
Die Mobilfunkanbieter hatten von der Bundesnetzagentur (BNetzA) eins auf die Finger bekommen: Denn sie erfüllten ihre Versorgungsauflagen nicht fristgerecht. Allerdings nutzen die Unternehmen das nun recht kreativ zu ihrem Vorteil, in dem sie das eigentliche Versäumnis zu einem PR-Coup umdeuten wollen – sie werben nun damit, wenn sie doch noch nachträglich die Auflagen erfüllen.
So kommt es dann dazu, dass O2 etwa nun angibt 97 Prozent der hessischen Haushalte mit 4G zu versorgen. Damit seien nun in Hessen die Versorgungsauflage der Bundesnetzagentur (BNetzA) erfüllt. Die BNetzA hatte Telefónica / O2 eine Frist bis Jahresende 2020 eingeräumt, um die von ihr vorgegebenen Versorgungsziele zu erreichen. Seit Jahresbeginn habe O2 laut eigenen Aussagen fast 600 4G-Sender an Stationen in Betrieb genommen, an denen es bisher kein 4G gab. Darüber hinaus habe das Unternehmen rund 360 4G-Sender installiert, um die Kapazitäten und Surfgeschwindigkeiten für O2 Kunden zu erhöhen.
Parallel zum 4G-Netz baut das Unternehmen sein 5G Netz weiter aus. Frankfurt gehört zu den ersten fünfzehn Städten, in denen Telefónica Deutschland / O2 in den vergangenen Wochen 5G angeschaltet hat. Weitere Städte und Regionen werden in den nächsten Monaten laut dem Anbieter nachfolgen. Spätestens 2025 will O2 in Hessen über ein flächendeckendes 5G-Netz verfügen.