Caschys Blog

Negativzinsen: Zahlreiche Banken haben schon Verwahrentgelte gestrichen

Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder von den Strafzinsen (dem Verwahrentgelt) berichtet, die die Institute ihren Kunden ab einem bestimmten Guthaben aufbrummten. Mittlerweile gibt es aber eine Kehrtwende. Eine Verivox-Analyse soll gezeigt haben: Seit Ende April haben 34 Banken ihre Negativzinsen komplett abgeschafft. Bei weiteren 15 Banken wurden die Freibeträge deutlich angehoben, sodass zumindest ein Großteil der Kunden keine Negativzinsen mehr zahlen muss. Ein Beispiel ist die ING, da gibt’s erst ab 500.000 Euro Guthaben pro Konto Strafzinsen.

Immer mehr Banken verabschieden sich von den Negativzinsen, ein historisches Zinsphänomen geht zu Ende“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Wenn die Zinsen künftig steigen, wird das Geschäft mit Spargeldern für die Banken wieder attraktiv. Die ersten Institute bringen sich dafür jetzt schon in Stellung und haben ihre Negativzinsen gestrichen, noch bevor der erste Zinsschritt durch die EZB überhaupt erfolgt ist.

Aufgrund der Inflation wird derzeit dazu geraten, das Geld nicht einfach auf dem Konto liegenzulassen. Für das Gesamtjahr 2022 rechnet die Deutsche Bundesbank mit einer Inflationsrate von 7,1 Prozent. Bei dieser Teuerung würden 10.000 Euro unverzinst auf dem Girokonto in einem Jahr 663 Euro an Wert verlieren. „Es ist sinnvoll, dass Sparer eine gewisse Geldreserve für unerwartete Ausgaben verfügbar halten“, rät Oliver Maier. „Dafür genügen in der Regel etwa drei Monatsgehälter, angelegt auf einem Tagesgeldkonto mit möglichst hohen Zinsen. Der übrige Teil der Ersparnisse sollte in Anlagen fließen, die höhere Erträge bringen – zum Beispiel in einen Mix auf Festgeld und Aktien.

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