Otto G32: Smarter Gasgrill ist bei Kickstarter erfolgreich

Ich grille klassisch. Nicht smart. Ausnahme ist das smarte Fleischthermometer Meater, wobei jenes momentan bei meinem Schwiegervater seinen Dienst verrichtet, da er häufiger mal in der Pulled-Pork-Abteilung unterwegs ist, während ich eher der Kurz-Griller bin, Rinderhüfte und Co.

Nun der Schwenk zu einem smarten Grill, der mir die Tage ins Auge sprang. Nicht weil ich auf der Suche nach einem Grill war, sondern weil er bei Kickstarter momentan durch die Decke geht. Kickstarter ist für mich mittlerweile so eine Sache. Unternehmen nutzen die Plattform oftmals nicht mehr, um Dinge so richtig auszutüfteln und zu entwickeln – man klopft lediglich ab, wie viel Stück man von etwas verkaufen kann. Doch darum soll es hier nicht gehen, sondern um den „Ottos G32„.

Ein modularer Gasgrill, der meines Erachtens schick aussieht und auch noch smart arbeitet. Zwei Versionen des G32 gibt es, einmal als Version Connected und als Version Smart. Passend zum Grill hat man auch eine App entwickelt, diese verbindet das Smartphone über Bluetooth oder WLAN mit dem Grill – der wiederum eine Cloud-Anbindung hat. Da könnte man natürlich schon etwas nachdenklich werden, denn oft ist es ja so, dass viele Dinge nicht mehr funktionieren, wenn ein Hersteller mal dicht macht. Vermutlich bei einem Grill zu vernachlässigen, den man auch „ohne smart“ bedienen kann.

Zum Zeitpunkt dieses Beitrages hat man 1.100 Unterstützer finden können, die sich für die Grills interessieren und dementsprechend investiert haben. 999 Euro wurden für Early Birds fällig, was natürlich gegenüber dem Normalpreis von 1899 Euro ein Schnapper ist, wenn der G32″ Connected vermutlich im Herbst verfügbar ist.

Mit dem Grill richtet man sich an professionelle Griller, durch die Smart-Geschichte sollte es aber auch Einsteigern möglich sein, gute Ergebnisse zu erzielen – wobei diese kaum diese Summe für einen Grill ausgeben würden. Hinter dem Projekt und bereits anderen, verfügbaren Grills, steht übrigens eine deutsche Firma aus Düsseldorf.

Und – was sagen unsere Leser, für die das Grillen nicht ganz fremd ist? Mir persönlich gefällt der Grill schon rein optisch und das Modulare dürfte etwas für die Profis sein, die etwas mehr damit arbeiten. Dennoch bin ich – trotz Hobby und Beruf – wahrscheinlich eher jemand, der einen nicht smarten Grill in dieser Preisklasse kaufen würde. Wie schaut das bei euch aus? Gerne auch als Kommentar mit dem Ist-Zustand 🙂

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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29 Kommentare

  1. Ich gehe mal davon aus das ein professioneller Griller einen smart Grill nicht braucht 😉

    • Pff entweder man kann grillen oder nicht… is wie mit kochen!! Ich grille nur mit Buchenholzkohle oder bei besuch bei Muttern auf dem Terassenkamin wenn das buchenholz runter gebrand ist.

      • Acatenango says:

        Ich denke, beim Thema Grillen muss man zwei verschiedene Anwendungen voneinander trennen. Das klassische Grillen und die Nutzung des Grills als Outdoorküche. Ich benutze meinen Summit für beides. Ehrlich, für Spieße, Schweinebauch etc. brauche ich keinen Grill smit individuell regelbaren Brennern etc., das bekomme ich auch so hin. Ich nutze den Grill allerdings vermehrt als Outdoor-Küche, in der ich verschiedene Sachen in verschiedenen Zonen grille und auch mal gaaaaanz langsam ein Pulled Pork zubereite. Ich denke, die beiden Grills wenden sich hauptsächlich an diejenigen, die den Grill als Outdoorküche nutzen, und da finde ich die „smarten“ Funktionen schon klasse.

  2. Mir gefällt, dass das Teil Modular aufbaubar ist und das er komplett aus Edelstahl gefertigt ist.
    Die „smarten“ Funktionen sind mir eigentlich wenig bis gar nicht wichtig.

  3. Achtung, Kickstarter Projekte sind fast immer Schrott.

    • Unsinn! Der erste Grill (O.F.B.) von Otto Wilde, ein Oberhitzegrill, wurde auch über Kickstarter gefounded und das Teil wurde in einer Top Qualität geliefert und wurde bis heute 15.000 Mal verkauft. Es gibt schlechte Projekte auf Kickstarter, da gebe ich Dir Recht, aber dass fast alles Schrott sein soll ist einfach nicht richtig,

  4. Und irgendwann kündigt mir dann die Krankenkasse, weil mein Grill denen gesteckt hat, dass ich zuviel Fleisch esse ….

  5. Brzcyinskijwicz says:

    Unnötiger Schnickschnack mit absehbarer Lebensdauer.
    Allein schon wieder dieser Blödsinn mit Cloud-Access. Das funktioniert auch nur so lange, wie die Cloud dafür existiert. Oder so lange der Hersteller gewillt ist, das Gerät mit seiner Cloud auch weiter zu unterstützen oder nicht softwareseitig abschaltet.

    Nee. Dann lieber einen ganz normalen Standardgrill von einem der großen Hersteller. Die Dinger sind gut abgehangen, überall verfügbar, reichlich Zubehör und Quellen für Ersatzteile.

  6. Mit Gas grillen ist doch kacke. Ne ordentliche Holzkohlekugel (egal ob weber, Rösle oder Napoleon) reicht. Hab noch keinen Gasgrill unter 500 Euro gesehen, der ne gleichmäßige Hitzeverteilung hatte und an die 300 Grad kommt.

    • Hat alles seine Vor- und Nachteile…

    • Na ja, mein Gasgrill schafft das 🙂 und für PP und andere Leckereien ist das für mich optimal. In der Nacht das Vieh auf dem Grill werfen und am nächsten Morgen ist es fertig. Das geht mit Kohle nicht so einfach. Meist haben die Leute die viel Grillen eh beides.

    • 300 Grad im Gasgrill nicht möglich? hab letztes WE den CADAC SAFARI CHEF ausprobiert, Temperaturmessung jenseits der 300 nicht möglich, weil das Thermometer nicht weiter ging… 😀
      also ohne Probleme möglich… und der Grill kostet ca. 125.- EUR…

  7. Wer sich ein bisschen mit Gasgrills auskennt der weiß das das hier wirklich innovativ ist und nicht umsonst so nachgefragt wird jeder der mit seinen Gas oderKohlegrill glücklich ist hat doch alles richtig gemacht und die Glaubensfrage Kohle oder Gas ist wie Android oder Apple.

  8. Bin ja sonst für fast jeden „Nerd Mist“ zu haben, aber der Vorteil erschließt sich mir nicht. Ein gutes Thermometer (meins hat nicht mal Bluetooth ist aber dafür pfeilschnell von Thermapen) und eine Tabelle mit den Temperaturen und gut ist. Hervorragend ist auch die Kombination von Gasgrill mit Sous-Vide wobei ich da auch gerne den echten Gasbrenner nehmen wird noch krosser. Bin übrigens schon vor 15 Jahren von Kohle auf Gas umgestiegen da wir mit Kohle einfach nicht nur für uns gegrillt haben. Das hat sich mit Gas komplett geändert. Mittlerweile koche ich sogar auf dem Ding, Chilli geht ganz hervorragend, das reduziert 1h im Wok als wäre es 12h auf dem Herd gewesen, ein Danish Oven gefüllt mit allem möglichen Gemüse und viel Olivenöl und Knoblauch ist eine Mediterrane Versuchung……

  9. Gefühlt haben sich hier einige nichts zu dem Grill durchgelesen, sondern lassen wieder das typisch deutsche Grauen vor moderner Technik raus.

    Der Grill richtet sich nicht an Leute, die „ne ordentliche Holzkohlekugel“ wollen, sondern Leute, die sich für Technik interessieren und neue Konzepte und Ideen begrüßen. Finde den Grill auch extrem interessant und besonders die 999€ für Early Bird extrem fair (Edelstahl, 4 VA Guss Brenner, Backburner).

    Wenn man sich im GSV Forum Thread zu dem Grill einliest merkt man aber, dass es noch einige Ungereimtheiten gibt und der Grill nicht zu 100% ausgereift ist, dafür ist der Markstart aber ja auch erst Herbst/Frühjahr.

  10. Da bin ich ganz bei Dir Carsten, grillen darf bei mir ebenfalls weiterhin absolut nicht smart sein.

    Bin nach wie vor mit meinem Weber E-210 Original sehr zufrieden. Das einzige was ich ändern würde bei einem Neukauf, ist ein Seitenbrenner. Den vermisse ich doch ab und zu :).

    • Hatte den ganze alten Spirit. Musste da aber auch schon damals neuen Rost und die Flavor Bars nachkaufen. Das kostet richtig Asche…. Hab ihn letzten Endes neulich an den Kollegen Benjamin aus dem Blog verschenkt 🙂

      • Weber gibt 10 Jahre Garantie, hatte bei einem Grill aus der Q-Serie den ich vorher hatte mal Rost am Gusseisenrost, habe daraufhin eine kurze Mail an Weber geschrieben und bekam innerhalb von zwei Tagen einen komplett neuen Gusseisenrost zugeschickt.

        Die Garantie gilt übrigens auch für die Aromaschienen da gibt es aber erst neue wenn wirklich ein Loch durch Rost drin ist innerhalb der 10 Jahre. Zumindest schreiben das die Leute im Grillsportverein Forum mal. Persönlich hatte ich den Fall bei den Aromaschienen noch nicht.

        Und ja, wenn man die so nachkauft sind die richtig teuer.

        • Fünf Stück für 50€ oder Fremdanbieter in Edelstahl sogar billiger finde ich jetzt nicht extrem teuer. Mein Spirit 320 ist jetzt vierJahre alt und die Schienen sind angerostet aber noch lange nicht nicht kaputt und er steht Sommer wie Winter draußen (mit Abdeckhaube). Ich grille ja nicht auf den Schienen.

  11. Gefällt mir optisch gut, auch dass man modular die Aussenküche dazu bekommen kann ist super. Von den smarten Funktionen bräuchte ich nichts, außer den eingebauten Thermometern. Unbekannt ist bei sowas natürlich die Langzeithaltbarkeit der Komponenten. Alles aus Edelstahl und sogar Gussedelstahlbrenner, das klingt gut, aber im Grillbereich ist Edelstahl auch nicht mir ewiger Halbarkeit gleichzusetzen. Ich hätte allerdings beim Connected für 999 Euro zugeschlagen, wenn’s ihn noch geben würde :-).

  12. Nachteil der ganzen Technik ist leider, dass er einen 220V Anschluss hat und man somit eine Steckdose in Reichweite braucht.

  13. Ich finde der Grill ist mehr als interessant, DENN in der Klasse in die er spielen will, macht er den großen Platzhirschen mächtig Druck. Er will kein Maßen Grill für jeden aus dem Baumarkt sein. Er will ein Premium Grill an der obersten Skala sein. Hier spielen ansonsten nur Broil King, Weber und Napoleon im deutschen Raum mit entsprechenden Verkäufen. Alle Hersteller haben damit die Probleme, dass sie für das Geld eine beschämende Qualität ablieferen. Viele haben am Gestell Probleme mit (Flug)Rost, die Lampen im Garraum halten die Hitze nicht aus, beiliegender Spieß zu kurz und Motor teils zu schwach und dann zahlt man fast 3000€. Dies sind jetzt Beispiele eines Broil King Imperial Modell 2019.
    Und genau hier kommt ein deutscher Hersteller (Produktion ist woanders, ja, aber QS und Ingenieure sind aus Deutschland) und legt für viel viel weniger Geld angeblich komplette Edelstahl Verarbeitung und zusätzlich noch die Spielereien. Wobei sie aber wirklich die Themen der Grill Spezies anspricht, z.B. eingebaute Wage für die Gasflasche, neue Fettschalen nach vorne wechselbar, Brenner thermisch abgrenzbar für bessere Hitze Zonen etc.
    Das macht ihn so interessant für viele bzw sorgt für „Aufrur“.
    Die Konnektivität sollte man auch nicht zu sehr kritisieren. Die Cloud brauche ich z.b. nicht bei der Bluetooth Verbindung. Also auch da kleine Entwarnung bei Abschaltung der Cloud Dienste.

    Einige Sachen sind noch offen. Es wird sicherlich auch diesmal nicht der perfekte Grill, aber er sorgt für Bewegung im festgefahrenen und durch die Amis diktierten Markt im Premium Bereich.

  14. Absoluter Traum. Das Team hat sich wirklich viele Gedanken gemacht! Hätte ich nie gedacht.
    Und preislich auch zu den normalen Preisen absolut top. Allein die Modularität ist genial! Und dann noch die Guss H-Brenner. Bekommt man derzeit nur bei Broil Chef zu bezahlbaren Preisen.
    Gibt dann keinen Grund mehr nen Summit, Prestige Pro oder Imperial zu kaufen.

    Schade dass ich erst jetzt von der Kampagne erfahren hab… 🙁

    Hab damals Otto beim OFB unterstützt. Lief alles glatt.

  15. Ganz ehrlich? Ist mir zuviel Tech drin, das kaputt geht und das sich nur schwer mit den Gegebenheiten eines Grills wie Fett, Flamme, Hitze verträgt. Gut, dass jemand den etablierten Herstellern was Neues vor die Nase setzt. Würde aber erst Mal die ganzen Kinderkrankheiten abwarten, die die anderen seit 10-20 Jahren optimiert haben.

  16. Michael Bernhardt says:

    Ich habe mit Kickstarter Schluss gemacht! Zu viel Geld in dortige Betrüger versenkt!
    Kickstarter tut nichts für betrogene Baker! Ich wünsche mir das die untergehen!

    • Acatenango says:

      Bisher habe ich eher negative Erfahrungen mit Indiegogo gemacht, die sind deutlich unseriöser als Kickstarter. Aber auch bei Kickstarter muss man eben aufpassen. Wenn z.B. der angegebene Firmensitz in den USA ist, die ganze Kommunikation aber nur durch Chinesen erfolgt, ist meistens etwas faul. Damit ich unterstütze, sind für mich drei Dinge wichtig: 1. Gibt es die Firma tatsächlich 2. Gibt es ein Team, dass sich vorstellt 3. Können die Projektgründer wirkliche Produktionserfahrung nachweisen. Bei Otto Wilde mache ich mir da z.B. gar keine Sorgen, die haben ein erfolgreiches Geschäft quasi „fußläufig“ von mir, da weiß ich, an wen ich mich halten kann. Bei einem Projekt auf Indiegogo z.B. war eine Adresse angegeben, die ich bei meiner Reise durch Kalifornien einfach mal interessehalber angesteuert habe, weil es keine aktuellen Bilder auf Google Street View gab. Baracke, in der alte Möbel gelagert waren, aber sicherlich keine IT-Firma. Selbstredend hat bisher kein Backer jemals ein Produkt gesehen, obwohl es seit 10 Monaten „fast fertig“ sein soll…

  17. Danke Caschy für diesen Blogeintrag.. das hat mich gerade 1349€ gekostet

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