Neues vom Technik-Crowdfunding: Haus-Fernbedienung, schöne Hotspots, RFID-blockende Geldbörsen und ein Spiel gegen Sehschwäche

Nützlich, schräg, innovativ und seltsam. Nichts bietet so viele Facetten wie das Technik-Crowdfunding. Im heutigen Beitrag befassen wir uns mit insgesamt vier Projekten, die mithilfe der Massen finanziert werden sollen. Von der Haus-Fernbedienung, über schicke Hotspots, bis hin zu RFID-blockenden Geldbörsen und einem Spiel, welches bei einer Sehschwäche helfen soll, ist alles dabei.

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Homee – Die Fernbedienung für das ganze Haus

Hab ich eigentlich abgeschlossen? Brennt im Wohnzimmer noch das Licht? Hier kommt die App für alle Kontrollfreaks, die auch unterwegs wissen wollen, was zu Hause gerade los ist. Die beiden Tüftler Jochen und Waldemar aus Stuttgart haben mit Homee eine Smart-Home-Lösung entwickelt.

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Per iOS-, Android- oder Web-App lassen sich alle möglichen Knöpfe und Schalter zu Hause steuern – Heizung aufdrehen, Licht anschalten oder Rollläden herunterlassen. Die Basis bildet der „Brain Cube“, der sich unter anderem per WLAN- oder AirPlay verbinden lässt. Obendrauf kommen je nach gewünschtem Funktionsumfang weitere bunte Würfel, die sich mit anderen Geräten per Z-Wave oder ZigBee verknüpfen lassen. Hier gibt es einen ersten Blick auf die Web-App der Bedieneinheit von Homee.

Airfy – Die schöne LED-Leuchte für sichere WLAN-Hotspots

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Noch ein interessantes Tech-Projekt aus Deutschland: Der Münchner Steffen Siewert hat zusammen mit seiner Frau Mona eine schicke Signallampe entwickelt, die eigentlich ein WLAN-Router ist – und noch jede Menge mehr kann. Das Gerät dient als sicherer WLAN-Hotspot, bei dem sich jeder Nutzer mit einem persönlichen WPA2-Passwort anmelden und dann online gehen kann.

Außerdem bietet Airfy eine Mobile-Payment-Lösung und eignet sich daher besonders für Betreiber von Cafés und Läden, die ihren Gästen sicheres und unkompliziertes WLAN sowie eine bequeme Bezahlmethode bieten möchten. Der besondere Clou: Airfy übernimmt die sogenannte Störerhaftung. Nach derzeitiger Gesetzeslage haften nämlich private Betreiber eines WLAN-Hotspots selbst, wenn Fremde ihren Anschluss missbrauchen.

Da aber alle Verbindungen zunächst über Airfy laufen und sich jeder Nutzer durch seinen persönlichen WLAN-Schlüssel identifiziert, ist dieses Verfahren eine unkomplizierte und günstige Lösung für alle, die ihren Besuchern eine freie Drahtlosverbindung ins Netz zur Verfügung stellen möchten. Wer zu den ersten Unterstützern zählt, kann sich jetzt noch einen Airfy-Router „Hotspot N“ für 139 US-Dollar (ca. 102 Euro) sichern. Die reine Airfy-Lampe gibt es bereits für 49 US-Dollar (ca. 36 Euro). Die Lieferung erfolgt voraussichtlich im September 2014.

The Articulate Wallet 2.0 – Das RFID-Block-Portemonnaie

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Diese Geldbörse schützt vor Identitätsklau: Das Articulate Wallet im minimalistischen Design und aus echtem italienischen Leder bietet ein ganz besonderes Sicherheitsfeature – es blockt RFID-Strahlen. Damit kann niemand durch die Hosentasche hindurch persönliche Daten von Kredit- und anderen Karten aus dem Portemonnaie abgreifen. Die Sorge vor Identitätsdiebstahl teilen offenbar viele, denn auf Indiegogo hat das Team bereits über 27.000 US-Dollar eingesammelt, anvisiert waren eigentlich nur 12.000. Für 25 US-Dollar können sich Unterstützer des Sicherheits-Portemonnaies noch die nächsten 19 Tage ein Articulate Wallet auf Indiegogo bestellen, geliefert wird dann voraussichtlich schon im Januar.

Diplopia: Das Spiel gegen Sehschwäche

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Wir haben es längst gewusst: Gamen ist gesund – und kein Zeitvertreib angehender Amokläufer. Gesunde Games – zumindest das Computerspiel Diplopia vom jungen Entwickler James Blaha will eines sein. Es hilft Leuten mit Strabismus (vulgo: Schielen) dabei, in 3D zu sehen. Das Game beruht auf den neuesten Erkenntnissen der Sehforschung, denen zufolge lässt sich auch nach dem kritischen Alter von acht bis zwölf Jahren noch das dreidimensionale Sehen erlernen. Die Kampagne zu dem Spiel hat auf Indiegogo sein ursprüngliches Fundingziel schon bald um das fünffache übertroffen, dabei läuft sie noch weitere 40 Tage.

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caschy

Hallo, ich bin Carsten! Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Getaufter und Gründer dieses Blogs. Auch zu finden bei Twitter, Google+, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Oh Mann, wenn ich diese RFID Geldbörsen sehe stellen sich mir die Nackenhaare zu Berge. Da wird mit Angst Geld gemacht. Wer sich nur ein wenig mit der Materie befasst weiß, dass das nur Humbug ist. Daten im Vorbeigehen auslesen, lächerlich.

  2. Wurde doch schon zu genüge gezeigt, dass wenn man nah genug hinkommt, das kein Problem ist.
    Und sobald man sich mit Bus&Bahn etc. bewegt haben Diebe sogar noch recht lange Zeit die Daten auszulesen …
    Gibt noch genug andere Situationen also für reine Angstmache halte ich das nicht, sondern eine reale Gefahr. Lieber verhüten als nachher ausgelesene Daten …
    Ob dafür ein extra Geldbeutel notwendig ist, ist etwas anderes.

  3. rfid-strahlen?! 😀
    aussagekräftig auch das bild der heimüberwachungslösung.
    genug geschimpft, nüscht für ungut 🙂

  4. @Timo: Das Auslesen funtktioniert ohne Probleme. Wir haben in der Firma RFID-Karten um Türen zu öffnen und diese lassen sich von relativ grosser Entfernung auslesen. Ich benutze schon lange das Stewart/Stand bifold Portemonnaie, da dieses innen aus Stahl ist, stellt sich die Frage wegen Datenklau sowieso nicht. Diese Portemonnaies sind 100% „sicher“ auch wenn das bei mir nicht der Grund war um es zu kaufen.

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