Neues Gebührenmodell bei eBay

Ich kürze mal ein wenig ab, denn eBay dürfte wohl allen Lesern bekannt sein. Ebenfalls dürfte es den Lesern sicherlich nicht entgangen sein, dass eBay im Laufe der Jahre immer größere Stücke vom Trödelkuchen abhaben wollte. Das konnte man sich auch erlauben, man war fast ohne Konkurrenz am Markt. Und nun? Die Leute haben einfach die Faxen von eBay dicke gehabt. Ich bin auch einer von denen.

eBay

Wenn ich etwas zu verkaufen habe, dann ist der erste Schritt das private Umfeld, danach verkaufe ich grundsätzlich via – wie will man es nennen? – Social Network Trödelmarkt. Ich frage bei Facebook oder bei Twitter. Kein Heck Meck, keine Gebühren. Ich habe keinen Nerv auf Schacherer und Problemfälle bei eBay.

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Und dann auch noch die Gebühren… Diese sollen jetzt, beginnend in den USA, einer Kur unterzogen werden. Auch bei eBay wird man die Abkehr der Benutzer und das Vorhandensein eines Amazon Marketplace registriert haben. Erst einmal soll die Preisgestaltung transparenter sein, zudem in vielen Fällen die Einstellgebühr abgeschafft werden. Je nach Größe des Anbieters und Umfang der zu verkaufenden Produkte soll es Staffelungen von 4 -10 Prozent geben.

50 Artikel kann der Privatmann in den USA kostenlos als Auktion oder Festpreisangebot einstellen, danach sollen 30 Cent fällig werden. Beim Verkauf werden 10 Prozent Provision an eBay fällig, die auf maximal 250 US-Dollar gedeckelt ist (bislang 9%). Auch für Händler werde es transparentere Modelle geben. Start ist erst einmal in den USA, die Änderungen werden in den nächsten Monaten ausgerollt.

Ob mich das zurück zu eBay treibt? Nein, ich verfahre weiter nach meinem Social Network-Prinzip. Da verkaufe ich vielleicht nicht zum höchsten Preis, dafür aber mit dem geringsten Nerv. Und nicht nur ich handhabe das so, auch Hunderttausende, die sich mittlerweile auch in lokalen Trödelmärkten bei Facebook austauschen. (via, via)

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Hallo, ich bin Carsten! Ich bin gelernter IT-Systemelektroniker und habe das Blog 2005 gegründet. Seit 2008 ist es Beruf(ung). Baujahr 1977, Dortmunder im Norden, BVB-Fan und Vater eines Sohnes. Auch zu finden bei Twitter, Facebook, Instagram und YouTube. PayPal-Kaffeespende. Mail: carsten@caschys.blog

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33 Kommentare

  1. Ebay scheint sich selber auf zu kicken. Warum in alle Wert geht es zu ein für die meisten passende Weg über Ebay Kleinanzeigen und beim eigentlichen Ebay nicht?

    Anscheinend leben und träumen die noch von die Zeiten vor mehrere Jahren als Ebay alleine auf weite Flur war.

    Gebühren sind ja auch OK, sofern diese so gestaltet werden das es sich auf für die gelegentliche private Verkäufer auch noch lohnt. Wer aber im Verhältnis zum Preis zu viel zahlen muss, weicht schnell auf Alternativen aus.

    Auch die zahlreichen Powerseller und Top Händler bei Ebay sehen diese Plattform und deren Gebühren zunehmen kritisch. Auch für die gibt es Alternativen und wenn Ebay nicht aufpasst heißt es bei denen bald “ der letzte macht bitte noch das Licht aus“

  2. Ebay ist doch ein verglühender Stern am Horizont des Web 1.0, oder?

  3. Genauso schlimm wie der Preis ist das geschiss das da gemacht wird.. Sie haben schon 3 Monate nix verkauft, Sie dürfen jetzt nur bis 200 Euro usw usw.. Alles soo was von wirklichkeitsfremd, als wenn man dauernd was zu verkaufen hätte und als wenn man nur billigkram verticken würde..
    Die können mich mal..

  4. Ich habe in letzter Zeit gemerkt, dass ebay Kleinanzeigen und kalaydo echt super funktionieren. Super schnell eingestellt, kostenlos und bin alles los geworden. Ich sehe keinen Grund mehr, das normale ebay zu nutzen.
    Diesen ganzen Kleinkram, den man früher vielleicht bei diesen ebay Powersellern gekauft hat, kaufe ich halt heute bei amazon Marketplace. Amazon ist mir da als Platform einfach deutlich sympatischer. Vor allem weil die Bezahlung selber halt über Amazon geht.

  5. Ich verkaufe über Ebay schon länger nichts mehr, da ich von dem Preis den ich mir bei einem Verkauf vorstellte, nur einen Bruchteil des Wertes bekam.
    Weiters wenn ich einen Artikel ersteigern wollte ging der Preis so in die Höhe, dass ich den selben Artikel bei Amazon neu billiger bekam.
    Ab dieser Erfahrung war Ebay für mich uninteressant.
    Hingegen Ebay Kleinanzeigen und Willhaben.at finde ich gut.

  6. Ebay schuldet mir immer noch 40€, die sie völlig unberechtigt in einem Streitfall von meinem Paypal-Konto eingezogen haben… die sind für mich gestorben.

  7. Lutz Lustig says:

    Nicht die Einstellgebühr muss weg, sondern die Provision. Ob ich einen Artikel für 1 oder 100 Euro verkaufe, ebay tut für beides gleich viel, warum also unterschiedlich daran verdienen? Auf dem Flohmarkt zahl ich auch nur Standgebühr, keine Provision, wär ja noch schöner, das andere ohne zutun mitverdienen.

    Leider sind die Kleinanzeigen bei ebay auch keine Konkurrenz, da die Rubriken nicht gut unterteilt sind, aber da würde man sich ja auch selber Konkurrenz machen.

  8. eBay ist schon länger witzlos, als privater Verkäufer sowieso schon länger, und in letzter Zeit auch immer mehr als Käufer.
    98% der Artikel die ich kaufen wollte und stichprobenartig bei eBay den Preis verglichen habe, war eBay immer (deutlich) teurer als Amazon. Dazu kommt der Umstand, dass ich bei Amazon einen Service dazu bekomme der beispiellos ist. Sowohl in der Lieferzeit, als auch später wenn mal Probleme oder Gewährleistungsfälle eintreten sollten. Wieso sollte ich da noch bei irgendeinem unbekannten Kistenschieber bei eBay bestellen, für mehr Geld, und bei einem schlechten Service?

    Wenn ich Artikel privat verkaufe, dann über eBay Kleinanzeigen. hood.de ist keine Alternative, da ist kaum jemand und es werden viel zu geringe Verkaufspreise erzielt.

    Nebenbei bemerkt sollte bedacht werden, dass eBay die privaten Verkäufer überhaupt nicht mehr auf ihrer Plattform will, das sieht man an der gesamten Politik von eBay und auch dem Umstand, dass mit eBay Kleinanzeigen eben eine kostenlose Alternative für private Verkäufer geschaffen wurde.

  9. Hab mein altes PC-Innenleben verkauft und dafür knapp 100€ bekommen, jetzt soll ich dafür 9€ irgendwas bezahlen, also knapp 10%… das war dann das letzte Mal, dass ich beim e-Trödler was verscherbelt hab, irgendwann ist dann wegwerfen auch billiger.

  10. „Nicht die Einstellgebühr muss weg, sondern die Provision. Ob ich einen Artikel für 1 oder 100 Euro verkaufe, ebay tut für beides gleich viel, warum also unterschiedlich daran verdienen?“

    Sag das mal den Rechtsanwälten oder Maklern, Vermittlern oder allen, die umsatzabhängige Provisionen/Gebühren kassieren…. 😉

  11. Alle heulen rum. Seht euch mal die einzige Alternative an: Amazon. Da ist es für private und gewerbliche doppelt so teuer. Klar, eBay erhöht ständig und das geht mir auch auf die Eier, aber im Prinzip haben sie sich hier „nur“ leicht in Richtung Amazon bewegt. Dort zahlt man pro Artikel 1,14 EUR Verkaufsgebühr + 15% (fünfzehn) des Verkaufspreises.

    Bei eBay kommt noch die Paypal-Gebühr drauf und das ist auch Mist. Aber weltweite Überweisungen sind trotzdem viel günstiger als Western Union und andere Alternativen. Wäre in Europa eigentlich hinfällig (IBAN), wenn da nicht der Käuferschutz wäre.

    So oder so, eBay und Amazon sind auf lange Zeit quasi Monopolisten und auf beiden wirst du ausgeweidet wie eine Weihnachtsgans.

  12. eBay ist unverschämt, nimmt einfach so Geld von den Leuten, dabei kostet das noch nix, so ne olle Website online zu stellen, mach der Olli für nen Lolli! Einfach so ein kostenloses WordPress-Dings nehmen, schon ist das komplette Teil fertig. Und PayPal, voll fies, die wollen auch noch Geld, obwohl das zwei rechtlich getrennte Firmen sind! Und Amazon, die sind echt super, die beuten alle anderen aus, nur nicht die Kunden, escht supergeilo!

  13. @Thomas
    Wenn der Olli sich da mal nicht täuscht:-) Du scheinst nicht viel Ahnung von Webtechnik zu haben. WordPress, tsss… ich bin sprachlos.

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