NSA verübt modernen Postraub, um Laptops mit Malware zu infizieren

Nein, anscheinend handelt es sich bei der folgenden Story nicht um einen sehr verfrühten Aprilscherz. Es geht wieder einmal um die NSA und ihre Methoden, um auch wirklich alles mitzukriegen, was auf den PCs dieser Welt so vor sich geht. Aus einem Bericht geht hervor, dass die NSA im Zusammenspiel mit CIA und FBI regelmäßig PC- oder Komponenten-Lieferungen abfängt, um diese mit Malware zu infizieren oder gar infizierte Hardware einzusetzen, bevor die Ware beim Kunden ankommt.

1984

Diese Manipulation sorgt dafür, dass die NSA auf jenen Rechnern einen unbemerkten Remote-Zugriff durchführen kann. Es ist allerdings nicht bekannt, in welchem Ausmaß diese Praktiken Anwendung finden. Bekannt ist jedoch zumindest ein Produkt namens Cottonmouth, das seit 2009 verfügbar ist. Hier handelt es sich um ein „USB Hardware Implantat“, das den Remote-Zugriff ermöglicht.

Für NSA-Agenten sind solche Tools bequem per Katalog bestellbar. In diesem Katalog finden sich geeignete Mittel, um Backdoors in Hard- oder Software von sehr vielen Firmen einzubauen. Unter anderen sind Cisco, Juniper Networks, Dell, Seagate, Western Digital, Maxtor, Samsung und Huawei aufgeführt.

Aber damit noch nicht genug. Ebenfalls wird berichtet, dass es der NSA möglich sei, Fehlermeldungen von Windows abzufangen. Es wird so praktisch nur nachgeschaut, welchen Fehler der betroffene PC ausgibt und dann entsprechend mit Malware oder Trojanern attackiert.

Was nach einem mittelmäßigen Plot für einen B-Movie klingt, spielt sich seit Jahren direkt vor unserer Nase ab. Mit jeder neuen Enthüllung über die Machenschaften der NSA wird die ganze Geschichte skurriler und wirkt fast schon weltfremd. Ob das auch der Grund ist, warum die Menschen das alles einfach so hinnehmen?

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*Mitglied der Redaktion 2013 bis 2019* Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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27 Kommentare

  1. Michelangelo says:

    Ich denke Google ist nicht so blöd bei Android eine Backdoor einzubauen. Braucht die NSA auch nicht zu wollen. Schliesslich ist das Google-System auf Webdienste angewiesen. Android schickt sogar Wireless-Keys ins Web und tarnd diese Aktion als BackUp!
    Denkst Ihr irgend eine Datei auf deinem Handy ist von der Googel-datensicherung sicher?
    Und was nicht Google weiss holt sich die NSA bei Facebook. Facebook sammelt sogar Daten von Usern die nicht bei Facebook sind.
    FacebookUser A und FacebookUser B haben Daten über Benutzer C in den Kontakten. Facebook kennt nun Anschrift, Telefonnummer und das Geburtstagsdatum von Benutzer C. Hat unter umständen sobar ein Avatar-Bild von der Zeil-Person.
    Diese Daten lassen sich bei Google wieder einem Profil zuordnen. e voila.

  2. Keine Quelle angegeben? Dann genieße ich diesen Informationsgehalt mal mit Vorsicht. Oder ist das wie mit den „gut unterrichteten Kreisen“?!

  3. @HO: „apple hat welt weit einfach zu wenig verbreitung, als für die nsa besondere relavanz zu haben“
    Dann kuck Dir mal an, wer mit Airbooks etc. rumläuft: Nerds, Freaks, CEO’s, CFO’s usw. Das sind zwar nicht viele, aber ausgesuchte Kunden.

  4. Die Quelle sind Saschas Träume. Irgendwie muss man ja auf sein Klick-Soll kommen…

  5. Eine Quellenangabe wäre sicher sinnvoll gewesen. Andererseits hat bereits gestern, also zum Zeitpunkt dieses Blogeintrags, eine kurze Recherche ein paar mögliche Quellen zutage gefördert. Dass der Eine oder Andere alles mundgerecht serviert bekommen muss und dabei augenscheinlich unfähig ist eigenständig nach (weiteren) Quellen zu suchen spricht dann auch eher für die Anwesenheit grenzdebiler Kommentatoren als für einen schlechten Blog(-Eintrag).

  6. Die Quelle steht doch da. Seit dem der Artikel erschienen ist. Es ist aber schon des öfteren passiert, das diese nicht sichtbar ist, wenn man Adblock nutzt.

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