Nvidia-Hack: Daten werden bereits für Malware-Verbreitung missbraucht

Nvidia wurde kürzlich Opfer eines Hackerangriffs. Dabei wurden auch vertrauliche Daten gestohlen. Verantwortlich war wohl die Hackergruppe Lapsus$. Sie versuchten Nvidia zu erpressen, nachdem aber keine Verhandlungen zustande gekommen waren, begann man Daten ins Netz zu streuen. Jene werden mittlerweile von anderen Kriminellen missbraucht, um Angriffe auf User auszuführen.

Denn enthalten waren in den gestohlenen Daten auch zwei Zertifikate, mit denen zuvor Entwickler von Nvidia Treiber und Executables signieren lassen konnten. Dies soll es eigentlich für Nutzer und auch das Windows-System leichter machen, die Dateien konkret einem Herausgeber zuzuordnen und sicherzustellen, dass sie nicht manipuliert worden sind. In diesem Fall griffen sich aber Dritte die Zertifikate, um Malware als harmlos auszugeben. Darunter waren etwa Cobalt Strike, Mimikatz und weitere Trojaner.

Die gestohlenen Zertifikate sind zwar abgelaufen, dennoch kann noch Schindluder mit ihnen getrieben werden. Microsoft könnte nun reagieren und sie gestohlenen Zertifikate einer Liste in Windows hinzufügen, sodass in Zukunft verhindert würde, dass damit weiterhin Unfug getrieben wird. Allerdings würden dann auch ältere, echte Nvidia-Treiber blockiert, sodass es fraglich ist, ob es dazu kommt.

In diesem Artikel sind Partner-Links enthalten. Durch einen Klick darauf ge­lan­gt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalten wir ei­ne kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Gefällt dir der Artikel? Dann teile ihn mit deinen Freunden.

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

Neueste Beiträge

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von dir angegebener, personenbezogener Daten zu.

3 Kommentare

  1. Oliver Müller says:

    Die Zertifikate müssen zurückgezogen werden. Andernfalls kann man sich ja das ganze Zertifikats-Geblödel sparen.

    • Sehe ich auch so. Zumal man Treiber mit abgelaufenen Zertifikat trotzdem installieren kann. Mann muss halt nur als Administrator die entsprechenden Warnungen übergehen und die Installation aus nicht vertrauenswürdiger Quelle explizit erlauben.
      Und wer sich ältere Treiber installieren will, ist sich im Klaren was er tut und kennt den Umstand.

  2. Wie is denn die Unterstützung für a ältere Treiber? Haben wir da noch unterstütze Betriebssysteme als Voraussetzung?
    Sonst würd ich sagen, zurückziehen und fertig.

Es werden alle Kommentare moderiert. Lies auch bitte unsere Kommentarregeln:

Für eine offene Diskussion behalten wir uns vor, jeden Kommentar zu löschen, der nicht direkt auf das Thema abzielt oder nur den Zweck hat, Leser oder Autoren herabzuwürdigen. Wir möchten, dass respektvoll miteinander kommuniziert wird, so als ob die Diskussion mit real anwesenden Personen geführt wird. Dies machen wir für den Großteil unserer Leser, der sachlich und konstruktiv über ein Thema sprechen möchte - gerne auch mit Humor.

Du willst nichts verpassen?

Neben der E-Mail-Benachrichtigung habt ihr auch die Möglichkeit, den Feed dieses Beitrags zu abonnieren. Wer natürlich alles lesen möchte, der sollte den Hauptfeed abonnieren.