Nvidia GeForce Now: Offiziell nicht unterstützte Spiele und Apps liefen mit Tricks

Nvidia GeForce Now ist das Cloud-Gaming-Angebot des Unternehmens. Anders als etwa bei Stadia, vertreibt Nvidia aber nicht selbst Spiele in einem eigenen Shop. Stattdessen setzt GeForce Now auf bestehenden Spielesammlungen bei z. B. Steam auf. Außerdem laufen nur offiziell unterstützte Spiele via GeForce Now. Ein findiger Nutzer hat aber nun festgestellt, dass man GeForce Now über einige Umwege austricksen kann. Dann sind auch allerlei andere Spiele und Apps über den Dienst nutzbar. Außerdem entdeckte er Hinweise auf möglicherweise kommende PC-Titel.

Sein Kniff bezieht sich noch auf die Zeit vor ca. einem halben Jahr, als es möglich gewesen ist, Steam direkt zu starten und danach das jeweilige Spiel zu wählen. Experimente mit einer veralteten Version des GeForce-Now-Clients erlaubten es dem Entwickler namens Ighor July zudem, interne Informationen einzusehen, die eigentlich nicht für Kunden bestimmt sind. Die genaue Vorgehensweise beschreibt er in diesem ausführlichen Post. Am Ende erhielt er Zugriff auf Spiele, die nicht öffentlich zur Verfügung stehen und teilweise wohl Entwicklern zum Experimentieren dienen. Die Verfahrensweise ist jedoch recht komplex.

Darunter waren nicht nur Spiele, sondern auch Anwendungen wie Microsoft Office, 3D Max, Adobe Photoshop und Maya, die dann via GeForce Now laufen. Spannenderweise waren auch Games gelistet, die es bisher nicht für den PC gibt: etwa „God of War“ aus der PS4-Ära. Allerdings hat sich Nvidia dazu bereits geäußert und erklärt, dass man daraus keine Veröffentlichungspläne von Partnern ableiten solle. Es handele sich um eine interne Liste, die nur Tests diene.

Auch den Dolphin-Emulator und kurioserweise eine Version von „Super Mario Bros Wii“ stöberte der Entwickler auf. Letzterer hatte im Übrigen zuvor Nvidia angeboten, sie über seine Vorgehensweise und die Lücken in GeForce Now zu informieren, welche die erwähnten Daten sichtbar machen. Der Hersteller zeigte aber offenbar kein Interesse, weswegen er die Verfahrensweise nun öffentlich gemacht hat.

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