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Out of Business: GVU sorgt für Lichter aus bei File-Hoster share-online.biz


Falls ihr euch wundert, warum ihr plötzlich nicht mehr von euren einschlägigen Quellen herunterladen könnt: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen trägt eine beachtliche Teilschuld. Die Ermittlungen des Vereins haben nämlich zu einer konzertierten Aktion gegen den größten Hoster illegaler Medieninhalte in Deutschland geführt, am 16. Oktober wurden auch Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden durchsucht.

Seit dem 16. Oktober ist share-online.biz deshalb nun nicht mehr verfügbar. Spannend ist, dass hier der Hoster im Fokus der Ermittlungen steht, nicht die Portale, die diesen nutzen und so die Inhalte verbreiten. So einem Hoster muss man natürlich nachweisen, dass er illegal handelt, deshalb wurden zum Beispiel mehr als 8 Millionen Löschanträge gestellt, die auch bearbeitet wurden. Allerdings tauchten entsprechende Dateien kurze Zeit später problemlos wieder bei dem Hoster auf.

Problematisch seien auch die Partnerprogramme des File-Hosters, über die sich entsprechende Boards, die illegale Downloads anbieten, auch finanzieren. Insgesamt erinnert das alles sehr an Megaupload seinerzeit, da wurde genauso argumentiert. Evelyn Ruttke, Geschäftsführerin der GVU, ist natürlich hocherfreut über diesen Schlag: „Nachdem im November 2018 Mitarbeiter einer Internetwerbeagentur wegen Beihilfe zu gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzungen verurteilt wurden, erheben die Behörden nun den gleichen Vorwurf gegen die Verantwortlichen von Share-Online als Geschäftspartner von großen illegalen Download- und Streaming-Portalen.“ Die Luft für Täter von Urheberrechtsdelikten werde dünner, so ihre Meinung.

Ob das nun wirklich ein großer Schlag ist? Wir haben in der Vergangenheit viele Angebote kommen und gehen sehen, was aber nie verschwand, waren die Downloads, die eigentlich Stein des Anstoßes sind. Das Katz- und Mausspiel wird nicht enden, nur weil ein Akteur die Bühne verlässt. Da kommt ein anderer nach, in der Regel sehr schnell und wenn der mal weg vom Fenster ist, eben der nächste. So ist das bei illegalen Angeboten nun einmal, das interessiert doch den Nachfolger nicht, warum der Vorgänger nicht mehr kann.

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