Nvidia GeForce Now ist für mich persönlich eigentlich ein besseres Konzept als Google Stadia: Denn ihr müsst die Spiele, welche ihr über die Cloud streamen wollt, nicht neu kaufen. Stattdessen knüpft GeForce Now an bestehende Spielesammlungen in Steam an. Allerdings sind immer mehr Publisher unzufrieden mit diesem Modell und entfernen ihre Titel – nun gesellt sich leider auch 2K Games dazu.
Zuvor hatten sich bereits Activision Blizzard, Bethesda und Hinterland Games von GeForce Now losgesagt. Nun mögt ihr euch fragen: „Warum machen die Publisher das? Da wird doch ein Mehrwert für ihre Games angeboten und womöglich sogar ein Kaufanreiz geschaffen?“ Nun, meine Vermutung ist, dass die Publisher lieber zweimal abkassieren würden. Denn wie eingangs erwähnt, setzt GeForce Now auf bestehende Sammlungen auf. Ihr müsst also Games eben nicht erneut kaufen, ergo fließen keine zusätzlichen Einnahmen an die Vertriebe. Einzig Nvidia nimmt gegebenenfalls Kohle mit, wenn ihr euch für das kostenpflichtige Founders-Anonnement entschließt.
Da wollen die Publisher eben auch selbst gerne die Hand aufhalten. Kann man sich drüber streiten, ob das gerechtfertigt ist, denn per se haben sie ja bereits am Spieleverkauf verdient – wer die Games-Industrie ein wenig kennt, ahnt aber, dass das den Vertrieben selten ausreicht. Für Nvidia ist die ganze Sache ein Problem, denn je weniger Games über GeForce Now gestreamt werden können, desto uninteressanter wird der Dienst natürlich für potenzielle Abonnenten.
In den Community-Foren teilt ein Sprecher Nvidias mit, dass man mit 2K Games an einer Lösung arbeite. Einen Zeitrahmen könne man aber nicht nennen. 2K Games vertreibt unter anderem Titel wie „Borderlands“, „Bioshock Infinite“, XCOM 2″ und mehr – sie alle fehlen nun bei GeForce Now. Sollte sich das so fortsetzen und weitere Games bei der Streaming-Plattform von Nvidia herausfallen, dann kann man den Dienst wohl leider als Totgeburt abhaken. Da muss das Unternehmen nun möglichst rasch zu Einigungen kommen.
