 11:00 geöffnet. Das.h. mein Paket kann ich am Montag abholen. Die Situation ist echt nervig.

  26. Ich habe nur eine Packstation in halbwegs ökonomisch und ökologisch sinnvoller Reichweite, an der ich zwei Mal täglich auf dem Weg von und zur Arbeit vorbei komme.

    Ist diese voll (oder außer Betrieb) sind alle anderen Packstationen in der Gegend zwischen 5 bis 10 km entfernt und liegen alle nicht auf dem Weg, so dass die tatsächliche Wegstrecke (Hin- und Rückweg) doppelt so weit ist.

    Eine Gebühr für die direkte Lieferung bis an die Haustür würde ich aber sogar zahlen, aber nur wenn diese mit einer *verbindlichen* Angabe eines Zeitfensters für die Lieferung verbunden wäre.

    Also „Lieferung erst nach 18:00 Uhr“ oder „Lieferung am Samstag von 08:00 bis 14:00 Uhr“.

    Lieferung bis an die Haustür gegen Aufpreis (aber ohne verbindliches Zeitfenster) bringt für mich als berufstätigen Single nämlich keine Verbesserung zur derzeitigen Situation (in der entweder meiner Nachbarn die Lieferung annehmen müssen oder ich doch zum nächsten Paketshop fahren muss).

    Speziell Amazon müsste aber endlich auch mal zulassen, dass man als Kunde den Versand-Dienstleister überhaupt auswählen kann.
    DHL funktioniert hier bei uns (ländlicher Raum) nämlich absolut hervorragend, Hermes ganz gut (hängt vom Fahrer ab, klappt aber meistens) und UPS und DPD sind katastrophal.

  27. Verstehe ich nicht. Jedes Unternehmen expandiert um Mitarbeiter und Kapazitäten, wenn der Umsatz/Absatz steigt. Nur die Paketdienste (alle!) meinen, mehr Arbeit muß mit weniger Personal erledigt werden bei gleichzeitiger Leistungsreduzierung und steigenden Entgelten. Wer hat da nun nicht in der Schule aufgepaßt? Bin übrigens selber Unternehmer und expanidere !

  28. Paketporto ist in jedem anderen westlichen Land wesentlich höher und was hierzulande Standard ist – 2 Zustellungsversuche (zumindest bei Hermes und DHL immer inklusive), persönliche Zustellung und üblicherweise Zustellung über Nacht (v. a. bei DHL Standardpaketen üblich) – kostet in anderen Ländern üblicherweise einen Aufpreis.

    Und das Produkt „Retourenpaket“ gibt es so überhaupt nur in Deutschland. Überall sonst ist stets der Absender der zahlende Kunde – und ob und wie man sich das Geld dann ggf. zurückholen kann vom Verkäufer ist wieder eine andere Sache. Auch kostenlose Retouren an sich sind eine deutsche Spezialität. Auch in Österreich und der Schweiz ist es absolut unüblich, dass Retouren vom Verkäufer getragen werden. Selbst beim ein und dem selben Verkäufer, üblicherweise steht dort in den Rücknahmebedingungen nur für Kunden aus Deutschland die kostenfreie Rücksendung.

    Auch die versandkostenfrei-Mentalität bei Hinsendungen ist eine deutsche Spezialität.

    Also – vergleichsweise niedrige Preise, vergleichsweise viel Services bei den Standardpaketen inbegriffen, dazu eine sehr geringe Bereitschaft der Endverbraucher überhaupt irgendwelche Versandkosten zu bezahlen. Das geben die großen Versender als Druck an die Paketdienste weiter (Großversender zahlen vielleicht 2 € pro Paket auch beim Marktführer, Retouren inbegriffen). Und die geben das dann letztlich an die Beschäftigten weiter, die nur noch gescheucht und überarbeitet sind, wer etwas die Augen für seine Mitmenschen offen hat und mal die Paketfahrer so beobachtet merkt das auch.

    Alles nur, weil man den Deutschen bis in’s Mark eingeimpft hat „geiz ist geil“. Ich würde mich freuen, wenn wenigstens ein Pakettransporteur die Preise ordentlich anhebt, eben auf das notwendige Niveau um zuverlässig und schnell bis an die Wohnungstür zu liefern und die Mitarbeiter fair und ohne Überlastung zu beschäftigen. Diese Option gibt es bisher ja leider nicht. Und die „Kundenverarsche-Abzocke-die_da_oben“-Schimpfer können sich dann mit den restlichen Paketdiensten um jeden Cent und jede unzuverlässige Zustellung streiten, gemäß der deutschen Mentalität am besten sofort mit Anwalt drohen und vor Gericht ziehen. Denn es kann ja wohl nicht sein, dass die für 2 Cent nicht bis zum Pluto liefern und zwar pronto.

  29. @Grainger
    Amazon sperrt dich auf Wunsch für bestimmte Dienstleister. Aber leider erst nach drei Beschwerden über Zustellung mit Paketdienst X – zumindest scheint das der Standardprozess zu sein. Ich hab aber nicht locker gelassen, nachdem der Fahrer von D*D mein Paket mir einfach kommentarlos aus dem Aufzug vor die Füße auf den Fußboden des Hausflurs geworfen und wieder abgezischt ist und konnte daher auch die Sperrung für Versendungen mit DP* erwirken, ohne diese Erfahrung noch zwei weitere Male machen zu müssen (was an sich schon kafkaesk wirkt). Ich finde auch grotesk, dass man als Prime-Kunde nicht einmal die Option hat den Versender zu wählen. Ich würde da immer DHL nehmen, selbst wenn es zusätzlich zu Prime nochmal einen Aufpreis kosten sollte. Die versuchen durch die Streuung auf verschiedene Dienstleister, darunter auch bekanntermaßen sehr „günstige“ Anbieter, sicherlich die Abhängig von DHL zu verringern um bei Verhandlungen bessere Konditionen rausschlagen zu können. Das offizielle Statement, man mache das weil DHL die Sendungsmengen ja gar nicht alleine bewältigen könne, erscheint mir zumindest nicht wirklich plausibel. Die würden natürlich gerne die zusätzlichen Mengen nehmen und dazu eben entsprechend die Kapazitäten ausbauen. Aber halt zu höheren Preisen, als sie zP *PD nimmt.

  30. Der Vorschlag dient einzig der Gewinnmaximierung. Gerade auf der letzten Meile kostet die Zustellung Geld, weil hierfür sehr viel (schlecht bezahltes) Personal benötigt wird. Dieser dicke Batzen ließe sich extrem abbauen, wenn man durch solch eine Aktion massenhaft Personal rauswerfen könnte.
    Dem Umweltgedanken wäre es wohl auch nicht zuträglich, wenn plötzlich alle mit dem Auto lostigern, um ihr Paket abzuholen.

    Zur Frage, warum es bei uns im Ort keine Packstation gibt, habe ich von DHL folgende Antwort erhalten:
    „Nein, wir haben Packstation auch auf dem Land. Wo es sich halt lohnt.“

    https://twitter.com/DHLPaket/status/933612217207009280

  31. Bin dafür aber dann muss die Lieferung an SICH billiger werden. Man bezalt ja schließlich für die Lieferung zur Haustür. Postkarten schreiben darf nicht gleich viel Kosten, bzw wird eh nicht gemacht sondern per Mail informiert die eh nix kostet.

    Vor allem die Schwachsinnige Deutsche Post die ja eigentlich GAR KEINE POSTFILIALE mehr hat, das es nur noch deute POST BANK Filialen gibt sollte sich schämen.
    Bei uns außerdem größte FAIL der DP denn die Hauptfiliale ist sowas von schlecht platziert mit 3 Parkplätzen und das beim Bahnhof. Überfüllung ist eh schon und dann keine Parkplätze um seine Pakete abzuholen. BIGEST FAIL EVER von diese Schrottladen.

  32. Die Dienstleistung der Paket-„Dienstleister“ ist der Transport von Paketen vom Absender zum Empfänger.

    Statt die Dienstleistung an den Bedürfnissen der Kunden auszurichten indem die Zustellung bspw. in den Abendstunden erfolgt wenn der normale Bürger zu Hause ist verlagert der Dienstleister zunehmend Teile seiner Dienstleistung auf den Kunden.
    Das geht von Packstationen über Postfilialen bis zu den hier genannten urbanen Verteilzentren. Irgendwann werden die dann auch unwirtschaftlich und wir holen unsere Pakete gleich selber im Amazon-Verteilzentrum ab.

    Der dumme Kunde feiert diesen schleichenden Service-Abbau auch noch als Errungenschaft und hinterfragt nicht, was ihm hier für ein Bär aufgebunden wird.

  33. Markus Licht says:

    Die Öffnungszeiten des örtlichen DHL Shops sind von 9:00 – 12:00 und von 13:00 – 17:00 Uhr. Da kann DHL die Pakete gleich auf dem Mond lagern …

    Paketstation ist auch keine Lösung, weil Amazon-Prime per DHL-Express liefert und die nicht an DHL-Paketstation liefern. DHL-Paket und DHL-Express sind getrennte Lieferdienste, die so gut wie nicht zusammen arbeiten.

    Um den ganzen die Krone aufzusetzen und die Kunden-Verwirrung auf die Spitze zu treiben, ist der DHL Kundendienst unter http://www.paket.de erreichbar, wo man sich mit seiner „Postnummer“ anmelden soll.
    (Samt 13-stelligen (!) Passwort. Aber erstes Zeichen keinen Zahl, Sonderzeichen, große und kleine Buchstaben. Die US-Atomraketen sind vermutlich weniger gesichert, als der Kundendienst von DHL. …)

    Das ist so, als wenn man den IKEA Kundenservice nicht unter http://www.ikea.de, sondern unter http://www.Moebel.de finden würde und man sich dort mit seiner „Wohnzimmer-Nummer“ anmelden müsste. – Ohne Worte.

    Den DHL-Express Kundendienst erreicht man dagegen unter http://www.dhl-delivernow.de . Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

    Wann schmeißt DHL die Verantwortlichen endlich raus und ersetzt die durch Leute, die ihren Hauptschulabschluss zuende gemacht haben. ^^

  34. Bei DHL habe ich einen Paketkasten (und in diesem auch einen Schlüssel für den Schuppen, falls mal mehr oder größere Pakete kommen).
    DPD und GLS hinterlassen eine Benachrichtigungskarte, wo man einfach (online) umverfügen kann.

    Anders Hermes, dort funktioniert das beworbene Feature „Wunschzustellung“ gar nicht. Es wäre nämlich nötig, dass die Hermes Kundennummer als Adresszusatz im Adressfeld steht. Dazu müsste man aber vorher wissen, dass der Versender Hermes nutzt. Ohne Kundennummer im Adressfeld geht noch nicht einmal die Umverfügung in den Paketshop.
    Eine Benachrichtigungskarte gibts erst beim dritten Zustellversuch. Erst dann kann man auf den Paketshop umleiten.

    Der Geschäftsführer von Hermes scheint keinerlei Ahnung von den eigenen Produkten und Preisen zu haben. Der Kunde, der ja bei großen Versandhäusern wie Amazon gar keinen Einfluss auf das Transportunternehmen hat, kann bisher noch nicht einmal freiwillig in den Shop liefern lassen.

    Weis man allerdings vorher, dass Hermes genutzt wird, kann man natürlich Shop2Shop nutzen. Das ist dann heute schon billiger, als Shop2Normale-Adresse. Den Aufpreis für die Lieferung an die Haustür gegenüber Lieferung in den Shop hat Hermes also längst.

    Den Aufruf, die Städte und Kommunen in die Pflicht zu nehmen, Zustellstellen zu schaften, kann ich nur zustimmen. Man könnte hierzu personell gut ausgestattete Gebäude schaffen, in denen man Pakete abgeben und abholen kann – und wo das Personal tariflich auskömmlich bezahlt wird. Dann könnte dort auch gleich der Transport organisiert werden, damit man sich als Kunde nicht mehr damit auseinander setzten muss. Da das ja in allen Kommunen geschaffen werden müsste, wäre natürlich eine bundesweite Organisation erforderlich. Man könnte diese dann (nur mal als ganz willkürlichen Vorschlag) „Deutsche Bundespost“ nennen. Das würde sogar erlauben, bei den staatlichen Unternehmen die Verzollung von Auslandssendungen zu veranlassen. Als Synnergieeffekt könnte man auch noch Telekommunikation und Zahlungsverkehr dort abwickeln.

    Der mittelbaren Forderung des Hermes-Geschäftsführers, die Paketzustellung wieder zu verstaatlichen, kann man nur zustimmen. Ein erstaunlich intelligenter und mutiger Mann, offen zuzugeben, dass seine Firma überflüssig ist und die Postprivatisierung ein Irrweg war.

  35. Tja, was soll ich dazu sagen? Die Paketdienste haben einen Gewinn (nicht Umsatz!) in Milliardenhöhe. Trotzdem werden die Mitarbeiter extrem schlecht bezahlt. Darunter leidet eindeutig der Service. Vielleicht sollte man mal hier Hand anlegen. Mehr Personal einstellen und dies besser bezahlen. Dadurch werden die Mitarbeiter entlastet und es wären auch mehr Zustellfenster möglich. Ich weiß von mehreren ehemaligen Mitarbeitern (Hermes, DHL), dass hier intern schon oft der Vorschlag gemacht wurde die Zustellung in mehrere Zeitfenster einzuteilen (tagsüber und Abends). Jedoch wurde dies immer aus Kostengründen (so ein Mist, man muss ja Leute einstellen und diese bezahlen) abgelehnt.

    Eine Zustellung an Packstationen ist, zumindest hier, nicht möglich. Die nächste Packstation ist schlappe 10km entfernt. Paketshops gibt es (eigentlich) auch nicht. Die „Post“ (ein Zeitschriftenladen mit kleinem Postbereich) sowie der Hermes-Shop (ein Sonnenstudio) sind ohnehin mit der jetzigen Menge an Pakten schon überfordert.

    Und die Forderung die „Paketshops“ in die Hand der Städte und Kommunen zu geben zeigt doch eigentlich nur, zumindest in meinen Augen, dass auch hier wieder Geld eingespart werden soll um selbst noch mehr Kohle einstecken zu können.

  36. Gerade DHL, die die Preise für Briefe und Pakete meiner Meinung nach über zogen gestalten um die Aktionäre bei Laune zu halten! Glaubt denn einer daran das der Postbote 1 m weniger gehen muss oder 1€ mehr bekommt? Es dient nur der Profitgier getragen auf den kleinsten! Als einfachen Vergleich kann man die Preissteigerung vom Brief oder Paket 32kg sehen, letzteres liegt über 10€ zum damaligen preis, eine Steigerung von 136%.
    Davon abgesehen von schlechten service, hier bei mit dpd als Anführer, sollten die Sendungen nach Pünktlichkeit, Service und Unversehrtheit gezahlt werden – denn fällt die Lohntüte bei einigen sehr leer aus, was ich aber auch gerecht empfinde.

    Ich bin nicht bereit für die Gewinn Optimierung und Gehälter die ich nicht im ganzen Jahr bekomme aufzukommen. Mir geht das abmelken dermaßen auf den Zeiger, seit Jahren keine Zinsen, Nahrungsmittel teuer, Versicherungen teurer – alles teurer nur viele bekommen nicht mehr. Selbst bei der Lebenserwartung ist D auf Platz 18 – hinter uns nur noch paar osteuropäischen Staaten, vor und Frankreich und die Südeuropäer! Einfach top!

    Bezüglich DHL, diese verdient kräftig mit dem Verkauf von Adressen einer Tochterfirma, welche genutzt werden für „Postwurfsendungen“, woran DHL in der Zustellung auch wieder verdient!

  37. dann sollte hermes das mal erlauben.
    betreibe einen paketshop und darf ausdrücklich nur hermes anbieten.

  38. Gerade Hermes… was er eigentlich sagen will ist:
    „Da wir unsere Zusteller bis zum letzten ausbeuten finden wir nicht genügend Leute die verzweifelt genug sind den Job zu machen. Daher haben wir nicht genügend Personal um unsere vertraglich zugesicherte Dienstleistung korrekt zu erfüllen.“

    Das Problem wäre sofort gelöst, wenn man die Leute anständig bezahlen würde. Dann fände man wieder genügend Personal welches bereit ist den Job zu machen, und kann entsprechende Kapazitäten aufbauen. Netter Nebeneffekt dabei wäre, dass die Leute durch eine gerechte Entlohnung auch tatsächlich motiviert wären ihren Job anständig auszuführen, mit dem Ergebnis, dass alle zufrieden wären.

  39. Markus Licht says:

    @Ermic

    Die Leute wären bereit Geld für die Lieferung zu bezahlen, wenn die Zustellungen denn halbwegs funktionieren würden.

    Und wenn die DHL-Shops so offen hätten, dass Arbeitnehmer, die tagsüber arbeiten müssen, eine Chance hätten, ihre Pakete abzuholen.

  40. Natürlich kann so eine Idee nur von Hermes kommen. Wie ich hoffe, dass dieser Drecksverein endlich pleite geht.

  41. Bei uns ist der Happyshop 1 km weg der hat immer von 6 bis 21 uhr auf. Aber das Thema packstation ist so ne Sache die nächstgelegene funktioniert ft nicht. Habe gerade die Woche wiedr 46 Pakete für die Nachbarn im flur bei mit stehen gehabt.

  42. als ex-zusteller wäre es mal interessant die beschäftigungszahlen heute und nach umstellung auf selbstabholer zu sehen. es werden nur leute ihre arbeit verlieren, preise steigen dann später trotzdem und der kunde wird einen teil der arbeit selbst machen. selbst in meiner statt (knapp 400000 einwohner) ist eine abholung dermaßen nervig, dass ich viel über packstation und postfiliale außerhalb mache. in der innenstadt oder supermarktpost ist es dermaßen nervig einen parkplatz zu bekommen. als berufstätiger schafft man es dann nur zur filiale wenn alle hingehen. gleichzeitig ist es ja selten nur die post die dort ist. fotoläden, telekom, schreibwaren,etc und ständig eine schlange weil der mitarbeiter oma erna kurz noch bei einer nicht post-sache helfen muss. und was für leute heute die postbearbeiten. unglaublich. als ich kind war, dachte ich, was sind das doch für träge beamte auf dem POSTAMT. aber die wussten was sie tun und es lief. heute hört man dinge wie „einschreiben? sorry aber ich weiß nicht wie das geht. “ ich bin einigermaßen entspannt weil ich nich ständig was bestelle oder verschicke und dann das oben beschriebene durchmachen muss. aber die post is unterirdisch geworden beim thema service

  43. Markus Licht says:

    Bitte kein Thema Post anfangen…

    Warum kann man Briefmarken nicht in jedem Supermarkt, jedem Kiosk und jeder Tankstelle kaufen?!!
    Mit Zeitungen und Snickers geht das doch auch! Und die sind nur begrenzt haltbar.

    Wenn ich für jede Briefmarke zur Post latschen muss, dann kann ich meine Briefe auch selbst austragen …

    Alle Chefs von Post und DHL rausschmeißen und durch Leute ersetzen, die ihren Hauptschul-Abschluss zuende gemacht haben! Es kann nur besser werden!

  44. Das System Paketauslieferung ist kaputt. Es war nie für die Mengen gedacht, die heute durch die Straßen transportiert werden. Es ist ineffizient und teuer. Die Kunden sind meist nicht da, jeder Dienst hat seine eigenen Auslieferer und der Zugang der Pakete lädt geradezu zu Unzufriedenheit und Lohndumping ein.

    Deshalb ist eine Extragebühr für die persönliche Zustellung sogar förderlich. Es zwingt die Anbieter und die Kunden ein Geschäftsmodell zu entwickeln, bei dem zentrale Depots zur Selbstabholung entwickelt werden.

    Das Argument, dass dabei die Auslieferer die Dummen sein werden, weil ihre Jobs eingespart werden, lasse ich nicht gelten. Schon heute sind diese Jobs so miserabel bezahlt, dass der Staat am Ende sowieso subventionieren muss. Entweder direkt oder später, wenn die Rente nicht reicht.

  45. @Ermic: Bei mir „Liefert“ fast ständig Amazon Logistics, also der eigene Paketdienst. Da bringen Beschwerden nichts! Ich habe mich schon mehrfach über auf die Türschwelle gestellte Pakete oder einer erwartete Reaktionszeit von unter einer Minute beschwert.
    Die kuriosesten Erlebnisse, Lieferant ist bis zur für Klingel gefahren und ein anderer hat das Paket aufs Vordach geworfen.
    Beschwerden bringen nichts, Standard E-Mail mit der Aussage der Transporteur hat die Lieferung als abgegeben markiert.
    Naja, es gibt noch andere Versandhändler.

  46. Wurde ja alles geschrieben, sodass ich mich bei den nicht sauber funktionierenden Packstationen, schlechten Öffnungszeiten und schlecht bezahlten (Sub-Sub)-Ausliefermenschen. Sollen die doch die Lieferzeiten auf Abends verlegen, dann wäre die Chance größer einen Abnehmer anzutreffen. Oder man bietet ein Auswahlfenster an. Drei Möglichkeiten oder zur Packstation (die dann hoffentlich funktioniert). Dann könnte man sich die besten Lieferrouten Dank der aktuellen IT-Dienste ausrechnen lassen.

    Ich sehe in erste Linie jedoch die Einsparung von Arbeitskräften, die man derzeit braucht. Ganz klar. Damit die Dividende noch besser ist und man Kohle im Ausland investieren kann.

    PS: ich würde mein Zeug nicht online bestellen, wenn es in der Stadt das geben würde, was ich suche. Gibt’s fast nie! Außerdem wird dann wieder wegen Feinstaub und Umwelt gemeckert…

  47. Ein „kann“ fehlt in meinem ersten Satz. 🙂

  48. finde ich gut!

    Man bestellt heute immer mehr und man muss auch nicht jedes Kleinteil, was man früher im Laden gekauft hätte, im überdimensionierten Paket nach Hause schicken lassen.

    Also bitte Versand möglichst in OVP im Mehrweg Container an Sammelstellen mit Öffnungszeiten fürs “arbeitende Volk“ also länger als nur 9-18 Uhr

  49. Wie wie Bahn- und Stromprivatisierung brauchte auch die Postprivatisierung für den Kunden rein gar nix!
    Nur um’s Geld scheffeln geht es den Verantwortlichen. warum wir wird die Lieferung an eine Filiale nicht billiger? Dann kann der Kunde bzw. der Markt entscheiden! So ist das einfach nur (schon wieder) eine Preiserhöhung.

  50. Das größte Problem mit der ganzen Paketarien ist doch erstens :Man weiß man nicht ob Dhl, Dpd oder Hermes liefert (Amazon) Wie will man dann wissen ob man es zur dhl Filiale oder zur Packstation schicken kann?!?!?

    Dann Paketmaße bei der Packstation: Mag zwar meißtens ausreichend sein aber nicht immer je nach Produkt…

  51. Deliberation says:

    Naja, Privatunternehmen müssen Geld verdienen, darum geht es ja beim Betrieb einer Firma hauptsächlich. Alles andere (Wirtschaftsethik, gerechte Entlohnung etc.) ist doch nur Geschwafel.

    Dass die Gewinnmaximierung der DHL immer mehr zu Lasten der Qualität geht, ist letztendlich nur ein Problem, weil der Kunde es akzeptiert. Und damit meine ich nicht nur den Endkunden, sondern auch Anbieter wie auch Amazon, die bei der DHL Dienstleistungen einkaufen. Wie oft habe ich schon moniert, dass der Kurier (!) nicht einmal vor Ort war, dennoch behauptet hat, er habe niemanden angetroffen. Wenn Amazon das wichtig gewesen wäre, hätten sie etwas ändern können. Aber auch dort trifft man nur auf taube Ohren. Denn auch Amazon drückt die Preise und die DHL schaut dann, wo sie die Differenz wieder reinbekommen.

    Aktuell bei den Zusteller-Subunternehmern, die Leute beschäftigen, die kaum Schreiben können und Deutsch nur zum Teil verstehen. So einen Paketzusteller habe ich kürzlich beobachten können. Er hatte einen Lieferwagen, in dem hinten keine Regale für Pakete wie im DHL-Wagen waren, sondern nur eine leere Ablagefläche. Auf die warf (!) er die Pakete, die einem Müllberg gleichend, kreuz und quer hinten im Transporter auf besagter Ablagefläche lagen. Man bekommt halt, wofür man zahlt.

    Isoliert betrachtet finde ich aber die Reduktion der Dezentralisierung von Paketzustellungen nur wünschenswert. Wegen jedem kack Lippenstift, den sich Susi bequem im Onlineshop bestellt hat, mit einem Paketwagen quer durch die Stadt zu gurken, halte ich für nicht unendlich skalierbar. Dann soll das Paket lieber zusammen mit zahlreichen anderen an einen Ort gekarrt werden. Damit sich das für Verkehr und Umwelt auszahlt, müssen die Abholstationen aber auf dem üblichen, täglichen Weg liegen. Z.B. auf dem Arbeitsweg. Denn sonst gewinnt man nichts, wenn also statt der DHL-Transporter der Individualverkehr zur Postfiliale die Straßen verstopft. In diesem Fall gewinnt tatsächlich nur die DHL.

  52. Es gibt Möglichkeiten genug, und von mir aus kann das an die Haustür liefern (nicht in den Paketkasten, den man selbst aufstellen kann) gerne was kosten.

    Ich erhalte viel in die Packstation. Selten was an den Arbeitsplatz. Bei Nachbarn oder in der Filiale kommt kaum etwas an.

    Hier um die Ecke ist eine 24h-Tanke. Immer geöffnet. Da liefert Hermes hin. Sollen die anderen wie DHL oder GLS halt auch dorthin liefern.

  53. Da muss ich Brot recht geben. Hab am Mittwoch 2 Sachen im gleichen Shop bestellt und bezahlt. Das Erste kam in der früh mit DHL das Zweite Mittag mit Hermes. Toll ist auch ich zahl Versandkosten und muss dann noch durch die Gegend fahren um etwas abzuholen wofür ich auch schon die Zustellung bezahlt habe. Macht sich auf dem Land besonders gut.

  54. Michael Seelmann says:

    Unglaublich witzig, viele Shops erlauben nicht die Lieferung an eine DHL Wunschfiliale / Packstation, teils kann man noch nicht einmal wählen, wer die Zustellung übernimmt und schon verbleibt nur noch die Heimatadresse zur Anlieferung.
    Und DHL schiesst mittlerweile den Vogel ab, keine Zustellung, noch nicht einmal eine Anfahrt, 2 bis 3 Tage später kommt die Benachrichtung per Post. Und die Sendung ist oft zu diesem Zeitpunkt noch immer nicht in der angegebenen Filiale !

  55. Die Lieferung kostet schon heute was. Von „kostenlos bis zur Haustür “ zu reden, ist daher eine Verdrehung von Tatsachen.

  56. als Berater find ich Packstationen ziemlich geil. Klar ist es assi, dass die Pakete nie da hin kommen. aber in 90% der Fälle klappt es ja.

  57. Das ist einfach nur eine Ausrede um noch mehr Kohle auf den Rücken der zur scheinselbstständigkeit gezwungenen Zulieferer rauszuquetschen..

    Schließlich verdienen die durch mehr Pakete auch mehr Kohle und garantiert sieht der Zusteller davon nicht einen Cent!

  58. @MR

    Genau, Lieferungen auf Abends verlegen…weil, dann ist der Kunde da und glücklich? Nicht!

    Ich war bei Hermes, vor 2 Jahren, als man dort noch Deutsch sprach :/ wie sich Kunden gefreut haben, wenn man gegen 20uhr geklingelt hat und doch noch das wertvolle Paket gebracht hat.
    – ein Teil: ausfallend, was man sich da um die Uhrzeit erdreistet
    – ein Teil machte garnicht auf, ging nicht an Tür, obwohl nachweislich jemand zuhausr
    – einige waren voller Mitleid, dass da noch wer um die Zeit arbeitet

    Etc.pp

    Ich bin mittlerweile bei DHL, es gibt keinen anderen Paketdienst mit einigermaßen akzeptablen Bedingungen!
    Wir haben mittlerweile einige deutschsprachige Hermesfahrer übernommen. Das sind die fähigen Überbleibsel.

    Hermes is hinüber, niemand mit Verstand sollte dort noch arbeiten, gilt auch für DPD (bei den anderen kenne ich mich zu wenig aus)

    Nun nochmal zur Abendlieferung, da sind ja die Kunden heime von der Arbeit. Nette Idee, ich würde sogar zu solche Zeiten arbeiten. Viell. von 13-20/21 etwa?
    Wen der Lohn stimmt….

    Ich bin mir aber fast sicher, die Mehrzahl der Kunden würde das nicht begrüßen.

    Btw gibts sowas schon, nennt sich Terminzustellung, zu bestimmtem Tag und Uhrzeit. Kostet dich halt extra 😉

  59. Hans Günther says:

    Es wird Zeit, dass diese Gratis-Versand und -Retouren-Kultur in Deutschland aufhört!
    Jeder bestellt sich jeden Furz online und schickt die Hälfte nochmal zurück.
    Leidtragenden sind die Amazon Mitarbeiter und MarketPlaceBetreiber sowie die Zusteller…
    Und viele Leute sind noch so blöd und stellen sich 30 Minuten im Paketshop an anstatt sich einfach das Zeug im stationären Handel zu besorgen.
    Das ist doch vollkommen Banane.

  60. Hab ich was verpasst? Für was sind eigentlich die 6,99€ die ich bezahle wenn ich etwas versende? Anscheinend nicht für die Lieferung an die Haustür oder?
    Ich kaufe seit Jahren nur noch im stationären Handel und habe Amazon noch nicht vermisst

  61. Ich akzeptiere lediglich DHL als Paketdienst. Der Fahrer kommt zuverlässig zwischen ca 11 und 14 Uhr und damit innerhalb meiner Bürozeit. Falls ich nicht anwesend bin, landen die Sendungen in der Postagentur, in der ich auch mein Postfach habe, Wartezeit am Schalter selten mehr als 5 Minuten. Gelegentlich landen Sendungen in der DHL Packstation im Gewerbegebiet, in dem sich auch die von mir bevorzugten Lebensmittelmärkte befinden. Somit Null Problemo. Wer nicht via DHL liefert, kommt mit mir nicht ins Geschäft.

  62. Ich halte das schon lange so, dass ich mir meine Bestellungen möglichst dorthin schicken lasse, wo ich sie komfortable abholen kann. Bei DHL ist das die Packstation, bei Hermes und DPD sind es die Shops, angegliedert jeweils an eine Tankstelle, was für komfortable Öffnungszeiten sorgt.

  63. @Benjamin:
    Warum muss eigentlich das DHL-Logo für diesen Artikel herhalten, in dem doch eigentlich nur die Rede von Hermes ist?

    ——
    In meiner Wahrnehmung ist DHL immer noch der Einäugige unter den Blinden. Bei denen klappt es zwar auch nicht immer so wie ich das gerne hätte, aber eben doch fast immer.
    Hermes und DPD haben sich schon Dinge geleistet, die kannste dir nicht ausdenken – bis hin zur Aussage „wir konnten nicht zustellen, weil Sie eine falsche Anlieferadresse angegeben haben“ (das Haus steht seit 1986!) war schon alles dabei.

  64. @Brot: Bei Amazon ist das schon mal ganz einfach: Unter Versandadresse wählst Du eine Abholstation aus (steht da sogar in fett: „Oder nutzen Sie eine Abholstation – Wählen“) und Amazon schickt Dir das Paket mit dem passenden Dienstleister. Bei der Packstation wird es immer per DHL geschickt. Andere große und größere Shops kommunizieren in der Regel mit welchem Dienstleister verschickt wird.

  65. Wenn ich etwas an die Packstation in meiner Nähe liefern lassen will, klappt das in etwa 50% der Fälle nicht, weil die voll oder kaputt ist. Laut Benachrichtigung kann ich es dann am nächsten Werktag in der Postfiliale im Edeka etwa 400m weiter abholen. Von wegen!

    Die Filialmitarbeiter verweigern die Annahme von Paketen die an die Packstation adressiert sind, weil es ihnen nach eigener Aussage „zu viel Arbeit“ ist!

    Also landen die Pakete in einem Kiosk mit DHL Schalter am anderen Ende der Stadt (knapp 1h Fahrtzeit dorthin, unmögliche Öffnungszeiten).

    Ich habe meinen Online-Einkauf mittlerweile soweit heruntergefahren wie möglich, weil es einfach keine Möglichkeit mehr gibt zuverlässig und zeitnah an meine Pakete zu kommen.
    DHL sagt dazu nur: „Danke für Ihr Feedback.“.

  66. Es steht doch Hermes und Co frei sich wie Amazon oder DHL Pack-Mann bzw. Abholstationen aufzustellen und selbst zu betreiben. Es wird ja keiner gezwungen Packstationen auf eigene Kosten zu bauen, aber sich dann in bestehende Infrastrukturen der Wettbewerber notfalls einklagen zu wollen, sobald sich diese bewährt haben, ist einfach nur armselig. Man sollte den Paketdienst seiner Wahl einfach verbindlich ausschkiessluch selbst wählen dürfen, dann würden Problem Paketdienste erst gar nicht in die Lage kommen zu vermuten sie würden durch Wettbewerber benachteiligt, denn das schaffen die sich ganz alleine.

  67. Absolut unverständlich da wir doch schon für die Zustellung zahlen.
    Wenn ich jetzt standardmäßig zur kaputten Packstation soll oder 30min oder mehr in der Schlange warte bei einer Postfiliale und ihren schrecklichen Öffnungszeiten und schlechten Erreichbarkeit brauche ich auch nicht mehr bestellen sondern kann gleich in den Laden gehen.

  68. Wolfgang D. says:

    Das Paket ist doch schon bezahlt, vom Versender? Und es ist sein Problem, wie die Ware in meine Hände gelangt. Ich hab auch ne geile Idee: Eintrittskarten für den Supermarkt, damit sie einen reinlassen und wir dort kaufen dürfen.

    Natürlich müssen sich die Paketdienste was einfallen lassen, damit ganztägig abwesende Empfänger problemloser zu ihrer Sendungen kommen. Aber diese Idee gehört sicher nicht zu den umsetzbaren.

  69. Wenn keiner da ist, finde ich es sehr praktisch an die örtliche Tankstelle (Hermes Paketshop) zu liefern, die hat jeden Tag bis 22 Uhr geöffnet. DHL PaketShops sind hier meistens viel früher geschlossen und generell deutlich seltener vertreten

  70. Amazon kümmert sich schon drum, dass das nicht passiert!!

  71. Eckhard Sluiter says:

    Ich wäre ja für die Einführung einer entfernungsabhängigen Paketsteuer, die so hoch ist, dass man es sich gut überlegen muss, ob man wirklich jeden Sch*** online bestellen muss.
    Das wäre sicher auch besser für die Umwelt.

  72. Wolfgang D. says:

    @Eckhard Sluiter
    Dann frage ich mich, warum du im Internet herummachst. Lokales Zeitung-Abo kündigen, und hier herumtheoretisieren, das sind die richtigen.

    Wir können die stinkende Herstellerfirma für deine Haushaltsausstattung und täglichen Bedarf natürlich auch vor deine Haustür setzen, statt Ware und Lebensmittel von sonstwoher zu Importieren.

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