Online-Gründung einer GmbH soll vereinfacht werden

Über Sozialleistungen und deren Beantragung online haben wir schon berichtet. In NRW ist dafür die Sozialplattform gestartet. Auch anderweitig geht die Digitalisierung weiter. Das Bundesministerium der Justiz hat am 22. März einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Ergänzung der Regelungen zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie veröffentlicht.

Eines der Ziele? Das Kernstück dieses Gesetzes ist das Ermöglichen der Online-Gründung der GmbH sowie weiterer Online-Verfahren für Registeranmeldungen ab dem 1. August 2022. Das DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) ermöglicht es bereits, dass u. a. bei Einzelkaufleuten und Kapitalgesellschaften die notarielle Beglaubigung von Handelsregisteranmeldungen mittels Videokommunikation stattfinden kann, sodass eine persönliche Anwesenheit beim Notar nicht nötig ist.

In Zukunft soll die Zulässigkeit der Online-Beglaubigung von Handelsregisteranmeldungen nicht mehr auf bestimmte Rechtsträger beschränkt, sondern für sämtliche Rechtsträger möglich sein. Gleichzeitig werden Anmeldungen zum Partnerschafts-, Genossenschafts- und Vereinsregister ebenfalls in den Anwendungsbereich des notariellen Online-Beglaubigungsverfahrens einbezogen, so das Bundesministerium der Justiz.

Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann erklärt dazu:

Die Digitalisierung von Justiz und Rechtsstaat hat für mich eine hohe Priorität. Ein wesentlicher Aspekt ist es dabei, dass wir Online-Gründungen von Gesellschaften auch in Deutschland ermöglichen. Im letzten Jahr wurde der längst überfällige Schritt zur Ermöglichung der Online-Gründung einer GmbH getan. Mit dem nun vorgelegten Referentenentwurf gehen wir konsequent weiter: Online-Anmeldungen zum Register sollen auch für andere Rechtsträger möglich sein und Online-Beurkundungen sollen noch weitreichender ermöglicht werden. Hiermit stärken wir den Wirtschafts- und Innovationsstandort Deutschland und bringen das Beurkundungs- und Beglaubigungswesen weiter in das 21. Jahrhundert.

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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11 Kommentare

  1. Thorthemighty says:

    Auf der anderen Seite wird’s Schwieriger eine zu halten – die Bundesregierung hilft ja sehr dabei dass viele Firmen schließen müssen – super Sache

    • Das hat ja aber weniger mit der aktuellen Regierung zu tun.
      Die FDP hat sie doch alle eingepackt in den Zug „wir lockern in die höchste Inzidenz hinein“.
      Unbestritten ist natürlich, dass Hilfsgelder oftmals viel zu zögerlch flossen und bürokratisch waren.
      Zum Thema: Vieles sollte digital stattfinden können. Spart Kapazitäten auf den Ämtern, dann kann man eher die Sachbearbeitung im Hintergrund laufen lassen.

      • Ihnen ist bewusst, dass die Inzidenz unwissenschaftlicher BS ist?

        Warum?
        Die Inzidenz wird nicht nach Anzahl der Tests normiert.
        Einfaches Beispiel: Angenommen 10% der Bevölkerung sind infiziert. Bei 1000 Tests erhalten Sie 100 Testpositive, bei 5000 Tests 500. Diese Zahl wird dann auf 100k Einwohner gerechnet und durch 5x so viele Tests erhält man eine 5x so hohe Inzidenz – trotz exakt der gleichen Infektionsrate.
        Und das ist nur der offensichtlichste und gröbste Fehler.

        • @RA: Bewerbung als Alleswisser beim RKI schon abgeschickt? Schwer zu glauben, dass die auf ein so helles Köpfchen könnten verzichten wollen. Abgesehen davon doch seeehr off topic – umso deutlicher wird ihr Mitteilungsbedürfnis. Mich nerven Sie an dieser Stelle sehr damit, bitte begeben Die sich zurück in die vertrauten Foren. Danke.

          • Sagen Sie doch nächstes Mal einfach „Mir gefällt Ihre Aussage nicht, aber ich habe keine Sachargumente.“, das macht es für Alle einfacher.

            Im Übrigen brachte nicht ich das Thema in die Diskussion ein, dieses „Derailing“ müssen Sie dann schon @Christian anlasten.

            @Redaktion:
            Diskutieren Sie doch bitte einmal im Moderationsteam die striktere Anwendung der Kommentarregeln:
            Wenn Sie zumindest vom Ursprungsthema wegleitende (siehe oben: Alles vor „zum Thema“) und beschimpfende/beleidigende („Schwurbel“ + Derivate, gab jüngst auch andere Hässlichkeiten) Kommentare redigierten¹ lernten die Kommentatoren mMn recht schnell bessere Umgangsformen und Kommentardisziplin.
            Eben für diesen Lerneffekt ist dabei mMn die Veröffentlichung redigierter/gekürzter Kommentare (wie z.B. bei der TAZ) hilfreicher, als sie schlicht nicht freizuschalten. Wenn Sie dazu ein paar Textbausteine vorhielten und nutzten ist das auch kaum Aufwand.

            P.S. Natürlich ist auch dieser Kommentar sachfremd und ‚muss‘ folglich nicht (vollständig) freigeschaltet werden.

            ¹ Am Beispiel von Christians Kommentar:
            „[gelöscht, sachfremd. d.R.]
            Vieles sollte digital stattfinden können. Spart Kapazitäten auf den Ämtern, dann kann man eher die Sachbearbeitung im Hintergrund laufen lassen.“

            • Wir haben keine Kapazitäten, um auch noch anzupassen. Wenn es bei manchen Themen so weitergeht, wird generell das Kommentieren unterbunden.

              • Hey Caschy, wäre es mit einem Benutzerkonto nicht einfacher die Schwurbler und Motzer sowie Forums-Regel-Brecher auszuschließen bzw. nicht kontrollieren zu müssen? Wünsche mir schon lange bei Euch ein Benutzerkonto 😉

                Danke und macht weiter so!

        • Dann sehen wir doch mal nach…
          Testzahlen schwanken (zugegeben recht grob) um 2 Millionen pro Woche in DE. Die Positivrate lag Anfang des Jahres bei 22,8%, aktuell sind wir bei einer Positiov-rate von 53%. So gesehen dürfte eher die These stimmen, dass wir untererfassen.

          Und wer geht denn zum Test? Wer symptomatisch ist.
          Dein Modell ist also dahinn gehend falsch/mangelhaft/unzureichend, dass du davon ausgehst, dass zufällig geteestet wird, denn nur dann stimmen Deine Zahlen, Da aber exakt diese Voraussetzung nicht gegeben ist, stimmt dann leider auch die Schlussfolgerung daraus nicht. Daraus auch die positive Botschaft: Wir werden wohl kaum 53% Infizierte in DE haben 😉

          Prinzipiell gebe ich Dir recht, dass wir Zahlen nie allein und für sich interpretieren dürfen, sondern immer noch prüfen müssen, welche Rahmenbedingungen zu den Zahlen führen.

          LG Markus

          • „Und wer geht denn zum Test?“.

            Systematisch alle Ungeimpften, die an 3G teilnehmen möchten oder deren Arbeitsstelle das erfordert.
            Zusätzlich natürlich die verantwortungsbewussten(! -die Anderen vermeiden es, um dem Quarantänerisiko auszuweichen) Symptomatischen.

            Und da sind wir bei einem weiteren Kritikpunkt:
            Es wird systematisch unterlassen, sinnvolle/hilfreiche Zahlen zu erheben.
            Wieviel % der Getesteten sind symptomatisch?
            Wieviel % der pos. Getesteten sind symptomatisch?
            Wieviel % der Corona-Stationärbehandelten und Corona-Toten sind wegen C. auf Station (bzw. gestorben), wieviel nur mit pos. Test (Zählweise ist nicht Schuld der BuReg, sondern Vorgabe der WHO. Aber feiner zu granulieren, mehr zu erheben ist selbstverständlich erlaubt)?

            Ja, Zahlen zu erheben macht Aufwand. Sollte es sich aber bei Corona um eine so grosse Bedrohung handeln, wie dargestellt, ist dieser Aufwand notwendig und gerechtfertigt. Ohne solche Zahlen stolpern wir nämlich blind herum und vermögen die Wirksamkeit einzelner Massnahmen nicht zu beurteilen und somit nicht die effizienteste Abwehr zu finden. Ergebnis: Die Methode „Viel hilft viel!“.

  2. Wird es damit einfach, Schein- und Briefkastenfirmen zu gründen?
    Meine Erfahrungen mit dem Handelsregister waren in der Vergangenheit eher durchwachsen.
    Eine Kollege und ich wollten mal in die Bilanz unseres frühen Arbeitgeber blicken. Nur hatte der seit Jahren keine mehr hinterlegt. Eine Nachfrage bei Registergericht, ob sie dort nicht nachfragen würden, wurde mit einem: „Und wann sollen wir das machen?“ beantwortet

  3. Hoffentlich gilt das auch für eine Unternehmergesellschaft (UG)!

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