NIO ET5: Chinesischer Auto-Hersteller stellt neue Mittelklasse-Limousine vor

Der chinesische Auto-Hersteller NIO hat auf seiem NIO Day 2021 in Suzhou eine neue Mittelklasse-Limousine namens ET5 vorgestellt. Das Design des Elektroautos unterscheidet sich wenig von denen der Konkurrenten am Markt. Man möchte Sportlichkeit vermitteln und kombiniert das mit einem Interieur, das nach NIOs Konzept des „second living space“ entwickelt wurde und aktuellen Trends aus der Möbel-, Mode- und Schuhbranche folgt. Das Panorama-Dach soll dabei für genügend Licht im Innenraum sorgen.

In puncto Technologie möchte man klotzen statt kleckern. Das PanoCinema-Cockpit setzt auf Augmented und Virtual Reality. Im Zusammenspiel mit einer AR-Brille kommt man auf eine effektive Bildschirmdiagonale von 201 Zoll. Warum man so etwas in einem Auto benötigt, kann man an dieser Stelle infrage stellen.

Die Details des Fahrzeugs lesen sich ebenfalls gut. Das Auto besitzt eine maximale Leistung von 360 kW (468 PS, 700Nm Drehmoment) und kommt damit auf eine Beschleunigung von 0 bis 100 km/h in 4,3 Sekunden. Die Reichweite gibt man mit über 1.000 km (CLTC) an, eine 150 kWh Ultralong Range Batterie soll das ermöglichen. Ob man diesen Wert tatsächlich erreichen kann, sei mal dahingestellt.

Die Auslieferung des Fahrzeugs soll in China im September 2022 beginnen, im nächsten Jahr plant man außerdem auch den Markteintritt in Deutschland. Mal sehen, wie man sich gegen andere Modelle hier schlagen kann. Preislich soll das Modell bei 328.000 RMB liegen, was bei aktuellem Kurs ca. 45.700 Euro entspricht.

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20 Kommentare

  1. Ich bin gespannt, ob die Chinesen den Eintritt in den deutschen Markt schaffen, bei der Diesel und Benzin Technologie ist das ja nicht geglückt.
    Wenn die den Eintritt schaffen, dann hoffe ich dass die entsprechen Mehrleistung bieten und das viel günstiger.
    Wenn die auch Ersatzteile bundesweit liefern können, kann das was werden.

    • Diese Chinesen sind noch nicht hier, stimmt. Ob sie es schaffen wird man sehen. Dafür ist der Geely-Konzern schon hier. Seine Marken(-Anteile): Volvo (100%), PoleStar (100%), Mercedes-Benz AG (10%).
      Fahre selbst einen vollelektrischen Volvo XC40 und bin davon hin- und hergerissen. Das Auto fährt sich super und macht Spaß. Das Betriebssystem ist Google Automotive. Das ist doch sehr ausbaufähig. Sei es Geschwindigkeitserkennung oder Sprachsteuerung.
      Ach ja. Apple Car Play oder Android Auto geht nicht. Du kannst dein Smartphone nur als Bluetooth-Player nutzen. War vorher besser.

      • Achtung, man muss unterscheiden, denn nicht immer ist der Konzern Geely investiert sondern dessen Gründer. Das macht einen gewaltigen Unterschied.

    • Solange die Chinesen weiterhin dieses Spielchen mit den Uiguren treiben wird das eher nix mit dem Eintritt in den deutschen Markt. Unsere grünen Minister werden schon zu verhindern wissen, wie wir Deutschen an preiswerte BEV kommen. Vielleicht wird auch der marode VW-Konzern noch höher subventioniert als bisher? Dringend notwendig, seit der Kanzlerpanzer ein Mercedes ist. Da geht viel Reputation verloren.

  2. „Das Design des Elektroautos unterscheidet sich wenig von denen der Konkurrenten am Markt“, ist leicht untertrieben. Wenn man nicht genau hinschaut sieht der ET5 einem Tesla sehr, sehr ähnlich.

    • Wird schon im Seitenprofil sehr viel deutlicher. Es ist ein Model 3.

      • Es ist eine 4-türige Sport-Limousine, die sehen irgendwie alle so aus.
        Wie lange gibt es den Porsche Panamera schon? Hat Tesla jetzt da abgeguckt? Und die Chinesen? Beim Tesla oder beim Porsche?

    • Naja es hat ein gänzlich anderes Lichtkonzept und auch die Front unterscheidet sich in etlichen Punkten. Aber eine gewisse Ähnlichkeit besonders in der Seitenansicht kann man nicht leugnen.

  3. dirk der allerechte says:

    Das Design gefällt mir gut, gute Reichweite von über 1000 km und wenn nur 500 hinterher rauskommen ist immer noch super. Und das alles zu einem erträglichen Preis also ich bin schon interessiert.

  4. In welchem Videospiel wurde das Fahrzeug vorgestellt? Echt scheint es ja noch nicht zu sein.

  5. So so, bei Design hat man sich also an der Schuhbranche orientiert. Wollen wir hoffen, dass dies bei der Technik nicht der Fall war und der Käufer öfter zu Fuß laufen muss.
    Das Marketing-Geschwurbel wird immer bekloppter.

  6. In so ein Auto zu investieren wird sportlich. Die haben in Deutschland null Händlernetz, das ist mir persönlich wichtig. Was ist wenn die Kiste nicht mehr läuft oder etwas kaputt geht? Ohne Kooperation mit Händlern wird das nicht funktionieren. Tesla war anfangs auch nicht wirklich gut wenn man Mal ein Problem hatte. Interessant auf jeden Fall aber erst wenn die Gegebenheiten passen.

    • Das machen sie alle nach dem Tesla Prinzip. Kooperationen mit bestehenden Werkstätten. Und um das zu verschleiern, dass nur der ranzige ATU dahinter steckt kommen sie vor Ort und holen die Karre und bringen sie wieder, was auch wirklich ein Gewinn ist gegenüber den etablierten OEMs.

      Das alte Spiel mit Händler und Ansprechpartner vor Ort wird in Zeiten des Online Handels abgelöst und mehr akzeptiert wie früher.

  7. Sieht ja schon ein wenig nach einem Tesla aus 😉

    • Hinten aber deutlich hübscher.
      Nur dieses Roboter Gesicht macht mich verrückt, da fühle ich mich beobachtet

      • Dein Gefühl, beobachtet zu werden, dürfte nicht nur ein Gefühl sein. Eher harte Realität. Dein Fahrverhalten wird demnächst direkt vom Zentralkomitee der KP China bewertet und auf dem Volkskongress debattiert. 😉

  8. Bemerkenswert, mal kein SUV. Aber trotzdem zu lang für unsere Städte

    • Zukünftig werden Autos sowieso aus unseren Städten verbannt. Du musst die parking-lots am Stadtrand nutzen und dann fährt dich so ein autonomes Stadtvehikel an deinen Bestimmungsort. Obwohl, Einzelhandel gibt’s ja in der „Stadt der Zukunft“ auch nicht mehr. Also was will man noch mit dem eigenen Auto in der Stadt, wenn man nicht gerade jemand besuchen will, der dort wohnt?

  9. Das meist verkaufte Elektro Auto in China (Marktanteil 35 Prozent) ist der Wuling Hongguang Mini EV und kostet 3700 Euro.

    In Deutschland würde man dazu Krankenfahrstuhl sagen und der würde ein Mofa Versicherungskennzeichen bekommen. Ein Trabant wäre im Gegensatz zu dem Teil eine S Klasse wie Mercedes.

    So viel zu chinesischen Elektro Autos

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