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Online-Zahlungen: Deutsche vertrauen Drittanbietern, regelmäßige Dienste bleiben aber bei Hausbank

Die ING International Survey hat eine interessante Umfrage hervorgebracht. Dabei geht es um Onlinebestellungen und deren Bezahlung. Die Umfrage wurde in 13 europäischen Ländern, Australien und in den USA durchgeführt. Die Umfrage wurde online durchgeführt, man hat also von vornherein bereits Nutzer befragt, die generell eine Online-Affinität mitbringen. Aus den Antworten ergibt sich, dass fast ein Drittel der Deutschen (32%) mindestens einmal pro Woche eine Online-Bestellung tätigen. Übertroffen wird das nur von der USA (36%) und Großbritannien (40%).

Heißt es aber in der Regel, dass man Daten nicht an Dritte geben soll, tun das Online-Shopper sehr gerne, nämlich an PayPal. 48 Prozent der Käufe werden über den Finanzdienstleister abgewickelt. Woran das liegt? An der Angst der Nutzer vor Datenmissbrauch. Was paradox klingt, hat einen logischen Hintergrund. Man hinterlegt seine Daten lieber einmalig bei einem großen Anbieter wie PayPal oder Amazon und hofft dann darauf, dass sie dort sicher sind.

Gerade PayPal bietet sich da mit seinem Käuferschutz sehr an, so erklärt sich die Nutzung. Mehr als in Deutschland wird PayPal nur in Australien (49%) und Italien (52%) verwendet. Lediglich 21,6 Prozent der Deutschen haben in Online-Shops Kreditkarten- oder Kontodaten hinterlegt, andere Zahlungsmethoden werden nur sehr wenig genutzt.

Interessant ist aber auch, dass der deutsche Nutzer für gewisse Dinge vorrangig der Hausbank das Vertrauen schenkt. Regelmäßige Finanzdienste werden von 54 Prozent nur über die Hausbank abgewickelt. Dazu zählen zum Beispiel Überweisungen, Kontoverwaltung oder auch Geldanlagen. Die Deutschen zeigen sich hier in manchen Einzelkategorien experimentierfreudiger als der europäische Durchschnitt, wie Ihr der folgenden Grafik entnehmen könnt.

Lediglich ein Viertel der Nutzer gab an, in den letzten 12 Monaten einen solchen Finanzdienst einmal über einen Drittanbieter abgewickelt zu haben. Findet Ihr Euer Online-Finanzverhalten in der Umfrage wieder?

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