Onavo: Facebook stellt seine schnüffelnde VPN-App für Android ein


Facebook und die Datensammelei und vor allem Datenverwertung. Immer wieder gibt es da Diskrepanzen zwischen Soll und Ist. Einen weiteren Höhepunkt gab es erst kürzlich, als herauskam, dass Facebook Nutzer bezahlt, um eine Schnüffel-App auf dem Smartphone zu nutzen. Der eigentliche Skandal daran war aber eher, dass Facebook Enterprise-Zertifikate für die Verteilung der App genutzt hat, um so die Regeln des App Stores von Apple zu umgehen. Wie das nun mit der in der Überschrift erwähnten VPN-App Onavo zu tun hat?

Nun, die Sammel-App basierte auf Onavo, einer App, die sich als VPN-App ausgibt, den Nutzer also eigentlich anonymer im Netz unterwegs sein lassen soll. Diese App sammelt aber ebenfalls Daten in erheblichen Mengen. Bereits letztes Jahr flog sie deshalb aus dem iOS App Store. Facebook wird die Android-Version der App nun einstellen, berichtet TechCrunch. Das wird aber anscheinend zweistufig passieren.

Demnach werden ab sofort keine Daten mehr über die App gesammelt, die funktioniert also tatsächlich nur noch als VPN-App. Mittelfristig wird Facebook die App aber entfernen. Logisch, man hat vermutlich kein allzu großes Interesse daran, wenn man so nicht an Nutzerdaten kommt. Was macht Facebook als nächstes? Offener mit dem Sammeln von Daten umgehen.

Wie ein Facebook-Sprecher erklärt, wird man seine Marktforschungsbemühungen auf Belohnungen umstellen, denn Marktforschung an sich ist natürlich wichtig, um Produkte verbessern zu können:

“Market research helps companies build better products for people. We are shifting our focus to reward-based market research which means we’re going to end the Onavo program.”

 

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Sascha Ostermaier

Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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3 Kommentare

  1. Kleiner Tipp für Facebook: Die Daten für einen fairen Preis von den Verursachern kaufen. Ein Abo nur anders herum. Wer bei FB angemeldet ist, bekommt pauschal 5,-€/Monat. Wer einen bestimmten Aktivitätsgrad erreicht, weitere Angebote (Instagram, WA, Login mit Facebook, Like-Buttons auf Homepages, den FB Pixel freiwillig bestätigt…) nutzt, bekommt gestaffelt danach mehr. Eine Obergrenze muss es ja nicht geben, Daten sind schließlich goldwert. Weiß Facebook wohl mit am besten. Aber irgendwas habe ich dabei vergessen…

    Ah, richtig! Total bescheuerte Idee.

  2. Facebook im Browser bzw. in einem möglichst sauberem Wrapper und Blokada als Trackerkiller für Whatsapp, Google & CO. Dann dürfte doch Ruhe sein

  3. Am besten überhaupt kein Facebook nutzen, ich habe meinen Account vor ca einem Jahr gelöscht…

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