Neurable will Virtual Reality über Gehirnströme steuern

Das Unternehmen Neurable entwickelt aktuell ein BCI (Brain-Computer Interface), welches die Steuerung von Virtual-Reality-Anwendungen über Gehirnströme ermöglichen soll. Geplant ist diese Ergänzung für das Headset HTC Vive. Das BCI soll die Gehirnwellen des Trägers analysieren und so dessen Absichten erkennen. Angestrebt ist eine Lösung, die z. B. das Durchscrollen von Menüs, die Auswahl von Objekten oder auch Manipulationen von Objekten nur über die Gedanken ermöglicht.

Auf der Siggraph 2017 in Los Angeles zeugt Neurable bereits mit eStudiofuture  ein Spiel, das diese Techniken einsetzt. Dabei können die Spieler in der virtuellen Realität Telekinese einsetzen – so wie der Charakter im Spiel dank BCI nur über Gehirnwellen. Zugrunde liegt das Neurable SDK für die Engine Unity. Mit der Hilfe des SDK sollen auch andere Entwickler die Chance haben die BCI-Steuerung in ihre Titel zu integrieren. Auf Seiten der Gamer ist aber natürlich auch entsprechende Hardware notwendig: Sie müssen das spezielle Neurable-Kopfband kaufen, in das die notwendigen Sensoren integriert sind.

Neurable nutzt Machine Learning, um die Gehirnaktivität der Spieler in Echtzeit auszuwerten. Wirklich weiter in die technischen Details geht man aber nicht. Allerdings sieht man neben Games auch weitere Anwendungsgebiete wie das Gesundheits- und Bildungswesen. Falls es unter euch VR- bzw. AR-Entwickler gibt, könnt ihr euch hier noch im Detail zu Neurables Lösung informieren.

Die Idee klingt spannend und ich bin auf die weitere Zukunft in der Praxis gespannt. Denn tatsächlich fühlt sich die Steuerung in vielen, aktuellen VR-Spielen noch sehr unnatürlich an. Da könnte Neurable mit seiner Idee sicher Fans finden.

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André Westphal

Hauptberuflich hilfsbereiter Technik-, Games- und Serien-Geek. Nebenbei Doc in Medienpädagogik und Möchtegern-Schriftsteller. Hofft heimlich eines Tages als Ghostbuster sein Geld zu verdienen oder zumindest das erste Proton Pack der Welt zu testen. Mit geheimniskrämerischem Konto auch bei Facebook zu finden. PayPal-Kaffeespende an den Autor.

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