NSA und GCHQ überwachten auch Apps wie Google Maps und Angry Birds

Was kann uns eigentlich in Sachen NSA noch überraschen? Es gibt wieder neue Enthüllungen seitens des britischen Guardian aus dem Dokumenten-Vorrat von Edward Snowden und irgendwie ist man versucht zu sagen: „war mir irgendwie klar“. Nicht nur SMS, Mails uns Telefonie sollen bespitzelt werden, auch Apps wie die berühmten Angry Birds, Facebook oder Google Maps sollen im Fokus der NSA und des britischen Gegenstücks GCHQ stehen.

AngryNSA

Hier greifen die Geheimdienste angeblich auf „Lücken“ oder Schnittstellen (zum Beispiel für Werbung) in den Apps zu, die nicht nur das Gerät und die derzeitige Location verraten, sondern auch eben alles mögliche aus dem privaten Bereich – Religion, geschlechtliche Ausrichtung und Co.

Bereits 2007 soll die Sammelei angefangen haben, seitdem hat man das Auswerten von Daten immer weiter verfeinert, gerade Google Maps soll dabei den Behörden großartige Dienste leisten, aber auch hochgeladene Fotos bei Flickr, Facebook und Co – diese Bilder bieten bekanntlich in den meisten Fällen Ortungs-Informationen. Allerdings teilt man mit, dass man nicht wisse, in welchem Umfang die aufgezeichneten Daten verwendet wurden.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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20 Kommentare

  1. Wie plant man denn am Besten einen Terroranschlag ohne dabei aufzufliegen? Vielleicht schickt man eine unabhängige (und nicht verdächtige) Person an den Ort des Anschlags und lässt diese(n) als Touristen posieren. Es werden Fotos der Ziele und der Umgebung gemacht und auf Flickr oder einem anderen Foto-Dienst veröffentlicht. Danach bedienen sich Terroristen – die Planer des Anschlags jedenfalls – einer Online-Karte wie Google/Bing Maps und hat damit nicht nur auf die Karten selbst Zugriff sondern auch auf Satellitenbilder oder hineingezoomte 3D-Szenen im Google Earth Stil.

    Bilder-Uploads und Google Maps kann ich daher verstehen. Sollten Terroristen tatsächlich so vorgehen – ich bin wohl kaum der Erste, dem das einfällt – muss man diese Daten nur noch verdächtigen Personengruppen zuteilen können.

    Aber, was bitteschön will der amerikanische Geheimdienst mit Angry Birds Daten anfangen? Nur weil man ein paar Häuser mit Vögeln einstürzen lässt ist man doch nicht gleich verdächtig des Terrors – oder etwa doch?

  2. @Daniel: gegen terror. dass ich nicht lache..

  3. etwas lustiges in der Überschrift: ……überwachTEN“…. ich lach mich tot…

  4. @Mitzi: das ist aber die offizielle Rechtfertigung der Überwachung und aus diesem Gesichtspunkt habe ich die letzten Nachrichten betrachtet. Ob man das nun als Privatperson glaubt oder nicht, ist doch egal (weil es sowieso keine Rolle spielt). Genauso ist nicht bewiesen, dass die Sammlung dieser Daten für den angeblichen Einsatzzweck überhaupt einen Nutzen bringt. Über beides kann man sich gerne streiten und ich glaube daran selbst auch nicht.

    Ich wollte mit meinem Kommentar nur sagen, dass man Daten bestimmter Dienste für die Überwachung von verdächtigen Personen durchaus nutzen kann. Vielleicht glaubt man das erst, nachdem man beide Augen zudrückt oder ein patriotischer US-Amerikaner ist, aber das war ja nicht mein Punkt.

    Bei anderen Internetdiensten hingegen ist die Überwachung ein eindeutig illegaler Eingriff in die Privatsphäre und das ist eine Handlung, die man auch mit nationaler Sicherheit nicht mehr schönreden kann.

  5. @Daniel: Gewalt verherrlichende Computerspiele fördern Terrorismus!
    Ich wette, die haben auch Counter Strike usw. unter Beobachtung.
    Und Moorhuhn!

  6. Das nächste Spiel von Rovio heist bestimmt: Where is my NSA 🙂

  7. Angry Birds -> Zielübungen -> Terroristenausbildung

  8. Wenn sie Angry Birds und Maps benötigen, um Bewegungsprofile zu schaffen, dann habe ich sie in ihren Mitteln und Fähigkeiten überschätzt.

  9. Muss ja nicht unbedingt das bewegungsprofil sein. Wenn sich jemand ständig die deutsche botschaft in pusemuckel anguckt könnte das ja auch schon interesse wecken. Aber ich glaube, das die einfach alles was geht anzapfen, egal ob auf den ersten blick nützlich oder nicht. Wenn man bedenkt das doe nsa schon WOW accounts anheuapft haben…

  10. Und falls irgendein geheimdienst jetzt mitliest. Der post über diesen hier stammt nicht von einem anonymous mitglied. Der name wurde eingesetzt weil ich vergessen hbe den richtigen einzutragen! 🙂

  11. Na eins ist mal klar, wenn man heutzutage irgedwas illegales vor hat wirft man als ersts sein Handy weg. Ich hab Bekannte die haben das schon 2005 gesagt. Und sie sollten recht behalten…

  12. Woher soll denn die behauptete Information der sexuellen Ausrichtung kommen? Ich wüsste nicht, anhand welcher Daten in einer Spiele App man darauf Rückschlüsse ziehen könnte?

  13. @Ronny: Im Film „Der Mann, der niemals lebte“ (Originaltitel: „Body of Lies“) wird genau so ein Szenario durchgespielt. Da verwenden die beteiligten Terroristen keine Form moderner Kommunikationsmittel, nur mündliche Kommunikation. Da bekommt dann auch die NSA und kein Geheimdienst was davon mit…

    Wenn Vorbereitungen für Anschläge wie die in Boston unbemerkt stattfinden, dann kann man davon ausgehen dass Einzeltäter mit Lowtech-Bewaffnung und lokalen Kenntnissen weiter unter dem Radar der NSA agieren können. Was eigentlich eher die Absurdität der ganzen Überwachung zeigt. Wie viele Anschläge sollen nochmal verhindert worden sein? 10 in den letzten 10 Jahren? Wie viele Selbstmordattentate finden so am Tag im Irak und in Afghanistan statt? In Israel gehört sowas mittlerweile wohl auch schon so zum Alltag, dass die Medien hierzulande nicht mal mehr berichten. Und das TROTZ Massenüberwachung.

  14. @elknipso: Eventuell wie du den Vogel in Angry Birds abschießt. In welchem Winkel und mit welcher Kraft. ;-)) hehe

  15. Ich denke nicht, dass es überraschend ist, dass auch App angeblich dazu genutzt worden sind, Daten zu sammeln. Vor allem nehme ich an, dass sich über den Gebrauch von Apps hinsichtlich Datenspeicherung/Ausspitzelung weniger Gedanken gemacht, als zum Beispiel beim Telefonieren/simsen/Internetnutzung. Wie die Geheimdienste allerdings aus Spiele-Apps Informationen zu Religion oder sexueller Orientierung herauslesen können, würde mich auch sehr interessieren.

  16. Überraschend find ich das jetzt nicht. Das sind ja letztendlich auch nur Daten, die im Internet übertragen werden.. Oder solls da ernsthaft jmd geben der sagt „App-Daten? Die brauchen wir nicht“ 😉

  17. Zu den Angry Birds Fragen:
    lest ihr eigentlich die Artikel komplett? Steht doch drin, es werden Schwachstellen genutzt um so Zugriff auf das Handy in anderen Bereichen zu durchsuchen. Angry Birds ist weit verbreitet, also praktisch, da man viele erreicht. Sexuelle Orientierung und Religion können genutzt werden um zu selektieren, oder hat jemand schon mal was von einem homosexuellem Islamisten gehört? Außerdem könnte vielleicht die sexuelle orientierung genutzt werden um unliebsame Personen zu diffamieren. Wer weiß, was noch in den kranken Köpfen der NSA vorgeht.

  18. Würde Deutschland solche Überwachung an einem anderen Land durchführen, hätten wir längst einen Krieg ausgelöst. Es ist eine Frechheit, was Deutschland sich einfach so gefallen lässt und tatenlos zusieht.

  19. @Politrox
    Wieso „tatenlos zusieht“? Die machen aktiv mit. Deutschland hat doch den USA bei der Errichtung der Überwachungszentren hier im Land geholfen und bekommt auf Wunsch Daten geliefert.
    Dass das Ganze mit Terrorbekämpfung überhaupt nichts zu tun hat sollte doch inzwischen wirklich der letzte kapiert haben. Es geht um die Überwachung und Kontrolle des Volkes. Wie wichtig dafür das Sammeln jeglicher Informationen ist, wusste doch schon die DDR. Um Revolutionen etc. im Keim zu ersticken muss das Regime wissen, was jeder denkt und tut.
    Das Finanzsystem ist kurz vor dem Zusammenbruch – die bisherigen geplatzten Blasen waren nur der Anfang. Es ist keinem Land mehr möglich, seinen riesigen Schuldenberg zurückzuzahlen. Die wachsenden Schuldenberge lassen sich bald nicht mehr durch höhere Steuern und Preise gegenfinanzieren. In solchen Situationen gab es in der Vergangenheit entweder immer einen großen Krieg oder eine Währungsreform, bei der alle Sparer ihre Einlagen verloren (und damit praktisch die Schulden des Staates bezahlten).
    Vorher wird es aber (nicht nur in D) Millionen Renter geben, die nur noch von einer Grundsicherung leben sowie Millionen Arbeitslose die für 1 Euro knechten „dürfen“.
    Und wenn davon mal 10 Millionen einen Marsch auf Berlin (oder Washington) unternehmen, geht der Politikerriege der A… auf Grundeis. Warum sonst will unsere Regierung wohl Dronen anschaffen und den Einsatz der Bundeswehr im Innern legitimieren?! Die Überwachung sozialer Netzwerke ist da ja der erste logische Schritt, um entsprechende Entwicklungen und Planungen vorauszusehen (und im Keim zu ersticken).

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