Olympus verkauft seine Imaging-Sparte

Das japanische Unternehmen Olympus ist sicherlich vielen unserer Leser ein Begriff. 1919 gegründet, stellte man erst Mikroskope, medizinisches Equipment und Thermometer her, bevor es dann später auch zu Kameraobjektiven und Kameras ging. Nun hat Olympus angekündigt, sich komplett aus der Imaging-Sparte zurückzuziehen und diese an einen Investmentfonds zu verkaufen.

Namenstechnisch wird alles so bleiben, wie es ist – denn Olympus wird weiterhin als Marke herhalten. Die Sparte übernehmen wird aber Japan Industrial Partners, das Unternehmen, welches auch das VAIO-Computergeschäft von Sony übernommen hat. Der Grund dürfte auch darin liegen, dass Olympus erkannt hat, dass es auf dem Markt der (Digital)Kameras sehr viel schwerer geworden ist.

Sprich: Marktrückgang durch die Smartphone-Fotografie. Japan Industrial Partners wird aber die Olympus-Marken OM-D und Zuiko weiter nutzen und auch Produkte auf den Markt bringen – allerdings wird sicher, wie bei VAIO auch, vorher ordentlich wegrationalisiert.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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13 Kommentare

  1. Mir haben die Kameras und vor allem Objektive immer gut gefallen. Mal schauen wohin die Reise jetzt qualitätsmäßig geht.

    • So wie immer. Auf dem guten Ruf der Marke werden dann so lange irgendwelche Produkte herausgehauen bis die Käufer erkennen das Ruf und Produkt nicht mehr übereinstimmen, weil es das ursprüngliche Produkt nicht mehr gibt. Sprich der Wert der Marke in den Köpfen der Käufer wird geschröpft bis die Marke nichts mehr wert ist.
      Denn man kann davon ausgehen das genau die Qualität,die die Marke einst ausmachte, es so nicht mehr geben wird. Denn wenn es so wäre, wären die Produkte noch rentabel und die Marke müssten nicht verkauft werden.
      Man könnte diesen Prozess auch umgangssprachlich als Leichenfledderei bezeichnen.

      PS. das bedeutet nicht das Nachfolgeprodukte schlecht sein müssen, aber eben keine hochwertigen Kameras und Objektive mit Olympus Qualität.

      • Ein Investmentfonds will Rendite, nichts weiter. Da der Kameramarkt kein Wachstumsmarkt ist, sehe ich hier nur einen Grund, zu investieren: die Marke ausquetschen und möglichst schnell möglichst viel Rendite machen. Ehrlich gesagt ein Grund für mich, niemandem mehr Olympus-Kameras zu empfehlen.

        Insofern stimme ich Dir zu. Nur beim letzten Satz bin ich kritisch. Für einen Fonds gibt es kaum Anreize, groß in Forschung und Entwicklung zu investieren. Nicht bei dem Markt. Entsprechend wird die Produktion wahrscheinlich auch verschlankt. D.h. günstiger einkaufen, billigere Teile, weniger Qualitätssicherung und höhere Automatisierung. Erinnert mich an schlechte Zeiten bei Sony, als man fünf Kameras bestellen musste, bis man eine richtig justierte in der Hand hatte.

        • JIP ist eine Heuschrecke. Kernkompetenz und Ziel: Kranke Unternehmen billig kaufen, ausschlachten und die profitablen Teile (Technologie, Patente, etc.) gewinnbringend verkaufen.

  2. War nicht der erste und wird nicht der letzte Kamerahersteller sein der verschwindet. Als einen der nächsten würde ich Pentax vermuten, auch wenn ich dies bedauern würde.

  3. Habe heute Abend auf der Veranda im Abendlich die Statue von The Last of Us Collectors Edition mit einem IPhone X und Halide mit „Depth“ aufgenommen um sie meinem Bruder zu schicken der wissen wollte sie sie aussieht und die Bilder im Netz nur Schrott waren. Langsam frage ich mich wirklich warum ich noch eine Vollformat Kamera im Urlaub mit mir rumschleppe (ja die Bilder sind besser, sie haben einen ganz anderen Charakter) aber man schleppt so viel Equipment mit um 40% mehr herauszuholen aber am Ende sieht man sich doch nur „die Bilder“ an. Am Ende werden Nikon, Canon und Sony im High End übrig bleiben, der Rest wird sterben (meine Meinung) und ob High End noch genug hergibt für die Drei ist fraglich. Vielleicht schauen professionelle Fotografen letztendlich in die Röhre….

    • Olympus ist mehr als high end…

      • Olympus hätte einfach mal etwas als Four Thirds testen sollen.

        Einfach mal ausprobieren. Sowie sich Fuji im Medium Format Sektor ausprobiert.

        Fuji hat doch Olympus längst überholt. Genauso Retro aber mit einem größeren Sensor.

        Und „High End“ ist Olympus höchstens bei der Verarbeitung. Klar kann man High End unterschiedlich definieren. Bei Photos sehe ich eher Sony, Canon und Nikon in dem Bereich. Leica auch. Fuji mit kleinen Abstrichen.

        Im Videobereich sind es Sony, Panasonic und Canon. Fuji wieder mit Abstrichen.

        Klar gibt es noch sowas wie Arri, Red und Black Magic.

      • Gibt es das denn überhaupt, „mehr als High End“?

        • Wenn du Medium Format nimmst und dann sowas wie Phase One, Hasselblad (nicht die kleine Kamera).

          • alles schön und beeindruckend, taugt aber draußen im Feld nicht wenn Du Wildlife oder Sport machen möchtest, Tele und schnelle Bildfolge gewünscht ist genau wie ein schneller und guter AF und einfach sahnegeile – sorry – perfekte Bildstabilisierung mit JEDEM Objektiv.

            Olympus hat da einfach Maßstäbe gesetzt.

  4. bergzierde says:

    Das war es dann. So wie bei Blaupunkt, Zündapp, Kreidler u.s.w. Von diesen Firmen gibt es nur noch Schrott, der mit dem einstigen Markennamen nichts mehr zu tun hat. Traurig.

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