Öffi: App nun unter GNU General Public License 3 und offiziell über F-Droid verfügbar

„Payments“. Jenes Wort sollte als Begründung ausreichend genug sein, um den Entwickler der beliebten App für Nahverkehrs-Informationen darauf aufmerksam zu machen, warum man jene aus dem Google Play Store warf. Mittlerweile hat sich zumindest geklärt, was sich das Unternehmen dabei gedacht hatte. Der Entwickler hätte demzufolge noch einmal Hand an die App legen müssen, damit eine Chance auf Wiedereinstellung bestanden hätte.

Allem Anschein nach werden Fans der App aber auch weiterhin darauf warten müssen, Öffi auf dem offiziellen Weg über den Google Play Store installieren oder updaten zu können. Mittlerweile ist es so, dass der Entwickler von Öffi, der eh schon zahlreiche Open Source-Komponenten einsetzte, seine App in Version 10 GPLv3-lizenziert. Der Quellcode der App vom Entwickler auf GitLab offengelegt und parallel ganz offiziell zum F-Droid-Repository (hier erhältlich) hinzugefügt.

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Benjamin Mamerow

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18 Kommentare

  1. Jochen F. says:

    Im offiziellen F-Droid Repository kann ich es nicht finden

    • Cherusker says:

      https://offi.schildbach.de/download_de.html gibt es schon lange.Weil Öffi nicht OSS war, musste Andreas Schildbach sein eigenes Repoditory einrichten, um Öffi über F-Droid anbieten zu können.

      Jetzt soll Öffi in das offizielle Standard-Repository aufgenommen werden. Alle Apps werden jedoch zuvor überprüft. Deshalb ist es aktuell noch nicht verfügbar.

  2. Dauert noch paar Tage, bis es im offiziellen F-Droid Repo drin ist.

  3. AndyAmber says:

    Als Entwickler der App whatsapp2date weiß ich nur zu gut wie sich diese Willkür anfühlt. Jeder Depp der ein Google Handy kauft genießt 24/7 Support. Die Entwickler bekommen bei einer Sperrung null Info und auf nachhaken die Drohung, dass auch der ganze Account gesperrt werden kann.
    Es gibt Entwickler die von ihren Apps leben und wo diese Willkür die Existenz kosten kann.
    Sich auf das Google Ökosystem zu verlassen ist somit sehr gewagt. Ich finde es armselig, dass Google die, die dem System erst Leben einhauchen so schlecht behandelt.

    Bleibt nur zu hoffen dass es da seitens Google mal ein umdenken gibt. Bzw. die Entwickler und Nutzer mal ein Zeichen setzen.
    Ich habe meine Lektion gelernt.

  4. Also wenn die App nicht mehr in den Playstore kommt wird sie über kurz oder lang in der Versenkung verschwinden. Schad drum…

    • sunworker says:

      So ist es und das wäre schade. Ohne den Play App Store von Google ist die App tot.

    • Mitnichten denn bei der Masse an Andriod Smartphone liegt der nutzen der App nur im einstelligen Prozent Bereich. Allerdings dürfte der Wirbel von Google selbst dafür sorgen das die App einen Aufwind bekommen dürfte. Wie man es dreht und wendet, am Ende war es von Google ein Schuss ins eigene Knie.

  5. Denis Seidel says:

    Google‘s Herangehensweise war alles andere als fair. Auch wenn die Regeln im Play Store so lauten, wie sie es argumentiert haben.
    Wenn er Andreas Schildbach seine App nun nicht mehr über den Play Store anbieten möchte, kann ich das verstehen und sogar nur begrüßen. Er sollte sich nicht alles von Google gefallen lassen.
    Öffi habe ich früher selbst sehr gerne genutzt und würde es wohl immer noch tun, wenn er sie auch für iOS veröffentlichen würde. Die App ist gut genug, um auch ohne den Play Store ihre Verbreitung zu finden, zumal er damit ja zumindest direkt kein Geld verdienen will.
    Google sollte sich mal überlegen, wie sie mit den Entwicklern umgehen, die ihnen Qualität in den Play Store bringen, zu der sie selbst offensichtlich nicht im Stande sind.

    • sunworker says:

      So wie das aussieht darf er damit direkt kein Geld verdienen, weil seine Abmachungen mit den Verkehrsbetieben das verhindern. Immherin nutzt er ja deren Daten.

      Das ist auch das Dilemma, er darf wahrscheinlich keine App bauen die als Pro Version für einen Betrag x angeboten wird.

      Deshalb dieses Konstrukt mit den Spenden, welches aber für den Play Store nicht erlaubt ist (auch verständlich, so entgeht Google ja der Anteil, das würden dann viele so machen).

      Das gleiche Problem hätte er auch bei Apple.

      Deshalb versucht er jetzt die App über andere Android App Stores zu verteilen. Aber das wird nicht funktionieren, wenn die App dauerhaft aus dem Play Store raus ist, dann ist es Öffi leider Geschichte.

      Sehr schade, weil das ist eine sehr gute App. Ich kenne niemanden der Apps aus anderen Quellen als dem Play Store installiert.

  6. Wenn der Entwickler einfach mal sämtliche Verweise auf Donations, Bitcoin Wallets oder andere Payment Schnittstellen aus dem zu kompilierenden SourceCode entfernen würde, dürfte Google keinerlei Beanstandungen mehr finden. Auf der Google+ Seite hat er ja berichtet, dass der Google Support ihm inzwischen genauere Infos gegeben hat.

    Wie ich bereits in einer vorherigen News geschrieben habe, war die Abfrage zur Laufzeit unzulässig (was aus meiner Sicht offensichtlich ist).
    Wenn Google ihm jetzt weiterhin die App wegen „Payments“ nicht durchlässt, zweifle ich fast an dem ernsthaften Willen bzw. Kompetenz des Entwicklers die App für den PlayStore zu „bereinigen“.

    • Naja, mal sehen wie es weitergeht.

      @all: Aktuelle Infos von Schildbach bzgl. Verfügbarkeit im Play Store hier: https://plus.google.com/+AndreasSchildbach/posts/WQrh3thfuQq

    • Mit Kompetenz wird das sicher weniger zu tun haben als damit, dass er sauer auf Google ist 🙂 naja mal schauen, wenn er es nicht mehr in den PlayStore stellen will, wird eine andere App seine Downloadzahlen bekommen bis Öffi in der Senke verschwunde ist. Das wäre sehr schade.

    • Wie Andreas schon verlinkt hat, hat er das ja nun mittlerweile getan (auch wenn ich da, wie du mittlerweile weißt, eine gänzlich andere „Sicht“ habe, denn bisher steht oder zumindest stand das so in keiner Richtlinie), aber er hat trotzdem wieder nur die „Payments“-Antwort bekommen.

      @Mav: Ich glaub nicht, dass er das nicht will, schon aus den von dir selbst genannten Gründen – ohne die Präsenz im PlayStore sinkt die Bekanntheit, ohne die Bekanntheit dürften auch die Spenden bald im Keller sein. Denn auch wenn man in der PlayStore-App keinen Spendenaufruf integrieren kann, darf man nicht vergessen, dass man so Leuten wenigstens die Chance gibt, sich weiter über das Projekt zu informieren und dann ggf. zu spenden. Über eine App, die nach 6 Monaten keiner mehr kennt, weil sie nicht breit verfügbar ist, wird sich halt auch niemand informieren.

    • Wie ich bereits in einer vorherigen News geschrieben habe, war die Abfrage zur Laufzeit unzulässig (was aus meiner Sicht offensichtlich ist).

      So wie es formuliert war, war es leider nicht offensichtlich. Vor allem wurde von Google ein nicht zutreffender Screenshot, der also nichts mit dem Code dahinter zu tun hat, als „Beweis“ aufgeführt.

  7. Die App verwende ich täglich.

    Google nervt zunehmend.

    Gute Konkurrenz zu den Google-Diensten wäre wünschenswert – auf allen Gebieten.

    Ich beginne langsam mit der Umstellung, weg von Google-Diensten. Kostet leider Zeit und Komfort.

    • Nicht aufgeben! Habe das das auch hinter mir und habe es nie bereut. Aber wie du schon geschrieben hast, es kostet Zeit. Zum Glück gibt es viele Tutorials und Gleichgesinnte da draußen.

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