Out of Business: GVU sorgt für Lichter aus bei File-Hoster share-online.biz


Falls ihr euch wundert, warum ihr plötzlich nicht mehr von euren einschlägigen Quellen herunterladen könnt: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen trägt eine beachtliche Teilschuld. Die Ermittlungen des Vereins haben nämlich zu einer konzertierten Aktion gegen den größten Hoster illegaler Medieninhalte in Deutschland geführt, am 16. Oktober wurden auch Wohn- und Geschäftsräume in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden durchsucht.

Seit dem 16. Oktober ist share-online.biz deshalb nun nicht mehr verfügbar. Spannend ist, dass hier der Hoster im Fokus der Ermittlungen steht, nicht die Portale, die diesen nutzen und so die Inhalte verbreiten. So einem Hoster muss man natürlich nachweisen, dass er illegal handelt, deshalb wurden zum Beispiel mehr als 8 Millionen Löschanträge gestellt, die auch bearbeitet wurden. Allerdings tauchten entsprechende Dateien kurze Zeit später problemlos wieder bei dem Hoster auf.

Problematisch seien auch die Partnerprogramme des File-Hosters, über die sich entsprechende Boards, die illegale Downloads anbieten, auch finanzieren. Insgesamt erinnert das alles sehr an Megaupload seinerzeit, da wurde genauso argumentiert. Evelyn Ruttke, Geschäftsführerin der GVU, ist natürlich hocherfreut über diesen Schlag: „Nachdem im November 2018 Mitarbeiter einer Internetwerbeagentur wegen Beihilfe zu gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzungen verurteilt wurden, erheben die Behörden nun den gleichen Vorwurf gegen die Verantwortlichen von Share-Online als Geschäftspartner von großen illegalen Download- und Streaming-Portalen.“ Die Luft für Täter von Urheberrechtsdelikten werde dünner, so ihre Meinung.

Ob das nun wirklich ein großer Schlag ist? Wir haben in der Vergangenheit viele Angebote kommen und gehen sehen, was aber nie verschwand, waren die Downloads, die eigentlich Stein des Anstoßes sind. Das Katz- und Mausspiel wird nicht enden, nur weil ein Akteur die Bühne verlässt. Da kommt ein anderer nach, in der Regel sehr schnell und wenn der mal weg vom Fenster ist, eben der nächste. So ist das bei illegalen Angeboten nun einmal, das interessiert doch den Nachfolger nicht, warum der Vorgänger nicht mehr kann.

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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44 Kommentare

  1. Mich würde mal interessieren, ob es gegen Bares ein vergleichbares legales Abo-Modell und ein entsprechendes Portal gibt.
    Meines Wissens nach hilft derzeit nur eine Anmeldung bei sämtlichen Diensten (Amazon, Netflix, Spotify, etc) um „sicherzustellen“, dass man auf nix verzichten muss.
    Bei den einschlägig bekannten Webseiten ist es (soweit ich weiß) meist so: Was man hier nicht downloaden kann, gibt es entweder nicht, ist zeitweise down, oder es gibt den Inhalt legal kostenlos im Web.

    • Selbst wenn man sich bei allen möglichen legalen Diensten anmeldet, bekommst du dort nicht das, was du aus anderen Quellen geboten bekommst, nämlich *aktuelle* Filme.

      • Schaue mal bei WerStreamst es, da ist dann schon häufiger der Vermerk „bei keinem Anbieter“ vorhanden und nicht nur bei aktuellen Inhalten.

  2. Ich tippe auch, daß durch die Steigerung der Anzahl unterschiedlicher legaler Streamingdienste auhc die Anzahl der illegalen Anbieter steigen wird. Ganz einfach, weil man, sofern man konsumieren möchte, nur zwei Möglichkeiten hat: Noch mehr Geld ausgeben um die Anbieter zu abonnieren die alles gewünschte anbieten, oder beim Gewohnten bleiben und der Rest wird illegal bezogen. Die Alternative einfach auf Streaming Diät zu gehen (für mich die naheliegenste Entscheidung), dürfte für viele nicht die Wahl sein.

    • Das wird definitiv passieren, daher ist es auch unfassbar dumm was die Rechteinhaber aktuell mit der Aufsplittung der Inhalte auf immer mehr Dienste tun. Sie schaffen sich damit nur selbst wieder Probleme, die längst gelöst waren.

      Es ist naiv zu glauben, dass die Konsumenten plötzlich bereit wären für 10 verschiedene Streaming Dienste jeden Monat in die Tasche zu greifen. Mal ganz abgesehen davon, dass das auch schlicht für viele finanziell nicht möglich wäre.

  3. Ich dachte das mit den File-Lockern war eher sowas aus den Nullerjahren. Sind die denn noch sehr populär?

    Heute nutze ich vor allem Torrents, hauptsächlich wegen der besseren Downloadgeschwindigkeit.

    • Du hast das Ironie Tag vergessen 🙂

      • Aber ist doch schon schneller, oder?

        Ich hab mal in meiner Jugend an solchen Foren teilgenommen. Da hatte man dann mehrere Parts, musste die der Reihe nach runterladen, zusammenführen, etc.

        Bei Torrents hab ich ein paar Suchmaschinen in Firefox eingerichtet, da such ich dann nach meinem Film, dann kommt der Magnet Link und wenn ich da drauf drücke ist 5 Minuten später der Film da. Ich hab das so konfiguriert, dass Anfang und Ende zuerst runtergeladen werden und dann der Reihe nach weitergeladen wird. So kann VLC oft schon nach Sekunden mit dem abspielen beginnen.

        Bei solchen File-Lockern fummelt man da erst Minutenlang.

        • Das ist ist schon so gut geschrieben, dass man das noch als Ernst gemeint abkaufen könnte

          Lieber Kinder, bitte nicht nachmachen!

          • Ihr seid mir ja komisch drauf.

            • Entweder…

              ist dir wohl entgangen, dass man am ehesten des illegalen Downloads in P2P Netzwerken überführt werden kann? Oder kennst du die Besitzer der Rechner hinter den IPs von denen du herunterlädst? Könnte evtl. auch direkt ein Honeypot der Ermittlungsbehörden sein. Die teure Abmahnung ist dir so quasi sicher. Erst recht, wenn du in der P2P Software deiner Wahl die Option, deine Downloads automatisch wieder als Upload zur Verfügung zu stellen, nicht deaktiviert hast.

              Oder…

              du bist nur am Trollen.

              • Du weißt schon, dass du in jedem Torrent Client ne Socks 5 Proxy hinterlegen kannst?

                • Nein.
                  War das in den 2000ern auch schon? Ist ne Weile her, dass ich P2P genutzt habe.

                  • Nicht, dass applikationsbasierte Proxys besonders einsteigerfreundlich wären, aber qbittorrent (ein jüngerer OpenSource Client) hat Proxy-Support am 11. April 2008 eingeführt. uTorrent hat kein Changelog online.

                    Src.: raw.githubusercontent.com/qbittorrent/qBittorrent/master/Changelog

                    Seitdem sind die *nix Distros & Big Buck Bunny Videos, die man damit runterladen kann, sicher. 😉

                    • Ich glaube, da hab ich schon nix mehr mit P2P gemacht. Das war noch in der ISDN-Ära. Irgendwann ab 2003 war ja Rapidshare groß im Kommen und ich hatte meine eigene Wohnung und DSL. RS hatte anfangs auch ohne kostenpflichtiges Abo gute Geschwindigkeiten. Und wenn ich nicht irre, war derzeit eine 6 MBit/s Leitung privat eh das höchste der Gefühle… 😀

                      Danke für deinen Input. Dann bin ich zumindest grundlegend wieder auf einem aktuellen Stand der Dinge. 🙂

      • Das Zauberwort heisst Seedbox…meine steht in Amsterdam, der Anbieter selbst sitzt irgendwo in der Karibik. Ich selbst nutze nur Torrents von einem ALT….und zusätzlich welche von diversen Linux Distros.

    • Torrents sind natürlich schneller, wenn es beliebtes Zeug ist, gerade bei Nieschenzeug sind Hoster fixer. Und die Verwaltung nimmt einem ja der Download Manager ab, es ist halt nicht kostenlos oder super langsam. Bleibt noch die Verfolgung, Hoster sind ja nun reine Download Möglichkeiten, bei torrents stellt man auch zur Verfügung.

      • > gerade bei Nieschenzeug sind Hoster fixer

        Ah, ja. Das ist ein guter Punkt. Ich fürchte mein Filmgeschmack ist nicht sehr erlesen.

        Was die Verfolgung angeht sei ein VPN angeraten. …überhaupt ist ein VPN eine gute Sache überall dort, wo man dem eigenen Provider nicht trauen kann oder man Zensur bzw. bspw.. Ländersperren ausgesetzt ist.

        • Welchen VPN Anbieter nutzt du denn und hast du einen Router, in welchem du dessen Serivce einrichten kannst? Denn nur von einem Rechner aus ist das auch nur die halbe Miete. Ach, und was kostet der und welche Geschwindigkeit hat der Anbieter? Dann wäre auch die Frage, ob du dem VPN Anbieter vertraust bzw. ob du dem aufgrund der Gesetzeslage in seinem Land überhaupt vertrauen kannst.

          • > Welchen VPN Anbieter nutzt du denn und hast du einen Router, in welchem du dessen Serivce einrichten kannst? Denn nur von einem Rechner aus ist das auch nur die halbe Miete.

            Ich nutz dafür einen Rechner und das ist nicht „nur die halbe Miete“.

            > Ach, und was kostet der und welche Geschwindigkeit hat der Anbieter?

            Wieso sollte das wichtig sein? Die kosten alle so um die 5 Euro und die Geschwindigkeit ist vom Server abhängig. Man kann da in der Regel sogar welche auswählen, die speziell für P2P Traffic optimiert wurden. …und ob der ganze Film jetzt in minimal 3 oder vielleicht knapp unter 10 Minuten vollständig ist, ist ja nun nicht sooo zentral, oder? Hauptsache schneller als der Film lang ist, sonst hält er ja an.

            > Dann wäre auch die Frage, ob du dem VPN Anbieter vertraust bzw. ob du dem aufgrund der Gesetzeslage in seinem Land überhaupt vertrauen kannst.

            Ja, doch. Ich denke ich vertraue meinem VPN Anbieter den p2p Traffic für ein paar Filmchen an. Klar. Nehmt ihr das vielleicht alle etwas ernst, mit der Angst vor möglichen Urheberrechtsverstößen?

            • Das waren ernsthafte Fragen, da ich mich schon länger nicht mehr mit VPN Anbietern beschäftigt habe.

              > Ich nutz dafür einen Rechner und das ist nicht „nur die halbe Miete“.
              Für mich schon. Wenn man als pro Argument den Schutz der Privatsphäre anbringt, sollte man möglichst nicht nur einen Teil seines Netzwerkverkehrs nach draußen mit einem VPN verschleiern. Auf dem Laptop und/oder Smartphone würde es natürlich lokal zusätzliche Sinn machen.

              >Wieso sollte das wichtig sein?
              Weil ich nicht bei einer 100 MBit/s Leitung bei der Nutzung eines VPN auf 10 MBit/s gedrosselt werden möchte. Zielkonflikt: Geschwindigkeit – Privatsphäre.
              Und wie du schreibst, gibt es scheinbar unterschiedliche Kriterien, die dann in den verschiedenen Angeboten enthalten sind. Oder eben auch nicht. Daher kann man wohl annehmen, dass VPN Anbieter ihre Preise auch nach Geschwindigkeit staffeln könnten, wenn man (ich) eben nicht auf dem aktuellen Stand ist.

              >Ich denke ich vertraue meinem VPN Anbieter
              Fragte das nur, weil man halt zwar dem Provider nicht vertrauen muss, aber dann eben dem VPN Anbieter. Hat der seinen Sitz in den USA ist es mit Vertrauen in dessen Integrität bezüglich Privatsphäre gesetzlich bedingt in den USA so eine Sache. Irgend einem muss ab dem Router eben vertrauen.

              >Nehmt ihr das vielleicht alle etwas ernst, mit der Angst vor möglichen Urheberrechtsverstößen?
              Eigentlich nicht. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, hätte ich nie gemacht. Ich finde es nur immer wieder erstaunlich, dass es Menschen gibt, die als Hauptargument Geld für etwaige legale Angebote ausgeben, um ihre Urheberrechtsverstöße möglichst komfortabel begehen zu können. Soll Leute geben, die glauben immer noch, ein kostenpflichtiges und an sich legales Abo bei einem Filehoster, würde Downloads von dort ebenfalls als legal legitimieren. Ich nehme natürlich an, das du diesem Irrtum nicht erlegen bist.

              Früher hab ich auch mehr Zeit in das Thema investiert. Heute bin ich dafür zu bequem geworden. Ich habs nicht mehr eilig, einen bestimmten Film zu sehen.

              • > Das waren ernsthafte Fragen

                Hmh, ja. Da hab ich das falsch aufgefasst.

                > Wenn man als pro Argument den Schutz der Privatsphäre anbringt, sollte man möglichst nicht nur einen Teil seines Netzwerkverkehrs nach draußen mit einem VPN verschleiern.

                Es geht ja wirklich nur um den p2p Verkehr. Ich habe einen Media-Rechner, der auch auf den Fernseher abbildet, den ich dafür nutze. Die VPN Software wird normalerweise so eingerichtet, dass der gesamte Traffic des Geräts durch den Tunnel läuft und der Netzwerkzugriff abbricht, wenn die Verbindung zum VPN abbricht. (Das ist soweit ich weiß für das System eine separate Netzwerkverbindung.) Der jeweilige Anbieter hat in der Regel seine eigene Software dafür.

                > Weil ich nicht bei einer 100 MBit/s Leitung bei der Nutzung eines VPN auf 10 MBit/s gedrosselt werden möchte. Zielkonflikt: Geschwindigkeit – Privatsphäre

                Das mag sein, ist in der Praxis bei den Bezahlvarianten wenigstens meiner Erfahrung nach in der Regel kein Problem. Manchmal ist mal etwas langsam, dann hat der Client aus irgendeinem Grund einen sehr vollen Server gewählt. Den kann man (falls man es bemerkt) den Server händisch wechseln. Ist aber wirklich sehr selten ein Problem.

                > Fragte das nur, weil man halt zwar dem Provider nicht vertrauen muss, aber dann eben dem VPN Anbieter.

                Ich nutze meinen aktuellen VPN nur für und auf diesem Media-Rechner. Klar will auch ich, dass die seriös sind. Weniger weil ich fürchte, dass die meine p2p Daten weitergeben, sondern weil man von denen oft ja auch die Hauseigene Software auf wenigstens einem eigenen Gerät installiert.

                Ich versuche deshalb Unternehmen mit besonders auffällig unseriösen Marketingtricks zu vermeiden. …im Moment bin ich bei ProtonVPN, ist in Ordnung. …ist keine Empfehlung, weil: Ich könnte ja auch falsch liegen & bestimmt gibt es bessere Preis/Leistungsverhältnisse anderswo.

                Meiner Erfahrung nach sind die in Sachen Leistung alle mehr oder weniger austauschbar.

                > die als Hauptargument Geld für etwaige legale Angebote ausgeben, um ihre Urheberrechtsverstöße möglichst komfortabel begehen zu können.

                Ich glaube ich bin da sehr unideologisch. Mir geht es vor allem um Komfort. Bei Musik z.B. finde ich das Preis/Leistungsverhältnis von Spotify unschlagbar. Wenn sie so etwas mal für Filme machen, bricht da der unlizensierte Traffic sicher auch weg.

  4. Gibt eh schnellere ohne bezahlen, ohne Wartezeit, und ohne diese capture abfragen xD

  5. Lieber nicht says:

    Dann bin ich mal gespannt ob ich irgendwann Post bekomme.

    • Meinst? Ich gehe (hoffentlich) davon aus, dass die sich nicht um die Kunden kümmern werden. Und SO war doch hoffentlich so intelligent, keine Logs zu speichern…

      • Auf deren Webseite hatten Sie geschrieben das die, für die Abrechnung des Volumens, nur die Dateigröße und Uhrzeit protokollieren und dies nach X Stunden oder ein paar Tagen wieder löschen. URLs oder Inhalt sollten laut Aussage nicht protokolliert sein

  6. „Da kommt ein anderer nach, in der Regel sehr schnell[…]“

    Was verstehst Du unter „sehr schnell“? Ich würde mal schätzen, dass knapp 80% der Downloads hierzulande über SO liefen. SO war schon eine verdammt große Hausnummer und die Szene wird stark unter dem Wegfall leiden. Natürlich geht es dort irgendwie weiter, aber einen neuen großen Player wird es kurzfristig vermutliche nicht geben, weil andere Dienste vergleichsweise teuer sind oder noch konsequenter auf Abuse-Mitteilungen reagieren und die Uploader kicken.

  7. Das Zauberwort heisst „multi one click hoster“

  8. Kennt noch jemand Rapidshare? So lange dauerte es seinerzeit nicht, bis da einer (damals wohl eher mehrere) nach kam. Irgendwer mit entsprechenden Kenntnissen wird schon ausreichend kriminelle Energie und Ressourcen aufbringen, das Risiko in Kauf zu nehmen.

  9. Die Naivität dieser Ruttke ist schon fast süß. Als hätte sie tatsächlich was bewirkt …

  10. Vivatcrescatfloreat says:

    das wird alles nichts bringen. das müsste der GVÜ und allen anderen Gesellschaften doch klar sein. Würde behaupten, dass viele die ziehen auch gleichzeitig legale Angebote von Sky, Amazon, Netflix und Co nutzen. Ich gehe auch mal davon aus, dass die Strafverfolgungsbehörden schnell auf Kollegen aus den eigenen Reihen stoßen werden. Also im Endeffekt wird der Hoster geschlossen, Logs sind alle eh vernichtet und die Festplatten hoch verschlüsselt. Dann meine ich mich auch erinnern zu können, dass der reine Download defacto ja nicht strafrechtlich belangt werden kann. Korrigiert mich da. Es gibt zig andere onclickhoster und bin mir sicher, sie werden entsprechend ihre Sicherheitslevel erhöhen, damit es für die Strafverfolgungsbehörden noch schwieriger wird.

  11. Jetzt feiert sich die GVU wieder – in meinen Augen haben sie der Hydra den Kopf abgeschlagen. Erinnert mich ein wenig an Quorks seinerzeit.
    http://web.archive.org/web/20091205181856/http://www.gvu.de/25_136_Trotz_GVU_Schutzhelmen_LKA_Berlin_nimmt_eine_der_drei_groessten_deutschen_illegalen_Tauschboersen_hoch_Geschlossener_BitTorrent_Tracker_mit_mehr_als_18_000_Raubkopien_25_300_Nutzern_und_mehr_als_500_000_festgestellten_Downloads.htm

    Quorks war einer der größeren Anti-Leech-Tracker. Da hat sich die GVU auch selbst gefeiert, weil sie bei Hetzner die Server rausgetragen haben. Aber irgendwie konnte sich niemand an die Passwörter für die Festplatten erinnern 😉
    2 Wochen später ging Quorks wieder Online.

    Was die Szene auf share-online legt, legt sie auch woanders als Mirror ab – ohne die Links zu veröffentlichen. Es wird jetzt ein paar Wochen dauern, dann gibt es wieder Alternativen.

    Wie hier schon mehrfach geschrieben wurde: Das Problem ist hausgemacht! Früher habe ich 20-30 € im Monat in eine Videothek investiert. Heute muss ich Amazon, Netflix, Maxdome … abschliessen – am besten für 15€ jeweils. Das will ich nicht ausgeben.
    Also besorgt man sich die Sachen woanders.

    Ein Portal, meinetwegen auch 50 € im Monat, wo ich jeden Film bekomme – egal ob Originalton oder deutsche Tonspur – ich wäre dabei. Aber nicht so, wie es im Moment funktioniert: Möööööp, den Film bekommst Du nicht in DE/EU, dafür musst Du in einem anderen Land wohnen.

    • Danke Heiko, Du sprichst mir aus der Seele!

    • Das ist doch eine blödsinnige Schutzbehauptung! Du klaust die Produkte und fertig. Ohne Internet müsstest du dir die DVDs leihen/kaufen und/oder teuer importieren, dass wäre deutlich teurer, als was man heute für legale Dienste zahlen muss.

      Hab das auch von 2000-2010 gemacht, aber da war das auch noch quasi legal. Wer das heute noch macht, wo die Gesetze anders sind und auch die Ermittlungsbehörden IT beherrschen, muss man schon sehr naiv sein, um das noch weiter zu tun.

      Was das kostet, wenn die einen erwischen, dafür hätte man bis zur Urne streaming aus der Portokasse zahlen können.

      Irgendwann wird man halt erwachsen und merkt, dass man nicht alles gucken oder konsumieren muss, sondern Dinge, die man sich nicht leisten kann oder will, auch einfach mal links liegen lassen kann, ohne etwas zu verpassen.

      • So sehe ich das auch. Keiner der Beteiligten bietet doch Filme aus reiner Menschenliebe an. Da geht es genauso um Kohle, wie bei denen, die angebliche Urheberrechtsverletzungen verfolgen. Vom illegalen Anbieter über den Gesetzgeber bis zum Rechtsanwalt, der Justiz und dem Abmahnverein ist das nur ein riesiges Karussell, bei dem alle fröhlich ihr Geld verdienen. Gäbe es die „bösen“ Downloader nicht, die man auf diese Weise schön ausplündern kann, würde das ganze Geschäftsmodell in sich zusammenbrechen.

      • Du hast Recht mit „klauen“. Aber ich soll nur das konsumieren was mir andere vorschreiben?

        Es wird immer damit argumentiert, dass die Raubkopiermörder das Einkommen der Künstler reduzieren. Wenn das Kunst ist, sollte nicht jeder Mensch einen Anspruch auf Kunst haben?

        Ich habe früher sehr viele Videos, DVDs und CDs gekauft. Ich müsste 500-600 DVDs/CDs im Keller haben. Warum habe ich damit aufgehört? Mit jeder DVD erinnerte man mich daran, was ich NICHT machen darf: kopieren.
        Irgendwie will mir das nicht in den Kopf. Ich kaufe etwas weil ich jemanden unterstützen möchte und natürlich auch, weil es mich interessiert. Und mir zeigt man Informationen, die ich nicht überspringen darf. Das ist Gängelung des Kunden.

        Nun haben wir Internet. Und die Welt dreht sich weiter. Aber die Musik/Filmindustrie hängt immer noch in den 80ern.
        Wenn ich einen Film auf BluRay KAUFE, warum kann ich den nicht auch in EINEM Portal streamen? Nein, ich muss den Film bei einem Anbieter kaufen oder mir erklären lassen, was ich nicht darf. Wenn mir der Anbieter nicht mehr gefällt? Ich kann den Film nicht herunterladen und ihn lokal speichern. Ich muss dem Anbieter immer die Treue halten. Und sei es nur, dass ich die App benutzen muss, um meinen Film zu sehen. Und wenn der Anbieter aufgibt, habe ich mein Geld in den Sand gesetzt.

        Diese ganze Kunst wird massivst finanziell ausgenutzt. Es geht nur darum möglichst viel Gewinn zu generieren.
        Warum gibt es Filme erst den Film, dann den Extended, danach den Directors Cut und am Ende noch die Special-Extended Edition?

        Ich würde es unterstützen, wenn es meinen Bedarf decken würde. Bei Musik funktioniert es relativ gut, bei Filmen nicht.

        Ich habe alle Streaming-Anbieter durch. Am Ende bin ich bei Spotify hängen geblieben. Es ist für mich ok, dass ich die Musik nur miete. Wenn mir etwas besonders gut gefällt, kaufe ich es und lade mir die MP3 herunter.

        Nur die Filmindustrie bekommt es nicht hin.

        • Hinzu kommt auch noch eine Grauzone. Ich hatte mal Sky abonniert und konnte so Serien auf fox aufnehmen. Das Problem war nur, dass jede Folge 10-20 Mal ausgestrahlt wurde und die Festplatte meines Receivers dann proppenvoll war mit nur 2 oder 3 verschiedenen Folgen, die insgesamt 50 mal aufgenommen waren. Deshalb habe ich diese Serien dann gestreamt. War das nun legal oder illegal? Keiner weiß es so genau. Irgendwann habe ich das Sky Abo gekündigt, weil mir das alles zu nervig war. Ich verzichte nun auf das, was dort zu sehen ist. Nur Netflix ist noch übrig geblieben. Das reicht vollkommen. Weniger ist manchmal auch mehr, wie eingangs schon gesagt wurde.

    • ich würde sogar noch 50,- drauflegen: 100€ im monat für unbegrenzt freie auswahl aus allen inhalten und ohne hardware- oder regionalgängelung – würde ich gerne zahlen, wenn ich mir die viele zeit spare, rauszufinden, wann ich was wo anschauen kann.
      selbst wenn du in deutschland das gängigste abonnierst, was es zu holen gibt und gehen wir von aktionspreisen aus, die man auch bei verlängerungen behalten kann (zb 50% bei sky), bekommt man aktuell für knapp 50€ 75% inhalte doppelt und dreifach, 20% exklusivinhalte und 5% werbefinanzierte gratisware. wirft man all diese inhalte in einen topf, macht dies vom gesamten kuchen mögicher filme und serien nicht mal 10% aus. der rest ist nicht lizenziert. alles andere kann man nur für abartige preise (zb 2,50 pro episode) „leihen“. „kaufen“ kannste eh vergessen, denn wenn der inhalt nicht mehr verfügbar ist, ist er nicht mehr verfügbar. also sagen wir mal, die restlichen sachen würde man sich noch dazu buchen, dann ist man bei 100 euro angekommen. und dann brauchste 8 apps, 3 verschiedene sticks und darfst die hälfte davon kannst du nur auf 2-4 geräten installieren oder unterstützt keine gängige hardware. und es wird nicht besser: ab mitte 2020 werden hier 3 weitere anbieter ihr zeug für 10-15 euro anbieten.

  12. Und das kurz vor The Mandalorian …
    Ich habe seit Jahren keine OCH’s mehr frequentiert. Bin ad1) viel zu bequem für den Kram geworden und ad2) mit Netflix und Amazon Prime eh schon überfordert…
    Ich bin aber echt versucht mir im November wieder was zu suchen…

    • Inzwischen musste ich feststellen, dass auch ganz viel Legales aus dem Netz verschwunden ist durch die Schließung dieses Hosters. Etwa 80% aller Links in Diskussionsforen auf legale Software, Utilities, Firmware und ähnliches funktionieren nun nicht mehr. Denn der Hoster wurde beileibe nicht nur für illegale Downloads genutzt, sondern auch für vieles ganz Legales. Das kommt mir ein bisschen so vor wie „Wir machen das Telefonnetz dicht, denn einige Verbrecher koordinieren darüber ihre Straftaten“.

  13. Nun Share-Online ist kein kleiner Fisch. Man merkt schon, das große Unsicherheit herrscht, ob nun
    die Uploader oder die Downloader oder beide zur Rechenschaft gezogen werden.
    Würde für die Downloader Entwarnung geben, allerdings Power-Uploader werden bangen müssen.
    Natürlich gibt es immer Alternativen, allerdings diese Lücke füllt keiner so schnell auf.
    Wir reden hier von Datenmengen die jeden Rahmen sprengen!
    Speicher im zweistellenigen Petabyte-Bereich bedeutet mehrere zehntausende 1 TB Festplatten!
    Also sehr viel „Stuff“…

    Gruss aus Papenburg

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