Netflix Games wird gestärkt

Netflix zeigt sich glücklich über den bisherigen Erfolg von „Netflix Games“ und das Vordringen in die Spielesparte. Laut einem Bericht von Protocol, will man in den kommenden Monaten diesen Bereich stärken. So sei Netflix auf der Suche nach Mitarbeitern für dieses Segment. Erweiterungen seien im Casual- sowie Core-Gaming angedacht. Bedeutet: Netflix könnte künftig auch PC- und Konsolenspiele liefern, bislang ist man nur für Android und iOS gestartet.

Teil der Wachstumsstrategie im Gaming-Sektor sei es, Spiele zu entwickeln, die mit firmeneigenem geistigen Eigentum zusammenhängen. Zudem zeigt man sich offen für die Lizenzierung von Spiele-IPs. Der COO deutete da bereits Lizenzvereinbarungen an.

Bestandteil von Netflixs Strategie sei es zudem, ähnlich wie bei Fortnite oder Apex:Legends und Overwatch, Spiele langfristig mit neuen Inhalten zu versorgen, um Spieler zu binden und eine Abwanderung zu verhindern. Dies geht unter anderem aus den Stellenausschreibungen von Netflix hervor. Jene lassen auch Rückschlüsse auf die Expansion in den Bereich Konsolen- und PC-Spiele zu.

Netflix hat kürzlich 222 Millionen Abonnenten vermeldet. Nicht zuletzt aufgrund der Pandemie konnte man in den vergangenen Jahr ein großes Wachstum verzeichnen. Jenes sei nun aber verlangsamt. So ist die Netflix-Aktie derzeit mit einem Minus von 20 Prozent aufgrund von Wachstumssorgen eingebrochen und rangiert nahezu auf dem Niveau vor Pandemiebeginn. Deswegen ist man derzeit wohl auf der Suche nach neuen Strategien. Neben den Gehversuchen im Gaming-Bereich beteiligt man sich am Wettrüsten gegen andere Streaming-Anbieter durch große Investitionen in Filme und Serien. Derartige Wachstums- und Expansionsambitionen dürften mit Preisaufschlägen an die Kunden weitergereicht werden. Mit zunehmender Fragmentierung gehen alle Anbieter mit exklusiven Inhalten auf Kundenfang.

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Baujahr 1995. Technophiler Schwabe & Studienreferendar. Unterwegs vor allem im Bereich Smart Home und ständig auf der Suche nach neuen Gadgets & Technik-Trends aus Fernost. Twitter. PayPal-Kaffeespende an den Autor. Mail: felix@caschys.blog

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5 Kommentare

  1. Das wird die Aktie auch nicht wieder auf Kurs bringen.

  2. Thorthemighty says:

    Bin schon kurz vor der Kündigung. Ich brauche keine Preiserhöhung für einen Gaming-Service den ich nicht nutze und nach dem ich nicht gefragt habe…hier werden mir also irgendwelche billo Spiele angeboten und der video content ist auch mehr Masse statt Klasse…ich finde es wird echt Zeit Netflix ein wenig zu erziehen…

    • Wie man meiner Meinung nach in dem Artikel lesen kann, ist Netflix ein Paradebeispiel für toxischen Kapitalismus. Da wächst man seit Jahren aufgrund der Pandemie nicht nur, sondern gehört zu den Gewinnern. Und nur, weil das Wachstum verlangsamt, nicht negativ ist, bricht die Aktie ein. D.h. Netflix ist verdammt zum ständigen, überproportionalen Wachstum. Und da der Streamingmarkt, wie alle Märkte ein begrenzter ist, muss man für ständiges Wachstum auch ständig neue Märkte mit potenziell hohem Wachstum und hoher Rendite finden. Der Freemium-Sektor hat in den letzten Jahren gezeigt, wie viel Umsatz in „free“ steckt. Gleichzeitig muss Netflix die Grenzen des steigenden Preises austesten, um so viel wie möglich aus den Bestandskunden zu pressen. D.h. die Preiserhöhung wird kommen, das ist sicher. Zufrieden wird man jedoch nie sein, dazu ist der Zusammenhang zwischen begrenzten Märkten und dem Anspruch auf ständig exponentielles Wachstum zu gegensätzlich und daher in meinen Augen toxisch für das Verhältnis Anbieter und Nutzer.

    • Willst du etwa sagen, dass die Brot & Butter Teenie-Serien mit androgynen Charakteren ethnischer Minderheiten dich nicht interessieren?

      • Kann doch gar nicht sein. Woke ist doch gleichbedeutend mit gut. Da braucht es weder eine ausgeklügelte Story, noch Charaktere mit Identifikationspotenzial.

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