Nokia baut 5G-Netz für den automatisierten Bahnbetrieb der Deutschen Bahn

Nokia und die Deutsche Bahn starten ein gemeinsames Projekt, mitten in Hamburg. Das Projekt wird erst einmal ein Test, inwiefern 5G-Technologie geeignet ist, um die Konnektivitätsanforderungen des digitalen Bahnbetriebs zu erfüllen. Automatisierter Bahnbetrieb klingt natürlich klasse und ist alleine für sich betrachtet nun keine Neuheit. Konkret handelt es sich aber dennoch um das wohl erste 5G-Standalone(SA)-Netz für den automatisierten Bahnbetrieb.

Wie sieht denn der automatisierte Betrieb aus? Sicherlich anders als von vielen gedacht, denn in der Testphase ist es so, dass der Zug nicht komplett alleine fährt.

2021 sollen im Rahmen des Projekts „Digitale S-Bahn Hamburg“ hochautomatisierte Züge auf einem 23 Kilometer langen Abschnitt der S-Bahn Hamburg verkehren. Ein Triebfahrzeugführer wird an Bord sein um bei Störungen oder Unregelmäßigkeiten eingreifen zu können. Die Bahnlinie 21 startet am Berliner Tor, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Hamburg und endet in der Station Bergedorf bzw. Aumühle. Dort steigen Fahrgäste und Triebfahrzeugführer aus. Der leere Zug fährt nun vollautomatisiert und fahrerlos auf ein Rangiergleis, wendet und fährt dann wieder zur S-Bahn-Station zurück. Diese vollautomatisierte Bereitstellung geschieht auf Basis der Übertragung von Zugsteuerungsinformationen über das Nokia 5G-Mobilfunknetz.

Die Nokia 5G-Lösung basiert auf 3GPP-Standards für 5G-Mobilfunknetze. Hoch- oder vollautomatisierte Züge können auf dieser Basis die benötigten Daten über eine 5G-Funkverbindung mit gleisseitigen Kommunikationseinrichtungen austauschen. Bei flächendeckender Anwendung werden positive Auswirkungen auf den grenzüberschreitenden Betrieb, die Kapazität und die Pünktlichkeit und somit auch auf das Kundenerlebnis erwartet.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei LinkedIn, Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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7 Kommentare

  1. tomasioBLITZ says:

    Ich sehe schon die ersten Toten weil ein Zug einfach mal entgleist, oder in einen anderen Zug kracht oder oder…schöne neue Welt – achja: Pünktlicher wird die DB eh nicht…wer darauf hofft sollte sich wieder schlafen legen 😀

    • Deutschland: Wir malen uns das schlimmste Aus und wollen keinen Fortschitt
      Rest von Europa: Genießen automatische Züge bereits seit mindestens 1987 (London DLR)

      • Ergänzung:
        https://www.allianz-pro-schiene.de/presse/pressemitteilungen/uebersicht-selbstfahrende-metros-europa/

        Selbstfahrende Metros in Europa: Eine Milliarde Fahrgäste jedes Jahr

      • Äpfel und Birnen. So ein Ubahnsystem hat deutlich weniger bzw. andere Schnittstellen. zB
        nur eine Linie auf einem Gleissystem;
        dazu Bahnsteigtüren um zu verhindern, dass Leute in den Gleisbereich gelangen

        • Hallo Florian,
          die Hamburger S-Bahn ist, wie die in Berlin, eine Gleichstrom-S-Bahn mit seitlicher Stromschiene und fährt auf eigenem Gleisen, die nicht von anderen Zügen mitgenutzt werden. ausnahme ist derzeit die S3 zwischen Neugraben und Buxtehude -Stade , die als mehrsystem-S-Bahn hinter neugraben das Gleichstromnetz verläßt und mittels Oberleitungsstromabnehmer mit dem üblichen Wechselspannungs-Fahstrom der DB wie eine Regionalbahn mit anderen Zügen zusammen die gleiche Strecke nutzt. Innerhalb des eigenen Strom-, signal – und Gleisnetzes kann also die S-Bahn in HH ähnlich wie eine Metro betrachtet werden.

  2. Die üblichen Ausreden wie „Verzögerungen im Betriebsablauf“ und „Verspätete Bereitstellung“ werden ganz sicher auch einprogrammiert.

  3. Sehr geehrte Fahrgäste:
    Aufgrund einer Störung an der Leittechnik hat ihr Zug automatisch angehalten.

    Ein Mitarbeiter ist bereits zu ihnen unterwegs und wir noch heute bei ihnen eintreffen.

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