Noke Padlock: Bluetooth-Vorhängeschloss ab sofort in Deutschland verfügbar

artikel_nokeTechnik macht vor nichts Halt, auch nicht vorm ordinären Vorhängeschloss. Mit dem Padlock der Firma Noke gibt es eine moderne Version des Vorhängeschlosses, entsperrt wird das Ganze via Smartphone über Bluetooth. Einsetzen lässt sich das moderne Vorhängeschloss überall da, wo man auch seinen analogen Kollegen zum Einsatz bringen würde. Einst wurde Padlock via Kickstarter finanziert, nun ist es auch in Deutschland auf normalem Weg lieferbar. Apps zum Entsperren sind für Android, iOS und Windows Phone verfügbar, alternativ kann man sich auch einen Bluetooth-Fob mitbestellen, der dann das Schloss auch ohne Smartphone knacken kann.

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Da Padlock batteriebetrieben ist – zum Einsatz kommt eine normale 2032 Knopfbatterie – gibt es nicht nur die entsprechende Benachrichtigung aufs Smartphone, wenn es Zeit für einen Batteriewechsel ist (ca. einmal im Jahr), sondern auch eine Art Überbrückungskabel, falls man es doch nicht mehr rechtzeitig schafft. Man kann so eine Batterie einfach an das Gehäuse halten und daraufhin mittels App das Schloss öffnen, um dann wiederum die Batterie zu tauschen.

Auch gibt es einen Notfallplan, falls Smartphone oder Fob einmal nicht zur Verfügung stehen. Der Nutzer kann ein Klickmuster festlegen, mit dem sich das Schloss auch ohne weitere Hilfsmittel entsperren lässt. Hauptöffner ist aber die Smartphone-App, hier lassen sich nicht nur mehrere Padlocks verwalten, sondern auch die Menschen festlegen, die das Schloss entsperren können. Die App zeigt auch an, wann welches Schloss von wem geöffnet wurde.

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Ich selbst habe exakt ein Vorhängeschloss im Einsatz und das am Geräteschuppen im Garten. Ob ich hier ein modernes Vorhängeschloss mit Bluetooth nutzen würde? Wohl eher nicht, aber ich kann mir den Einsatz an höher frequentierten Einsatzgebieten (Keller, Fahrradschloss, etc.) durchaus vorstellen. Vor allem für Menschen, die gerne einmal einen Schlüssel verlegen, eine praktische Sache.

Das Padlock ist ab sofort für 79,90 exklusiv bei Gravis erhältlich. Aktuell anscheinend nur über die Läden der Kette, online ist das Padlock bei Gravis noch nicht zu finden. Sicher ein stolzer Preis für ein Vorhängeschloss, dafür dürfte man dann aber auch das coolste Schloss der Nachbarschaft haben. Alle Informationen, die zukünftige Besitzer interessieren könnten, findet Ihr auch auf der Herstellerseite.

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Technik-Freund und App-Fan. In den späten 70ern des letzten Jahrtausends geboren und somit viele technische Fortschritte live miterlebt. Vater der weltbesten Tochter (wie wohl jeder Vater) und Immer-Noch-Nicht-Ehemann der besten Frau der Welt. Außerdem zu finden bei Twitter (privater Account mit nicht immer sinnbehafteten Inhalten) und Instagram. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

13 Kommentare

  1. HerrTaschenbier says:

    Kann ich mir fürs Fitnesstudio gut vorstellen…

  2. Und wurde es schon getestet, ob man mit Magnet und Co. dieses Schloss aufbekommt? Nachdem ja kein mechanischer Schlüssel mehr den Mechanismus bewegt, wird wohl stattdessen ein kleiner Motor oder ein Magnetverschluss/Verriegelung im Inneren zum Einsatz kommt…?! Sprich analoger, simpler Hack möglich…?

  3. Eigentlich sind solche Schlösser nur bei einem deutlich günstigerem Preis aufgrund ihrer Sicherheitsanfälligkeit nicht gerade nicht für hochfrequentierte Bereiche geeignet bzw. nur für nichtsensible Dinge. Dafür ist es aber dann zu teuer

  4. Schon eine gar nicht so üble Idee, würde es mir im Keller das Hantieren mit dem Schlüssel ersparen.
    Per Bluetooth entriegeln geht da sicher einfacher von der Hand. Wenn der Bügel dann aufspringt, nur eben hinlangen, das Schloss aus dem Verschluss nehmen, Tür auf stoßen, Schloss wieder einhaken. Gewöhnlich gehe ich mit vollen Händen in den Keller. Da wäre das schon praktisch, nicht vor der Tür erst einmal wieder alles abstellen zu müssen.
    Stelle mir das mit dem Smartphone oder eben dem Fob (Was bedeutet das Wort Fob? Ist das einfach ein neues Wort für Dongle/Anhänger?)

    Die Frage der Sicherheit bezüglich des Mechanismus ist gerechtfertigt. Auf der anderen Seite aber auch wieder egal. Zwar wird im Fitnesstudio niemand mit einem Bolzenschneider das Schloss am Spint knacken, aber die Gartenhütte oder was auch immer man eben damit abschließen will. Beim Fahrrad wiederum hat man vielleicht Glück, wenn das geklaut wurde, dass das Schloss noch dort liegt. Das Halteset fürs Fahrrad zeigt schließlich ein Stahlkabel. Das dürfte einfacher durch zu bekommen sein, als der Bügel vom Schloss.

    Mein Fazit? Sicher praktisch für Stellen, an die man häufig ran muss. Also eben einen Spint in einer Sporthalle, ein Kellerraum, etc. Für etwas wo man nicht oft ran muss, ist man sicher mit einem normalen Vorhängeschloss besser beraten. Denn sonst steht man sicher öfters davor und hat gerade keine Batterie dabei.

  5. Warum nicht per NFC???

    • Ich gehe davon aus, dass der Hersteller keine Lust auf „Berührung“ hatte, Telefon in der Tasche reicht bei Bluethooth ja aus.

  6. Ich finde es schon cool, dass man mit einer Knopfzelle ca ein Jahr so ein Schloss betreiben können soll, inklusive Mechanik zum entsperren und Bluethooth. Bluethooth low enegy scheint also angekommen zu sein. Oder der Hersteller geht davon aus, dass man nur 4 Mal im Jahr das Schloss bedient. 😉

    • Echt prima Sache – endlich muss ich nicht mehr alle paar Tage in den Keller um meine mechanischen Vorhängeschlösser aufzuladen!

  7. Größter Schwachsinn des Jahrhunderts! Muss ich dann ständig in den Keller laufen, um das Teil wieder aufzuladen? Pfff… Manchmal reichen auch ganz einfach die guten alten Dinge vollkommen aus!

  8. Ich mag Gadgets ja wirklich sehr. Aber hier bin ich in der Tat etwas zwiegespalten.

    Das Entsperren via Bluetooth scheint nicht bei Annäherung automatisch zu erfolgen, so wie die Screenshots aussehen, oder? Ich wähle ein Schloss zum entsperren aus und löse den Vorgang am Handy aus.

    Außerdem würde mir ein Failsafe Mechanismus (das „Überbrückungskabel“) reichen. Ein Tippmuster würde zum alleinigen entsperren Sinn machen. Aber das Teil hat ja mehr Alternativen als nötig und Hautpfunktionen…

    Jemandem anders den Zugriff auf das Schloss erlauben, ist schön und gut. Aber dazu muss ich auch in der Nähe sein (zum „anlernen“). Jemandem remote Zugriff gewähren, das wäre noch schick gewesen.

    Also für mich eher nicht zu gebrauchen, vor allem wenn man noch den Preis berücksichtigt.

  9. Wir haben auf Reisen im Hostel immer EINEN Safe mit Vorhängeschloss (da günstiger). Mit dem Schloss würde man sich das ewige Schlüssel tauschen sparen. Das war echt immer ein Problem, irgendwie hatte immer genau der den Schlüssel, der grade nicht da war.
    Es gibt ja auch noch zig andere gute Anwendungsfälle, z.B. sind beim Sport viele Ballkiste, Geräte usw. mit Vorhängeschlössern gesichert, in der Werkstatt sind auch Maschinen und Werkzeuge mit Vorhängeschlössern gesichert. Ist doch super, wenn hier mehrere Leute Zugang haben, ein Handy hat schließlich jeder oder halt am Schlüsselbund. Auch gut wenn man morgens einfach per Klick alle bzw. die wichtigsten Schlösser öffnen kann und nicht am Schlüsselbund rum suchen muss.