Oculus will Virtual Reality in die nächste Phase hieven

Facebook bzw. dessen Tochter Oculus hat vor kurzem die hauseigene Konferenz Connect 6 abgehalten, um seine Zukunftspläne für den Bereich Virtual Reality vorzustellen. So glaubt man weiterhin an das Konzept, auch wenn der erhoffte Hype am Markt bekanntermaßen bisher ausgeblieben ist. Doch VR und AR besetzen eine durchaus interessante Nische, von der noch viele Weiterentwicklungen zu erhoffen sind.

Laut Oculus sei man etwa dabei, die Unterstützung der Oculus Quest, hier Bennys Testbericht, auszubauen. Ich persönlich denke auch, dass derartigen Standalone-VR-Headsets irgendwann die Zukunft gehören wird. Denn das Kabelgewirr ist es unter anderem auch, welches viele Kunden abschreckt. Von den 100 Mio. US-Dollar, die laut Oculus über den Oculus Store umgesetzt werden, entfielen laut dem Anbieter schon jetzt 20 % nur auf die Oculus Quest.

Anfang 2020 soll die Oculus Quest mit Hand-Tracking ein neues Feature erhalten. Dadurch ist die Interaktion mit VR-Inhalten ohne Controller, ganz einfach über die Hände, möglich. Zusätzliche Hardware wird dafür nicht notwendig sein. Zunächst wird das Feature aber weiter als „experimentell“ eingestuft.

Des Weiteren hebt man den Oculus Link hervor. Das neue Feature solle es ermöglichen, die Oculus Quest auf Wunsch dann doch per USB-Kabel mit einem PC zu verbinden und so Inhalte der Rift an der Quest zu nutzen. Ab November will man dazu eine Beta-Version veröffentlichen. Damit die Übertragung absolut rund läuft, wird Oculus außerdem ein Premium-Kabel auf den Markt bringen, das man für die Verbindung empfiehlt.

Seine Nutzerbasis will man außerdem mit Facebook Horizon bei der Stange halten. Dabei handelt es sich um eine soziale VR-Erfahrung, die Anfang 2020 als Beta starten wird. Facebook Horizon wird den Nutzern Tools anbieten, um auch ohne Programmiererkenntnisse eigene VR-Umgebungen zu erstellen. Falls ihr Interesse an der Beta habt, könnt ihr euch hier bereits registrieren.

Weitere News: Ab dem 26. September werden viele Apps der Oculus Go auch mit der Quest kompatibel sein. Zudem folgt im Herbst noch ein Update, welches Oculus TV stark verbessern wird, um Medieninhalte zu konsumieren. Auch ein Media Studio ist geplant, welches Oculus als Management-Werkzeug für Medien beschreibt, das es Kreativen ermöglichen soll, Inhalte direkt in VR hochzuladen.

Auch einige Apps und Games zeigte man noch gemeinsam mit Partnern wie Respawn Entertainment auf der Connect 6. Dazu zählen etwa „Medal of Honor: Above and Beyond“, „Vader Immortal: A Star Wars VR Series Episode II“ und das Spiel „Asgard’s Wrath“. LiveMaps wird wiederum ein Overlay sein, das virtuelle Inhalte in der realen Welt verankern kann und AR-Erfahrungen vorantreiben soll. Auch forscht man immer noch an Ganzkörper-Avataren, um VR noch lebensechter zu gestalten.

Viel Neues in Sachen VR also. Bleibt ihr da aktuell am Thema dran? Oder seid ihr der Meinung, dass noch viele Jahre ins Land gehen müssen, bis VR für eine breitere Masse salonfähig wird?

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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7 Kommentare

  1. Ich sehe VR als konsequente Weiterentwicklung der Bildschirmtechnik und damit unumgänglich für die Mehrheit der Menschen, welche darstellbare Inhalte konsumieren. Aber es wird noch Jahre dauern bis der Massenmarkt erobert ist. Vielleicht 10, vielleicht sogar 20 Jahre. Aber VR ist definitiv gekommen um zubleiben. Sie nur ein „Konzept“ zu nennen greift viel zu kurz. Dazu beitragen werden leichte, mobile Headsets mit deutlich größere Sichtbreite und Auflösung als jetzt, plus Inside Out Tracking. Insofern deutet ie Quest in die richtige Richtung.

    • „unumgänglich für die Mehrheit der Menschen, welche darstellbare Inhalte konsumieren“
      TF?

    • Laut Weltbank 2018 gelten 3,4 mill. Menschen als arm = 50% der Weltbevölkerung. Ob die alle auf eine VR Brille sparen ?

      • Ah, verstanden. Wer arm ist „konsumiert keine darstellbaren Inhalte“. oO

        Leute,
        1. Verstrickt Euch doch nicht in unsinnig hochgestochenen Formulierungen. Da kommt dann so ein Unsinn bei raus wie oben. bazi, das haste nciht verstanden und in eine andere Richtung kommentiert. Aber trotzdem noch dazu:
        2. Die Oculus Rift ist i.W. ein Smartphone ein einem Brillengehäuse mit vier Kameras dran. Dazu zwei Controller mit ein paar IR-LEDs und Bewegungssensoren. Also keine Rocket Science – das ist ja gerade das schöne daran.
        Schon jetzt haben mehr als 5 Mrd. (Du meinst bestimmt auch „mill“ = Mrd.) Menschen ein Mobiltelefon, das wäre vor 15 Jahren noch undenkbar gewesen. Also die Technologieverfügbarkeit wird bald gegeben sein.

        • Also ich hab die Quest seit rund zwei Wochen mit Beat Saber, Real Fishing VR und Space Trainer und hatte selten soviel Spaß beim daddeln wie mit diesem System.

          • Ich habe eine Oculus der ersten Stunde (2016) ich hatte auch eine lange Beat Saber Phase, aber letztens habe ich mal wieder die Spinnenfäden an der Brille entfernt. Die Hemmschwelle die Oculus zu benutzen ist einfach größer als gedacht (ok mit der Quest sieht es sicher besser aus als mit den Trackingkameras und der ganzen Verkabelung). Trotzdem hole ich mir The Room unbesehen.

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