Netflix: iTunes-Bezahlmethode wird Neukunden nicht mehr angeboten

Dass App-Entwickler schon lange ein Problem mit den Gebühren haben, die Apple und Google bei Einkünften durch den App-Kauf, In-App-Käufe oder auch Abos für sich beanspruchen, ist längst kein Geheimnis mehr. Im August dieses Jahres testete unter anderem auch Netflix eine Möglichkeit, seinen Neukunden auf iOS-Geräten die Bezahlung unter Umgehung des App Stores zu ermöglichen.

Wie Venturebeat nun direkt vom Streaminganbieter erfahren haben will, handle es sich hierbei aber nun schon längst nicht mehr nur noch um einen Test, Neukunden wird seit wenigen Tagen das Bezahlen des Abos via iTunes/App Store gar nicht mehr angeboten. Nach dem Herunterladen der App müssen jene auf die Webseite des Dienstes wechseln, dort ihren Account eröffnen und ihre Bezahldaten hinterlegen und damit ein Abo abschließen. Unter Android ist dies seit Mai 2018 auch der Fall.

“We no longer support iTunes as a method of payment for new members” – ein Sprecher von Netflix

Des Weiteren können auch ehemalige Abonnenten des Dienstes, nachdem ihre Abo-Kündigung mindestens einen Monat abgeschlossen war, beim Zurückkehren nicht mehr auf die Bezahlung über iTunes zugreifen. Bestehende Abos dürfen aber weiterhin auf jene Bezahlmethode setzen, so Netflix.

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Nordlicht, Ehemann und Vater. Technik-verliebt und lebt fürs Bloggen. Außerdem: Mail: benjamin@caschys.blog / Mastodon

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9 Kommentare

  1. Völlig korrekt so. Die 30% oder wie viel es auch immer ist, die Apple einbehält, würde Netflix sonst auf Dauer auf alle anderen Kunden umlegen. Somit ist das ein Faktor zur Beitragsstabilität.

    • Niemals hat Netflix bisher nur 70% der Beiträge bekommen. Die hatten sicherlich ein extra Deal mit Apple.

      Aber selbst wenn es 95% waren. Der anstehende Start des Apple Streaming Dienstes macht beide Konzerne zu direkte Gegner. War klar dass es da schwierig wird weiter zusammenzuarbeiten.

    • Die typische Milchmädchenrechnung. Bei 13,99 EUR für Netflix Premium bleiben ab dem 13. Monat 1,70 EUR bei Apple/Google. Für Netflix nicht so wichtig, aber gerade kleinere Anbieter bekommen einiges das von Vorteil ist und für Ersparnis sorgt.

  2. Auf der einen Seite bekommt Netflix nun einen höheren Anteil an den Gebühren, auf der anderen Seite aber war die Möglichkeit der Bezahlung über iTunes für die Kunden recht bequem. Das Angebot verschiedener Zahlungsmethoden ist auch ein Service gegenüber dem Kunden, und dieser Service wird nun eingeschränkt. Die Gründe dafür mögen nachvollziehbar sein, aber Service kostet nun mal Geld, auch in anderen Bereichen.

    • „Service“ kostet Geld aber die Zahlungsdienstleistung wie in diesem Fall kostet ganz sicher nicht 30% vom gesamten Umsatz den so ein Unternehmen durch Streaming-Dienste generiert. Ich finde so einen Anteil unverschämt und das hat Steam inzwischen auch zwanghaft eingesehen nachdem EpicGames ähnlich vorgegangen ist wie Netflix hier.

      • Netflix hat auch jetzt keine 30% dafür gezahlt. Aber hey, so klingt es natürlich gleich viel besser.

        Mal davon abgesehen, dass es viele Dienste nur deshalb gibt, weil sie irgendwann mal als App im AppStore begonnen haben. (WhatsApp)

  3. Ist einfach eine Frage der Marktmacht. Mittlerweile ist Netflix zu bekannt/beliebt als das die potenziellen Kunden diesen Umweg nicht mittragen. Ich würde auch nicht anders handeln.

  4. Nachdem ich diese Info hier und anderswo heute gelesen hatte, habe ich versucht mich bei Netflix via Apple kurzfristig wieder anzumelden, da ich dies sowieso wieder vor hatte. (Kündige Netflix relativ regelmäßig für einige Zeit)
    Zumidest mittels Itunes hat es (heute) funktioniert. Erfreulicherweise hab ich sogar noch einen Freimonat bekommen….

  5. Netflix ist bekannt genug, die können sich das Leisten, Apple wird das wohl nicht so gut schmecken, einer der besten Melkkühe im AppStore, spielt nicht mehr mit. Die Entscheidung von Netflix ist nachvollziehbar und absolut gerechtfertigt.

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