Nokia soll ab 2016 wieder in das Hardware-Geschäft mit Telefonen einsteigen

Dass Nokia wieder in das Hardware-Geschäft zurückkehren könnte, wird schon eine ganze Weile spekuliert. Immerhin haben die Finnen für das Tablet Nokia N1 gesorgt, dürfen aber nach dem Verkauf der Mobilsparte an Microsoft erst ab 2016 wieder Smartphones herstellen. Wobei dies vermutlich ebenso ablaufen wird wie beim N1, also das Produkt wird bei Nokia entwickelt und für andere Firmen lizenziert. Dies haben Insider gegenüber Re/Code geäußert.

Nokia Logo

Welche Produkte Nokia aktuell genau entwickelt, um diese nächstes Jahr auf den Markt zu bringen, ist nicht bekannt. Aber es soll auch Projekte im Zusammenhang mit Virtual Reality geben. Richard Kerris, ehemals bei Nokia tätig, sagt sogar aus, dass Nokia mehrere spannende Projekte habe und er die Firma so schnell nicht verschwinden sieht. Selbst herstellen wird Nokia aber wohl keine Geräte, die Anlagen gingen seinerzeit alle an Microsoft, deshalb ist das Lizenzierungs-Modell auch wahrscheinlich.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Nokia eines seiner Standbeine, die Netzausstattung, mit dem Zukauf von Alcatel-Lucent stärken will, dafür aber Interesse daran hat, den Kartendienst HERE abzustoßen. Das hat zwar nichts mit Hardware im Consumer-Bereich zu tun, allerdings könnte man so technische Neuerungen schneller durchsetzen, wenn man das Netz und die Endgeräte dafür fabriziert.

Es wird spannend werden, ob sich der einstige Marktführer noch einmal zurückkämpfen kann, vor allem in einem Bereich, der verkauft wurde und praktisch wieder von Null anfängt. Es ist ja leider auch nicht so, dass man mit x-beliebigen Smartphones heute noch Geld verdienen kann, da straucheln fast alle Hersteller.

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4 Kommentare

  1. Ich denke der Zug ist abgefahren. Das Interesse an einem soliden Nokia Lumia mit Android war groß, aber seit dem sind auch wieder einige Jahre vergangen und die Kunden sind mehr oder weniger zufrieden bei anderen Herstellern in der Zwischenzeit gelandet.

  2. Nokia ist bereits auseinander genommen worden, viele Experten arbeiten mittlerweile bei oder für Apple, Samsung, LG, Microsoft, Google etc., aber Nokia Here Maps ist Klasse und als Kartenmap derzeit meine Lieblings-App auf meinem iPhone.

  3. Ach was. Wenn Nokia ein neues System mit KI und Cortana „Einstein“ ff. vollstopft, bräuchte man am Ende gar keine Apps im Frontend mehr. Einfach Sprach- oder sogar „Denk-„Eingabe und Ergebnisansicht oder Sprachausgabe. Das wäre die Revolution!

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